Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Di 24 Jan 2017, 00:41

Wir bitten das ganze als OOC - Wissen zu betrachten. Dennoch wollen wir Euch einen kleinen Einblick über sie und alles was im Moment um sie herum geschieht verschaffen.


Rückkehr zu Odyn

Sylea blickte nachdenklich ins Feuer und ging dann um die Feuerstelle etwas herrum. Seufzend setzte sie sich, während Erendil Shaturgal und Ihr zulächelte.
"Alle ausgeruht?"
"Spielt das eine Rolle?"
"Ich war nie müde.... ", kam es leiser und scheinbar abwesend von Sylea.

Erendil blickte kurz zwischen den beiden hin und her ehe er weiter sprach.
"Dann machen wir uns auf den Weg? Wir haben doch was Odyn wollte, oder?"
"Richtig."
"Gut. Ich würde mich auch wohler fühlen, wenn wir nicht mehr beobachtet werden."
Sylea nickte knapp und erhob sich. Sie warf sich Ihren Umhang um und zog die Bänder oben am Kragen fest zusammen. Etwas langsam und zögerlich folgte sie dann den zweien, die sich prächtig unterhielten. Sie hingegen bereitete sich mental auf Odyn vor, welchen sie nicht ausstehen konnte.
"Dann auf. Von wem werden wir beobachtet?"
"Ich gehe mal aus von dem Flammenbart und seinen Leuten."
"Wenns nur der wäre...", gab Sylea seufzend zu Wort.
"Das heisst, ich hätte letzte Nacht die Hände doch besser über der Bettdecke gelassen, ja?"
"Vielleicht ist er ja nun blind. Ach ja, und laut Eleyah, folgt uns eine Illidari."
"Es ist immer wieder verwunderlich wie du es verstehst mit gewissen Situationen umzugehen und sich darüber zu amüsieren, Hochschamane."
"Ein Illidari Weibchen?"
"Ja."
"Ihr seht, wir sind beliebt."
, lockerte Erendil auf.
"Ihr seht Kindchen, ich hab schon echt viel Scheisse gesehen und erlebt. Irgendwann stumpft man ab."
"Ja sowas ist wirklich bewundernswert. Ich werde das vergeblich lernen denke ich."
"Und wer weiss, vielleicht mag das Illidari Weibchen ja mal einen Orc probieren, wenn ihr versteht...."
, grunzte der Orc leise.
"Nur zu.... Doch ich fürchte, die will was anderes.", blickte sie ernst gen Erendil.
"Naja, durch ihre Augen achtet sie wohl mehr auf das Innere, als das Äußere. Das ist wohl schonmal ein Pluspunkt für Euch."
"Meine Haufen stinken genauso wie die aller anderen."
"Das...will ich gar nicht wissen."


Erendil schmunzelte während Sylea noch immer vor sich hingrübelte.
"Entspann dich Sylea. Ich dachte das Treffen mit den Drachen hätte dir gut getan?"
"Hat es auch....Bis wir Eleyah gefunden hatten. Oder besser gesagt...sie uns."
"Ich weiss, sie ist nicht die Netteste, aber lass dir von ihr nicht die Laune verderben. Wir sind auf einem guten Weg."
"Es geht nicht um Eleyah, Erendil. Mit Ihr kann ich mich sehr gut arrangieren."

Sylea blieb stehen und erblickte Odyn. Sie verzog dabei Ihren Mundwinkel.
"Wir können das später klären. Freiwillige vor?"
Shaturgal ging näher und Erendil folgte Ihm. Sylea hingegen blieb im Hintergrund stehen und wartete erstmal ab. Odyn blickte auf die Grupper herab während Shaturgal schon begann mit diesen zu sprechen.
"Willkommen zurück, Sterbliche."
"Grüße großer Brennbart. Meister aller Kinnflammen. Wir haben deinen Test abgeschlossen und sind bereit, dir die Antwort auf deine Frage zu nennen, du feuriger Flammenmann."


Erendil winkte in der Zwischenzeit Sylea näher und diese trat zögerlich und vor allem nicht begeistert an seine Seite.
Abschätzend blickte Odyn gen Shaturgal und fuhr dann weiter fort.
"Ihr sprecht ohne Respekt und doch will ich Euch gestatten zu sprechen. Also, wer ist der Verräter, der sich meiner Hallen bemächtigen will?"
"Zu Gütig, mein Lord. Sein Name ist Skovald, nennt sich selbst einen Gottkönig. Klingelt da was?"
"Der junge Skovald. Ja, er war auserwählt die Prüfung der Tapferkeit abzulegen. Doch er war stets ungeduldig. Er wurde von der Legion umgarnt und tötete in seinem Machtwahn sogar seine eigene Mutter. Nun also erhebt er sich gegen die grössten seiner Vorfahren. Doch wer ist das kleine Wesen an seiner Seite?"

Sylea blinzelte nun mit Ihren Augen und zuckte sofort mit Ihren Ohren leicht.
"Kleines Wesen?"
"Einer Eures Volkes hat sich an die Seite des Gottkönigs gestellt."
Odyn deutete zu den beiden während Sylea eine Faust ballte und leiser zu Erendil sprach.
"Ich hab es dir damals in Dalaran schon gesagt.... Doch ich hielt es nur für dumme Gedanken."
"Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Was meinst du?"

Sylea verengte dann Ihre Augen und schwieg ihn an. Sie richtete Ihre Worte nun an Odyn und trat neben Shaturgal.
"Könnt Ihr dieses Wesen beschreiben, Herr Odyn?"
"Ein Mann in roter Rüstung mit weißen Haar. Er trägt eine Runenklinge bei sich. Ein Krieger, wie man ihn wohl in Eurem Maßstab nennen könnte."
"Eine Runenklinge....also"

Sie dachte kurz nach und biss sich dabei auf Ihre Unterlippe.
"Ein Wappen oder irgendwas zu erkennen, dass diesen Runenklingenträger erkennbar machen könnte?"
"Meine Raben konnten nicht viel erkennen. Doch es scheint, als ziere ein Luchs und eine aufgehende Sonne einen Teil seiner Rüstung."

Sylea schluckte leicht als sie dann wieder zu Odyn schaute. Der Hochschamane übernahm wieder das Wort.
"Klingt ja echt bedrohlich...."
"Für mich nicht. Es ist nicht weiter von Belangen. Er wird fallen, so wie sein Herr, wenn sie versuchen die Valajar anzugreifen. Niemand erobert die Hallen der Tapferkeit. Doch ihr habt Euch bewiesen und die Aufgabe erfüllt. So werde ich Euch nun anhören. Was wollt Ihr von den mächtigsten Krieger dieser Welt?"
Sylea trat wieder zurück. Sie schwieg und hörte einfach nur zu.
"Wir sind auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen die Legion. Wir würden Euch darum bitten, ein Bündniss mit uns zu schliessen, welches sich die gegenseitige Unterstützung verspricht."

Ein lautes schallendes Gelächter erklang von Odyn. Dieser zeigte dann aber auch einen Hauch von Geduld und sprach abermals zur Gruppe.
"Ihr und Eures Gleichen habt noch viel zu lernen und doch haben wir das gleiche Ziel. Doch ich kann Eurem Wunsch nicht entsprechen. Die Valajar können Euch nicht in diesem Kampf unterstützen."
"Gibt es dafür einen Grund?"
"Die Valajar und ich sind an die Hallen der Tapferkeit gebunden worden, lange bevor es Eure Völker überhaupt gab. Wir können diesen Ort nicht verlassen."


Sylea sprach nun wieder zu Odyn und lies es sich nicht nehmen weiter nachzuhaken.
"Gibt es denn anderen Möglichkeiten uns zu unterstützen? Zauber vielleicht? Irgendwas was nützlich sein könnte? Ihr seid schliesslich schon länger in dieser Welt wie wir. Sicherlich habt Ihr uralte Möglichkeiten uns zum Beispiel im Kampf besondere Stärkungszauber zu verleihen?"
"Meine Magie könnte Euch tatsächlich zu Größe verhelfen. Doch auch diese ist durch den Zauber gebunden. Jedoch...Ihr habt Euch durch seltsame Methoden bewiesen. Vielleicht können wir doch einander nützlich sein."
"So?"
"Der Zauber, welcher uns bindet, wird gewirkt von einer alten Hexe, welche sich in ihrem Reich versteckt. Es treffen so viele von Euch Sterblcihen hier ein, dass ich aus ihnen eine Armee formen kann. Doch sie brauchen einen Zugang in das Reich der Hexe."

Nun hörte Sylea noch genauer zu was Odyn zu ihr sagte.
"Wenn es Euch gelingt, diesen Zugang zu finden, dann können wir den Zauber brechen und die Valajar wären frei."

Nickend trat Sylea wieder zurück und Odyn spuckte den Namen "Helya" fast schon aus. Sie klärten das in der Gruppe schnell ab und teilten Odyn mit, dass sie wohl vorher noch etwas anderes erledigen mussten. Doch sicherten sie diesen auch zu, dass sie bereit wären die Reise nach Hellheim anzutreten. Odyn lies eine Flamme in seiner Hand entstehen, welche zur Gruppe hinabglitt. Dabei verwandelte diese sich in einen Rubin. Erendil packte diesen und reichte ihn Shaturgal. Er packte diesen sorgsam weg. Die Gruppe verabschiedete sich und ging weiter. Ihr Weg führte sie nach Norden.....


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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 26 Feb 2017, 16:44

Hellheim, Geister der Vergangenheit

In Hellheim angekommen machten sich die drei sofort auf die Suche nach Helya, welche nicht zu übersehen war. Diese stellte Forderungen und teilte Ihnen mit, dass sie sich auf die Suche nach einer bestimmten Laterne machen sollten. Nur dann hätten sie die Möglichkeit Hellheim wieder zu verlassen. Sie kehrten Helya den Rücken zu und verliesen den Thron um Ausschau zu halten, was diesen Kaptitän betraf. Shaturgal wandte sich von den zwei ab und es war zu bemerken, dass er wohl Zeit brauchte nach dem Gespräch. Erendil und Sylea kam das gelegen, da sie ja noch etwas vor hatten. Dieses Ritual musste so schnell wie möglich gemacht werden, sodass es vielleicht noch eine letzte Chance gab, Raleria aber auch Ascas und Erendil zu retten. Erendil atmete tief durch und Sylea, welche hinter ihm stand seufzte. Sie blickte in den Nebel.



"Ich schätze der Hochschamane braucht etwas Zeit. Das Gespräch mit Helya schien ihm nicht gefallen zu haben. Er wirkte doch recht erregt."
"Nun...daran wird er sich wohl gewöhnen..müssen."
"Er ist ein Mann der Ehrlichkeit. Diese Spielchen sind gegen seine Natur."
"Ehrlichkeit hin oder her Erendil.......Manchmal muss man gegen seine Natur handeln um weiter zu kommen."
"Du bringst alten Hunden keine neuen Tricks bei. Besonders dann nicht, wenn es um ihre eingefleischten Prinzipien geht."
"Nun bei dieser....Hexe hat es doch funktioniert. Was den Hochschamanen betrifft.....Er ist eigen...ja. Doch soll uns das im Weg stehen? Du hast hier eine wichtige Aufgabe zu erledigen."
"Es sollte uns schon kümmern. Er ist einer der wenigen, der sich auch unserem Wohl annimmt, wenn wir Sorgen haben. Aber ja, vielleicht geben wir ihm etwas Zeit und nutzen diese, um ihn nicht noch mehr aus der Bahn zuwerfen."
"Meine Worte.....Wollen wir?"
"Ich glaube, ich habe von der Kuppel aus einen geeigneten Ort gesehen. Komm."


Sylea folgte Erendil und sie näherten sich einem verlassenen Schiff. Erendil blickte sich um und begann dann zu nicken. Sylea musterte dies ein wenig skeptisch.
"Du bist dir sicher das du das tun willst ja?"
"Ich ja. Ich habe Celesthas Rituale oft genug gesehen und studiert. Doch was ist mit dir?"
"Erendil....Mit verlorenen Seelen ist es nicht zu spassen. Ich hoffe du weisst auf was du dich da einlässt ja."

Leicht besorgt blickte sie zu ihm hoch und legte Ihren Kopf etwas schief.
"Das Wichtige ist, dass keine Emotionen ungewollte Geister anlocken. Wenn wir einmal die verlorenen Seelen rufen, dann darf nur der eine Wunsch als Signal dienen. Kein Zorn, keine Angst, nichts anderes. Seelen reagieren darauf. Kannst du dich und Ash unter Kontrolle halten?"
"Das kommt ganz darauf an, was du bereit bist zu geben....als Gegenleistung. Ash ist dazu da uns zu beschützen. Er wird sofort reagieren, wenn dir was zustösst."

"Eine Gegenleistung wird nicht nötig sein. Ich will die Seele nicht befreien."
"Celesthas Rituale haben Ihr viel abverlangt. Ich meine mich noch erinnern zu können, dass sie immer etwas entgegengebracht hatte. Wie ist es mit dir? Wirst du dem Ganzen stand halten?"
"Ich werde mich jetzt noch einen Augenblick sammeln. Dann sollte ich bereit sein. Bleibt nur zu hoffen, das wir nicht gestört werden."
"Nun gut. Ich behalte dich im Auge."


Erendil wandte sich dem Bug des Schiffes zu und begann seinen Geist in einen meditativen Zustand zu bringen. Sylea hingegen sprach leise mit Ash und wollte versuchen das Siegel so zu beeinflussen, dass es auf keinerlei Emotionen reagieren würde. Dabei schloss sie Ihre Augen und lächelte etwas. Als sie Ihre Augen wieder öffnete waren diese für einen Moment klar und mit rötlicher Farbe umschimmert. Steine polterten leise am Abhang herunter. Erschrocken schaute sie sich dann um. Erendil war sehr konzentriert und bekam nichts mit. Etwas gleitete hinter ihnen jedoch dem Felsen herunter ins Wasser. An der Felskante war kurz eine geisterhafte gehörnte Gestalt zu sehen. Sylea begann leicht zu schlucken als sie diese sah. Sie blieb vorerst wie angewurzelt stehen und lies Erendil, der dabei war das Ritual vorzubereiten, nicht ausser Augen. Sie schien dann aber kurz zu überlegen und ging mit leisen Schritten näher zu Erendil. Sie konzentrierte sich neutral zu bleiben und hatte Ihre Gefühle noch gut im Griff. Erendil nickte scheinbar zufrieden und zuckte etwas. Sylea schaute ihn mit grossen Augen an.

"Ich bin soweit."
"Na dann, was soll ich tun?"
"Es kann sein, dass ich auf deine Kräfte zurückgreifen muss, wenn die Suche nicht innerhalb eines gewissen Zeitraums erfolgreich ist."

Erendil zeichnete mit grünen Feuer eine Rune auf den Boden, aus dieser dann ein Kohlebecken entstand.
"Wenn ich einmal die Geister rufe, gibt es kein zurück mehr. Wenn ich den Zauber unkontrolliert beenden muss, dann kann jeder beliebige Gest auftauchen."
Er hob dann seine Arme nach oben um Kräfte zu sammeln.
"Das wirst du schon nicht müssen. Ich kümmere mich um das....Drumherum."
"Tandoria höre meine Stimme. Folge ihr. Wir..."




Sylea hob eine Augenbraue nach oben als sie merkte dass er abbrach. Der Boden des Schiffes begann zu knarzen und zu knacken. Sylea sprach auf Erendil ein.
"Mach weiter Erendil."
Erendil konzentrierte sich weiter, doch der Boden des Schiffes bekam leichte Risse.
"Tandoria, höre meinen Ruf. Folge meiner Stimme. Deine Tochter braucht dich."
"Raleria...Ascas bist du das?"

"Es scheint zu funktionieren."
"Erendil mach weiter. Konzentrier dich nicht auf mich, sondern auf den Zauber. Denk daran nicht aufzuhören."


Sylea konzentrierte sich leicht und lies eine Flamme auf Ihrer Handfläche entstehen, welche sie dann zu einer Kugel formte. Immer wieder sprach sie schnelle aber konzentrierte Worte. Sie blickte sich dann um, um eine geeignete Position auszusuchen.
"Keine So....."
Der Boden unter Erendils Füssen gab nach, worauf der Elf ins Wasser stürzte und nicht mehr zu sehen war.

Der Boden hinter Erendil färbte sich rötlich als sie Ihr Pulver, welches schlangengleich aus Ihrem Beutel glitt, auf das Holz des Schiffbodens  streute. Sie formte einen Kreis, in welchen sie dann hineinstieg.
"Das habe ich befürchtet... ", sprach sie leiser zu sich.
Eine Hand kam aus dem Wasser und griff an den Rand des Schiffes. Sylea kniete in Ihrem Schutzkreis und hielt noch immer die Flamme in Ihrer Hand, als sich eine Gestalt näherte. In einer Hand einen Speer tragend ging diese Person, wie von Geisterhand geführt, auf den Schutzkreis zu.
"So wie die Meisterin es will, so soll es geschehen..."

Sylea vertraute auf Ihre Magie und sprach immer wieder dieselben Worte. Solange bis die Runen anfingen zu leuchten. Die Flamme tänzelte den Runenkreis entlang und schloss langsam den Kreis, welcher die Gestalt daran hindern sollte näher zu treten.
"Niemand verlässt Hellheim..."
Sylea lächelte vor sich hin und zwinkerte langsam mit Ihren Augen. Eine weitere Flamme wanderte gezielt zu dem Speer, und diese Gestalt musste zusehen wie dieser zersplitterte. Sylea hob Ihr Haupt dann schief und deutete eine Verbeugung an.
"Natürlich nicht!"
"Das ändert nichts. Eure Seele ist verdammt. Ebenso wie die Eures Begleiters. Das ist Helyas Wille!"

Die Augen von dieser Gestalt fingen unnatürlich an zu glühen und sie griff mit Ihren Händen nach der Barriere, auch wenn sie Schaden erleiden könnte. Sylea streute mit Ihrer anderen Hand ein schwarzes Pulver in den Kreis. Sie nickte nur und lies sich auf keine weitere Kommunikation ein. Ihre Augen glänzten ebenfalls. Diese strahlten aber keine Unnatürlichkeit aus, sondern es war von allem etwas dabei. Hoffnung, Liebe und Glaube. Dies war nur für einen kurzen Moment zu erkennen, da sie etwas in einem Tuch zu Boden fallen lies. Die Gestalt lies Sylea weiter agieren, denn sie war wie besessen darauf, einen Durchgang zur Barriere zu finden. Sylea konzentrierte sich nun noch mehr, als sie spürte wie die sich die Kugeln über Ihren Haupt erwärmen.
"Ash...auf mein Zeichen dann."
"Ergebt Euch. Helyas Wille und Ihr werdet Teil der ewigen Verdammnis!"
Sylea schüttelte sacht Ihren Kopf und zog einen Ärmel zurück. Sie nahm Ihren Ritualdolch, welcher rein war, und schnitt sich in Ihr Fleisch. Blut tropfte auf das Tuch, welches im Kreis aufgebreitet war und vermischte sich mit dem von Erendil. Die Runen glühten nun dunkel auf und sie gab Ash ein Zeichen. Dieser sollte sich um die Gestalt kümmern, während Sylea versuchte Erendil zu suchen. Die Gestalt versuchte Ash zu packen.

"Deines Gleichen hat hier nichts verloren, Elementar!"
Sylea blickte auf die Armbinde welches nun ebenfalls ein Zeichen aufwies. Sie trat aus dem Ritualkreis um Ash zu unterstützen.
"Rühr ihn nicht an, Elfchen."
Ihre Augen funkelten erneut rot auf und sie schleuderte eine Feuerkugel auf die Elfe zu. Diese war so mit Ash beschäftigt, dass sie den Zauber nicht kommen sah. Sie fiel zu Boden und verlor dabei den Helm.
"Hexe....", keuchte sie.
Sylea trat beiseite und winkte Ash zu sich. Diese flog neben sie und blickte ebenfalls auf die Elfe herab.
"Was willst du?"
Die Elfe blieb am Boden und blickte Sylea nun direkt an. Der Anblick zeigte eine Ähnlichkeit, welche gleicher nicht sein könnte. Eine Dämmeflucht? Sylea lies sich aber nicht täuschen.
"Die Meisterin will Eure Seelen. Niemand verlässt Hellheim."
"Wer bist du und warum bist ausgerechnet du auf....Seelenjagd?"
"Ich bin ihre Dienerin. Sie rief mich her, um Euch zu jagen. Nur zu diesem Zweck bin ich hier."
"Um zu dienen....klingt ja nicht sehr spannend."
"Ich bin eine Dienerin. Es hat mich nicht zu kümmern, wer ich bin!"
"Du dienst dieser....Hexe?"
"Jeder dient der Meisterin!"
"Nun...Ansichtssache. Ich würde von mir behaupten, ich diene nur mir selbst. Doch hier scheint vieles anders....zu sein. Ich gehöre nicht hier her. Genau so wenig wie meine Gefährten."
"Wer einmal Hellheim betritt, dessen Schicksal gehört Helya!"
"Dann hat deine Meisterin uns verraten so wie es aussieht."
"Sie nimmt, was ihr ist. Und das ist bald alles!"
"Natürlich ist es das. Doch wir sind das eben nicht. Wir gehören nicht in dieses Reich."
"Bald gehört alles ihr. Wenn Odyn gefallen ist, werden Helheim und Azeroth eins sein. Die Valkyr werden herrschen. Dank euch!"
"Dank uns?"
"Ihr habt uns den Weg gewiesen. Odyn ist jetzt angreifbar. Die ersten Schiffe laufen grade aus!"
"Dann haben wir den Kapitän umsonst aufgesucht?"
"Selbst wenn ihr es schafft eine Laterne zu ergattern. Ihr kommt zu spät. Die Naglfar hält bereits Kurs auf die Küste Sturmheims."
"Dann werden sie sicher gerne in Empfang genommen."


