Das Tagebuch von Antalis Neumond

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Das Tagebuch von Antalis Neumond

Beitrag  Antalis am Mo 02 Sep 2013, 12:02

Hier einige ooc Infos, was Antalis während meiner Abwesenheit von WoW so alles getrieben hat. Natürlich sind diese Infos nur für die Spieler, da dieses Tagebuch  nicht einfach irgendwo in der Gegend herum liegt, sondern sie es meist bei sich trägt. Die angesprochenen Artefakte sind schon mit Ascás abgeklärt und betreffen auch weitgehend nur ihn, aber sollten Fragen dazu sein, kann ich gerne Infos weitergeben.


Antalis 2. Tagebuch

Tempel des weißen Tigers, 10ter Tag des dritten Monats

Welcher Fluch liegt nur auf mir? Nicht mal der Tod ist mir gegönnt. Schon die Umstände meines Todes sind mir völlig unerklärlich. Das letzte woran ich mich erinnere, war der Besuch der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts. Danach ist alles weg. Was ist nur passiert? Wie konnte ich so plötzlich sterben? War es ein Unfall, oder bin ich jemandem in die Falle gelaufen? Kam Nepogor mir zuvor, oder sollte es Palanthiel gelungen sein, seine Drohung wahr zu machen und mich im Zweikampf zu töten? Auch das Studium alter Zeitungen hat mich nicht weiter gebracht. Kein Wort von meinem Tod. Ich bin wohl schneller in Vergessenheit geraten, als ich dachte.
Dann die ewige Dunkelheit, aus der es kein Entfliehen gab. Nur die ständigen Einflüsterungen C´thuns, doch ohne die frühere Beeinflussung. Immer nur seine Stimme, die jedoch keine Wirkung mehr auf mich hatte.
Und jetzt das: Ausgerechnet A´dal, mein geistiger Führer, hat in seiner unendlichen Weisheit beschlossen, mich ins Leben zurück zu holen. Wobei ich natürlich nicht sicher bin, was seine Absichten dabei sind. Will er wirklich, dass ich meine Aufgabe zu Ende bringe, oder will er nur Magrid, die mich wohl zu ihm brachte, unter seine Kontrolle bringen. Was musste sie ihm geben, damit er mich zurück brachte? Und warum wollte ausgerechnet sie mich zurück?
Dann meine Aufgabe: Ich soll den Boten zerstören. Wieso ich? Habe ich nicht schon genug für Silbermond getan, als ich die Stadt vor C´thun bewahrte? Gibt es wirklich niemanden, der diese Aufgabe erledigen kann? Wozu braucht man da eine einfache Blutritterin? Ich muss mich wohl mal näher mit dem Phänomen Bote auseinander setzen. Wenn ich Magrid richtig verstanden habe ist es nämlich gar nicht eine bestimmte Person, sondern eine Entität, die lediglich eine Person benutzt. Also würde es mir nichts nutzen, den Boten zu töten, dann käme lediglich ein Neuer, der seinen Platz einnehmen würde. Ich muss also erst das Wesen des Boten studieren um zu erfahren, gegen wen oder was ich vorgehen muss. Doch wo soll ich anfangen? Wer kann mir bei meiner Suche helfen und wer wird versuchen, mich auf eine falsche Spur zu lenken? Ich muss Leute finden, die den Boten schon bekämpft haben, um zu erfahren, was sie dabei in Erfahrung bringen konnten. Magrid muss ich nochmal befragen, vielleicht den alten Shaturgal, falls er überhaupt mit mir redet und natürlich den, der einmal der Bote war, auch wenn Magrid sagt, er könne sich an nichts erinnern, was er damals angestellt hat. Dann muss ich den Spuren des Boten folgen….Nochmal in den Nethersturm und wo er sich sonst länger aufhielt. Ehemalige Verbündete des Boten kann ich womöglich auch aufspüren und vielleicht ein paar aktuelle, die man „anders“ befragen kann. Und in meinem Orden nachfragen, lohnt das überhaupt? Gibt es die Blutritter überhaupt noch, so wie sie einst waren, oder sind inzwischen alle so verkommen wie Bruder Gilian und Bruder Palanthiel? Bin ich überhaupt noch Blutritterin, oder wurde ich längst aus den Annalen des Ordens getilgt?
Lanae und Sonja darf ich nicht vergessen. Womöglich können mir meine ehemalige Schülerinnen noch Informationen liefern, auch wenn ich nicht weiß, wie das Haus N´hir nach meinem Ausscheiden noch zu mir steht.
Doch zunächst werde ich mich hier im Tempel noch weiter von den Mönchen in Sachen Chi und Sha ausbilden lassen. Auch wenn es nur ein anderer Aspekt von Licht und Schatten ist, so ist die Herangehensweise der Pandaren an die Thematik doch mehr als interessant und kann mir womöglich bei meiner Aufgabe behilflich sein. Leider habe nicht die Zeit, all ihre Geheimnisse zu ergründen, aber ich werde lernen, was immer möglich ist, um für meinen Auftrag gewappnet zu sein. Ich werde A´dal bei meiner letzten Aufgabe nicht enttäuschen…


Tempel des weißen Tigers, 18ter Tag des dritten Monats

Das Leben im Kloster tut mir gut. Trotz harten Trainings und viel Unterricht durch die Mönche fühle ich mich entspannt, wie seit Jahren nicht mehr. Ich weiß jedoch, dass diese Ruhe trügerisch ist und ich mich bald meiner Aufgabe widmen muss. Meinen letzten Dienst für A´dal werde ich ausführen, egal, was ich dafür alles auf mich nehmen muss. Doch diesmal werde ich es anders machen, als bei meinem letzten Versuch. Ich muss erst viel mehr über diesen Boten erfahren, bevor ich mich ihm stelle. Was treibt ihn an und für wen ist er der Bote? Ist der Name vielleicht nur zur Verwirrung gedacht und er handelt völlig selbstständig? Und wenn er einen Herren hat, kann ich über ihn an den Boten herankommen? Wer sind diese Dämonen, die er in sich trägt? Sind sie für sein Verhalten verantwortlich? Wenn ja, kann ich sie bekämpfen, vielleicht sogar, ohne die Person des Boten töten zu müssen?
Und wenn ich so weit bin, werde ich ihn finden und stellen können? Wird meine Macht ausreichen, ihn zu besiegen? So viele Fragen und ich habe noch keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Warum nur muss ich diese Prüfung bestehen, um endlich Frieden zu finden?
Ich bin noch immer ratlos, wo ich mit meiner Suche beginnen soll. Wer wird mir helfen können und wer mich verraten? Das Netzwerk dieses Renegaten ist einfach zu groß, um sich sicher zu sein, dass man wirklich die Informationen bekommt, die man braucht. Ich werde also extrem vorsichtig sein müssen, um ihm nicht in eine Falle zu gehen. Es ist fast, als sei ich die Verräterin, die sich verstecken muss. Es ist so elend. Wie schön wäre es, wenn wenigstens der Orden mir noch Sicherheit bieten könnte, aber mein Rückhalt dort ist schon lange am Schwinden und das nur, weil niemand meinen Worten Glauben schenken wollte, dabei hatte ich doch in allen Punkten recht. Und die anderen Streiter, die einst gegen den Boten zogen sind auch nicht besser. Niemand von ihnen hatte die Gefahr verstanden, in der sie schwebten. Sie alle glaubten, wenn sie dem Boten ein paar seiner Mitstreiter töten, sei der Kampf gewonnen. Aber das ist ja wohl ein Irrtum, sonst wäre ich jetzt nicht wieder hier und müsste beenden, was ich damals begann.