Sylea versuchte ruhig zu bleiben während die Gestalt versuchte nach Syleas Kehle zu greifen. Sie hielt Ihre Augen geschlossen und wirkte einen Zauber, welcher sie zurück in den Schutzkreis brachte. Auch Ash folgte Ihr und dieser schleuderte von dort aus eine Phönixflamme auf die Elfe, welche dann regungslos am Boden lag. Der Schatten Helyas löste sich auf.
Auch Sylea war sehr geschwächt. Diese betrachtete die Elfe vor sich, die nun langsam zu sich kam. Sichtlich verwundert blickte sie sich dann um.

"Was....? Wo....Wo bin ich? Ihr da. Hört Ihr mich? Geht es Euch gut? Was ist geschehen?"
"Alles gut. Ihr solltet von diesem Ort verschwinden. Es gibt nichts zu sehen....hier."
"Ich weiss  ja nicht mal wo ich bin. Das ist nicht mehr Quel´Thalas..."
"In der Tat....das ist es nicht. Dieser Ort nennt sich Hellheim oder das Reich der Toten."
"Helheim? Davon habe ich noch nie gehört. Doch das hier sieht nicht aus wie das Reich der Toten...Nein...die Schattenlande sind anders."

Sylea nickte nur. Sie wollte mit dieser Person eigentlich nicht wirklich reden, doch das änderte sich als sie abermals in das Gesicht der Elfe blickte.
"Lasst uns gemeinsam hier verschwinden. Ich lasse keine Elfe an so einem Ort zurück."
"Nein. Ihr müsst alleine los. Ich muss hierbleiben."
"Warum? Was hält euch an solch einem Ort?"
"Das ist nichts, was Euch als wichtig erscheinen sollte. Geht....Schnell."


Nachdenklich betrachtete die Elfe Sylea.
"Ihr seid  noch nicht lange tot, oder? Ich kann das verstehen. Ich habe auch eine Zeit gebraucht mich damit abzufinden. Es wird leichter, glaubt mir."
Sylea winkte ab.
"Geht einfach. Lasst mich in Ruhe."
"Natürlich. Ich werde mich nicht aufdrängen. Sagt mir wenigstens euren Namen, damit ich für euch beten kann."

Sylea schien kurz zu überlegen uns lächtelte dann. Ihr kam eine Idee wie sie erfahren konnte, was es mit dieser Ähnlickeit auf sich hatte. Zynisch aber deutlich sprach sie dann den Namen aus.
"Raleria Dämmerflucht."
Die Augen der Elfe verengten sich und Zorn wanderte durch Ihr Gesicht.
"Lügnerin!"
"So?"

Sylea musterte sie nun genau und konzentrierte sich auf die Emotionen dieser geisterhaften Erscheinung.
"Ich kenne Raleria und Ihr seht nicht aus wie sie! Geschweige denn wie eine Dämmerflucht" Was fällt Euch ein?°
"Aber Ihr tut es. Und das schon die ganze...Zeit. Also mit wem hab ich das Vergnügen?"
"Alisra Dämmerflucht. Älteste Tochter der 5ten Generation und Leutnant der Waldläufer von Quel´Thalas. Raleria ist meine Nichte."
"So etwas hatte ich befürchtet."
"Ich gebe Euch eine Chance zu erklären. Danach trete ich Euch in Euren geisterhaften Hintern."
"Ihr werdet mich nicht angreifen....Doch nun...Ihr wolltet einen Namen...einen wofür Ihr beten wolltet. Ich habe nicht gelogen, was diesen Namen betrifft."
"Was hat das zu bedeuten. Ist...ist sie tot? Wenn ja, dann trete ich einen anderen in den Hintern."
"Sie ist wohl etwas anderes geworden. Sie ist mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr die Raleria, die Ihr in Erinnerung habt."
"Ich kann die Schattenlande nicht mehr verlassen. Zulange bin ich schon hier...Doch er sollte sie beschützen....er hat es mir doch versprochen..."
"Er? Ihr meint sicherlich Ihren Vater oder?"
"Nein. Ascas gab sie in meine Obhut vorerst. Ich meine Erendil.... meinen kleinen Bruder. Er versprach es mir in dieser Nacht."
"Nun. Das tut er auch noch denke ich. Doch es ist nicht einfach sie sagen wir mal....zurechtzuweisen."
"Dann kennt Ihr Ere? Geht es Ihm gut?"
"Ja es geht ihm gut soeweit."
"Das freut mich. Ich fürchtete, dass ihn die Nacht damals gebrochen hatte. Er war so zerissen."
"Was genau ist in dieser Nacht geschehen?"
"Ich war spazieren in der Nähe unseres Anwesens. Da tauchte er auf. Wir dachten er wäre tot. Gestorben vor Jahren beim Angriff der Horde. Doch ich erkannte ihn sofort wieder. Aber ich merkte auch, dass ihn etwas begleitete. Er zielte mit einem Zauber auf mich. Seine Absicht war klar. Warum auch immer, er wollte mich töten. Doch er konnte es nicht."
Sylea horchte genau zu, denn jedes Detail konnte von Wichtigkeit sein.
"Tränen flossen über seine Wangen und ich sah in sein gequältes Gesicht. Er kämpfte mit etwas in sich. Ich bat ihn mir zu erklären, was los sei. Doch er sagte nur, er müsse alle Bande trennen, sonst könnte er die Welt nicht verändern. Ich wusste, dass er recht hatte. Ich wusste, dass es sein musste. Und so dräntge ich ihn es zutun."
"Ihr wusstet dass er Recht hatte? Ihr habt Euch mehr oder weniger geopfert? Doch....Warum?"
"Nach Erendils "Tod" und Ascas´s Niedergang, da begann auch ich die Welt mit anderen Augen zu sehen. Wir Dämmerfluchts werden dazu erzogen, das Reich und seine Traditionen zu beschützen. Doch ich erkannte, dass dies nicht mehr der Gegenwart entsprach. Dinge mussten sich ändern. Doch das konnten sie nicht, auf normalen Wege. Das konnte niemand, der sich an Dinge klammerte."


Sie lächelte sanft.
"Erendil war schon immer eine Ausnahme in allen Belangen. Ich wusste, er kann es schaffen. Was auch immer es für mich bedeuten sollte."
"Dann muss schleunigst was passieren fürchte ich."
"Was meint ihr?"
"Wie ich bereits sagte...Raleria scheint in Gefahr zu sein. Sie ist richtig versessen darauf Ascas und Erendil zu töten. Sie klammert sich richtig an den Gedanken der Rache."
"Das war zu befürchten..."
"Deswegen bin ich hier. Ich und....nunja...Euer kleiner Bruder."
"Welcher der beiden? Welcher ist gestorben?"

Alisra blickte Sylea entsetzt und mit grossen Augen an.
"Erendil. Wir sind nicht tot....Wir sind nur unter einem Vorwand in dieses Reich getreten um eben eine Möglichkeit zu finden, Raleria zu helfen. Sie zu beschützen....sie zurechtzuweisen. Wie auch immer."
"Dann seid ihr sogar über die Schwelle des Todes getreten, nur um das Versprechen von damals zu halten?"
"Ich fürchte....ja. Erendil sah dies als einzigste Möglichkeit an."
"Ere..."
, sichtlich gerührt fragte sie dann aber weiter.
"Aber Moment. Ihr reist zusammen mit Ihm? Dann seid Ihr Freunde?"
"So kann man es nennen ja. "


Erendils Schwester strahlte eine Zufriedenheit aus. Es schien Ihr sehr wichtig zu sein, dass Erendil nicht mehr allein war.
"Bevor er mich töten durfte, musste er mir drei Dinge versprechen."
"Ja?"
"Er sollte seine Ziele verfolgen und niemals aufgeben. Doch er sollte auch Freunde finden, denn nur dann macht es Sinn zu kämpfen. Und zuletzt sollte er Raleria beschützen, denn sie ist unsere Zukunft."
"Natürlich ist sie das. Warum auch immer...."
, zuckte Sylea mit Ihren Schultern.
"Wofür kämpfen wir, wenn nicht für die Zukunft jener, die nach uns kommen?"
"Ihr habt ja Recht. Nicht umsonst steh ich hier. Ich hoffe nur dass dieser Weg auch der Richtige sein wird."
"In extremen Situationen gibt es nur ein Mittel, Freundin von Erendil...Vertrauen. Verliert nie das Vertrauen in Euch und Euren Freunden."
"Das werde ich nicht."
"Ihr seid ein gutes Wesen und ich bin froh, dass Ihr an seiner Seite steht. Ich danke Euch."
"Ihr müsst Euch nicht bedanken für soetwas."
"Doch. Denn nun weiss ich, dass ich beruhigt in die Schattenlande von Quel´Thalas zurückkehren kann. Meine Familie ist in guten Händen."
"Ich bin froh, dass ich Euch aus den Fängen dieser Hexe befreien konnte."
"Die Hexe ist gerissen. Mir scheint die Zeiten sind gefährlicher geworden. Doch ich habe Vertrauen. Wollt ihr mir vielleicht doch noch euren Namen sagen?"
"Ist denn das von Wichtigkeit?"
"Nein, doch Eure Taten sind es wert in Ehren gehalten zu werden. Entsprechen sie doch den tiefsten Lehrern meiner Familie."

Nickend teilte sie Ihr Ihren Namen mit.
"Lebt wohl, Sylea."
"Gute Heimreise..."


Sie lächelte noch einmal ehe sie sich wieder auf den Zauber konzentrierte. Das Zeichen glühte immer noch auf dem Tuch, welches nichts anders als die Armbinde von Draenor war, auf und sie konnte spüren, wie Erendil Ihr immer näher kam. Zufrieden wartete sie ab.


Zuletzt von Sylea am Di 23 Mai 2017, 23:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Mi 08 März 2017, 21:20

Gedanken

"Der Teleportationszauber hatte tatsächlich funktioniert. Erendil tauchte genau an jener Stelle auf, wo die Armbinde lag.
Ich muss sagen, dass ich sehr in mich gekehrt bin, seitdem ich mit Alisra geredet habe. Hatte sie mich ausgesucht, oder warum tauchte ausgerechnet der Geist von Erendils Schwester auf dem Boot auf? Sie erzählte mir von dieser einen Nacht, an welcher sich für Erendil alles änderte. Diese Bürde, die er aufgenommen hatte wäre für mich unerträglich. Alisra hatte sich tatsächlich für ihn geopfert, weil sie an das glaubte, was er vor hatte. Der Preis dafür war der Hass von den Hinterbliebenden und die Liebe, welche ferner war, denn je. Ich versteh nun noch besser, dass Erendil damals diesen Weg gegangen ist. Alisra musste sehr viel für ihn getan haben, damals. Zumindest verriet mir das sein Leuchten in den Augen und der verträumte Blick. Interessant ist es auch, wie sehr sich Erendil verändert hatte. Es scheint als bräuchte  er wohl immer wen an seiner Seite, der an ihn glaubt und ihn schätzt, ohne diese ganzen Vorurteile. Deswegen kam alles so wies kommen musste. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich auf Alisra getroffen bin, denn nun weiss ich mehr denn je, wie sehr Erendil mich braucht. Ich werde alles dafür tun, seine Familie zu retten. Raleria...Ascas, wobei ich zugegebenermassen nicht an ein freundliches Ende glaube. Raleria ist zu sehr nach Rache aus. Hoffentlich können wir mit diesen Splitter, welcher von Tandorias Geist berührt ist, etwas in Raleria bezwecken, um sie doch noch auf den richtigen Pfad zu bringen. Die Worte ihrer Mutter sind die Einzigen, die sie retten können. Sollte das nicht der Fall sein werde ich alles dafür geben um die zwei Brüder zu schützen. Ich hoffe nur, dass wir nicht zu spät nach Val'sharah kommen und diese Vater Tochter Begegnung schon längst entschieden ist. Den Hochschamanen  verabschiedeten wir noch in Sturmheim. Er war hierfür der Richtige. Ich bin mir sicher, dass sich zumindest dort alles zum Guten wendet. Schon bald werden wir erneut auf Dinge stossen, die uns so verändern, und doch werden wir immer an uns gegenseitig glauben. Denn wenn ich eins gelernt habe, ist es das, dass man nie das Vertrauen in seine Freunde verlieren soll."

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 26 März 2017, 16:49

Verschwommene Bilder

"Was um des Feuers Willen....Erendil?"

Sie blickte ihn mit erschrockenem Blick an und eilte dann sofort zu dem Grab, welches Ihr ein grausamaes Bild offenbarte. Das Gesicht von Ascas war bedeckt mit Staub und Wurzeln. Sylea beugte sich zu Ihm runter und streifte Ihm sanft über das Gesicht. Sie zögerte keinen Moment und flösste Ihm langsame Tropfen aus einer Phiole mit Drachenmagie ein. Erendil wies sie an, Tücher in Wasser zu tauchen um die Wunde, welche sehr bedrohlich aussah und sie kurz zum inne halten zwang, zu reinigen. Erendil war sichtlich mit der Situation überfordert und machte alles was Sylea ihm auftrug. Sie streichte Ascas erneut sanft über sein Gesicht und lächelte zögerlich. Sie erkannte in diesem Moment wie wichtig Ihr das Überleben von Erendils Bruder war. Sie wusste, dass sie Ihn nicht verlieren durften und zuckte mit Ihren Ohren, als sie Erendil mit gebrochener Stimme zu Ihr sprechen hörte.

"Sylea, du musst ihn nach Dalaran schaffen!"
"Ich schaffe Euch beide hier weg, Erendil. Ich werde dich nicht allein hier zurücklassen."


***

Sie blickt in ein Gesicht, welches mit Schatten umhüllt ist und unheimlich auf sie herabblickt. Ihr Rücken ist frei, und unzählige Narben sind erkennbar. Eine Hand, welche mit grünem Feuer umhüllt ist, berührt diesen. Sie zuckt in sich zusammen und möchte laut aufschreien vor Schmerz. Die Narben lassen, je länger diese Hand Ihren Rücken berührt, das Siegel zum Vorschein kommen. Wieder möchte sie schreien, doch aus Ihrem Mund entkommt kein Ton.
"Es scheint, als bräuchtest du das nicht mehr."
Wieder umfasst die Hand Ihren Rücken und zwingt sie abermals zu Boden. Sie blickt kurz auf und schliesst dann aber Ihre Augen, als sie merkt, wie das Siegel langsam erlischt und gebrochen wird. Dann verspürt sie ein Gefühl, welches sie zu erdrücken scheint.
"Erhebe dich jetzt und sieh mich an!"
Sie öffnet Ihre Augen, steht langsam auf, und wagt es nicht, sich zu regen. Diesmal blickt sie direkt in das Gesicht, welches zuvor mit Schatten umhüllt war. Sie erschrickt als sich Ihr Blick in den Augen der Gestalt wieder fand. Ein Auge davon schimmert für einen kurzen Moment gold. Sie schluckt, als sie erkennt, wer vor Ihr steht. Wieder möchte sie schreien, doch auch diesmal bleibt ihr Mund verstummt.
"Und jetzt kümmerst du dich um sie. Um sie ALLE!"
Sie rennt zielstrebig mit einem Dolch in Ihrer Hand los.


Sylea sass neben Ascas am Krankenbett und hielt sein Schwert in Ihrer Hand. Sie legte es auf Ihren Schoss ab und fand Ihren Blick kurz im Glanz der Klinge wieder. Sie striff sich eine Haarsträhne zur Seite, und legte das Schwert dann ab. Sylea konnte immer noch nicht glauben, was sich in Valsharah zugetragen hatte. Dies hätte nicht passieren dürfen. Sie hätten viel früher einschreiten sollen. Doch Erendils Wunsch, Tandoria zu begegnen, stand für sie an erster Stelle. Sylea machte sich tiefe Vorwürfe und beugte sich zu Ascas runter. Wieder streifte sie sanft über sein Gesicht und sprach mit zittriger Stimme dirket zu Ihm.
"Verzeih mir. Ich hätte dich nicht allein dorthin gehen lassen sollen."
Sylea ging sehr viel durch den Kopf. Vor allem konnte sie nicht verstehen, warum sie ständig diese Vorahnungen hatte. Seit sie mit Alisras Geist gesprochen hatte, verspürte sie ein Band zu Ascas und Raleria, welches eigentlich gar nicht vorhanden war. Wie konnte das sein? War es eine Art Fluch, welcher auf ihr lag oder war es einfach nur der letzte Wille, der Dämmerflucht Schwester? Sie hatte versprochen und ihr versichtert, dass sie auf die restliche Familie aufpassen würde. Doch in diesem Moment, als sie Ascas wieder anblickte, schien alles zu nichte. Sylea verstand gerade gar nichts.

Nachdem etwas Zeit verstrichen war, kehrte sie zu Erendil zurück. Sie wollte sich sicher sein, dass Ascas ausser Lebensgefahr war. Doch war er das wirklich? Auf alle Fälle sollte sich Erendil keine Sorgen machen müssen, denn dieser hatte schon viel zu viel durchgemacht. Als sie Erendil vor sich, am Feuer liegen sah, musterte sie diesen in Gedanken versunken eine Weile. Je länger sie ihn anschaute, umso mehr verstand sie, was es mit diesen Visionen und Bildern auf sich hatte. Es waren Ihre Ängste, die sich ihr auf dieser Art und Weise offenbarten. Die grösste Angst, welche sie, noch vor Aufbruch zu diesen letzen Kampf plagte, hatte nun ein Bild angenommen. Die Botschaft hatte einen neuen alten Boten zurück, welcher diesmal von Ihr Besitz ergriffen hatte. Er agierte mit Ihrem Geist und würde sie schreckliche Dinge erledigen lassen. Jene Dinge die genau das Gegenteil von dem waren, was Ihr einst gelehrt worden war. Sie würde all das Leben auslöschen, welches von tiefster Wichtigkeit war und sie würde es sich nicht erklären können, warum sie zu sowas fähig war. Der Preis dafür, sie würde ihn nicht verlieren, auch wenn sie Ihre Seele schon längst verloren hatte.

Ein hämisches Gelächter ist zu hören. Diesmal blickt sie zwar in ein verblüffend ähnliches Gesicht als zuvor, doch scheint es sich um eine zartere Gestalt zu handeln. Der Anblick scheint vertraut, doch im nächsten Augenblick weicht diese Vertrautheit ruckartig aus der Gestalt.
"Wie sehr habe ich mich auf diesen Augenblick gefreut. Ich habe dich gewarnt. Jetzt ist alles zu Ende für dich!"
Das Lachen wird lauter und sie schaut sich um. Es ist jedoch niemand zu sehen.


Sylea kniff Ihre Augen zusammen und schrie laut auf.
"Raleria......"
In Ihren Augen sammelte sich Sorge und breitete sich auf ihr gesamtes Gesicht aus. Sie sank Ihr Haupt und atmete schwer.

Eine fast geisterhafte Stimme haucht ihr sacht ins Ohr und kalter Schauder umdringt Sylea für einen Moment.
"Alles wird gut, vertrau auf dich und vor allem auf deine Freunde!"


Sylea zuckte zusammen und versuchte nun energisch Erendil wach zu bekommen. Sie musste ihm sofort erzählen, was los war. Es war wahrscheinlich alles zu viel im Moment für sie und  sie hatte als Wächterin versagt. Und trotzdem, wenn sie Ihren Liebsten anschaute, wusste sie....Dieser Kampf ist noch nicht zu Ende, und Ihre Prüfung als Wächterin, hatte soeben eine neue Form angenommen.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 23 Apr 2017, 20:03

Neuerkenntnis:


Sylea beugte sich zu Erendil runter und packte ihn am Oberarm. Immer wieder zog sie daran und hielt ihn am Arm fest. Es machte den Anschein, als würde sie ihn nicht mehr loslassen wollen. Erst im Nachhinein merkte sie, dass es der verbundene Arm war, doch sie versuchte ihn energisch wach zurütteln.

"Erendil.....so wach doch endlich auf! Erendil.....Du MUSST endlich deine Augen aufmachen!"
Erendil murrte erst, als er langsam aus dem tiefen Schlaf erwachte. Erst als er scheinbar ihre Panik bemerkte, schreckte er hoch. Er blickte mit zusammengekneiften Augen zu Ihr hoch.
"Was ist denn los?"
"Ich versteh jetzt alles.... Diese Vorahnungen und diese ständigen Bilder."
Erendil blickte sichtlich irritiert und schien  sich erstmal orientieren und in der Situation einfügen zu müssen.
"Ich kann dir nicht ganz folgen. Beruhig dich erstmal."
"So steh doch endlich auf und wasch dir den Schlaf aus dem Gesicht!"

Gleichzeitig stellte sie ihm eine Schüssel mit kaltem Wasser zu Boden und hielt ihm den Lappen hin. Erendil hingegen nahm diesen sichtlich benommen entgegen und tupfte über sein Gesicht. Schleppend erhob er sich und tauchte dann sein Gesicht ins Wasser. Als er damit fertig war und Sylea immer noch keine Ruhe gab blickte er sie dann an.

"Ich weiss immer noch nicht, was du meinst."
"Ja du hast ja nicht viel mitbekommen."
"Verzeih...der Schlaf traf mich wohl tiefer als ich es vermutet hätte. Was ist geschehen?"
"Ich bin die ganze Zeit bei deinem Bruder gewesen...Am Krankenbett. Da kam wieder dieses erdrückende Gefühl. Und dann...dann sah ich Bilder. Zuerst verschwommen und danach deutlich klarer."

Erendil hörte ihr zu, und fasste dabei langsam klarere Gedanken. Sylea hingegen musterte ihn leicht.
"Bist du denn aufnahmefähig oder wollen wir etwas an die frische Luft?"
"Es geht schon. Erzähl mir einfach was dich so aufwühlt."
"Naja die Bilder.....DU!"

Sie blickte nun leicht verlegen gen Erendil, welcher sich leicht etwas an seiner Schläfe rieb.
"Gut..warte...ich glaube frische Luft wäre doch nicht ganz verkehrt."
"Vielleicht an einem ruhigen Platz. Ich weiss auch schon wo."
"Ich folge dir."
"Schön."


Aufgebracht eilte Sylea vor und er folgte Ihr. Als sie an diesem Platz ankamen musste Erendil erstmal tief durchatmen.
"Gut...also, Bilder. Bilder von mir?"
Das Grabmal war genau gegenüber und Sylea schielte mit Ihren Augenwinkeln immer wieder dorthin. Sie beobachtete Erendil und dieser schien dieses Bild gar nicht wahrzunehmen. Er konzentrierte sich auf sie und wartete auf Ihre Erklärung.
"Ja. Du hast mich verletzt und gedemütigt."
Nun blinzelte er etwas und wirkte sichtlich überrascht von diesem "Geständnis".
"Bitte was?"
"Du hast mich gefoltert und danach mein Siegel gebrochen. Als ich zu dir aufsah...Zuerst war es nur ein Schatten, doch dann konnte ich klar....Deine Augen...Dein Gesicht erkennen....Erendil."

Sie hielt kurz inne sprach aber dann schnell weiter.
"Du hast mich dazu benutzt Dinge zu tun, welche nicht meiner Natur entsprechen. Ich bin diejenige....Die unter dem Einfluss, des neuen....alten Boten agiert. Du wirst das sein. Das zeigten mir die Bilder...Doch ich weiss...."
"Ich weiss nun etwas mehr dazu. Ich verstehe es jetzt."

Erendil legte ihr beschwichtigend die Hände auf die Schulter.
"Das war sicherlich nur ein Traum. Ich werde weder wieder zum Boten, noch würde ich dich quälen."
"Das war kein Traum....Erendil. Ich weiss was es war."

Abwartend liess er sie weiter erzählen.
"Es war ein Gefühl.... Eines von vielen, und dennoch eines der Stärksten was es gibt."
"Welches Gefühl meinst du?"
"Angst."

Erendil hiel sie leicht im Arm um Ihr zu zeigen, dass sie keine Angst vor Ihm haben müsse. Sie sprach dann mit klaren Worten weiter.
"Dann offenbarte sich mir ein weiteres Bild. Auch da war mir schnell klar um wen es sich dabei handelte. Es zeigte Raleria, wie sie auf mich herabsah und Ihr Lachen war kaum auszuhalten. Auch sie demonstrierte mir klar, wer das "Sagen" hier hatte."
"Gab es noch ein Bild?"

Sylea schüttelte leicht den Kopf.
"Nein, aber eine Stimme und ein anderes Gefühl. Diese sagte mir genau das, was mir deine Schwester sagte. Diese Stimme, stammte von Alisra."
"Es ist schön, dass du ihre Worte behalten hast. Doch du sagtest am Anfang, du verstehst nun alles. Was verstehst du nun?"
"Was dies bedeutet weiss ich nur so ungefähr. Ich bin mir nicht sicher, aber ich weiss nun dass ich auf Euch Dämmerfluchts wohl aufpassen muss. Ihr seid meine Familie."

Erendil lächelte nun etwas.
"Dies erklärt mir zumindest das Band....welches ich zu deinem Bruder aber wohl auch zu Raleria verspüre."
"Du bist eine von uns. Das warst du in dem Moment, als du dich für mich, statt für deinen Vater entschieden hast. Dieses Band wird niemand von uns je zu dir trennen."
"Nunja...Ich bin mir da nicht so sicher. Doch es obliegt an mir....Gegenteiliges zu beweisen."
"Du hast mich gerettet. Du hast Ascas gerettet. 2 von 3 ist eine Quote, die für sich spricht. Und das Schicksal der dritten ist noch nicht entschieden."
"Erendil ich habe das aus Liebe getan. Ich könnts mir nie verzeihen, wenn einem von Euch was zustössen würde."

"Und so geht es uns auch. Deshalb verspreche ich dir. Niemand von uns wird dir etwas tun oder dich ausnutzen."
"Dies ist mir bewusst. Doch diese Bilder....Ich muss sie ernst nehmen. Es klingt kompliziert alles....Doch ich sehe das...als Gabe."


Erendil nickte verständnisvoll und liess sie weiter sprechen.
"Ich wusste genau was mit deinem Bruder passiert war in Valsharah.....Doch dieses erdrückende Gefühl lies es mich nicht aussprechen."
"Verstehst du was ich meine?"
"Angst...sie kann lähmend sein. Doch du musst dagegen ankämpfen."
"Diesmal war es meine Angst die sich mir zeigte.....Es ist klar, weil es um dich und meine Zukunft mit Euch geht. Doch wer weiss vielleicht offenbaren sich mir andere Bilder, die der Wahrheit entsprechen.....Der Zukunft...Das was noch passieren wird."
"Verstehst du was ich dir damit sagen will?"

Wieder schien Sylea sehr aufgebracht zu sein.
"Ich denke schon. Du sprichst von Visionen."
"Visonen? Ich nenne es einfach nur...Bilder. Visionen klingt grauenhaft."
"Doch das ist es, was du beschreibst."

Sie überlegte kurz, antwortete aber dann sehr schnell.
"Dann halt so. Wie auch immer."
"Wir müssen so schnell wie möglich Raleria finden....Sie hat noch etwas, was wir brauchen."

Erendil nahm nun seine Hände von Ihr weg und schüttelte seinen Kopf.
"Nein."
"Nein?"
"Das Schicksal meines Bruders hat mir gezeigt, dass wir zu weit von unserem Weg abgekommen sind. Versteh mich nicht falsch...aber es gibt einen Grund, warum wir ursprünglich hergekommen sind. Und damit verbundene Anzeichen die nicht gut sind."
"Und dennoch ist sie auf sich allein gestellt. Wer weiss was mir Ihr passiert ist dort... Dein Bruder ist ja noch nicht bei Bewusstsein, sodass man mit Ihm sprechen könnte."
"Ich weis, was du meinst. Auch mir fällt es schwer nicht sofort nach ihr zu suchen. Doch wenn uns auf der Suche das gleiche Schicksal ereilt...wer hält dann die Botschaft auf?"
"Ich finde trotzdem, dass wir nach Ihr suchen sollten. Doch ich weiss auch, was du meinst."
"Im Gasthaus, da habe ich Gespräche mitgehört...die Schlacht um die Nachtfestung steht unmittelbar bevor."
"Willst du dich dieser Schlacht anschliessen?"


Leicht irritiert blickte Sylea Erendil an.
"Nein. Ich bin kein Mann für eine Schlacht. Aber wenn die Nachtfestung fällt, dann wendet sich der Blick aller zweifelsohne auf das Grabmal. Und die Botschaft wird anfangen zu handeln, um sich zu schützen."
"Und weiter?"
"Du selber hast gesagt, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit einen dritten Boten erwarten müssen. Spätestens, wenn das Grabmal angegriffen wird, wird er sich zeigen."
"Nun ich glaube aber, dass dieser leicht zu besiegen ist."
"Da bin ich mir nicht so sicher."
"Der eigentliche Feind ist die Botschaft.....Der Ursprung des Ganzem. Dieser dritte Bote besitzt nicht das Wissen.....was du hast und auch nicht das, deines Bruders. Die Zeit für diesen dritten Boten, ist zu kurz um all dieses Wissen zu erlangen was ihr besitzt. Das wird uns zugute kommen."
"Das ist wahr. Doch die Botschaft hat vielseitige Waffen. Als du von deinen Bildern sprachst..."

Er brach ab und schaute zur Seite.
"Was...Erendil? Erzähls mir..."
"Es entspricht ihrem Konzept. Angst vor Verlust...Angst vor Hilflosigkeit..."
"Meine Angst hat nichts mit der Botschaft zu tun. Da bin ich mir sicher. Du erinnerst dich, als wir aufbrachen? Was habe ich zu dir dort gesagt?"
"Ich weiss was du meinst und ich will auch nicht sagen, dass die Botschaft nach dir ruft. Doch es zeigt mir Dinge auf. Dinge, die ich nicht ignorieren kann."
"Nun...Ich sehe die Botschaft sicherlich als eine von vielen und wenn nicht sogar als eine der grössten Mächte die es gibt. Und doch....Ich glaube nicht, dass ich eine Gefahr bin, mich dieser hinzugeben. Oder was meinst du genau mit deinen Worten?"

"Ich meine damit einfach, dass solange die Botschaft existiert, viele Personen die uns nahe stehen eine Zielscheibe werden können. Ganz zuschweigen von jenen, die uns nicht grade wohlgesonnen sind."
"Deswegen müssen wir uns gegenseitig beschützen."
"Und wer beschützt all die anderen?"
"Die werden ebenfalls so denken wie wir."
"Wir haben den Vorteil des Wissens. Die meisten auf dieser Welt aber nicht."
"Wir können nicht auf alle aupfassen. Doch wir können diejenigen schützen, die uns sehr viel bedeutetn. Und das sind doch einige, wie sich in letzer Zeit herausgestellt hat. Doch wir beide....Wir müssen einfach aneinander festhalten. Das macht uns stark. Zumindest glaube ich das."
"Und genau das glaube ich auch."
"Dann gibt es nur eine Möglichkeit."
"Und die wäre?"
"Dass du dieses Wissen teilst mit anderen, und nicht nur mit mir."
Er hielt nun für einen Moment inne.
"Das wird vielleicht nicht nötig sein. Vielleicht sogar schädlich."
"Dann sag mir einfach was dir gerade durch den Kopf geht....Vielleicht macht es dann alles einfacher."


Sylea hielt ihren Kopf nun etwas schief und lächelte sanft.
"Das ist nicht so einfach. Aber du hast vermutlich recht. Damit du vollends verstehst, musst du die ganze Geschichte erfahren. Es wird das letzte Wissen sein, welches ich noch nicht mit dir geteilt habe."
"Dann wird es mir umso mehr eine Ehre sein, dies mit dir zu teilen."
"Dann folge mir zurück in die Stadt. Wir werden uns das Archiv der Kirin´tor zu nutze machen."


Erendil führte sie zurück in die Stadt und der Weg endete unterhalb der Mauern von Dalaran. Sie waren schon mal an diesem Ort. Selene war es, welche auf das aufmerksam gemacht hatte. Nun standen sie erneut vor diesen immensen Bücherregalen und Sylea musste erneut ein Staunen feststellen. Erendil hob eine Hand und das Buch vor Ihnen reagierte.
"Während meiner kurzen Zeit auf der Akademie von Silbermond wurde mir beigebracht, wie man diese Bücher dazu verwendet, um sein Wissen veranschlaulicht darzustellen."



Auf eine Handbewegung Erendils erleuchteten die Glyphen auf dem Buch. Langsam baute sich ein astrales Bild des Grabmals des Sargerars auf.
"Dann werde ich dir mal Erzählen was es damit auf sich hat...mit dem Grabmal...der Botschaft...und dem Avatar von Sargeras..."

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Di 23 Mai 2017, 13:30

Gewissensbisse:

Nun wusste Sylea endlich was der Bote war und zum Teil noch in sich trug. Nachdem Erendil seine letzte Erzählung beendet hatte verstand sie es. Der Bote verkündete Botschaften, welche durch das Avatar zustande kamen. Er trug diese Botschaften weit in die Welt hinaus und verbreitete so Einiges, ganz nach dem Wunsch des Avatars. Eigentlich war es zu simpel und zu einfach gewesen, doch alles in Einem, dies so anzusehen...Es war perfekt.
Sylea erinnerte sich zurück, an Ihre erste Begegnung mit dem Boten. Damals schon fazinierte seine Gestalt sie sehr. Niemals hatte sie Vorurteile oder was Anderes, was sie ihm entgegenbringen konnte. Sylea war sehr froh darüber, denn damals wusste sie noch nicht wie wichtig der Bote für sie einmal werden würde.

"Ich...Ich muss jetzt los."
Sylea blickte plötzlich zu Boden und konnte Erendil nicht mehr direkt in die Augen schauen. In diesem Moment kam wieder der Gedanke, dass Ascas noch immer nicht aufgewacht ist.
"Du wirst doch nach deinem Bruder schauen oder?"
Sie blickte von einer Seite zur anderen. Der Moment, als ihr klar wurde, dass Ascas jetzt wichtiger für sie war, als Erendil, wirkte auf sie sehr befremdend. Doch allein diese ganzen Vorwürfe, und der Anblick von dem schwer verletzten Bruder, liessen Sylea nicht mehr los. Sie konnte unmöglich mit Erendil darüber sprechen. Nicht jetzt.
"Wie auch immer....Wir sehen uns."

Sylea liess Erendil zurück und eilte schnell zu dem Gebäude, indem Ascas lag. Seufzend betrat sie dieses und blickte sich um. Ascas, sass mittlerweile aufrecht auf dem Bett und winkte Sylea zu sich. Sanft lächelnd ging sie dann zu Ascas un setzte sich neben ihn.
"Abend."
"Wie bin ich ...froh. Endlich bist du aufgewacht."
"Naja. Hier versammeln sich gerade die besten Heiler. Aber dass ich überhaupt aufwachen konnte habe ich wohl einer anderen Person zu verdanken."

Ascas lächelte und Sylea winkte ab.
"Kannst du dich denn noch an etwas erinnern?"
"Gleve...Schmerz...Boden...Dalaran. Ich fürchte da gibts eine kleine Lücke."
"Ja?"
"Irgendwie bin ich ja wohl aus dem Boden hier her gekommen. Du hast nicht zufällig was damit zutun, oder?"
"Wieso willst du denn das so genau wissen?"
"Vielleicht um ein Danke loszuwerden. Außerdem weiss ich gerne, wem ich etwas schulde."
"Ich denke diese Schuld ist bereits beglichen.... Bedanken kannst du dich...nunja..."

Sylea blickte in sein Gesicht und lächelte ihn an.
"Bei deinem kleinen Bruder."
"Na, Erendil kann viel, aber nicht alles. Aber übe dich ruhig weiter in Bescheidenheit."
"Um es kurz zu fassen.... Wir waren auf der Suche nach Raleria. Auf mein Drängen hin, sind wir von Sturmheim sofort los nach Valsharah. Ich merkte bereits dort schon, dass etwas nicht stimmte. So sind wir auf dich gestossen und um das was drum herum passiert war. Erendil holte dich an die Oberfläche.... Ich hab dich dann hier her geschafft und naja....War jeden Tag an deinem Bett."
"Na also. Ich danke dir, Sylea."
"Das ist selbstverständlich, nach all dem. Ich hätte dich nicht allein losziehen lassen sollen. Wir hätten zusammenbleiben sollen.....ALLE. Dann wärs gar nicht so weit gekommen."
"Das alles konntest du nicht wissen. "
"So? Ich denke doch, Ascas. Kurz vor Eurer aller Ankunft hier, hatte ich ein Gespräch mit Raleria.... Sie hatte mich gewarnt...Gewarnt ihre Nähe zu suchen"
"Und selbst wenn. Hätte das was geändert? Es war mein Entschluss nach Val´Sharah zu gehen. ich habe die Warnung ignoriert."
"Ich weiss, dass du das tun musstest. Dennoch hätte dir Gesellschaft vielleicht so Einiges ersparen können. Wir waren zu egoistisch....Haben uns zu sehr auf unsere Ziele konzentriert, weisst du. Das alles..."


Sylea seufzte wieder und blickte wehmütig zu Ascas ins Gesicht.
"Das alles wollte ich nicht. Verstehst du was ich meine?"
"Ich verstehe was du meinst. Doch war eure Reise nicht wichtig?"
"Natürlich war sie das."
"Aber?"
"Nunja....Ich weiss nicht. Ich mache mir eben Vorwürfe deswegen. Glaub mir, ich selbst hätte niemals daran geglaubt diese zu haben. Zumindest nicht wegen dir!"
"Oh, ich wollte keine Umstände machen."




Ascas lächelte schief während Sylea etwas schmunzeln musste.
"War denn Erendil schon hier?"
"Nein, noch nicht."
"Typisch."
"Gib dem Kleinen Zeit! Wenn es dir schon schwer fällt, was meinst du, wie es ihm geht?"
"Ich weiss wie es ihm geht. Ich brauch ihn nur anzuschauen und fühle, was er fühlt. "
"Vielleicht wird er das noch. Wohin soll die Reise denn gehen?"
"Nach Azsuna. In die Akademie."
"Äh, ich kenne ja Eure Vorliebe für Bücher...aber meinst du wirklich, dass ist der richtige Augenblick?"
"Es war Erendils Idee. Wir sind dort auf der Suche nach Etwas. Etwas was nützlich sein kann....für den letzten Moment."

Ascas hob die Augenbrauen.
"Ich würde da ja einen guten Schmied empfehlen. Aber Ihr werdet schon wissen, was Ihr da macht."
"Waffen sind nicht das wonach wir suchen, Ascas."
"Ja, das habe ich mir schon fast gedacht."
"Doch wie auch immer. Ich werde Erendil drängen, diese womöglich letzte Begegnung mit dir....zu suchen."
"Letzte Begegnung?"
"Man muss immer vom Schlimmsten ausgehen nicht? Der Kampf ums Grabmal steht unmittelbar bevor. Wer weiss wie das alles enden wird."
"Das kann niemand sagen. Aber du glaubst nicht ernsthaft, dass ich euch da alleine reinmaschieren lasse, oder?"
"Zuerst solltest du wieder ganz gesund werden, weisst du....Sonst werde ich dich nicht mitlassen."



Sylea berührte Ihn nun wieder sanft an seiner Wange und blickte aber dann ganz schnell zu Boden.
"Glaubst du wirklich, mich davon abhalten zu können?"
Ascas hingegen setzte ein provokatives Lächeln auf, welches aber Sylea nicht einschüchterte.
"Ja...natürlich, daran glaube ich."
"Na, da wünsche ich dir viel Glück. Sobald die Pfleger hier nicht aufpassen, bin ich hier raus."
"Während wir weg sind, bitte versprich mir dass du dich hier ausruhst um gesund zu werden. Ausserdem wäre es klug wenn du hier bist....sollte Raleria hier auftauchen. Ich werde versuchen Ihr eine Botschaft zukommen zu lassen."


Sylea hielt kurz inne, als Ascas seinen Satz zu Ende gesprochen hatte. Sie überlegte wie sie ihn von seinem Vorhaben abhalten könne. Lächelnd und mit sicheren Worten antwortete sie dann.
"Ich kann auf den Eingang eine Barriere errichten. Eine die dich daran hindern würde....auszubrechen."
Ein langer Seufzer von Ihm war zu hören.
"Ascas...bitte hör mir zu."
Sie sprach mit sanfter Stimme zu Ihm und er nickte schmollend.
"Es gibt etwas, was für deine Tochter sehr wichtig sein kann. Nennen wir es....Die letzte Botschaft von Tandoria."
Ascas blickte nun zu Boden und schloss seine Augen.
"Ich will, dass sie diese letzten Worte....erfährt.  Dass auch du diese erfährst."
Sylea nahm einfach seine Hand und drückte diese leicht. Abwartend blickte sie ihn an.
"Sie hat Vorrang. Aber gut, du hast gewonnen. Solange ihr in Azsuna seid, werde ich hier bleiben."
Zufrieden nickte sie dann und zog Ihre Hand schnell wieder zurück.
"Das wollt ich auch hören."
"Aber beim Grabmal werde ich nicht zusehen. Das steht fest."
"Du unternimmst keinen Alleingang, damit das klar ist ja?"
"Ich stehe zu meinen Versprechen."
"Gut. Dann werde ich mich mal auf den Weg zu deinen Bruder machen. Die Heiler hier wissen Bescheid. Sie werden dich auch nicht früher gehen lassen, als wie wir wieder zurück sind."
" Schaut zu, dass ihr schnell wieder hier seid. Ich kann den Geruch von Viktor nicht mehr lange ertragen."


Nun musste Sylea wirklich von Herzen schmunzeln. Es war ein gutes Zeichen, dass er ein wenig scherzte. So wusste Sylea dass er auf den Weg der Besserung war, und Ihr Gewissen wurde in diesen Moment von einer schweren Last befreit.
"Wenigstens bist du nicht allein hier."
"Hast du schon mal Tage lang neben einen Seehund gelegen?"
"Nicht wirklich. Aber es gibt für alles ein erstes Mal oder nicht? So schlimm wirds schon nicht sein."
"Wenn eure Tochter mal Amok läuft, bringe ich dich genau hier her."
"Unsere Tochter? Ich denke wir haben im Moment...andere Dinge im...Kopf."

Verlegen winkte Sylea dann ab.
"Mag sein. Aber der Krieg geht auch vorbei. Und ihr seid dran. Ich hab da meine Pflicht schon erfüllt."
"Wer weiss....vielleicht bekommst du ja schon bald Besuch und dann....gibst du dich erneut dieser "Pflicht" hin."
"Solch einen Service bieten sie hier nicht an. Da sind die Dalaraner zu steif für."
"Könnte ja sein, dass du zufällig einer alten Bekannten über den Weg läufst. Das Andere...An sowas denke ich nicht."
"Das behaupten sie alle... Dir jedoch, glaub ich das sogar fast."
"Sagst du...der mich "so gut" kennt. Aber du hast recht. Der Krieg ist hoffentlich bald zu Ende und dann sehen wir mehr. Oder auch nicht."
"Eben. Und wenn du jetzt nicht aufbrichst, dann sag ich Ere, dass wir Händchen gehalten haben."
"Das kannst du ruhig machen. Ich denke er weiss wies gemeint war. Aber ich werde jetzt gehen. Dir scheint es ja gut zu gehen."
"Dank dir, ja."
"Aufwiedersehen, Bruder von Erendil. Bis bald!"
"Bis bald. Und viel Erfolg."