Tempel des weißen Tigers, 26ter Tag des dritten Monats

Die Zeit des Wartens ist vorbei. So gerne ich noch hier bleiben würde, wird es Zeit für mich, endlich aufzubrechen und mich meiner Aufgabe zu stellen. Ich werde die Ruhe und den Frieden hier im Tempel vermissen, die ich gerne für den Rest meines Lebens genießen würde, doch A´dal hat mir anderes zugedacht. Bin ich ihm dankbar dafür, dass er mich wieder zurück holte? Ich weiß es noch nicht. Was wird meine Belohnung sein, wenn ich meine Aufgabe erfolgreich beendet habe und was die Strafe, wenn ich versage? Wie schon so oft ist meine Zukunft nicht vorhersehbar und ich bin gezwungen, mich meinem Schicksal zu ergeben. Doch hier im Tempel habe ich gelernt, dieses anzunehmen, was auch immer kommen mag.
Ich habe ausreichend trainiert und meditiert, um meine früheren Kräfte wieder zu erlangen. Körperlich und mental bin ich mehr als bereit, aufzubrechen. Lediglich der Friede hier hielt mich davon ab, das von mir geforderte in Angriff zu nehmen.
Jetzt heißt es erst mal, die vor mir liegende Aufgabe so gut wie möglich zu erledigen. Noch immer bin ich nicht ganz sicher, wo ich damit beginnen soll. Wer wird mir helfen können, Informationen zu sammeln? Es gibt so vieles, das ich in Erfahrung bringen muss. Die Mönche hier haben mir von großen Veränderungen innerhalb der Horde berichtet, doch das war alles sehr vage.  Zunächst mal gilt es wohl, Freund von Feind zu trennen, um eine verlässliche Informationsquelle zu haben, danach kann ich dann weiterarbeiten, um A´dals Wunsch zu erfüllen. Es ist bedauerlich, dass ich die Verbindung zum Haus N´hir lösen musste, sonst hätte ich Aeowyn oder Lanae direkt fragen können, so muss ich jemand anderen vertrauenswürdigen finden. Doch wen? Magrid? Lieber nicht, sie ist immerhin eine Hexe, wenn auch scheinbar eine geläuterte. Tenebra? Vielleicht, sie dient immerhin wie ich dem Licht und sie war bei meiner Wiederkehr dabei. Womöglich sollte ich aber auch mit der Komtess anfangen. Zwar kenne ich sie kaum, doch was ich von ihr weiß, macht sie zu einem möglichen Ansprechpartner. Und natürlich Shaturgal, falls ich an Rholana vorbeikomme, denn in ihr habe ich wohl auch eine Feindin fürs Leben.
Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich mir viele Feinde gemacht, obwohl ich immer nur versucht habe, meine Pflicht gegenüber dem Orden und damit Silbermond zu erfüllen. Doch waren meine Methoden wohl zu gewagt, um von den anderen verstanden zu werden, selbst wenn sie erfolgreich waren.


Tempel des weißen Tigers, 27ter Tag des dritten Monats

Wie immer kam es anders als gedacht. Gerade wollte ich aufbrechen, als Magrid ins Kloster kam, um mit mir zu reden. Wie es aussieht, ist viel geschehen, in der Zeit, die mir fehlt und einiges davon macht meine Aufgabe schwieriger. Gerade meine wichtigsten Ansprechpartner sind tot. Die Komtess starb wohl an den Folgen von Lithanos Exorzismus und Shaturgals Tod scheint ein Rätsel zu sein. Jetzt wird es deutlich schwieriger, die Informationen zu beschaffen, die ich benötige. Magrid scheint nicht viel über den Boten zu wissen und ist weitgehend auf Mutmaßungen angewiesen. Zwar hat sie einige Vermutungen, die ich auch schon hörte, doch ihre Schlussfolgerungen scheinen mir nicht schlüssig, Der Bote soll von C´thun gesteuert werden? Eher nicht, zumindest wenn ich bedenke, was ich durch meinen Kontakt mit ihm erfuhr. Es sind noch so viele Fragen, über die ich Gewissheit erlangen muss, bevor ich losschlagen kann.
Dann hat sie mir noch vom Widerstand berichtet. Es gibt also immer noch andere, die versuchen, den Boten und jetzt auch Garrosh zu bekämpfen. Ich bin also nicht alleine, doch weiß ich nicht, in wie weit sie mir von Nutzen sein werden. Wie Magrid erzählt ist es wie damals vor den Toren Silbermonds…Zu viele Anführer und niemand, der ihnen folgen will. Ich hoffe, die Hexe erwartet nicht, dass ich diesen Haufen auf den rechten Weg führen werde, denn dafür habe ich wohl keine Zeit. Ich werde benutzen, wen ich benötige und ansonsten hoffen, dass sie mir nicht allzu sehr in meine Pläne reinpfuschen. Zwar bedaure ich Tenebra, die wohl versucht, diese Egomanen zu Einen, aber damit muss sie ohne meine Hilfe fertig werden. Bisher scheint auch noch kein nennenswerter Erfolg von dieser Gruppe aus zu gehen, sonst hätte Magrid das sicher erwähnt. Stattdessen scheint sie stolz auf die Plakataktion zu sein. Wenn das alles ist, was diese Helden zustande bringen, so muss der Bote nicht um sein Leben fürchten. Auch die Tatsache, dass Magrid mir von Spionen innerhalb des Widerstands berichtet hat, macht mir diese Versammlung nicht angenehmer. Ich möchte nicht, dass der Bote von meinen Fortschritten erfährt. Es reicht, wenn er weiß, dass ich wieder da bin, um ihm das Leben zur Hölle zu machen. Dennoch werde ich wohl oder übel mit den Mitgliedern des Widerstands reden müssen, in der Hoffnung, die Spreu vom Weizen zu trennen und mögliche Mitstreiter für mein Vorhaben zu gewinnen. Ich bin gespannt, wen ich alles dort antreffen werde und vor allem, wie mein Empfang sein wird, denn es sind sicher einige, die nicht erfreut über mein Erscheinen sein werden.
Auf Magrids Wunsch werde ich noch einige Tage im Kloster verweilen. So kann ich noch ein wenig die Ruhe und den Frieden hier genießen und mein weiteres Vorgehen den neuen Informationen anpassen.


Tempel des weißen Tigers, 2ter Tag des vierten Monats

Magrids Wünsche hin oder her, ich habe das Kloster mit dem Segen der Mönche verlassen. Sie wissen um meine Aufgabe und haben alles in ihrer Macht stehende getan, mich auf diese Prüfung vorzubereiten, denn auch sie sehen eine Gefahr im Boten und seinen Zielen. Sie wollen für mich beten und hoffen, dass ich danach die Erlösung finde, die ich brauche, um endgültig gehen zu können. Es ist wahrlich ein seltsames Volk, diese Pandaren. Ihr Glaube ist so fremdartig und doch in vielen Aspekten dem meinen so ähnlich.
Es ist eine seltsame Vorstellung zu wissen, wann das eigene Leben endet. Wenn auch nicht den genauen Tag, so doch das Ereignis, dass zu meinem Tod führen wird. Unbeantwortet bleibt jedoch die Frage nach dem Wie. Weiß A´dal schon, wie mein Leben endet? Wird er es mir nehmen, oder der Bote? Vielleicht kommt es auch ganz anders. So gerne ich wüsste, was auf mich zukommt, so muss ich mich wohl doch dem Schicksal ergeben. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen würde mich nur bei meiner Mission behindern, zumal ich es eh nicht ändern kann. Doch zumindest kann ich jetzt noch meine Angelegenheiten regeln, auch wenn es nicht viele sind. Ich werde Lady Liadrin von meiner Pflicht gegenüber A´dal berichten und mich dafür von anderen Diensten des Ordens freistellen lassen. Danach möchte ich mich gerne von Aeowyn verabschieden, falls sie noch mit mir redet, oder ihr Gemahl es zulässt, dass ich mit ihr sprechen kann. Sie war wohl das, was einer Freundin am nächsten kommt und hat es verdient zu erfahren, was mit mir geschehen wird, zumindest soweit ich es erklären kann.
Ich bedaure jedoch, dass ich meine letzte Pflicht gegenüber dem Haus N´hir nicht mehr erfüllen kann und den Hexer Nepogor und seine Sklaven vernichten kann, doch das steht nicht mehr in meiner Macht, würde es mich doch nur von meiner wahren Pflicht abhalten. Doch wenn ich Magrids Worten Glauben schenken darf, und ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, dann hat sich jemand anderes diese Aufgabe auf ihre Fahne geschrieben, denn auch die verderbten Bewohner Unterstadts haben einen Ehrenkodex, wie es scheint. Allerdings weiß ich nicht, warum diese Dunkelläuferin glaubt, meine Pflicht übernehmen zu müssen, denn sie schuldet mir nichts. Doch es muss ja einen Grund geben, warum sie den Dolch der Hochelfen an sich genommen hat.
Morgen oder übermorgen werde ich hoffentlich das Ordenshaus in Silbermond erreichen, damit ich mich mit etwas Gold eindecken kann und mir wieder ein Pferd zur Verfügung steht, vielleicht sogar ein Drache, um schneller reisen zu können. Nicht dass ich mich beschweren will, laufen zu müssen, doch habe ich so viele Wege vor mir, dass es zu viel Zeit kostet und meine Aufgabe so unnötig verzögern würde.