Sylea machte sich zufrieden auf den Weg ins Gasthaus wo Erendil schon auf sie wartete. Sie gab Ihm zu verstehen, dass sie nun bereit wäre, sofort nach Aszuna zu reisen. Erendil hatte alles gut organisiert und schon gleich trafen sie am Landeplatz ein. Zwei Greifen standen schon bepackt bereit. Sylea stieg als ersters hoch als der Greif ein paar Flügelschläge machte, blickte sie lächelnd zu Erendil hinab.

"Ich freue mich, wenn ich wieder am Boden bin... An deiner Seite."

Dann stieg der Greif hoch in die Lüfte und entfernte sich immer weiter von Dalaran.


Zuletzt von Sylea am Di 23 Mai 2017, 23:23 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Di 23 Mai 2017, 22:42

Aszuna - Teil 1

Sylea blickte den Weg entlang. Ihr Blick war sichtlich etwas unsicher. Von Ihren Augenwinkeln aus betrachtete sie  dann Erendil für einen Moment ehe sie zu diesem sprach.
"Warst du noch bei deinem Bruder?"
"Ja, wie versprochen."

Er lächelte sehr knapp zu Ihr und sie blickte wie immer, wenn ihr etwas unangehm war zu Boden.
"Na dann ist ja gut. Hat er etwas Bestimmtes zu dir gesagt noch?"
"Solange es Nacht ist, haben wir die besten Chancen die Akademie zu erreichen."


Erendil deutete den Weg entlang während Sylea nur nickte und auf eine Antwort wartete.
"Und nein, hat er nicht. Er wirkte jedoch recht...frei."
"Dann....dann ist ja gut."

Sie war erleichtert und Erendil etwas irritiert, zumindest lies sein Blick darauf schliessen.
"Sollte er etwas gesagt haben?"
"Nein....nichts was von Wichtigkeit wäre. Kennst du den Weg zur Akademie?"
"Ja. Doch bin ich ihn immer nur am Tage gegangen. Ich hoffe ich finde ihn auch Nachts."
"Ich vertraue da ganz auf dich. Wir werden diese schon finden."
"Dann versuchen wirs."


Sie gingen den Weg entlang und keiner sagte Etwas. Für Sylea fühlte es sich eigenartig an, dennoch gab es nicht wirklich einen Grund, für dieses Gefühl. Ascas war frei, wie auch immer Erendil das gemeint hatte, sie war damit zufrieden. Nun würde es wieder zum Alltag zurückgehen und Sylea würde sich voll und ganz auf diese Reise konzentrieren. Immerhin konnten sie, wenn sie erfolgreich wären, so die einzigste Lösung parat haben, dieses Artefakt entgültig zu zerstören. Erendils vertraute Stimme lies Sylea aber dann aus Ihrer Gedankenwelt zurückkehren und sie horchte auf.
"Sieh dort...die Geister der Nachtwache."
"Ja ich seh sie."
"Verhalte dich...Unbedeutend."
"Natürlich."
"Dort ist unser Ziel."
"Diese alten Ruinen dort?"

Sylea hob die Augenbrauen und Ihre Stimme hatte etwas Eigenartiges an sich.
"In dieser Akademie wurden mit die größten Zaubersprüche erfunden und gelehrt."
"Ich muss gestehen....ich hätte mir etwas mehr erwartet."
"Der Glanz von Azsuna verging, als der regierende Prinz sich im Krieg der Ahnen gegen Azshara und die Legion stellte."
"Und dennoch hätte man dieses Gebäude mit etwas mehr...Liebe erhalten können!"
"Wenn du für das Verhalten deines Herrn zum Untode verdammt wirst, hast du glaube ich andere Probleme. Außerdem lasse dich nicht von Äußerlichkeiten täuschen."
"Ja wird schon sein. Dennoch.... "

Sie warf dem Gebäude einen äusserst enttäuschenden Blick zu während Erendil schmunzeln musste.
"Wir werden ja sehen. Komm."
"Ja mit Sicherheit.... So eine Baracke.... "
"Ich bin überrascht. Seit wann lässt du dich von prachtvollen Bauten hinreißen?"
"Nun....du sagtest hier wurden die ältesten Zauber gelehrt."
"So ist es."
"Folgedessen hätten diese eine besondere Unterkunft verdient. Zumindest nich so ein schäbiges...Gebäude wie..hier."
"Ich glaube du warst zu lange in Dalaran."
"Was? Dalaran ist zu prunkvoll für mich. Auch wenn ich es schön finde doch das hier... "

Sylea ging etwas näher und blickte auf die Ruinen hinab. Sie schüttelte gleichzeitig Ihren Kopf.
"Nun das hat mit einer Akademie und alten Büchern nichts zu tun.  Wer weiss ob wir überhaupt noch was finden werden."
"Vertrau mir. Allerdings müssen wir über die Trümmer erstmal hinab. Der Großteil ist unterirdisch. Und verhalte dich ruhig. Die Geister hier studieren immer noch."
"Das auch noch. Nun...gut.", lächelnd "Aber nur weil du es bist."
"Zu gütig."


Sylea blickte diese eigenartigen Schülergeister an und schüttelte abermals ihren Kopf.
"Alles Anfänger hier."
"Es ist eine Schule. Du hast auch mal angefangen."
"Ach wirklich?"
"Mit Sicherheit. Komm ich zeige dir, warum ich Vertrauen in unsere Suche hier habe."
"Da bin ich aber mal gespannt was noch alles kommen wird hier."
"Die Akademie brachte solche Magie hervor, dass sie eine der Säulen der Schöpfung geschenkt bekam, den Gezeitenstein. Der Stein wurde hier in diesem Raum aufbewahrt. Seine Macht besiegelte Azsunas Untergang. Denn als die Rebellion aufflog, wurde der Stein hier vernichtet. Eine Säule der Schöpfung zerstört...einfach mit purer Magie."
"Klingt interessant ja."
"Die Hochgeborenen hier konnten Artefakte erschaffen. Und wer Artefakte erschaffen kann..."
"Der kann sie auch zerstören."
"Das Wissen dazu liegt im Nebenraum...da bin ich mir sicher."
"Du denkst doch nicht, dass man da so einfach ran kommen wird. Da gibt es sicherlich einen Haken."
"Den gab es."
"Sei bloss vorsichtig."
"Die Geister waren bis vor kurzem feindseelig. Doch nun kämpfen sie auch gegen die Legion."


Erendil öffnete nun die Tür zu diesen Nebenraum. Sylea blieb dann kurz stehen und blickte sich um. Ihr Blick veränderte sich schlagartig und sie begann zu lächeln. Auch Ihre Augen zeigten wieder etwas Glanz. Sie betrachtete alles sehr genau.
"Trifft das eher deine Vorstellungen?"
"Oh, ich muss sagen, du hattes Recht, Erendil."
"Hier herrscht noch ein Hauch von dem, was Einst war."
"Es ist wirklich atemberaubend irgendwie.. So ganz anders, eben."
"Dann lass uns mal schauen, ob ich auch wirklich Recht habe."
"Wollen wir uns aufteilen?"
"Besser wäre es. Du beherrschst den Aufspürzauber für solche fälle doch, oder?"
"Normal schon ja."
"Dann ist gut."

Die beiden tasteten sich auf ihren eingeteilten Seiten vor. Jedes einzelne Regal nahmen sie sich vor. Sylea stoss dann wieder zu Erendil, als Ihre Suche erfolglos blieb.
"Und hast du was?"
"Bisher nicht..."

Er hob erneut die Hand und lies seinen Zauber nach Artefaktwissen suchen.
"Hm... Ich auch nicht. Ich denke wir werden hier auch nichts finden an den Regalen, komm!"
"Mhh..."


Erendil betrachtete die schwebenden Bücher, welche etwas weiter weg, jedoch überall in dem Raum verteilt waren. In einer Ecke befanden sich ebenfalls verteilt, verschiedene Kerzen. Sylea lächelte etwas und beugte sich dann nach unten. Sacht lies sie eine Flamme in Ihrer Hand entstehen und führte diese mit einer einfachen Handbewegung zu einer ganz bestimmten Kerze.
"Betrachte die Flammen, Erendil. Eine sollte anders erleuchten. Dünkler...schon fast lila."
Er hob nun eine Augenbraue.
"Lila?"

Sylea zwinkerte dann mit Ihren Augen als sie die Flamme erblickte, welche in einer anderen Farbe flackerte. Sie führte diese Flamme wieder zurück in Ihre Handfläche, die schon längst geöffnet war. Langsam erhob sie sie und trat mit der Flamme in der Hand neben Erendil.
"Ja lila. Und nun blick zu den schwebenden Büchern!"
Fragend blickte er zuerst zur Flamme, und dann galt sein Blick den Büchern. Er konnte mit dem gerade Geschehenen so rein gar nichts anfangen, was Sylea leicht lächeln lies. Sie hingegen konzentrierte sich. Ein Hauch aus Ihrem Munde beförderte die Flamme sanft zu den Büchern. Diese glitt durch jedes einzelne hindurch. Sylea folgte mit Ihrem Blick der Flamme und erkannte sehr schnell, welches Buch kurz in der selben Farbe aufleuchtete. Erendil stand einfach nur da und sah zu.
"Interessant..."
"Ich denke wir haben das wonach wir gesucht haben. Unscheinbar...wie alles hier."


Sylea nahm das Buch an sich und übergab es Erendil. Dieser betrachtete den Einband.
"Ich denke du hast Recht. Doch wie bist du drauf gekommen?"
"Ich habe eins und eins zusammengezählt. Zuerst die Barracke, dann diese Schüler an den Regalen, die wohl noch ganz am Anfang sind. Glaubst du ernsthaft dieses Wissen wäre hier einfach so in den Bücherregalen zu finden? Es ist zu wertvoll um an Anfänger zu gelangen. Wer weiss was die mit sowas anstellen würden. Wissen ist Macht....Erendil."


Nun verschränkte sie mit einem breiten Grinsen ihre Arme und betrachtete ihn, der nochmals dieses Buch musterte, interessiert.
"Da hast du wohl recht. Doch woher wusstest du, wie der Schutzzauber funktioniert?"
"Erendil...meine Magie richtet sich nach meinen Gefühlen. Auch wenn das für dich vielleicht nicht so verständlich ist. Ich fühlte es einfach und handelte dann. Schliesslich hatte ich auch einmal...wie sagtest du vorher so schön....Angefangen!"
"Da wir hier wohl fertig sind. Erlaube mir dir noch etwas hier in Azsuna zu zeigen."
"Natürlich sehr gern."
"Es gibt hier in Azsuna einen Ort, der früher zu gefährlich für mich war. Ich denke er wird dir gefallen."
"Mal schauen ob du meinen Geschmack treffen kannst."


Sie schmunzelte und freute sich zugleich. Es war Erendils Art Ihr so seine Zuneignung zu zeigen. Auch wenn er dies niemals zugeben würde, war es doch so.

"Es wird ein hervorragender Lagerplatz sein, bevor wir nach Dalaran zurückkehren."


Zuletzt von Sylea am So 28 Mai 2017, 17:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 28 Mai 2017, 17:41

Aszuna - Teil 2

Immer wieder fragend und sich in der Gegend umschauend fand Erendil schliesslich eine Abkürzung.
"Ja, doch das sieht gut aus. Wir sind fast da."
"Ich bin schon neugierig was mich erwarten wird."
"Die Magie an diesem Ort war so mächtig, dass es andere angelockt hat."
"Die Magie..."
, sagte Sylea und war plötzlich still.
Sie sah schon aus der Ferne, was dies für ein Ort war. Ihre Augen strahlten Zufriedenheit aus.

"Der Blaue Drachenschwarm selbst hat Abgesandte hier her geschickt, welche mit den Elfen zusammen arbeiten sollten."
"Es ist unglaublich, Erendil. Weisst du wie alt dies alles ist. Es dürfte schon fast an eine ganze Ewigkeit grenzen."
"Das dachte ich mir. Gib der Frau einen Drachen und sie ist glücklich."
"Nein Erendil....Glücklich machst allein nur du mich."
"Naja, etwas über zehntausend Jahre würde ich sagen. Na geh schon. Schau dich um. Wir werden hier eh nächtigen."


Er lächelte sie herzlich an und sie freute sich schon fast wie ein kleines Kind. Dieser Schwarm ist einer der ältesten, den es gab. Sylea hätte niemals daran gedacht, diesen je zu begegnen.
Anschliessend lief sie in eine Höhle vorraus, welche sie erkunden wollte. Es waren soviele Eindrücke, die sich Ihr stellten und so merkte sie nicht, dass sie immer tiefer in diese hineinkam.

"Was es wohl mit diesen Kristallen auf sich hat... Es könnte eine Art Machtquelle sein, welche nützlich für diese Drachen sind. Was um des Feuers Willen......"
Plötzlich wie aus dem Nichts, tauchte ein Wesen auf und griff sie an. Sylea ärgerte sich, dass dies immer Ihr passieren musste.
"Ich sollte wohl besser Acht geben...Diese Kristalle sind wohl eher nicht von Nutzen!"
Erendil blätterte eine Seite weiter und zeichnete dann mit Teufelsmagie eine Rune in die Luft. Als er Sylea erblickte, die sich unterm Gehen Ihre Robe, welche voller Staub war, etwas abwischte, lies er die Rune wieder verschwinden. Fluchend über diese Wesen, trat sie näher zu Erendil, der sie anlächelte.
"Diese verdammten...Wesen immer."
"Was meinst du?"
"Ach...weiter hinten in dieser eigenartigen....Höhle."

Er blickte sie fragend an.
"Ich wollte etwas genauer nachschauen, was es mit diesen Kristallen auf sich hat, dann wie aus dem Nichts.....wurde ich von diesen Wesen, welche sich ganz plötzlich aus den Boden bohrten, angegriffen."
"Auch sie ernähren sich von Magie. Doch so wie die meisten von uns, können auch sie ihren Hunger danach irgendwann nicht mehr kontrollieren. Mit anderen Worten....Sei einfach vorsichtig."
"Ja, jetzt bin ich eh hier. Mich bringt da nichts mehr so schnell allein hinein."
"Wärst du in Silbermond aufgewachsen, wüsstest du diese Höhle zu schätzen."
, schmunzelte er.
"Bin ich aber...nicht.", erklang es knapp aus Ihrem Mund.
"Hast du etwas herausgefunden in der Zwischenzeit?"
"Nun, mein Sprachkenntnisse sind zwar etwas eingerostet, aber ja. Ich glaube ich habe zwei Lösungen gefunden. Die eine ist schwierig. Die andere fast unmöglich."
"So? Dann lass mal hören. Vielleicht sollten wir diese Höhle...verlassen? Fürs Erste würde ich mich etwas wohler fühlen....denk ich."


Nickend ging Erendil dann ins Freie und Sylea folgte ihm.
"Besser?"
"Nun....Da wo Drachen sind fühle ich mich für normal wohl. Doch hier ist das irgendwie....anders. Ich weiss auch nicht. Doch es ist besser wie dort drinnen."

Sie atmete etwas durch. Der Brise Wind und die frische Luft taten ihr sehr gut.
"Glaubst du mit diesen Drachen stimmt etwas nicht?"
"Das glaub ich nicht. Diese sind eben...anders."
"Wie meinst du das?"
"Sie sind anders in Ihrer Art."
"Mhh...ich kann schon verstehen, dass dir die Lebensart der Blauen Drachen nicht die liebste ist."
"Ich weiss nicht, ob die mit dem blauen Schwarm etwas zu tun haben.... Ich denke sie leben für sich allein."
"Das mag ich nicht zu beurteilen."
"Nun das ist auch nicht so wichtig. Viel mehr würde es mich interessieren, was du herausgefunden hast."
"Nun gut. Also...Die Hochgeborenen hatten zwei Optionen, die uns helfen könnten. Eine vernichtet das Artefakt. Eine andere beraubt es seiner Kräfte. Um ein Artefakt zu "entzaubern", müssen wir vor Ort eine Reihe von analytischen Zaubern durchführen und deren Ergebnisse in ein grob vorgegebenes Ritual einbinden."

Sylea folgte gespannt und aufmerksam Erendils Erkenntnis. Sie versuchte sich ein Bild zu machen um mit den Vorchlägen auch etwas anfangen zu können.
"Das würde bei einem Artefakt wie der Botschaft ein paar Tage in Anspruch nehmen."
"Hmmm... Und die andere Möglichkeit wäre?"
"Eine Überladung des Artefakts. Dies macht man wohl, wenn man keine Zeit hat. Wie es scheint, haben wir das bereits einmal gemacht vor ein paar Jahren."
"Inwiefern gemacht? Ich weiss nicht wovon du sprichtst."
"Damals warfen Skullz und ich das Auge der Titanen in eine Version der Quelle der Ewigkeit. Das Artefakt und die Quelle nutzten die gleiche Machtquelle und so wurde das Auge von mehr Macht durchflutet, als es vertragen konnte."
"Verstehe. Ich kann mich noch erinnern an das."
"Wie ein Rohr, durch das zu viel Wasser gepumpt wird. Die Sache hat nur einen Haken. Das Artefakt kann nur die Art von Magie aufnehmen, für die es geschaffen wurde."
"Sowas dachte ich mir schon. Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit."

"Hast du da etwas Bestimmtes im Sinn?"
"Nun.... Als wir in der Akademie waren... Konntest du auch diese unsichtbaren Runen am Boden wahrnehmen?"
"Teilweise. Es war viel Magie an diesem Ort."
"Vielleicht können wir mit diesen Runen arbeiten um eben dieses Artefakt fürs erste zu Entzaubern wie du so schön sagtest. So würden wir uns ein aufwendiges Ritual ersparen und unsere Kräfte fürs erste schonen."
"Dafür müsstest du die Runen auf die Botschaft anpassen."
"Das würde ja kein Problem sein oder nicht?"
"Die Botschaft war ein von Priestern erschaffenes Artefakt und wurde nun über Jahrhunderte von Teufelsmagie umgewandelt. Seine Struktur ist komplex. Ich kann dir maximal Ansatzweise sagen, wie sie aufgebaut ist."

Sie seufzte etwas und überlegte weiter.
"Es ist aber immer besser, als die Botschaft mit Macht zu befüllen. Was glaubst du was passiert, wenn etwas schief gehen würde?"
"Ich verstehe was du meinst"


Auch er überlegte und kratzte sich dabei am Kinn. Dann aufeinmal schnipste er mit den Fingern.
"Was wäre, wenn nicht wir die Botschaft überladen, sondern Sargeras Geist selber?"
"Das wäre eine Idee....Doch diese ist zu riskant. Dazu müsstest du dich direkt mit Sargeras wieder verbinden oder nicht?"
"Nein, nicht unbedingt. Sargeras unterdrückt die Lichtmagie der Priester, welche ursprünglich das Artefakt schufen und antrieben. Wenn wir die Lichtmagie in der Botschaft wieder erstarken lassen, muss der Avatar mehr Teufelsmagie dagegensetzen."
"Und wie willst du die Lichtmagie stärken?"
"Darüber habe ich nachgedacht seit ich auf diese Überladungs-Strategie gestoßen bin. Und...nun ja...sagen wir es wird dir nicht gefallen."

Leicht lächelnd blickte sie ihn an.
"Nun sag schon!"
"Nun, wir brauchen einen Blutelfen...eine Lichtartefakt...und eine verdammt gute Zeitabstimmung."
"Du willst einen Elfen dafür opfern?"

Entsetzt blickte sie zu Ihm hoch. Erendil schüttelte ganz deutlich den Kopf.
"Nein! Zumindest nicht direkt...An der Verheerten Küste existieren noch Schreine der Priester. Sie sind alle mit dem Grabmal verbunden. Ein Blutelf könnte die Lichtmagie eines Artefakts aufnehmen und auf die Schreine übertragen."
"Und es muss ein Blutelf sein? Was wenn ich das übernehmen würde?"
"Du müsstest dich durch die Verheerte Küste schlagen. Auch wenn das Grabmal angegriffen wird, werden da noch viele Dämonen sein. Es wird also vielleicht ein Selbstmordkommando."
"Ich habe keine Angst Erendil. Doch einen unschuldigen Elfen auf etwas so Unbekanntes loszuschicken, wäre genau so schrecklich."
"Du müsstest Lichtmagie in dich aufnehmen, auch wenn es nur kurzzeitig wäre...du hasst Lichtmagie."
"Das ist richtig....Doch wenn ich eins gelernt habe dann ist es, dass man diese Lichtmagie auch für etwas Nutzen kann."
"Ich hatte befürchtet, dass du dich dafür vorschlagen würdest..."
"Nun...du bist leider raus aus dieser Nummer und so bleibt nur einer übrig. Ich denke es ist die einzige Möglichkeit.....Wir dürfen keine Unschuldigen für so etwas benutzen."