Silbermond, 21ter Tag des vierten Monats

Langsam aber sicher komme ich in meinen Nachforschungen weiter. Immerhin bin ich jetzt sicher, wem der Bote dient und was sein vorläufiges Ziel ist. Wie weit mir das helfen kann, weiß ich aber noch nicht zu beurteilen. Immerhin haben mir schon zwei Quellen, diese Angaben bestätigt. Dennoch muss ich vorsichtig sein, wessen Aussagen ich vertrauen kann. Der Bote hatte schon immer viele und gute Spione, die mich womöglich mit Fehlinformationen in die Irre leiten wollen. Ich muss also alle Informationen doppelt und dreifach prüfen, bevor ich ihnen vertrauen kann. Das hält zwar auf, aber es ist besser, als in eine Falle zu tappen.
Immerhin reift in mir ein Plan, der so gefährlich ist, dass jeder Fehler absolut tödlich ist und somit meine Aufgabe zum Scheitern verurteilt. Auch wenn die Idee noch sehr vage ist und ich für lange Zeit absolut vertrauenswürdige Helfer benötige (die ich nicht habe), verdient es diese Idee, weiter bedacht zu werden. Und früher oder später wird dieser Plan auf jeden Fall zu meiner Vernichtung führen, aber auch zu der des Boten, wenn alles gut geht.
Allerdings weiß ich nicht, ob A´dal an so etwas gedacht hat, als er mir diese Bürde übertrug, daher werde ich auch andere Optionen bedenken müssen und alle Möglichkeiten gegeneinander abwägen, denn noch immer bin ich mir uneins, was A´dals Auftrag wirklich zu bedeuten hat.
Jetzt werde ich mich wohl mal diesem „Widerstand“ widmen müssen, von dem Magrid immerzu redet. Mal sehen, wer sich dort so alles einfindet und wer davon bereit ist, mich auf meinem Weg zu begleiten.
Warum nur ist das meine Aufgabe, ich wollte doch immer nur dem Orden dienen und keine Heldin werden.


Beutebucht, 27ter Tag des vierten Monats

Seltsam, wie das Schicksal so spielt. Zwar kam ich nach Beutebucht, um an Informationen zu kommen, doch wer hätte erwartet, dass ich ausgerechnet jemanden finde, der behauptet, das Grab von Sargeras gefunden zu haben. Zugegeben, der Goblin war schon sturztrunken, als ich die Taverne betrat, dennoch ließ mich einiges an seiner Erzählung aufhorchen. Wenn er mich wirklich dort hinbringen kann, erhalte ich womöglich Informationen, die für meine Aufgabe von unschätzbarem Wert sein können. Mal sehen, ob ich ihn morgen nüchtern antreffe und ob er dann bei seiner Geschichte bleibt.


Beutebucht, 28ter Tag des vierten Monats

Nüchtern war wohl zu viel verlangt, doch immerhin konnte er heute seine Geschichte von gestern ohne zu lallen bestätigen. Gegen einen gewissen Obolus ist er bereit, mich dort hin zu bringen. Morgen schon soll die Reise losgehen, ich werde mich also noch mit ein paar Vorräten eindecken müssen, da ich diesem Piraten nicht zutraue, anständigen Proviant mitzunehmen.


Beutebucht, 29ter Tag des vierten Monats

Wir sind auf See. Der Kahn des Goblins ist ein wahrer Seelenverkäufer, in den ich nicht allzu viel Vertrauen habe. Seine Mannschaft ist auch nicht besser. Außer dem „Kapitän“ ist noch ein Taure mit an Bord, dessen Fell völlig verfilzt ist und der außer einem Lendenschurz keinen Wert auf Kleidung zu legen scheint und eine Menschenfrau, die aber auch keinen Wert auf ihr Äußeres zu legen scheint. Ihre Kleidung starrt vor Schmutz und hat mehr Flicken als eine Patchwork Decke. Wenn ich mir die drei so ansehe, bin ich nicht sicher, ob ich auf diesem Schiff werde ruhig schlafen können. Für den Ernstfall hätte ich gerne einen Begleiter gehabt, um wenigstens während des Schlafs eine Wache zu haben, doch es wird auch so gehen müssen.
Zum Glück spielt das Wetter mit. Die See ist ziemlich ruhig und der Wind stetig, so dass wir gute Fahrt machen. Der Kapitän meinte, dass wir bei diesen Bedingungen das Ziel in zehn bis zwölf Tagen erreichen. Ich hoffe nur, ich finde dort, wonach ich suche.


Auf See, 8ter Tag des fünften Monats

Das Wetter will wohl doch nicht mitspielen. Seit zwei Tagen hängen wir in einer Flaute. Kein Lüftchen regt sich und das Meer ist spiegelglatt. Die Zeit scheint still zu stehen. Die Sonne brennt unbarmherzig und ich weiß nicht, ob die Wasservorräte ausreichen, wenn das hier noch lange so weiter geht, zumal die Brühe eh schon beginnt, brackig zu schmecken. Die Mannschaft ist schon weitgehend auf Rum umgestiegen und wird zunehmend reizbarer. Ich muss mich arg zusammenreißen, sie nicht über Bord zu werfen, doch meine Aufgabe ist wichtiger als meine Animositäten.
Ich habe mein Schwert schon zum x-ten Mal geschliffen, was mir jedes Mal kritische Blicke der anderen einbringt, doch hält es sie zumindest auf Abstand. Den Rest des Tages verbringe ich meist mit Meditation. Das hilft, meine Erwartungen im Zaum zu halten, denn ich habe keine Ahnung, was mich am Ziel meiner Reise erwartet und ob es mich meinem Ziel näher bringt. Vielleicht ist diese ganze Reise eine reine Zeitverschwendung und spielt dem Boten nur in die Hände, doch womöglich bekomme ich hier alles in die Hände, um ihn auszuschalten. Doch selbst, wenn es mir gelingt, was wird dann aus mir? Ich kann nicht ewig an seiner Statt weitermachen. Ich werde also noch jemanden finden müssen, der diese Aufgabe ausfüllen kann. Doch drüber werde ich mir erst Gedanken machen, wenn der Bote nicht mehr da ist.


Auf See, 14ter Tag des fünften Monats

Ich kann kaum schreiben, denn nach einer Woche Flaute ist das Wetter fast nahtlos in einen schweren Sturm umgeschlagen. Die meiste Zeit müssen wir alle Wasser lenzen, um das Schiff am Sinken zu hindern. Ein Teil der Vorräte ist über Bord gegangen und ich weiß nicht, ob die Reste für die Rückreise reichen.


Auf See, 18ter Tag des fünften Monats

Der Sturm hat etwas nachgelassen und der Kapitän wollte tatsächlich sofort umkehren. Ich war gezwungen Gewalt anzuwenden, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen und die Reise doch noch fortzusetzen. So kurz vor dem Ziel wollte ich nicht aufgeben. Wir werden wohl mit kleineren Rationen auskommen müssen, es sei denn, der Taure überlebt doch nicht. Eigentlich wollte ich ihn nicht so schwer verletzen, doch der Schwertkampf auf einem schwankenden Deck bei Sturm stellt einen vor besondere Herausforderungen. Ich werde das wohl noch trainieren müssen, denn ein besserer Kämpfer als dieser stinkende Taure hätte mich womöglich in Bedrängnis bringen können. Sollte der Taure nicht überleben, haben wir zumindest für einige Tage Fleisch zur Verfügung und unser Überleben ist gesichert.
Die Stimmung an Bord ist jetzt allerdings etwas angespannt, doch der Goblin hat eingesehen, dass meine Aufgabe mir wichtig genug ist, um sie unter allen Umständen zu Ende zu führen. Ich hoffe, er sieht jetzt von weiteren Attacken ab.


Auf See, 21ter Tag des fünften Monats

Wir haben das Ziel erreicht! Ich habe zwar keine Ahnung, wie unser Kapitän das mitten auf dem Meer feststellen kann, aber ich hoffe, er weiß, was er tut. Doch kann er ohne weiteres Recht haben, denn selbst hier an der Wasseroberfläche kann ich die dunklen Energien spüren, die von diesem verfluchten Ort ausgehen. Es wird jedoch bald dunkel, so dass wir erst Morgen zu der Grabstätte hinab tauchen können. Ich bin gespannt, was mich dort erwarten wird. Werde ich finden, wonach ich suche, um meinem Ziel näher zu kommen? Wird mir das Grab Antworten auf meine Fragen geben, oder wurde es von Illidan so zerstört, dass es mir nicht weiter helfen wird?
Sicherheitshalber werde ich den Goblin zwingen, mich auf dem Weg nach unten zu begleiten, sonst verschwindet dieser Pirat einfach und lässt mich auf dem offenen Meer zurück.
Doch jetzt werde ich mich auf Morgen vorbereiten. Ich werde meditieren und meine Kräfte sammeln, um den Gefahren unter Wasser trotzen zu können. Möge das Licht mich auf dem Weg ins Dunkel schützen.


Auf See, 22ter Tag des fünften Monats

Wieder oben. Es war der Horror….doch womöglich erfolgreich. Kurz vor Erreichen des Grabmals begannen die Angriffe der Dämonen. Ich hatte zwar damit gerechnet, aber nicht mit einer solchen Übermacht. Außerdem ist das Kämpfen unter Wasser deutlich anstrengender. Dennoch gelang es mir, die Horden zurück zu drängen und zu den Ruinen vorzudringen. Viel ist nicht mehr am Grund des Meeres zu sehen, dennoch gelang es mir einige Artefakte zu bergen, die möglicherweise von Interesse sind.
Der Kapitän hat den Tauchgang nicht überlebt und der Taure ist auch verschieden, während wir Unterwasser waren. Ich hoffe, dieses Menschenweib weiß, wie sie uns wieder in einen sicheren Hafen bringt. Ich muss jetzt erst ausruhen, die dunklen Mächte haben mir doch stark zugesetzt. Danach werde ich die Fundstücke untersuchen, soweit das hier auf See möglich ist.