Er seufzte, nickte aber dann zustimmend.
"Also gut. Ich bin einverstanden."
"Ich werde mich dementsprechend vorbereiten. Dazu würde ich gerne nach Unterstadt reisen und einen alten Bekannten aufsuchen."
"Ich werde dann unterdessen das Lichtartefakt besorgen. Darf ich fragen, wen due aufsuchen möchtest?"
"Natürlich darfst du das. Ich wollte dich eh gerade fragen, ob du weisst , wer von den Ordensmitgliedern, dafür geeignet wäre. Ich dachte da vielleicht an...Garatas? Er wäre doch dafür passend oder nicht?"
"Mit Sicherheit. Wenn du dich beeilst, dann findest du ihn und die anderen noch im Apothekarium auf der zweiten Ebene. Sie tagen gerade in Unterstadt."
"Gut, sollte ich nicht erfolgreich sein, dass würde ich beim Orden nach Hilfe suchen."
"Wenn du dort bist, dann erkläre ihm direkt den Plan. Er wird wissen, welche Anweisungen er dann weitergeben muss. Du wirst doch auf dich aufpassen, oder?"
"Du trägst Sorge in dir?"
Sylea richtete Ihren Kopf etwas schief und lächelte Erendil sanft an.
"Nein, wie kommst du darauf?"
"Es wird mir eine Genugtuung sein, Garatas zu berichten was er zu tun hat. Es....es ist schon in Ordnung, wenn du dich sorgst."
"Nimm ihn nicht zu hart ran. Setz nicht seine oder die Gefolgschaft der anderen aufs Spiel. Wir brauchen sie...du brauchst sie."
"Du lenkst vom Thema ab, Erendil.... Aber ja...ich weiss, dass ich sie brauche."
"Dann ist gut."
"Dann leb wohl Erendil. Ich werde mich sofort auf den Weg machen."


Etwas wehmütig schaute sie dann nochmal in Erendils Gesicht. Sie hasste diese Abschiede immer. Doch versuchte sie dies ein wenig zu überspielen. Sachte nickte Erendil mit seinem Kopf.
"Ich erwarte dich dann wieder in Dalaran."
"Ich werde nicht all zu lange aus sein."
"Das hoffe ich doch."
"Na dann.... ", sie blickte nach unten... "Ich geh dann mal."
"Ich...ich werde dich vermissen..."


Sylea drehte sich um, um einen geeigneten Platz zu finden, um ein Portal nach Unterstadt zu öffne. Sie lächelte und wandte sich nocheinmal zu Erendil um.
"Ich werde dich auch vermissen."
Dann schritt sie los, und verschwand hinter einem Hügel. Sie blickte umher und fand schliesslich das was sie suchte.... Einen Platz, um sicher anzukommen.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 28 Mai 2017, 17:54

Unterstadt - Das Ende ist nah

In Unterstadt angekommen schloss Sylea kurz Ihre Augen und atmete tief aus. Sie striff sich Ihre Robe zurecht und blickte sich lächelnd um. Es war irgendwie eine Erleichterung, wieder in der Heimat zu sein. Trotzdem zierte ein wachsamer Blick Ihr Gesicht. Langsam schritt sie los und ging auf die Treppen zu. Ein Schnaufen, welches von weiter unten zu hören war, lies sie jedoch stehen bleiben. Ein Ihr unbekannte Person trat näher und ging direkt auf den Magier, welcher für die Portale in Unterstadt zuständig war zu.

"Ihr da...Dalaran...schnell Keine Diskussionen jetz!"
Sylea beobachtete diese weibliche Person, die einen recht erschöpften und mitgenommen Eindruck machte, und griff vorerst nicht ein. Sie dachte, dass sie ja in guten Händen war. Murrend wob der Verlassene ein Portal nach Dalaran und Sylea wollte sich auf die Suche machen. Ihr blieb schliesslich wenig Zeit, denn der Orden müsste gerade mit der Tagung zu Ende gekommen sein. Etwas an der Person veranlasste sie aber umzukehren und diese anzusprechen.
"Verzeiht, dass ich Euch davon abhalte durch dieses Portal zu schreiten. Man sollte niemals durch ein Portal schreiten, das widerwillig erstellt wurde. Nicht wahr Herr Eismacht?"
Sie warf dem Verlassenen, welcher das Portal wob einen strengen Blick zu. Dieser nickte nur und die weibliche Person schaute zögerlich zu Ihm, dann zum Portal und schliesslich traf sich Ihr Blick mit Sylea, welche lächelnd da stand.
"Ihr könnt Euch nie sicher sein, ob Ihr auch dort ankommt wo ihr hinwollt."
"Ist alles besser, als hier zu...bleiben. Glaubt mir!"
"Warum, wenn ich fragen darf?"
"Verrat...Verrat an das Schicksal dieser Welt prägt diese Nacht. Ihr solltet vorsichtig sein, wem ihr hier momentan traut."
"So? Ich bin in der Tat hier um mir Rat einzuholen."
"Dann hoffe ich, dass ihr findet, was ihr sucht...für mich gibt es hier nichts mehr als den Tod..."

Sylea hob eine Augenbraue.
"Nun ich hoffe dem ist nicht so. Dalaran sagtet Ihr?"
Sie nickte müde.
"Ich werde dort erwartet."
Sylea war sehr bemüht der Dame ein sicheres Portal nach Dalaran zu stellen und deutete darauf, als dieses gewoben war.
"Bittesehr. Dann solltet Ihr diese Person nicht länger warten lassen."
"Ich danke Euch. Denkt an meine Warnung, wenn Ihr durch Unterstadt wandert...Lebt wohl."
"Ich danke Euch."


Die Person schritt durch das Portal und verschwand darin. Sylea machte sich auf den Weg zum Apothekarium. Nichtsahnend ging sie die Treppen zur zweiten Ebene hoch und hielt Ausschau nach den Ordensmitgliedern. Gleichzeitig überlegte sie, was es mit dieser Warnung auf sich hatte. Vielleicht war etwas Schlimmes passiert bei dieser Tagung?
"Sucht ihr etwas?"
Sylea erblickte von Ihren Augenwinkeln aus eine Person sitzend auf der Mauer. Sie blickte zu Ihm und stellte fest wie eindringlich sie gemustert wurde. Sie lächelte diesen einfach an.
"Nicht direkt. Ich...Ihr seid aber nicht oft hier oder? Ich habe Euch noch nie gesehen....zumindest nicht hier in diesen Kreisen."
"Für gewöhnlich meide ich diese verrottende Gegend. Jedoch war ich auf einer Versammlung zu Gast. Da muss man doch die Etikette wahren."
"So? Sowas gibt es hier noch?"
"Für manche ist so etwas noch von Wert."
"Aha. Ihr habt nicht zufällig bei dieser Versammlung etwas...nunja..Bedrohendes beobachtet?"

Sie dachte dabei an die Worte der Unbekannten und hielt Abstand zu dem Mann.
"Nein. Sie war langweilig wie erwartet. Doch die Feier zum Schluss, die hätte Euch sicherlich den Atem verschlagen."
"Nun gut.... Ich muss weiter. Ich bin eh schon spät dran."


Knapp nickend wollte sie dann weiterziehen, doch er stand auf und ging einen Schritt auf sie zu.
"Ach, Ihr werdet ebenfalls erwartet?"
"Nein... vielmehr suche ich nach wem Bestimmten."
"Vielleicht kann ich Euch helfen. Wen genau sucht Ihr denn?"
"Ohh ich denke nicht. Es laufen hier viele rum...die nunja Roben tragen fürchte ich."
"Doch irgendwie könnt Ihr den Gesuchten davon unterscheiden, nehme ich an. Sonst wäre es eine langwierige Suche."
"Da muss ich Euch recht geben."
"Na also. Dann gebt mir die Möglichkeit meine Manieren unter Beweis zu stellen und Euch zu helfen, zu finden wen ihr sucht."
"Dies hier ist ein ganz bestimmter Treffpunkt. Nicht jedem hier ist es gestattet diesen aufzusuchen. Ich nehme an, Ihr seid nicht zufällig hier oder?"
"In der Tat. Ich war Teil einer Versammlung, die hier bis gerade noch stattfand."
"Von welcher Versammlung sprecht Ihr?"
"Die Versammlung des Ordens der Schattenhaften Erlösung. Oder wie ich es nenne, das letzte Konzil."
Sylea biss sich auf Ihre Unterlippe und hielt den Kopf leicht schief.
"So das letzte Konzil also?"
"Ich habe mich schon gefragt, ob wirklich noch jemand von Euch auftaucht..."
"Ich dachte bei dieser Versammlung wärt Ihr fündig geworden? Wenn ich mich recht entsinne....Gibt es das Konzil nicht mehr."

Nun verschränkte sie Ihre Arme und begann Ihn zu mustern.
"Ein anderer Name in einer anderen Zeit macht es nicht zu etwas wirklich anderem, oder? Aber ich kann Euch versichern...JETZT gibt es kein Konzil mehr."
"Und der Orden von dem Ihr sprecht..... Es ist ein Orden der aus Verlassenen besteht.... Ein Orden der hier gegründet worden ist und seiner eigenen Ideologie folgt."
"Einer närrischen Ideologie...Erlösung...so etwas gibt es nicht."
"Das stimmt wohl."
, lächelnd.
"Ihr kommt recht spät für das Treffen."

Sylea schien zu überlegen um diesen Fremden irgendwie einzuordnen. Sie musterte dabei seine Augen, welche sie an irgendwen erinnerten. Zumindest stellte sie eine gewisse Ähnlichkeit fest. Doch sicher war sie sich nicht.
"Ich...", räusperte sich "Ich hatte keine Absicht auf das Treffen zu gehen. Wie schon gesagt, ich brauche Rat von jemanden."
"Nun, vielleicht habt ihr Glück. Zwei haben die Versammlung überlebt."
"Ja wer weiss. Ich muss dann auch los."
"Oh, ich will Euch nicht aufhalten. Ich selber werde wohl auch aufbrechen. Das Schicksal wartet. Außerdem wird ER wohl bald hier von erfahren, oder?"

Leicht überrascht warf sie ihm dann nochmals einen Blick zu.
"Er? Von was sprecht Ihr? Um ehrlich zu sein, Ihr macht mir einen sonderbaren Eindruck.... Woran das wohl liegen könnte? Hmmmm... Lasst mich überlegen, oder.... Helft mir doch einfach auf die Sprünge?"
"Man könnte meinen, Ihr wärt unwissend, doch da Ihr von der Versammlung wusstet, müsst Ihr schon Kontakt zum Orden gehabt haben. Aber ich bin so frei...ER ist der Bote. Ich hatte eine kleine Geschichtsstunde über sein Wirken. Aber vielleicht wusstet Ihr gar nicht, wer hinter dem Orden wirklich steckt."
"Ich wusste nichts von einer Versammlung....NOCHMAL. Ich bin hier weil ich Rat suche über das Licht und über die SCHATTEN. Die schattenhafte Erlösung schien mir plausabel für das zu sein."
"Naja, dann habe ich Euch nun vielleicht vor einer Enttäuschung bewahrt. Der Orden konnte nicht mal sich selbst helfen. Ich fürchte Ihr müsst Eure Antworten wo anders finden."
"Ihr habt nicht zufällig mit diesen Worten, welche aus Eurem Munde ertönen etwas zu...tun?"
"Teilweise."
"Was genau ist passiert? Nicht dass es mich interessieren würde, aber jetzt habt Ihr schon so damit rumgeprahlt...... Lasst uns setzen und Ihr erzählt mir was vorgefallen ist ja?"


Sie lächelte ihn an und deutete zur Mauer. Sylea vermutete bereits schon mit wem sie es zu tun hatte, und wollte so die Chance nutzen um mehr zu erfahren.
"Sehr gerne. Wenn Ihr schon so höflich fragt."
"Wisst Ihr, ich denke ich habe nun doch etwas mehr Zeit."
"Das ist aber nett von Euch. Dann wahren wir doch den höflichen Umgang. Mein Name ist Daralion, letzter des Hauses Leh`Nister und Ihr seid?"

Sylea starrte ihn wie angewurzelt an. Als sie dann noch seinen Namen hörte schreckte sie leicht auf. Daralion musterte sie dabei amüsiert.
"Verzeiht, dass ich Euch so anschaue. Ich traue einfach keinen fremden Gesicht. Mein Name ist Sylea Tenathil, sehr erfreut."
Er lächelte zufrieden.
"Die Freude ist ganz meiner Seits."
"Nun, was ist hier geschehen...Die Schattenhafte Erlösung hat mich vor kurzem um mein Erbe gebracht. Ich zog in die Welt hinaus und stieß auf etwas viel Größeres...eine Macht die bald zu erschließen sein wird. Doch leider stand mir dabei der Orden im Weg und Ihr Meister, der Bote. Also drehte ich den Spieß um. Ich zog zwei des Ordens auf meine Seite und zusammen nutzten wir die Versammlung für die Vernichtung des Ordens."
"Euer Erbe? Was ich mich frage.....Was genau habt Ihr mit dem Orden zu tun? Es ist ein Orden, der ausschliesslich aus Verlassenen besteht."
"Der Orden besteht nicht nur aus Verlassenen. Er nimmt alle Völker auf. So ist er halt der Bote...er hat für alle ein Ohr, egal wo her sie kommen."
"Ihr kennt den Boten?"


Neugierig tastete sich Sylea vor. Sie versuchte so unwissend wie möglich zu erscheinen um mehr über diesen Daralion zu erfahren. Sie hatte schon lange diese Vermutung in sich und musste erneut feststellen, dass dies nun zur Realität wurde.
"Ich bin ihm nur einmal kurz begegnet. Doch vor kurzem wurde mir eine Geschichte erzählt von ihm...vom Grabmal des Sargeras...dem dort eingesperrten Avatar...und der Botschaft."
"So? Das hört sich interssant an. Dieses Grabmal stellt wohl eine sehr grosse Bedrohung für uns alle da befürchte ich."
"Eine Bedrohung...nein. Es ist eine Chance. Die ihm inne wohnende Macht ist ein Geschenk für jeden, der sie beherrschen kann."
"Interssante Ansichtssache. Demnach geht ihr davon aus, diese Macht beherrschen zu können?"
"Ich bin zum Herrschen geboren, meine Gute. Die Boten...die Legion...sie haben all diese Macht geschenkt bekommen und vergeudet. Es ist Zeit, dass diese Mächte von den richtigen Händen geführt werden. Wer könnte da besser geeignet sein, als ich?"

Sylea hatte Daralion genau da, wo sie ihn haben wollte. Sie schien kurz zu überlegen ehe sie weiter sprach.
"Der Preis der Macht ist teuer. Ihr wisst nicht, auf was Ihr Euch da einlasst."
"Der Bote und seine Schattenhafte Erlösung hat mir alles genommen. Was sollte ich zu verlieren haben?"
"Ihr spracht von Eurem Erbe.... Was genau ist Eurer Erbe? Ich will Euch nur verstehen, um Euch besser antworten zu können."
"Mein Haus hatte schon immer einen Blick auf den Thron Silbermonds geworfen. Wir waren auf dem aufsteigenden Ast. Ich hatte den Weg für meinen Aufstieg bereitet. Doch er hatte wohl etwas dagegen."
"Silbermond? Ich denke nicht dass der Bote es war, der da was dagegen hatte. Vielmehr....Nunja...schaut Euch doch mal um in dieser....Stadt. Ihr wisst was ich meine?"
"Nun, es war auch erstmal schwer zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Doch als ich erfuhr, dass Erendil Dämmerfucht geläutert wurde und sich auf dem Weg der Buße befand, da ergab es doch alles einen Sinn.  Aber vielleicht werde ich ihn nochmal selber fragen, wenn wir aufeinander treffen. Um die Höflichkeit zu wahren."
"Er hatte sicherlich andere Sorgen, als diese.... Ich meine, ganz egal wie die Meinungen verlaufen sind, Ihr wollt Euch dieser Macht ergeben und aus purem Hass alles und jeden rächen, der Euch irgendwann mal im Weg stand? Findet Ihr dies....ist der richtige Weg um zu herrschen?"
"Oh, Ihr missversteht. Ich ergebe mich nicht der Macht. Ich werde nicht zu einem neuen Boten."
"Und dennoch wollt Ihr diese Macht an Euch reissen, oder nicht?"
"So ist es. Die Person mit der größten Macht regiert die Welt. Keine Intrigen...keine Verhandlungen..."

Sylea musste etwas lachen.
"Amüsiere ich Euch?"
"Verzeiht bitte. Natürlich ist das Ansichtssache. Ich werde Euch natürlich nicht davon abhalten, aber dennoch will ich Euch einen Rat geben."
"Und ich werde ihn aufmerksam anhören."
"Es ist besser nicht mit dieser Macht zu spielen. Wie schon gesagt...Ihr wisst nicht auf was Ihr Euch da einlässt. Keiner weiss das. Muss man immer Macht besitzen um regieren zu können? Zählen nicht auch andere Dinge und Werte?"
"Da sprecht Ihr wahr. Natürlich muss man sich auch auf andere Weise als würdig erweisen. Geschweige denn dies alles als Spiel zu betrachten. Doch ist es nicht letzten Endes so, dass die Welt von Männern und Frauen mit Visionen regiert wird?"
"Die Männer sollten Rat von Ihren Frauen dankend annehmen und das Beste daraus machen."

Nun lachte Daralion.
"Jeder sollte an seiner Vision festhalten und mit aller Ernsthaftigkeit dafür kämpfen. Am Ende werden wir uns alle gegenseitig messen und die größte Vision überlebt und wird herrschen."
"Ich weiss es klingt amüsant für Euch. Ich bin nur sehr ehrlich, und mir ist das Wohl meines Gegenübers immer sehr wichtig.  Doch ich fürchte, ich kann Euch nicht davon abhalten Euren Traum oder Eure...Vision, ....was für ein schreckliches Wort, in die Tat umzusetzen."
"Nein...nein...das könnt Ihr wohl nicht. Eure Zeit ist schließlich auch begrenzt. Denn so wie ich meine Vision mit der des Boten messen werde, so werdet Ihr auch für die Eure kämpfen müssen."
"Natürlich. Jeder für sich....Das ist genau der richtige Weg."
, rollte sie mit den Augen.
"So werden die Zeichen auf der Verheerten Küste stehen, fürchte ich."
"Nun, wenn man die Dinge so sieht wie Ihr, dann denke ich das Ihr Recht haben könntet."
"In der Tat. Doch wie ich schon eingangs erwähnte, gibt es noch zwei Überlebende der Schattenhaften Erlösung, die meine Ansicht teilen. Auch sie werden im großen Finale dabei sein."
"An Eurer Seite also?"
"Ja und nein. Sie werden mir helfen in dem sie ihre Visionen gegen Euch verteidigen."
"Wer hat Visonen von mir? Ich selbst habe nicht wirklich den Kontakt zu dieser...nunja...Erlösung gehabt. Ich kann also nicht wirklich erahnen oder verstehen, wer von mir eine Vision in sich tragen sollte."
"Oh, ich könnte es Euch erzählen. Doch sagen wir einfach. Es gibt Personen, die mit Euch in Konkurenz treten wollen. Wieso und weshalb, das werden sie Euch wohl selber offenbaren, Sylea."
"Seid Ihr ebenfalls eine davon?"
"Nein. Ihr seid für mich nicht mehr von Interesse, als dass ihr IHM meine Herrausforderung bringen werdet."
"Nicht ich werde das tun, Darallion."
"Ach, nein?"
"Nein, ich denke das hat bereits schon wer erledigt."


Sylea erinnerte sich wieder an Ihre Ankunft. Diese fremde Person musste ebenfalls ein Ordensmitglied gewesen sein. Und plötzlich bekam Sylea wieder so eine Vorahnung. Ein eiskalter Hauch durchflutete Ihren Körper für einen Moment. "Erendil..." Sie musste so schnell wie möglich zu Ihm. Womöglich war er und sein Bruder in grösster Gefahr.
Darallion erhob sich und Sylea tat es ihm gleich. Es war der Zeitpunkt gekommen so schnell wie möglich zurückzureisen.
"Ich habe noch ein letztes Geschenk für Euch. Eine letzte Information, bevor Ihr festlegt, wie lange Ihr hier verweilen wollt."
"Nun gut."
"Als ich mit der Legion in Kontakt war auf den Verheerten Inseln, da kam der Befehl, dass sie all ihre Kräfte am Grabmal zusammenziehen. Sie planen den nächsten Schritt und der wird nicht lange auf sich warten lassen."
"Daralion, wieso erzählt Ihr mir sowas? Eigentlich...bin ich in Euren Augen genau das, was man einen Feind nennt. Jemand, der Euch im Weg steht....für Euer...Vorhaben."
"Ich brauche die Konfrontation um meine Größe und meine Würdigkeit zu beweisen. Nehmt meine Worte nicht als Nettigkeit oder Dummheit. Es ist eine Herrausforderung an die Boten und jene, die ihm noch folgen."
"Wir werden uns schon bald wiedersehen, unter anderen Umständen. Ich werde es Euch nicht zu einfach machen."
"Davon gehe ich aus. Auf bald, Sylea."


Kopfschüttelnd aber mit einem Lächeln im Gesicht verabschiedete sich Sylea dann von Ihm. Sie eilte los in den Orden um sich in der Bibliothek noch umzusehen. Sie musste so schnell es geht, an diese Informationen ran kommen. Die Zeit drängte sie nun umso mehr....
"Erendil...bitte pass auf dich auf."

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 11 Jun 2017, 23:15

Letzter Abschied

Nun war der Zeitpunkt gekommen die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Während Erendils Abwesenheit bereitete Sylea im Gasthaus zu Dalaran alles vor. Schritt für Schritt ging sie durch und plante alles, was Ihr als wichtig erschien.
Die Bücher aus Unterstadt waren alle nutzlos und so lagen sie kreisförmig verteilt um die Elfe herum. In der Mitte sitzend sass Sylea gemütlich und betrachtete den Lichtstab. Welch Ironie, dass ausgerechnet sie, die das Licht so sehr hasste, diese Aufgabe übernehmen sollte. Je mehr Sylea überlegte, erkannte sie, dass genau dieser Hass auf das Licht es war, was nun Kommendes ausmachen würde. Sie erinnerte sich an die Worte von Assabad damals und lächelte sacht.
Gleichzeitig zeigten sich Ihr Bilder der Vergangenheit, so dachte sie zumindest. Es zeigte zwei Mädchen, die hinter einen grossen Stein sassen und den Schatten beobachteten. Sie dachte, das Bild zeigte sie und Ihre Schwester damals. Doch dem war nicht so.

Eines von den zwei Mädchen fing an sich mit dem Schatten zu bewegen und das andere kicherte fröhlich darauf los. Nun blickte eines der beiden Mädchen direkt in Ihre Richtung und Sylea lächelte sanft als sie erkannte, was dies alles darstellen sollte. Sie konnte nicht anders als dieses Bild festzuhalten und holte eine Phiole heraus. Sie transportierte dieses Bild, welches gerade noch in Ihrem Kopf entstanden war mit einer gekonnten Bewegung in die Phiole, welche sich dann nebelartig färbte. Behutsam legte sie diese Phiole in ein Tuch und umwickelte diese damit.

Ausserdem beschloss sie nur ein Buch mitzunehmen, und nicht mehr. Sie müsse sich frei bewegen können und schnell agieren, sollte sie von irgend jemanden unterbrochen werden. Zu viele Bücher würden sie nur einschränken. Dann hatte Sylea noch das Gift, welches sie aus Orgrimmar mitgenommen hatte. Auch dieses überprüfte sie noch einmal. Sie war sich nicht sicher, ob sie diesen Schritt wählen würde, aber sollte das Ende nah sein, dann würde sie es selbst zu Ende bringen wollen, und dieses Gift sollte der Schlüssel dazu werden. Nickend packte sie dann alles zusammen und hängte sich Ihre Beuteltasche um die Schulter. Den Lichtstab hob sie vorsichtig vom Boden auf und nahm ihn in ihre rechte Hand. Sie schritt die Treppe im Gasthaus runter und blickte sich um. Erendil müsste jeden Moment eintreffen und so konnte sie dann ihrer letzten Erledigung nachgehen.

Etwas verdutzt liess sie Erendil mit dem Stab, welchen sie ihm kurz zuvor reichte stehen, um schnell zum Schneider zu eilen. Sie hatte sich eine spezielle Robe fertigen lassen, und diese wollte sie nun abholen. Auch an die Halskette hatte sie gedacht und auf diese war sie schon sehr gespannt. Diese Lichtmagie würde sie viel Kraft kosten und so kam sie auf die Idee, diese Splitter aus Aszuna in die Kette einfassen zu lassen. Es waren Leysplitter, wie sich herausstellte, und diese konnten Ihre letzte Kraftressource sein, sollte es mal knapp werden.
Sylea hatte nun alles was sie brauchte und eilte zu Erendil zurück. Sie lächelte als sie ihn da so stehen sah. Ein letztes Mal trat sie an seine Seite und beide verliessen das Gasthaus um zum Landeplatz zu gehen. Auch da war schon alles vorbereitet und beide brauchten nur noch aufsteigen um an die Küste zu gelangen.

Wortlos stieg Erendil auf sein Flugtier und Sylea tat es ihm gleich. Sie landeten etwas unterhalb des Lagers der Legionsrichter und wollten keine grosse Aufmerksamkeit erhalten. Erendil begleitete sie zum ersten Schrein und sah ihr zu wie sie die erste Energie auf Ihre spezielle Art und Weise in den Stab lenkte. Er staunte etwas, als Ash kurz Gestalt annahm, bevor die Energie tatsächlich in den Stab fliesste. Erendil wusste nun, dass Sylea es schaffen könnte und so hinterliess er Ihr eine Kugel, welche eine Wegbeschreibung, mit  den genauen Koordinaten der Schreine in sich trug.
Auch Sylea machte Erendil ein letztes Geschenk. Sie nahm die nebelige Phiole aus dem Tuch und warf diese an die Steinmauer, welche sich vor Ihnen befand. Diese zerbrach und ein fröhliches Lachen war plötzlich zu hören und dann zeigte sich Erendil das Bild, welches Sylea für ihn festgehalten hatte. Erendil blickte verwundert und wusste im ersten Moment keine passenden Worte dafür, als ihm bewusst wurde, wer die beiden Mädchen waren.



Sylea hingegen sprach sanft zu Ihm:  "Dies wird unsere Zukunft sein, Erendil Dämmerflucht."

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Mi 14 Jun 2017, 23:17

Der zweite Schrein

Nach einem intensiven Moment des Abschieds trennten sich Erendil und Sylea für ungewisse Zeit. Sie blickte in die Richtung, welche ihr auf der Karte den zweiten Schrein anzeigte, und dieser führte sie genau unterhalb des Hügels wo sie noch zu vor mit Erendil stand.
Sylea ging mit dem letzten, sehr emotionalen Bild und den bewegten Worten von Erendil los. Sie machte kurzen Halt, als sie vor dem Abgrund stand und fühlte mit erhobenen Haupt und geschlossenen Augen den Wind noch einmal. Wer weiss, ob sie Erendil jemals wiedersehen würde. Als sie Ihre Augen wieder öffnete schaute sie noch einmal zu dem Platz, wo sie sich von Erendil verabschiedet hatte. Auch er war bereits aufgebrochen, in das Ungewisse.

Langsam lies sich Sylea dann hinabfallen, um geräuschlos, aber auch sanft den Boden zu berühren. Als sie diesen unter sich spürte zog sie sich die Kapuze ihres Umhanges tief ins Gesicht und beobachtete die Kämpfe vor ihr. Dämonen gegen unschuldige Geschöpfe Azeroths, die alles gaben um ihre Heimat zu verteidigen. Kopfschüttelnd aber auch seufzend beschloss sie aufzubrechen und schlich sich so unauffällig wie möglich an dem Ganzen vorbei.
Ihren Weg setzte sie fürs Erste nahe an der Küste fort, denn sie wollte so schnell wie möglich in die Nähe des Grabmals kommen. Insgesamt zeigte ihr die Karte zwölf Schreine, doch wenn sie etwas mehr Energie in den Stab fliessen lassen könnte, dann sollten ungefähr acht Schreine ausreichend sein.



Erendil hatte ihr zwar gesagt, dass er sich der Botschaft allein stellen würde, da es für sie nicht machtbar wäre es rechtzeitig zu schaffen, doch hatte er in dieser Sicht etwas unrecht. Sie würde zumindest den letzten Schrein in der Nähe des Grabmals zeitlich so abstimmen wollen, dass sie jederzeit Ash losschicken könne um ihm ein wenig Unterstützung von Ihrer Seite zukommen zu lassen. Selbst wenn er am Boden liegen sollte, würde Ash ihm das geben können, was Erendil dazu bringen würde, wieder aufzustehen.
Sylea merkte, dass der zweite Schrein ganz in Ihrer Nähe war. Vorsichtig tastete sie sich vor. Den Stab hielt sie fest aber auch schon fast krampfartig in Ihrer Hand. Es war immer noch ein fremdes Gefühl für sie ausgerechnet für kurze Zeit mit dem Licht zu agieren. Dennoch war dies nun notwendig um eben erfolgreich zu sein. Überraschenderweise, je näher sie zum zweiten Schrein kam, löste sich dieses Gefühl und sie lächelte etwas. Sie zog den Stab und ging mit bedachtem Schritt etwas näher. Langsam und mit schiefgehaltenem Kopf musterte sie dann diesen Schrein, ehe sie anfing zu lächeln. Lyranders Stab war wirklich ein Prachtexemplar, erfüllt mit unermesslicher Macht, dachte sie.



Sylea führte den Stab näher zum Schrein und hielt ihn wieder fest, damit sie sicher gehen konnte, dass all diese Magie dahin gelangte wo sie hin musste. Dann sprach sie auf Thalassisch, was sie seit Jahren nicht mehr machte und wieder war Ash für einen kurzen Moment zu sehen, ehe der Schrein aufleuchtete.
"Erendil....", hauchte sie leise und es war vollbracht. Der zweite Schrein war auch diesmal erfolgreich aktiviert worden. Schnell zog sie den Stab wieder zu sich und machte sich auf den Weg zum dritten Schrein. Der Weg dorthin führte Sylea immer mehr von der Küste weg und so konnte sie erstmals das Ausmass etwas genauer sehen. Plötzlich war ein lauter Knall zu hören und die Erde begann zu beben. Dies nutzte Sylea um schnell und ungesehen voran zu kommen.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 25 Jun 2017, 21:57

Die zwei nächsten Schreine, drei und vier...

Sylea breitete Ihre Arme zur Seite aus und wusste was nun geschehen musste. Fanloen liess den Felsen, worauf sie stand in Stücke zersplittern und sie blickte gen Himmel. Sie schloss dann Ihre Augen mit einem Lächeln auf Ihren Gesicht. Sylea liess sich nach hinten fallen und tauchte mit Ihrem Körper in das Wasser. Fanloen sah wie sie immer tiefer in den Meeresboden versank und Sylea hingegen konzentrierte sich unter Wasser so sehr auf die Aura des Magiers, welche nun nicht mehr zu spüren war. Er war sich so sicher, dass nun Ihr Ende gekommen war und dies nutzte sie zu ihrem Vorteil.
Sylea zog dann unter Wasser die Kugel von Erendil aus Ihrer Tasche um nachzusehen wo genau sie war. Lächelnd stieß sie sich dann mit einem kräftigem Zug von Meeresboden ab um in die Richtung des Schreins zu gelangen, wo sie auf den Magier vorhin antraf. Langsam und völlig durchnässt schleppte sie sich aus dem Meer. Zielstrebig ging Sylea zu dem Schrein und stellte sich vor diesem. Lyranders Stab machte so gut wie alles von selbst. Es war wirklich beeindruckend, und es überraschte Sylea wirklich, dass ihr Plan so funktionierte. Sie dachte kurz an Lyrander, welchen sie sehr respektierte, auch wenn sie ihn nicht sonderlich mochte. Dennoch war er immer wieder für Überraschungen gut gewesen. Sie war sich sicher, dass Lyrander diesen Weg, welchen sie nun einging vor langem schon geplant hatte. Nicht umsonst, würde dies alles mit so wenig Krafteinsatz von ihrer Seite aus funktionieren. Nickend und kurz überprüfend zog Sylea den Stab zurück und ging dann weiter. Dank Fanloen, welcher sie gleich zu dem nächsten Schrein führte konnte sie Zeit sparen.
Der Magier sass immer noch vor den Trümmern seines Werkes. Er freute sich wohl sehr, dass Sylea nun Ihren Tod gefunden hatte. Doch staunte dieser wohl nicht schlecht, als plötzlich der vierte Schrein voller Licht umwoben war. Diesmal war es Sylea, die ihn überraschte. Sie trat aus dem Licht hervor und hielt Ihren Kopf leicht schief.

"Na...überrascht mich zu sehen.....Magier?"

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Mi 28 Jun 2017, 21:32

Der Weg Richtung Grabmal

Der Schlachtenlärm war nicht zu überhören und Sylea zuckte leicht als sie diesen wahrnahm. Ihr blieb nicht mehr viel Zeit um die restlichen Schreine zu aktivieren.
So holte sie noch einmal Erendils Wegweiser heraus und studierte die Knotenpunkte genau. Drei Schreine lagen ziemlich eng aneinander, weshalb sie sich sofort auf den Weg machte. Sie bevorzugte nach wie vor am Ufer der verheerten Küste entlang zu gehen, um so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen.
Überall kämpften verschiedene Kreaturen der Legion gegen die unterschiedlichsten Wesen und Völker Azeroths.

Deshalb versuchte Sylea so wenig Magie wie möglich zu verschwenden, denn sie musste bei vollster Kraft bleiben. Es gab aber trotzdem etwas, was Sylea durch den Kopf ging. Fanloen, der wohl merkwürdigste Magier, dem sie seit Langem begegnet war. Wie konnte dieser nur ernsthaft so überzeugt von sich und seiner utopischen Vision sein? Ihre Zuredungen zu ihm scheiterten kläglich, da dieser so geblendet war. Geblendet von Etwas, was er niemals umsetzen hätte können. Reine Magie gab es unter Ihren Kreisen nicht, denn jeder der es konnte mit Magie umzugehen, verfiel meistens dieser Macht nach mehr. Die Magie wurde ausgenutzt zum Zwecke seines eigenen Selbst. Dies hatte mit Magie nur wenig zu tun und würde immer irgendwann ein Ende nehmen. Sylea hingegen war anders als Fanloen, anders als die Anderen. Ihre Magie hütete sie wie einen Schatz und verschwendete nur selten etwas davon. Machtgier, sowas kannte sie nicht. Syleas Magie diente meist nur zu einem Zweck, dem Schutz Ihrer Liebsten. Es brauchte aber auch seine Zeit, bis die junge Magierin dies verstand und sie seufzte erneut leicht, wenn sie an Fanloens Schicksal dachte. Vielleicht hätte sie das verhindern können. Doch zu dieser Zeit?
"Nein, eher unwahrscheinlich!", dachte sie leise.
"Wir alle haben eine Vision, für die wir alles in Kauf nehmen würden. Manchmal jedoch ist der Preis der Macht dafür zu teuer und dann passiert das, was passieren muss."
Syleas Vision hingegen war so echt und vor allem so nah, und hatte mit Verblendheit überhaupt nichts zu tun. Deshalb durfte sie nicht versagen. Nicht jetzt, wo sie Ihren grössten Wunsch so nahe war. "Erendil..", dachte sie wieder. Er würde Ihre Hilfe brauchen am Grabmal und dann spürte sie wie sich ihre Brust verengte. Sie blickte nun zum vorletzten Schrein, wo sie unmittelbar davor stand, und hielt den Lichtstab bereit. Es ertönte wieder ein Schlachtenlärm, welcher sie nicht zögern lies. Sie zog erneut die Magie des Schreines in den Stab und konzentrierte sich. Abermals sprach sie in Thalassischer Sprache und Lyranders Stab erfüllte erneut den Zweck, wofür  er geschaffen war. Doch diesmal fühlte er sich auch sehr befremdlich an. Sylea zog wieder ihre Handschuhe an, um dies fürs Erste nicht spüren zu müssen. Wie lange sie den Kontakt mit dieser Lichtmagie standhalten würde, wusste sie nicht. Sie musste jedoch diesen Schritt gehen, wenn dies endlich zu einem Ende führen sollte. Sylea glaubte fest daran es schaffen zu können und schöpfte immer wieder aus Neue mehr Hoffnung.

Der letzte Schrein befand sich ziemlich genau beim Grabmal. Alles was nun zu tun war brauchte Zeit, welche ihr nur mehr begrenzt zur Verfügung stand. Sie musste sich vorbereiten auf das was nun passieren würde, denn diesmal war alles anders. Die sieben Schreine und der Stab waren eins, doch der achte, somit der Letzte, war besonders.
Hier würde alles entscheidend sein.
Hier würde Lyranders Macht ein würdiges Ende finden.
Hier würde sich zeigen, wie das Licht gegen den Schatten antritt.
Hier würde ......

"Nicht jetzt....nicht ausgerechnet jetzt.", dachte sie und blickte dann zum letzten Schrein.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 02 Jul 2017, 15:53

Das Licht trifft auf den Schatten

Sylea ging näher zu dem Schrein um sich ein Bild von dem machen zu können, was sie nun erwartete. Sie verengte kurz ihre Augen und blickte aber dann direkt zu dem wohl letzten verbliebenen Verräter des Ordens. Ronand sass ruhig neben dem Schrein und blickte hoch zu ihr.

"Ich habe auf Euch gewartet, Sylea.!
"Ja, ich habe mit Eurer Anwesenheit schon sehr bald gerechnet, muss ich gestehen."
"Also hat der grinsende Magier versagt?"
"Sieht wohl ganz danach aus. Sonst würde ich nicht vor Euch stehen."
"Wohl wahr. Wohl wahr.  Doch damit habe ich gerechnet."
"Er hat sich selbst überschätzt. Wie so oft....denke ich."
"Er wusste nicht, wie besonders Ihr seid."




Ronand erhob sich ohne eine Waffe zu ziehen und blickte sie wieder an. Sylea hingegen schluckte etwas als sie ihn genauer betrachtete.
"Und Ihr tut das? Bin ich das denn überhaupt? Ich bin nunja....Eine aus vielen, oder nicht?"
Sie zuckte dabei mit ihren Schultern und wartete ab, was Ronand ihr dazu zu sagen hatte.
"Ihr seid nicht wie die Andern. Wie könntet Ihr das auch mit dem Blut, welches durch Eure Adern fliesst."
"Und das macht mich zu etwas Besonderen?"
"Für mich, ja."
"Ich bin nicht so wie....ER. Nicht mal ansatzweise!"
"Das ist wahr, doch darum geht es überhaupt nicht."
"Also, ich höre... Um was geht es dann?"
"Ihr müsst wissen, ich war immer neidisch auf Euren Vater, und wollte, was er hatte."
"Und ihr hättet Euch doch selbst sowas aufbauen können. Immerhin neigt Ihr dazu, zu ähnlichen Mitteln zu greifen."
"In der Tat, doch wie konnte ich an jemanden vorbeischreiten, dessen Name mit solcher Furcht ausgesprochen wurde. Vielleicht, wenn ich früher gekommen wäre? Doch wie hätte man aus dem Schatten des Seuchenfürsten treten können? Er, der an der Seite des Boten stand und dessen Tochter zur Gefährtin des Boten wurde. Damit konnte ich nicht mithalten."
"Nun Ihr hättet Ihn besiegen können. Vielleicht mit den selben Waffen oder Mitteln wie er? Was aus mir geworden ist, tut jedoch nichts zur Sache."
"Tatsächlich spielte ich mit den Gedanken Ihn herrauszufordern, als meine Kräfte selber wuchsen. Doch dann änderte sich meine Sicht, als etwas geschah..."


Sylea nickte und forderte Ihn auf weiterzureden.
"Oh... Ich bin ganz Ohr."
"Der Seuchenfürst erlangte mehr und mehr Ruhm unter seinen Freunden und Furcht unter seinen Feinden. Kein anderer Todesritter hatte seine Klasse. Doch da war diese kleine Schwäche, die sich mehr und mehr andeutete. Diese Schwäche wuchs und gedieh und hat Ihn letzten Endes in den Untergang getrieben."
"Ihr sprecht, diesen Hass an, welchen er in sich trug?"
"Nein. Hass ist wie Wasser und Brot für uns. Er gibt unserer Existenz einen Grund. Nein. Er hatte eine ganz andere Schwäche."
"Welche denn?"

Sie schien nun wirklich kurz zu überlegen, auch wenn sie dies eigentlich gar nicht wollte.
"Ihr wisst es nicht, oder? Ihr habt Euch nie Gedanken darüber gemacht...über das Wieso, oder?"
Ronand betrachtete sie nun neugierig.
"Bei meinem Vater, habe ich das Wieso schon lange aufgeben. Auch wenn ich Ihn einst sehr geliebt habe.....Mir blieb einfach nichts anderes übrig. Nicht nach dem, was alles war."
"Ihr seid es. Ihr seid die Schwäche, welche der Seuchenfürst nie überwinden konnte."

Nun schluckte sie wieder als sie wahrnahm was er sagte.
"Wie...Wie meint Ihr das?"
"Er löschte alles aus, was Ihm im Weg stand. Ohne Gewissen tötete er hunderte Leben. Alte...Frauen...Kinder...doch Ihr, welche sich offen gegen Ihn stellte...Ihr seid noch am Leben."
"Das ist richtig."
"Hass ist für unsere Art Brot und Wasser...doch Liebe...Liebe ist unser Untergang. Er konnte die Liebe zu Euch nie gänzlich abschütteln. Das war seine Schwäche. Das war sein Untergang."

Sie zuckte mit Ihren Schultern.
"Er hat mich nicht geliebt. Nicht einmal ansatzweise."
"Was macht Euch da so sicher?"
"Wieso hat er mir dann alles genommen? Er hat mir grinsend erzählt wie er meine Mutter umgebracht hat."
"Ihr fragt falsch. Wieso hat er Euch das erzählt?"
"Ihr wisst es?"
"Er konnte Euch nicht töten. Doch wollte er Euch loswerden. Er wusste, Ihr wart seine Schwäche. Doch er brachte es nicht über sich, Euch einfach wegzuschicken."
"Wieso konnte er dann meine Mutter töten? Dann war sie ebenfalls....seine Schwäche. Er hat sie über alles geliebt, damals."
"Die Liebe zu einem Partner ist nie so stark, wie die Liebe zu einem eigenen Kind."


Nun verwandelte sich Ihr Gesicht zu etwas sehr Eigenen. Es war ein Blick, welchen man zuvor eher selten bei Ihr sah. Es herrschte plötzlich eine eigenartige Stille. Alles wirkte für einen Moment so, als ob die Zeit stehen blieb. Doch dann sagte sie nur, mit einer leisen Stimme, einen knappen Satz zu dem Todesritter.
"Das sehe ich....anders."
"Das dachte ich mir. Er konnte Euch nicht töten und nicht einfach so wegschicken. Die einzige Erlösung würde sein, wenn Ihr ihn über alles hasst. Er wusste, dass Ihr an seiner Seite nicht sicher seid."

Sie ballte eine Faust.
"Hass.....ist das falsche Wort. Doch was sind schon....Worte."
"Sagt man nicht, Worte sind schärfer als jedes Schwert? Welches Wort würdet Ihr wählen?"
"Ich kann Euch diese Frage nicht beantworten. Gibt es denn etwas dazwischen? Gibt es etwas zwischen....Hass und Liebe?"