Auf See, 28ter Tag des fünften Monats

Ich glaube nicht, dass dieses Weib weiß, was sie hier an Bord tun soll. Mir scheint, wir irren ziellos über das Meer, ohne uns irgendeinem Ziel zu nähern. Das wäre bei diesem Wetter ja nicht schlimm, aber ich habe Ziele, außerdem werden die Vorräte knapp. Den Taurenkadaver mussten wir schon über Bord werfen, weil die Verwesung zu schnell voran schritt. Somit bot er nur für zwei Tage Nahrung und wir sind wieder auf Schiffszwieback und Pökelfleisch angewiesen, aber auch das reicht streng rationiert nur noch drei Tage, dann bleiben uns nur noch zwei Fässer Rum. Es ist zum Verzweifeln.
Auch die genaue Untersuchung der Artefakte muss noch warten, zu groß scheint mir die Gefahr, mich hier an Bord mit den dunklen Energien auseinander zu setzen, die von ihnen ausgehen. Trotz meiner unbändigen Neugier mache ich das lieber in einer sicheren Umgebung. Meine Aufgabe zu wichtig, um sie durch übereiltes Handeln zu gefährden.

Auf See, 4ter Tag des sechsten Monats

Dieses elende Weib ist nur am Jammern. Hätte ich gewusst, wie nutzlos sie ist, hätte ich sie längst über Bord geworfen, um die Vorräte zu schonen, doch jetzt ist es zu spät. Zum Glück gibt es Angelschnur und Haken an Bord. Vielleicht gelingt es mir damit, für ein gelegentliches Mahl zu sorgen. Außerdem habe ich die Navigation jetzt selbst übernommen. Ich hoffe, dass, wenn ich weitgehend nach Osten segle, wir irgendwann wieder auf Land stoßen.


Auf See, 10ter Tag des sechsten Monats?

Hunger und Durst machen uns allmählich arg zu schaffen. Die Frau liegt nur noch apathisch an Deck. Hin und wieder flöße ich ihr etwas Rum ein, doch das Meiste erbricht sie sofort wieder. Sie wird wohl nicht mehr lange durchhalten.
Land ist noch immer nicht in Sicht.


Zwei oder drei Tage später

Wir sind an Land. Ein Sturm hat uns an irgendeine Küste geworfen, doch es ist schon zu dunkel, um mich noch umzusehen. Ich habe das Schiff notdürftig an einen Baum gebunden, damit es uns nicht davon treibt. Morgen werde ich nachschauen, wohin es uns verschlagen hat.


Der nächste Tag

Wir sind auf einer Insel gestrandet, irgendwo in den unendlichen Weiten des Meeres. Aber wir haben Glück im Unglück. Die Insel bietet ausreichend Nahrung und hat eine Quelle mit frischem Wasser. Die Menschenfrau beginnt sich zu erholen, doch starrt sie mich permanent hasserfüllt an, als ob es meine Schuld wäre, dass wir hier festsitzen, denn das Schiff wurde bei der Landung irreparabel beschädigt. Ich habe alle verwertbaren Gegenstände geborgen, bevor es ganz auseinander bricht und möglicherweise nützliche Gegenstände im Meer versinken.


10 Tage auf der Insel

Dieses Menschenweib bringt mich noch um den Verstand. Immer ist sie am Jammern und macht mir Vorwürfe, dabei hat sie noch nichts geleistet, außer gelegentlich Feuerholz zu besorgen. Ich habe derweil einen provisorischen Unterschlupf gebaut und begonnen, ein Floß zu bauen, damit ich endlich von dieser Insel weg komme und mich wieder A´dals Aufgabe widmen kann.
Auch wenn das bedeutet, dass ich wohl gezwungen bin, bedingt mit dem Widerstand zusammen zu arbeiten. Das wird eine heikle Angelegenheit, fürchte ich, denn sicher werden sie mir kein allzu herzliches Willkommen bereiten, zumal ich schon wieder einen Alleingang gemacht habe und das auch weiterhin so halten werde. Dennoch bin ich auf ihre Hilfe angewiesen und vielleicht gelingt es mir, sie für meine Zwecke zu benutzen. Der ein oder andere wird mir sicher bei meinen Fundstücken helfen können. Andere sollten meine Pläne für diesen Boten voran treiben.