Sylea versuchte ruhig zu bleiben und um sich auf das zu konzentrieren, was Ihr noch bevorstehen würde.
"Nein. Doch es ist eben dieses Wechselspiel, welches er nicht in der Lage war zu kontrollieren. Er hasste Euch dafür, dass Ihr ihn schwächt. Doch er liebte Euch zu sehr, als das er Euch schaden konnte. Er wusste sein Weg würde dramatisch gefährlich und er brauchte seinen Hass dafür. Also schickte er Euch weg. Doch er konnte Euch auch nicht irgendwo hingeben. Also stellte er Euch an die Seite des Boten."
"Damals wusste er noch nicht, dass ich an Erendils Seite bleiben werde. Dies wusste...keiner. Nichtmal ich selbst."
"Vielleicht wusste er nicht, dass Ihr Euch lieben würdet. Doch gab ihm dies die Möglichkeit seiner Aufgabe nachzugehen. Der Kampf gegen den Widerstand...die Seuche von Silbermond...all das geschah erst, als Ihr nicht mehr an seiner Seite standet."
"Und dennoch wurde ich dafür mitverantwortlich gemacht. Doch dies....tut nichts zur Sache. Erzählt nur weiter....."
"Die Kinder tragen immer das Vermächtnis ihrer Eltern. Doch wie hart muss Ihn das getroffen haben, als Ihr und der Bote die Seiten gewechselt habt und Euch öffentlich gegen Ihn gestellt habt. Was hätte er da noch machen können, ausser unterzugehen?"
"Wie er damit klar gekommen ist hat mich nicht weiter gekümmert. Das beruht jedoch auf...Gegenseitigkeit."


Sylea schien nicht näher darauf eingehen zu wollen, doch Ronand lies nicht locker.
"Ah, verzeiht. Ihr könnt es ja gar nicht wissen."
"Was meint Ihr damit nun schon wieder?"
"Dass er Euch nicht töten konnte für Euren Verrat, war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er noch einen Funken Seele in sich trug. Ein Todesritter mit einem Stück Seele verliert sämtliches Ansehen unter unseres Gleichen. Indem er Euch nicht getötet hat, verlor er alles, was er sich als Seuchenfürst aufgebaut hatte."
"Nun....dies kümmert mich ehrlich gesagt, nicht weiter."
"Vielleicht nicht. Vielleicht versucht Ihr aber auch nur die Wahrheit nicht anzuerkennen. Das vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht spielt das auch keine Rolle mehr. Es ist nicht euer Vater, den ich übertrumpfen will. Es ist der Seuchenfürst."

"Und was hab ich damit zu tun? Ich hörte, auch Ihr habt eine Vision von mir?"
"Wie Ihr Anfangs so treffend bemerktet, bin ich selbst für meinen Aufstieg verantwortlich. Ich muss selber Dinge vollbringen, die andere meine Stärke anerkennen lassen."
"Ist denn ein Aufstieg zu irgendwas so wichig?"
"Der Aufstieg ist das, was unserem Dasein noch einen Sinn gibt. Ohne dies, wären wir nicht mehr, als faulende Körper. Doch ich muss beweisen, dass ich kein Herz habe. Was könnte da passender sein, als die auszulöschen, über die sowohl der Bote, als auch der Seuchenfürst gestolpert sind?"
"Und für wen müsst Ihr das beweisen?"
"Alle...doch am meisten mir selbst. Euer Tod ist mein Aufstieg zum Frostfürst."
Nun hob sie eine Augenbraue und lächelte etwas.
"Und Eure neue Waffe dort...welch Ironie."
"Euer Aufstieg nützt Euch nur dann etwas, wenn wir die Welt zuerst von dem Übel befreien. Was nützt Euch eine Waffe....wenn Ihr diese nicht mehr...benützen könnt?"
"Die Welt wird schon gerettet werden. Das ist mehr als offensichtlich. Eure Waffe..."
"Ich will sie nicht nutzen. Doch die Magierin, welche nun das Licht benutzt, trifft auf den Paladin, welcher nun den Schatten anruft. Unser Kampf wird legendär."
"Die allein rettet nicht die Welt.... Es sind vielmehr....Die Bündnisse, welche in so einer Sitution für normal zusammenhalten."
"Das ist mir klar. Als ich die Legionsrichter sah, zog ich mich zurück. Ich wusste genau, dass die Legion nun verloren hat."
"Noch ist es nicht vorbei. Es gibt da noch etwas..... "
"Ja...und da ihr das Licht mit Euch führt und gezielt herkamt, nehme ich an, ihr braucht das dort."


Er deutete auf den Schrein und Sylea nickte leicht.
"Aber das meine ich....nicht."
"Was meint ihr dann?"
"Es gibt noch jemanden, der eine ausserordenliche Gefahr darstellen wird. Und dieser Gefahr....werde ich mich voll und ganz zuwenden.. Sobald ich das Licht da habe, wo es hingehört."
"Ja, das dacht ich mir. Eigentlich habe ich es sogar gehofft."
"Wieso stellt Ihr Euch dann ausgerechnet jetzt in den Weg?"

Nun stellte er sich mit gezogenen Runenklingen zwischen Sylea und dem Schrein.
"Weil ich Euch so zwingen kann, mit aller Macht gegen mich anzutreten."
"Ihr denkt ernshaft dass ich das Licht für Euch verschwenden werde?"
"Wir werden sehen, ob Euch eine Wahl bleibt."

Sie seufzte.
"Ich werde den Stab nicht dazu verwenden um Euch zu schaden. Nein....Wenn dann benutze ich meine eigenen Kräfte."
"Was immer Ihr für nötig haltet. Es ist Euer Leben, welches weichen muss. Denn ihr seid es, die geliebt wird."


Sylea schüttelte den Kopf und verstand wiedereinmal gar nichts. Sie lies eine Flamme in Ihrer Handfläche entstehen und konzentrierte sich auf die Runenklingen fürs Erste.
"Falsch. Ich kann nichts dafür, dass es so ist. Ihr hattet genau so einmal....Gefühle, bis ihr zu dem wurdet was Ihr heute seid und ich verurteile dies auch nicht. Also, wenn ich bitten darf!"

Sie sprach das aus, was nun passieren musste und forderte so, Ronand, den letzten Verräter des Ordens, zum Kampf heraus.
"Natürlich. Lasst uns also beginnen. Für einen von uns wird dies heute der Aufstieg und für den anderen der Untergang."

Ronands Füsse tränkten den Boden mit unheiligem Frost und dieser breitete sich langsam am Boden aus.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 16 Jul 2017, 22:36

Letzter Wunsch

"Vergesst nicht, Ihr werdet geliebt."
Dies waren die letzten Worte, welche von Ronands Mund kamen, ehe er sich vor Sylea in Asche auflöste. Ein Windhauch wehte diese letzen Überreste weg und Sylea betrachtete dies alles emotionslos. Ihre Augen färbten sich nun wieder in ein trübes Felgrün, welches an die Zeit erinnerte, als sie noch in Ihres Vaters Diensten stand.
Sie wandte sich ab und ging den Hang hinauf, welcher nun direkt zum Grabmal führte. Überall verteilt  fanden einzelne Kämpfe mit Dämonen statt und Sylea wusste nicht, was sie tun sollte. Umherschauend blickte sie dann gen Himmel, und sah wie ein kleines Lichtlein vor Ihr flog. Sie blinzelte mit Ihren Augen und dachte zuerst es sei ein Irwisch oder so etwas in der Art. Als sie aber feststellte um was es sich dabei wirklich handelte lächelte sie sacht. Dieser Kampf war noch nicht entschieden und so eilte sie mit letzter Kraft an diesen Dämonen vorbei, welche damit beschäftigt waren das Grabmal zu verteidigen. Sie kam unbemerkt vorbei und stand nun vor dem Eingang, indem sich wohl alles gerade entschied.
Sylea spürte dass sie nicht mehr viel Kraft hatte, und doch konnte sie nicht tatenlos hier rumsitzen und warten. Sylea zog den Ärmel ihrer Robe hoch und brannte eine Rune in Ihren Arm. Schmerzverzehrt sprach sie eine Formel, welche dazu führte die Rune zu aktivieren. Gleichzeitig holte sie die letzte verbliebene Flammenkugel über Ihren Kopf an Ihre Handfläche und hielt diese sacht fest. Das Lichtlein, welches Ihr zuerst den Weg weiste, kam ebenfalls näher und nahm seine wirkliche Gestalt an. Sylea war es nun, welche Ihr Haupt vor dem Phönix neigte. Sie zeigte Ash so, ihre tiefste Dankbarkeit und sprach wahrscheinlich ein letzes Mal zu diesem.

"Es tut mir leid, doch der Weg ist hier für mich zu Ende. Ich kann spüren, wie sich meine Kraft dem Ende neigt."

Der Phönix, welcher von einem hellen grellen Licht umwoben war, nickte leicht. Er schien Sylea zu verstehen und wusste was er zu tun hatte.

"Bitte versprich mir, sie zu finden und sie so zu schützen, wie du mich immer geschützt hast."

Dabei hielt sie die Kugel in Ihrer Handfläche, welche nun von Ihren Fingern umschlossen wurde. Sylea blickte zur Rune und sprach weiter. Die Rune leuchtete nun ebenfalls in dem selben Licht, wie der Phönix. Sie schloss Ihre Augen und dachte an die Worte von Ronand.
"Vergesst nicht, Ihr werdet geliebt."

Ihre Liebe zu Erendil und Ihre Zuneigung zu Ascas, welche nun fast ungeschützt dem ausgeliefert waren, musste nun wahre Form annehmen. Sie konzentrierte sich und sammelte all Ihre Gedanken, all Ihre Kraft und formte damit eine letzte Vison, welche sie in diese Kugel mit Hilfe dieser Rune zog.  Sylea öffnete wieder Ihre Augen, welche für einen Moment glänzten, ehe sie sich wieder trübten.

"Nimm die Kugel, und flieg soweit du kannst ins Innerste. Oben an der Spitze, wirst du denk ich fündig sein. Es ist das letzte, was ich von dir verlange, mein treuer Freund. Sie müssen gerettet werden."

Der Phönix, nahm die Kugel in sein Schnäbelchen und eilte sofort auf Syleas Befehl los.
Sie hingegen sackte nun zusammen und blieb kraftlos am Eingang des Grabmals liegen.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Do 27 Jul 2017, 00:42

Der Preis des Lichts

Erschöpft lag Sylea nun direkt vor dem Eingang da und konnte nichts machen, ausser zu warten. Wie lange sie schon da sass und auf Ihre Rune starrte wusste sie nicht. Sie spürte, so sehr sie sich auch konzentrierte sie offen zu halten, wie Ihre Augen schwer wurden und musste diese dann einfach schließen. In Ihren Gedanken war sie aber hellwach und hoffte inständig, dass Ash Ihren letzten Wunsch erfüllte. Sylea bekam nicht wirklich viel mit und zuckte aber dann doch mit Ihren Ohren, als sie merkte wer sich zu Ihr gesellte. Sie begann zu lächeln und seufzte etwas, als sie merkte wie Ihr Rücken schmerzte. Vorsichtig näherte sich Raleria und blickte erschrocken zu Sylea.

"Sylea? Geht es dir gut?"
Sylea hauchte Ralerias Namen nur und blickte seufzend zum Grabmal.
"Was ist mit Ihnen? Sind sie am Leben?"
Auch Raleria entging ein Seufzer.
"Ist ja wieder typisch. Du liegst hier halb tot und fragst nach anderen..."
"Und?", blickte Sylea hoffnungsvoll zu Ihr.
"Ich bin nur Erendil begegnet. Ihm ging es gut."
"Gut, dann....Würdest du mir bitte helfen...Ich brauche Gewissheit."
"Sylea..."

Schuldbewusst blickte Raleria zu Boden und Sylea versuchte in der Zwischenzeit von selbst aufzustehen, um dieser direkt gegenüber zu treten.
"Du bist mit Erendil bis in die Schattenlande gegangen, damit ich meine Mutter nochmal sehen konnte..Du hast meinen Vater gerettet...Das alles, obwohl ich dich mit meiner Rache in Gefahr gebracht habe..."

Langsam und etwas wackelig auf den Beinen zog Sylea dann Ralerias Kinn sanft nach oben. Etwas zögerlich schaute Raleria zu Sylea, welche ihr sanft zu lächelte.
"Nicht doch....Wie ich sehe, hatte dein Onkel Erfolg. Und nur das zählt."
"Trotzdem...es tut mir so leid. Entschuldige bitte."
"Ich...ich..dich trifft keine Schuld. Du musstest das zu dem Zeitpunkt tun und das hatte sicherlich seine Gründe. Doch du musst mir jetzt helfen bitte. Es ist wichtig."
"Was hast du denn vor?"

Skeptisch musterte Raleria Syleas bedenklichen Zustand. Sylea hingegen drehte sich mit dem Rücken zu Ihr und striff sich gleichzeitg den Ärmel Ihrer Robe, welche mehrere Schnitte und Kampfspuren aufwies, nach oben. Sie blickte wieder auf die Rune und forderte Raleria auf Ihren Rücken zu begutachten.
"Was siehst du an meinem Rücken? Zier dich nicht, du musst unter der Robe schauen....Siehst du da irgendwas besonderes ausser Narben?"
"Reichen die nicht?"
"Siehst du irgendwelche Runen? Magie oder sonst was? Bitte es ist wichtig..."
"Da ist etwas...ich glaube ein Siegel. Aber es steht offen."
"Es ist also immer noch offen?"

Sylea atmete etwas durch. Ralerias Blick schien jedoch einer unsichtbaren Linie von Ihren Rücken aus zum Grabmal zu folgen.
"Soweit ich blicken kann, ist das Siegel mit etwas verbunden, was sich oben am Grabmal befinden muss. Es ist aber zu hoch, als dass ich es selber sehen könnte."
Zufrieden nickte Sylea dann und drehte sich wieder um. Sie hielt sich an den Ketten fest, welche den Podest vor Ihr befestigten.
"Wir müssen dich zu einem Heiler bringen. Dein Manavorrat ist bedenklich knapp."
"Ich gehe nicht hier fort.....Nicht bevor ich weiss was mit ihnen ist."

Raleria seufzte und Sylea lies sich nur schwer von all dem abbringen. Immer wieder wackelte sie etwas zur Seite und versuchte immer wieder aufs Neue den Augenkontakt mit Raleria standzuhalten.
"Vielleicht kannst du mich reinschaffen und mir den Ort zeigen, wo du Erendil zuletzt gesehen hast?"
"Ich weiss nicht, ob das eine gute Idee ist. Der Aufstieg kann anstrengend sein. Und noch sind nicht alle Schlachten im Inneren geschlagen."
"Hast du eine bessere Idee?"
"Ich mache dir einen Vorschlag. Du gönnst dir noch eine kurze Rast am Meer mit etwas frischer Luft. Und dann, wenn du wieder sicher stehen kannst, bringe ich dich zu ihm. Alles andere wäre unverantwortlich gegenüber meiner zukünftigen Tante."

"Dann kann alles zu spät sein.....Was, wenn... Was wenn...", setzte sie erneut an.
Sylea blickte wieder auf Ihre Rune am Arm und kniff dann Ihre Augen zu.
"Bis du in deinem Zustand da oben bist, ist eh alles vorbei. Du hast getan, was du konntest. Das ist mehr, als die meisten anderen."

Sylea musste sich ihren Zustand nun selbst eingestehen und nickte verzweifelt gen Raleria, welche sie nun etwas stützte.
"Ich habe es nicht mehr rechtzeitig geschafft....Dieses verdammte....Licht.... Es hat mich aufgezehrt....Und doch...", sprach sie mit trüben Augen gen Raleria.
"Hab Vertrauen. Nicht nur in sie. Sondern vor allem in dich selbst und was du hier geleistet hast."
Nickend und etwas wehmütig stimmte sie dann zu, von diesem Ort sich etwas zu entfernen.
"Wir bleiben in der Nähe. Versprochen."

Raleria führte sie dann etwas Abseits zu der zerstören Brücke. Wortlos setzte sich Sylea und blickte in die Ferne. Raleria musterte Sylea eingehend und setzte sich dann ebenfalls zu Ihr und versuchte die Situation ein wenig aufzuheitern.
"Ich muss aber noch nicht Tante zu dir sagen, oder?"
"Sagt wer, dass du das je musst?"
"Ich mein ja nur. Viele Paare heiraten kurz vor der entscheidenen Schlacht, so aus der Hektik heraus, glaube ich. Hätte ja sein können, dass ihr..."

Sylea schmunzelte nun ein wenig.
"Nein, ich denke zu dem wirds wohl nicht kommen....fürs Erste."
"Was? Wieso denn nicht?"
"Nunja....Dein Onkel und ich sind da denk ich eben etwas...anders."
"Es liegt an ihm, oder? Ich kann ihn hauen, wenns hilft."
"Oder bin ich das....Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Ich weiss nur, dass ich es kaum aushalte hier zu sitzen, während er da drüben um sein Leben kämpfen muss."
"Das klingt nicht so anders, wie bei anderen Paaren, wenn du mich fragst."
"Und das von einer...jungen...Dämmerflucht."
"Das sollte dir zu denken geben, ja."

"Ich bin ehrlich gesagt erleichtert, dass es soweit gekommen ist und er seine letzte Aufgabe erfüllen hat können."
"Ich bin mir sicher, bereits morgen sind wir all diese alten Geschichten los."
"Und was gedenkst du jetzt zu tun?"


Sylea blickte sich immer wieder um, und war wirklich nur halb bei der Sache.
"Ich bin jung und habe wohl noch viel zu lernen. Sowohl über meine Kräfte, als auch über das Leben selbst."
"Das ist richtig."
"Aber so ein ausgedehnter Urlaub wäre jetzt schön. Einfach mal faul am Strand liegen."
"Nun....wenn du mich fragst ich will mal eine ganze Weile keinen Strand mehr sehen."
"Ach, nicht so einen wie hier. Ein schöner weißer Strand mit klaren blauen Wasser. Aber ich weis schon, du bist eher der Feuertyp."

Sylea nickte nur. Raleria hingegen hielt kurz inne als sie zum Grabmal blickte. Als Sylea mit Ihren Augenwinkeln zu ihr schielte musterte sie Raleria.
"Ist was?"
"Sylea...die Energie deines Siegels...sie kommt zurück, glaube ich."
"Tatsächlich...Ich dachte schon ich hätte ihn...verloren."


Sylea erhob sich mühsam und blickte gen Himmel. Sie streckte dann Ihre Arme nach oben und begann die Energie langsam aufzufangen. Raleria musterte das Siegel und erkannte wie sich dieses langsam begann zu schliessen. Sylea hielt Ihre Augen geschlossen und fühlte wie die Energie von Ash, dem Phönix in das Siegel floss. Nocheinmal versuchte sie mit wenig Kraft, jedoch erfolgreich sich zu konzentrieren. Sie starrte dabei immer wieder auf die Rune am Arm und erkannte wie diese etwas verblasste. Sylea setzte sich, als sie eine Wärme spürte, welche Ihre Seele berührte. Sie wusste nun, dass Ash erfolgreich war und dieser Kampf ein Ende gefunden hatte.

"Ich denke es ist vorbei."
"Bist du dir da sicher?"
"Man kann sich bei sowas nie sicher sein, doch ich weiss dass sie erfolgreich waren."

Erleichtert lächelte Ihr Raleria zu.
"Und doch weiss ich nicht, was nun passieren wird.....Ich hoffe dass wir unsere Lieben bald in die Arme schliessen können."
"Dann werden sie sicher bald hier sein. Ach übrigens, da ist was Magie grade auf deiner Hand erloschen, bevor dein Siegel sich geschlossen hat."
"Wo?"
"Na da, auf deiner Handfläche. Sah aus wie ein Zauber meines Onkels."
"Stimmt...das Mal...Daran hab ich gar nicht mehr gedacht."
"Noch ein Siegel...?"

Sylea überlegte kurz ehe sie Raleria eine Antwort schenkte.
"Das kann jetzt zwei Bedeutungen haben.....Ich hoffe....es ist nicht das was ich...denke."
"Erstere wäre, dass die Botschaft geschlagen wäre.... Zweitere Überlegung....nun...Dein Onkel scheint nunja....Ernste Hilfe zu brauchen. Er scheint...sehr schwach zu sein....bewusstlos....vielleicht sogar..."

Sie sprang hektisch auf und konnte gerade mal wieder keinen klaren Gedanken fassen.
"Was bedeutet es denn in Verbindung mit dem anderen Siegel?"
"Mit welchem anderen?"
"Na dem auf deinem Rücken."
"Das hat nichts mit dem auf der Handfläche zu tun. Das auf der Handfläche war mehr oder weniger eine Art Kontrolle für mich. Leuchtet es auf, dann hat die Botschaft einen Teil von Erendil wieder an sich gerissen. Erlischt es, dann denke ich ist diese eben...besiegt oder was auch immer....Vielleicht solltest du nachsehen gehen?"
"Und dich alleine lassen? Niemals!"

Sylea rollte mit Ihren Augen.
"Ich denke ich komm schon klar..."
Raleria murmelte etwas und stand dann aber auf.
"Wenn mein Onkel dich das nächste mal mit Magie vollkritzelt, dann lass dir ein Handbuch geben. Du rührst dich nicht vom Fleck!"
"Ich denke nicht, dass ich es weit schaffen würde."

Raleria ging etwas unsicher zum Grabmal und Sylea blickte Ihr nach. Sie blieb aprupt stehen und rief Sylea laut zu.
"Sylea...Sie kommen!"
"Was?"