28 Tage auf der Insel

Auf dem Weg Nahrung zu besorgen und die Insel weiter zu erkunden bin ich auf eine Kultstätte getroffen, die wahrscheinlich trollischen Ursprungs ist. Wie es scheint, haben hier noch vor kurzen blutige Rituale stattgefunden, denn auf dem Altar ist deutlich geronnenes Blut zu sehen. Bedeutet das, dass die Insel womöglich bewohnt ist, oder kommen die Trolle nur gelegentlich her, um ihre seltsamen Rituale zu feiern? Ich werde die Insel wohl genauer untersuchen müssen, um mir Klarheit zu verschaffen. Falls sie übers Meer kommen, gelingt es mir vielleicht, eines ihrer Boote in meinen Besitz zu bringen, denn meinem langsam entstehenden Floß vertraue ich nicht allzu sehr, zu gering sind meine Erfahrungen mit der Seefahrt. Dennoch werde ich mich weiter damit abmühen, denn selbst wenn sie kommen, weiß ich immer noch nicht wann.


Wieder auf See

Die Trolle kamen tatsächlich mit zwei Booten über das Meer. Sie waren zu siebt und hatten zwei gefangene Orks der Kor´Kron bei sich. Es scheint also, als hätten sich inzwischen zumindest einige Troll Stämme gegen Garrosh gestellt, wenn sie es wagen, Kämpfer seiner Eliteeinheit zu opfern. Das Ritual war lang und blutig. Die beiden Orks mussten Stunden leiden, doch eingreifen wollte ich auch nicht, sondern habe abgewartet, bis die Trolle sich erschöpft zur Ruhe begaben. Dann erst habe ich meinen Angriff gestartet. Das Überraschungsmoment bescherte den Trollen drei Tote, bevor es zu ernster Gegenwehr kam, dann wurde die Lage jedoch dramatisch für mich. Trolle sind nun mal keine ungefährlichen Gegner und ich musste den Sieg mit viel Blut erkaufen. Wenn ich jetzt an mir herunter schaue, bedaure ich, dass ich mich während meiner Ausbildung nicht mehr um Heilzauber gekümmert habe. Zwar konnte ich die Blutungen weitgehend stoppen, doch anständige Wundversorgung sieht anders aus. Ich hoffe nur, die Wunden werden nicht brandig.
Dennoch sind wir so schnell wie möglich aufgebrochen, denn ich kann mir keine weiteren Verzögerungen leisten.


Tage später

Eine Wunde hat sich entzündet und ich habe keine Möglichkeit hier an Bord, etwas dagegen zu tun. Ich merke, dass ich wohl auch Fieber habe. Hoffentlich erreichen wir bald Land und eine Siedlung, wo ich an Heilmittel komme. Wenn nicht, werde ich dieses Abenteuer wohl nicht überleben….und bei meiner wichtigsten Mission versagen.


Südliches Schlingendorntal 19ter Tag des siebten Monats

Keine Ahnung, wie ich hier her kam, aber ich bin wohl schon einige Wochen hier. Ich bin den Piraten südlich von Beutebucht in die Hände gefallen. Zumindest haben sie alles getan, mich am Leben zu erhalten und meine Wunden versorgt. Ich werde schnellstmöglich von hier verschwinden müssen, doch erst muss ich wieder zu Kräften kommen müssen und meine Ausrüstung und die geborgenen Artefakte zurück erlangen. Ich werde also unauffällig trainieren und sehen, welche Fluchtmöglichkeiten es gibt.


Auf dem Weg nach Silbermond 2ter Tag des neunten Monats

Ich muss mir unbedingt angewöhnen, die Zahl meiner Gegner zu reduzieren. Meine Flucht wäre beinahe schon wieder gescheitert, weil ich zu ungeduldig war und es mit mehr Piraten zu tun bekam, als gut für mich war. Zum Glück sind die Verletzungen diesmal nur oberflächlich, dennoch behindern sie mich mehr als mir lieb ist. Außerdem verzögern sie schon wieder meine Bemühungen, dem Boten das Handwerk zu legen. Doch jetzt wird mich nichts mehr aufhalten, denn ich konnte die Artefakte zurück erlangen und werde sie nutzen, um den Boten von seinem Posten zu entheben.

Antalis

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