Raleria spitzte Ihre Augen und Sylea ging etwas näher. Sie stellte sich dann neben Raleria und musste aber feststellen, dass sie nichts sehen konnte.
"Sie kommen grade raus."
"Ich seh nichts."
"Das ist eindeutig ihre Magie. Warte...da!"
"Geh nicht zu nahe. Es....es könnte eine Falle sein."
"Vertrau meinen Augen."
"Nun lauf schon..."


Raleria nickte und rannte den beiden entgegen. Sylea warf Raleria noch einen schützenden Blick zu, ehe sie merkte wie Ihre Beine nachgaben und Ihr schwarz vor Augen wurde. Die letzte Kraft war aufgebraucht und so fiel sie zu Boden.
Langsam löste sich der Lichtstab, welchen sie an Ihre Hand gebunden hatte, von Ihr, und die Rune am Arm schien nun auch gänzlich zu erlöschen. Das Licht hatte seinen Nutzen erfüllt, doch der Preis dafür war hoch.

Ein Kinderlachen schallte aus der Ferne. Es war das Lachen zweier Mädchen, welche hinter einem grossen Stein sassen und mit dem Schatten wanderten. Sie warteten darauf, dass sie jemand finden würde, der sie hätte vermissen können. Regungslos lag Sylea nun auf der zerbrochenen Brücke mit einem Lächeln im Gesicht. Ihr Körper wurde langsam kälter und aus den Wunden floss  Blut.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 30 Jul 2017, 18:44

Das Leben und die Liebe


Sylea hörte nun ein lautes Pochen, welches sie als das Pochen Ihres Herzens wahrnahm. Ihre Wunden begannen sich langsam zu schliessen und die Wärme kehrte langsam in Ihren Körper zurück, als die Tropfen der Drachenmagie durch Ihren Körper anfingen zu fliessen.
Erendil stellte die Phiole ab und wartete, während er ihr mit der Hand liebevoll durchs Haar streichelte. Sie hatte Ihre Augen noch geschlossen, jedoch kehrten langsam Bilder zu ihr zurück. Ihr Lächeln wurde breiter und ein Finger bewegte sich etwas. Als Erendil das Lächeln bemerkte tat er ihr es gleich und atmete gleichzeitig etwas durch. Er lies ihr Zeit, und nutzte die Pause zu seiner eigenen Regeneration. Sein Blick schweifte zum Meer ab. Sylea merkte wie das Leben zu Ihr zurückkehrte und spürte dass Erendil bei ihr war. Sie versuchte ihn anzuschauen, auch wenn Ihre Augen noch etwas schwer waren. Sanft hauchte sie seinen Namen und er streichelte Ihr sacht über den Kopf.



"Erendil."
"Ganz ruhig. Alles ist jetzt gut."
"Du..du hast mich zurückgeholt. Ich...ich."

Sie schloss wieder Ihre Augen und atmete die frische Luft ein.
"Mach langsam. Du hast viel Kraft verloren. Und was ich machen konnte ist bei Weitem nicht so viel, wie du für mich getan hast."
"Ich bin froh, dass du...zu mir zurückgekehrt bist."
"Ich bin auch froh. Ich geh auch nicht mehr so schnell fort. Versprochen."

Sylea nickte leicht.
"Das ist...schön."
"Ich hab dir doch eine gemeinsame Reise versprochen. Zeit, dass ich das Versprechen einlöse."
Die Drachenmagie breitete sich nun vollständig mit jedem Atemzug in Ihrem Körper aus und lies sie nun wieder Ihre Augen, welche noch etwas getrübt waren, öffnen. Sie blickte direkt in seine Augen und lies den Blick nicht abschweifen.
"Ist Ash wieder bei dir?"
"Ich dachte....ich hätte Euch verloren, Erendil. Doch fühl mal... Ich denke er ist wieder hier."
Dabei deutete sie auf Ihren Rücken, welcher frei lag und Erendil streichte mit seiner Hand sanft darüber.
"Viel hat nicht gefehlt und wir wären nicht wiedergekommen. Doch die Geschichte hat eine glückliche Wendung genommen. Ash hat viel Kraft verbraucht. Er wird sich regenerieren müssen, so wie du und ich."
"Du hast mir damals...wirklich ein wertvolles Geschenk gemacht. Nur Ihm hab ich es zu verdanken....Dass du überlebt hast. Ich hätte nicht gedacht, dass er es schaffen würde, zumal ich nicht rechtzeitig hier gewesen bin."
"Du hast ihn her gebracht. Es ist dein Verdienst. Du warst dort, wo die Welt...wo ich dich brauchte. So wie immer..."

Erendil lächelte zu Ihr und sie erwiderte dieses verlegen.
"Ja..und ich brauche dich. Nur deswegen...denke ich hat es funktioniert."
"Nur deswegen hat das alles überhaupt funktioniert. Wir beide müssen einfach zusammengehören."

Er schmunzelte und sie nickte sacht.
"Das müssen wir....wohl."
"Deswegen habe ich auch keine Angst vor der Zukunft mehr. Ich weiss einfach, dass uns gemeinsam nichts mehr passieren kann."

Sylea drehte sich leicht zu Ihm und wollte seinen Arm zu sich ziehen. Doch als sie ins Leere griff riss sie Ihre Augen auf, welche erschrocken das Bild, welches Ihr gezeigt wurde, wahrnehmen lies.
"Was ist passiert...dort oben?"
"Schon gut. Das ist ein geringer Preis für eine Zukunft mit dir."

Sie seufzte leicht.
"Das bedeutet aber wohl, dass du kochen und putzen werden musst, wenn wir ein Häuschen gefunden haben."
"Dann war es genau die richtige Rune...."
, deutete sie auf Ihren Oberarm.
"Ich studierte deine, von Draenor genauestens und fügte diese dann zu einem Ganzem zusammen um dir zu helfen. Warum ..... ", schwieg und blickte ihn dann einfach nur eine Weile an.
"Du willst ein ein Haus kaufen?"
"Natürlich. Vielleicht nicht heute und nicht morgen. Doch du, ich...unsere Zukunft braucht irgendwann eine Heimat."
Sylea lächelte leicht.
"Solange es nicht am Strand ist...soll mir alles Recht sein."
"Ich frage mich, wie viel das Grabmal kosten wird, wenn alles vorbei ist."
Erendil blickte dabei abschätzend zum Tempel rüber, während sie sich darin versuchte sich aufzurichten um neben ihm sitzen zu können. Sie stützte sich dabei am Boden ab und er half Ihr mit seinem verbliebenen Arm.
"Ein Haus....Erendil... Eine Hütte aus Holz und Mauern eventuell..Doch dies ist ... Nunja...Platz hätten wir genügend dann."
"Schon gut, schon gut. Hier müsste man ohnehin zu viel renovieren. Aber auch zu viele ungebetene Gäste...nein, wir finden was anderes."
"Und hast du schon eine Idee wo du die Suche beginnen willst?"
"Nein, dafür ist das alles noch zu frisch. Darüber mach ich mir Gedanken, wenn wir von Dalaran aus unsere Erholungsreise antreten."
"Doch bevor wir dies tun, will ich unbedingt das Ding loswerden. Wo...wo ist er?"


Sie blickte sich suchend nach Lyranders Stab um und Erendil teilte ihr dann mit, dass jemand hier war, der ebenfalls eine Verbindung zu diesem gehabt hätte.
"Vielleicht hat er ihn mitgenommen."
"Nun, auch gut. Ich bin froh, dass ich mit diesem Licht nichts mehr zu tun haben werde."
"Ich sehe den Tag kommen, an dem eines unserer Kinder Priester oder Paladin werden will."
"Niemals!"
"Sei dir da mal nicht so sicher. Unser beider Familien neigt nicht grade zu traditionellen Dingen oder dazu den Eltern nachzueifern."
"Sie sollen uns auch gar nicht nacheifern. Doch unser beider Magie....besteht nicht nur aus einfachen Zaubersprüchen Erendil. Da ist viel mehr dahinter. Also gehe ich davon aus, dass sie die Magie genau so lieben werden wie wir."
"Warten wir es ab. Die Zukunft ist steht nun völlig offen."
"Zuerst einmal muss da drinnen auch erst einmal etwas sein."

Sie griff sich auf Ihren Bauch und blickte zuerst ernst zu Ihm, ehe sie anfing zu schmunzeln.
"Das bekommst du doch hin oder?"
"Ich habe es noch nicht versucht. Doch ich bin zuversichtlich. Aber davor muss eh noch was geschehen."
"So? Was denn?"
"Ich zeigs dir."




Er stand auf und reichte Ihr die Hand, damit sie ebenfalls aufstehen konnte. Langsam erhob sie sich und blickte leicht irritiert zu Ihm.
"Streck deine Hand aus, bitte."
"Was hast du denn vor?"
"Warte ab."
, lächelte er ihr entgegen.

Er drückte seine Handfläche gegen die ihre und berührte sie mit seinen Worten zu tiefst. Sie sah ihn ernst an und lächelte schmal.
"Sylea, ich habe immer gedacht, die einzig mögliche Zukunft für diese Welt, sei der Tod.  Du jedoch hast mir eine Andere gezeigt. Du hast mich aus der tiefsten Dunkelheit geholt, egal wie grausam ich zu dir wahr. Du hast dich stehts für mich entschieden. Du bist mir immer gefolgt und hast deine Grenzen für mich überwunden."
Erendil sammelte nun das bisschen Teufelsmagie, welche er bisher regenerieren konnte in seiner Hand. Sie fühlte seine Magie und zuckte leicht, als sie diese auf seiner Hand erblickte.
"Es ist Zeit, dass ich mich nun auch voll und ganz für dich entscheide."
Er lies die Teufelsmagie frei. Ein Ring aus smaragdgrünen Licht legte sich um ihrer beider Ringfinger und sie lächelte wieder als sie darauf blickte.
"Ich schwöre, dass ich dich lieben und ehren werde. Das ich dir all das bin, was du schon lange für mich bist. Von jetzt an bis zum Ende der Zeit nenne ich dich meine Frau."
Der Ring teilte sich nun, sodass auf beider Finger ein Ring aus Metall entstand. Erendils Ring war mit einem Smaragd eingelassen und ein Rubin glänzte an Ihrem Finger. Sie ging näher und küsste in sanft auf seine Wange.
"Und das ganz ohne Priester."
"Vorausgestzt du willst, versteht sich."

"Natürlich will ich."
Sie kamen sich dann näher und genossen den Augenblick hier an diesem Ort. Ein Ort wo einst alles endete. Sylea warf dem Grabmal dann einen letzten Blick zu und verstand genau wie Erendil warum es dieser Ort sein musste.

"All unser Sein hat uns hier her geführt. Jeder Schritt unserer Beziehung war mit diesem Ort verbunden. Doch nun nicht mehr. Nun dient er als der Punkt, an dem alles beginnt, statt zu enden."
"Das hast du schön gesagt, Erendil."
"Ja, finde ich auch. Das sollte ich mir für meine Memoiren merken. Oder wenn ich unseren Kindern diese Geschichte erzähle."


Ein warmherziger Blick folgte und beide stellten dann aber sehr schnell fest, dass sie nicht mehr länger hier verweilen können. Ihre Liebe hatte sie für einen Moment die Schmerzen und die Kraftlosigkeit vergessen lassen, doch erholt schienen beide noch lange nicht zu sein. Deshalb beschlossen sie, so schnell wie es ging, zurück nach Dalaran zu reisen.


Zuletzt von Sylea am Mo 31 Jul 2017, 02:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am So 30 Jul 2017, 22:35

Mittlerweile war die Nacht über Dalaran herangebrochen. Es war dunkel in dem Zimmer, welches diese Heilerin für Erendil und Sylea ausgesucht hatte. Beide lagen im Bett und schauten sich noch eine Weile an, ehe Erendils Augen schwer wurden. Sylea lächelte, wie so oft, als sie ihm beim Schlafen zusah. Diese Nacht war jedoch etwas Besonderes für sie gewesen. Es war die erste Nacht für sie als Sylea Dämmerflucht, und deshalb konnte sie vermutlich nicht schlafen. Sie blickte auf  Ihre linke Hand und schnipste mit den Fingern ihrer anderen Hand leicht, sodass ein dumpfes Licht erschien. In dem Licht drehte sie den Ring hin und her und begutachtete den Facettenschliff des Rubins. Ein Lächeln erfüllte Ihr Gesicht und sie wusste in diesem Moment einfach nur, dass alles wofür sie je gekämpft hatte nun erste Form angenommen hatte. Wenn es auch nur dieser Ring war, so bedeutete es für sie alles und es war der Beginn einer neuen Zeit. Das woran sie glaubte, hatte sich in diesen einen wunderbaren Moment erfüllt. Niemals hatte sie Zweifel an Erendil, auch wenn dieser meinte, dass er sie manchmal schlecht behandelt hätte. Dies musste so sein, denn genau das machte sie zusammen aus. Sie hörte seinen Atem und drehte sich zu Ihm. Sanft hauchte sie ihm diesmal einen Kuss auf seine Stirn und flüsterte: "Du wirst es nicht bereuen, mich zu deiner Frau gemacht zu haben."

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Ascas am Mi 02 Aug 2017, 21:31

Ein besonderer Augenblick

Leise schwabbte das Wasser um die Plattform herum. Im Osten dämmerte es langsam. Ein erstes fahles Licht kündigte das Erscheinen der Sonne über Suramar an. Erendil richtete sich auf. Er hatte zwanghaft versucht zu schlafen, doch kaum Erfolg gehabt. Seine Gedanken waren lange aufgedreht gewesen und sein Körper durchzog dieses neue Gefühl. Befreit und doch erschöpft. Er blickte neben sich ins Bett und betrachtete Sylea. Ob sie sich auch so fühlte? Ob sie auch danach mit dem Schlaf kämpfte, wissend, dass der Körper ihn brauchte, Herz und Kopf jedoch nach mehr verlangte? Er wollte diese Frage jetzt nicht beantwortet wissen, bedeutete es doch, sie vielleicht aus dem verdienten Schlaf zu reißen.
Vorsichtig und behutsam stand Erendil auf. Er nahm seine Robe und streifte sie sich grob über als Schutz vor der kühlen morgendlichen Brise, die hier oberhalb der Stadt wehte. Er nahm die leichte Decke und zog sie höher über Syleas Körper. Sie hatte zwar gezeigt, dass sie ein inneres Feuer besaß, doch das half wohl nicht bei Verkühlungen. Dann schritt der Blutelf hinüber zur Mauer und ließ seinen Blick auf das leicht erleuchtete Suramar fallen, welches man hier vom Anwesen komplett überblicken konnte. Ein stärker werdendes Morgenrot kündigte langsam den neuen Tag an und auch die Fragen in seinem Kopf änderten sich. Während die Frage nach dem Erfolg und die Faszination für diese, für sie beide neue Art ihrer Liebe mit der Dunkelheit nach Westen zog, brachte das Licht aus dem Osten die Frage, was eigentlich genau geschehen war und was sie beide davon mit in die Zukunft tragen konnten und sollten.
Der Abend der Anreise war begleitet gewesen von dem Gefühl Erwartungen erfüllen zu müssen. Doch wie so oft hatte Sylea ihm dieses durch eine unbeschwerte Art genommen. Doch als deutlich klar war, dass sie beide es wollten, mischte sich die Angst dabei. Zu versagen? Natürlich, doch war da noch die andere Angst. Die Angst vor dem Unbekannten und davor Selbstkontrolle aufzugeben. Sylea hingegen lebte den Augenblick. Was folgte war wie eine neue Art von Magie. Ein Zauber von dem man schon immer wusste, dass er existierte und feste Vorstellung hat, doch wenn man ihn das erste Mal selber anwendet, er doch in so vielen Dingen anders ist, als erwartet aber trotzdem einem den Atem raubt.
Die ersten Sonnenstrahlen berührten die Spitze der Nachtfestung, welche darauf hin begann zu schimmern. Und nun? Wie oft praktizierte man sowas? Wie lange dauerte es, bis es Früchte trug? Eigentlich waren es banale Fragen, deren Antworten er kannte. Doch wurden sie nun durch eigene Erfahrung und Gefühle angefacht. Ja, dies alles war seltsam. Wie eine neue Welt, die man aus der Ferne kannte und nun das erste Mal selber betreten hatte. Doch irgendwie schien das Seltsame in diesem Fall überhaupt nicht negativ und er freute sich drauf, mehr seltsame Dinge mit seiner Frau zu erleben. Denn ihre Zukunft hatte grade erst begonnen.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Sylea am Mi 02 Aug 2017, 21:39

Ein besonderer Augenblick

Es war eine sternenklare Nacht, welche über Suramar heranbrach. Sylea tat kein Auge zu, denn sie wollte diesen Moment so lange es ging festhalten. Sie streichelte noch lange über Erendils Haut, welche sie genau so wie er, noch niemals zuvor so intensiv wahrnahm. Ein völlig neues Gefühl breitete sich in Ihr aus, als er sie in diesen einen Augenblick ansah, und zu ihr sagte, wie schön sie für ihn sei. Dieser Blick von Ihm traf genau dorthin, wo einst diese Zuneignung zu Ihm entstand und lies Sylea von Herzen, aber doch leicht verlegen lächeln. Sie merkte aber auch gleichzeitig, wie sehr sie ihn in diesen Moment begehrte.
All die Jahre musste sie solche Momente unterdrücken, denn zu Ihren damaligen Leben passte diese Schwäche nicht. Es war Ihre Einzigste, jedoch wertvollste zugleich, und hätte sie dieser nachgegeben, dann wären sie vermutlich beide nicht hier an diesen besonderen Ort.
In dieser besonderen Nacht passierte nun genau das, woran Sylea all die Jahre festhielt. All die Ängste und Sorgen verblassten in diesen Moment. Ein Moment der Blicke, welcher nur Ihnen beiden galt. Beide verstanden es diesen richtig zu deuten und die Stille und die Magie dieses Moments erhob sich über Ihnen am Sternenzelt.



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Als Sylea merkte, wie Erendil sie zudeckte blinzelte sie mit Ihren Augen und öffnete diese langsam. Sie beobachtete ihn still, wie er sich seine Robe über streifte und stellte nun ebenfalls fest, wie schön er für sie war. Leicht verlegen blickte sie ihm nach, als er sich der Mauer näherte, um seine Gedanken zu sortieren. Seine Haltung und sein Blick über die Weite Suramars veratete ihn, und sie lies Erendil Zeit für sich selbst. Ob Erendil wusste welche Gedanken sie hatte?
Sie schrieb diese nieder auf ein Pergament und legte die Rolle sanft auf seinen Polster.

"Angelegt am Ufer der Geborgenheit. Verankert wie die Wurzeln eines Baumes. Festhaltend, ruhend auf den Wogen des Wassers. Leicht tragend, geduldig wie die See. Immer wiegend.... So wie du, bin ich auch angekommen."

Nach einer Weile stand sie auf und hüllte Ihren Körper in die leichte Decke, welche sie sich überschlug. Mit leisen Schritten näherte sie sich dann der Mauer und blickte etwas Abseits stehend ebenfalls in die Richtung, welche Erendil blickte. Sie holte tief Luft und schloss Ihre Augen. Der Wind durchwehte Ihr Haar und sie fühlte diese kühle Brise auf Ihrer Haut.



Ihre Magie hatte nun den Höhepunkt erreicht und lies Sylea nun völlig anders wirken. Sie fühlte sich seit langem so richtig befreit und war offen für ein Leben, ohne ständig auf der Flucht zu sein. Sie war offen für ein Leben ohne Zwänge und Vorurteile. Sie war offen für ein Leben, indem Familie wieder Bedeutung annahm. Sie war offen für ein Leben als Sylea Dämmerflucht.

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

Beitrag  Ascas am Mo 02 Okt 2017, 10:04

Erendil packte langsam seine Sachen zusammen. Als er fertig war, ließ er noch einmal seinen Blick über das Anwesen schweifen. Nach den unendlichen Hürden und Schwierigkeiten der letzten Zeit hatten Sylea und er hier ihre wohlverdiente Ruhe gefunden. Sie hatten besondere Augenblicke in Zweisamkeit erlebt und waren als Paar gereift. Doch so schön die Zeit hier in Suramar auch gewesen war, so sehr wussten sie beide auch, dass die Welt nicht stillstand. Sie würden sich bald schon wieder den Herausforderungen des Lebens stellen müssen. Doch so wie sie hier die schönen Seiten gemeinsam durchlebt hatten, so würden sie auch den kommenden schwierigen Zeiten gemeinsam begegnen. Der Kampf um das kürzlich am Himmel erschienene Argus entzog sich ihren momentanen Kräften. Zu viel hatten sie geben müssen in diesem Krieg, als dass sie dort mitwirken konnten. Und ob sie zumindest den unmittelbaren Gefahren danach sich stellen konnten, war unklar. Was sie nun brauchten war Zeit. Zeit um aus dem alten Leben und dem neu entstandenen Leben das beste sich zunehmen und verschmelzen zu lassen.
Erendils Blick erfasste Sylea und er lächelte sanft. Er hatte in diesem Kampf viel seiner Kraft eingebüßt und doch so viel gewonnen, sein Herz. Er war nicht mehr nur der Denker und Planer. Er war nun ein Wesen mit echten Gefühlen und Bedürfnissen. Dies alles schien ihm viel mehr wert, als die Macht, die er eins besaß. Er schulterte die Tasche und schritt langsam zu Sylea. Er reichte ihr die Hand. Die Welt würde noch etwas auf sie beide verzichten müssen. Doch sie würden wiederkehren und das mit völlig neuen Kräften und einer Einheit, die nicht mehr zu brechen sein würde...

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Re: Auszüge von Erendil und Sylea - Ein Band geschaffen aus dem "Bösen"

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