Auszüge aus Tenebras Tagebuch

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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Mo 09 März 2015, 09:06

Ich sehne mich nach dem Frühling. Wenn die ersten Knospen aufspringen und das Land voller Leben pulsieren lassen.

Viele Knospen haben sich in den letzten Tagen aufgetan. Endlich sind alle Elfen in der Feste und ich bin froh sie wieder um mich zu wissen. Die einen mehr die anderen weniger.

Manche von ihnen suchen immer noch ihren Platz in der Gemeinschaft und ich weiss nicht so recht ob ich Ihnen dabei eine große Hilfe sein kann. Sielassiel hat einen Hang dazu sich selbst Leiden zu zu fügen. Anstatt ihre Wunden heilen zu lassen, straft sie sich selbst für ihre Fehler. Sie fühlt sich einsam hier...sehnt sich nach Geborgenheit und Wärme und diese Taten scheinen ein stummer Schrei nach Hilfe zu sein. Ion hat sich ihrer angenommen...er ist einfühlsam und ein Mann kann ihr in diesem Fall mehr Geborgenheit schenken als ich es jemals könnte.

Lady Dalia ist eingetroffen. Auch sie hat ihren Platz in unseren Reihen noch nicht gefunden. Wer weiß vielleicht will sie es auch nicht. Sie setzt sich nicht zu uns, und lehnt die meisten Angebote freundschaftlicher Natur ab. Sie ist sicher nicht hier um Freunde zu finden. Nein, sie hat andere Ziele im Auge und sie kämpft mit unfairen Mitteln. Diese Erfahrung dürfte ich schon nach wenigen Stunden machen. Allerdings sind es ihre Spielchen und nicht die meinen. Sicher ich war zornig...bin es manchmal sogar immer noch, aber ich habe Vertrauen. Und ich weiß dass es Dinge gibt die ihr auf ewig fremd bleiben. Am Ende des Tages wird sie sich einfügen oder hier nicht weit kommen. Ich werde ihr freundlich gegenüber stehen und sie sonst in Ruhe lassen. Sie wird den Weg zu mir finden müssen, wenn sie es denn möchte.

Ley ist immer noch heißblütig. Sie streitet sich wegen Kleinigkeiten und erschwert somit allen anderen ein friedliches Miteinander. Erst letztens stritt sie sich mit Sielassiel wegen einer Nichtigkeit. Sie ist jung und hitzköpfig und weiss oftmals nicht, dass sie mit solch unbedachten Handlungen mehr Schaden anrichtet als, dass sie nutzen. Sie wird es lernen. Auch wenn ich keinen Bezug zu ihr finde, werden es andere tun. Die Gruppe beginnt sich gegenseitig Halt zu schenken.

Ja selbst Leni versucht Halt zu geben. Sie sorgt sich um Valentinez und mich und ich bin überrascht. Auch wenn sie die Dinge nicht ganz so sieht wie sie sind, zeigt sie doch Interesse an dem was geschieht und beobachtet die Dinge. Vielleicht hat sie Recht und ich kümmere mich zu wenig um Valentinez. Doch er scheint zufrieden.

Sicher Valentinez hat es nicht leicht. Er hat eine Gruppe zu führen die sehr unterschiedlich ist. Die Konflikte in sich birgt und in der die meisten freiwillig hier sind. Nur wenige von ihnen kennen den Krieg oder die Strukturen des Krieges. Oftmals gehen die Dinge langsamer voran als geplant...aber er kann das. Er ist stark und beweist jedes Mal aufs Neue wie wichtig er für uns alle ist...sie alle folgen ihm auch wenn sie manchmal mit seinen Entscheidungen und Ideen nicht einher gehen. Er ist stark in vielerlei Hinsicht. Eine starke Führungsperson und stark in seinem Willen. Er wird diese Stärke brauchen um sich gegen manche in unseren Reihen zu behaupten, dich ich vertraue darauf und weiss dass er in der Lage dazu ist. Solang er selbst den Glauben in sich nicht verliert, wird er auch diese Hürde mit Bravour meistern.

Die Orks scheinen die Spannungen in unseren Reihen zu spüren. Nerzosh und auch Nihashir haben recht offen mit mir darüber gesprochen. Sie sehen beide die Probleme die es gibt und beide wollen auf ihre Art helfen. Nerzosh auf seine pragmatische Art und Nihashir als Freundin. Sie weiß gar nicht wie wichtig sie mir geworden ist in den letzten Monaten. Sie ist eine Freundin und vielleicht die einzige mit der ich offen über die Dinge sprechen kann die mich belasten. Sie scheint ein Gespür für die passenden Fragen zu haben und auch wenn ich ihr nicht alles erzähle was mich besorgt...so ist sie im Geiste eng mit mir verbunden. Sie ist eine stolze und starke Frau die doch ein Herz besitzt. Im Gegensatz zu den anderen Orks hat sie ihres jedoch geöffnet und zeigt zumindest denen denen sie vertraut ihre Verletzlichkeit. Es gibt nur wenige Orks die das Wesen der Elfen verstehen...sie ist zweifelsohne eine davon.

Ich habe überlegt einen Kräutergarten anzulegen. Der Frost und die Kälte machen es jedoch unmöglich. Vielleicht findet sich ein Weg die Lava zu nutzen um den Pflanzen Wärme zu schenken. Ich habe einige Kräuter und Minze in meinem Saatvorrat und vielleicht gelingt es mir so ein Stück Frühling in unsere Reihen zu bringen.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Mi 11 März 2015, 18:41

Während ich hier tatenlos herum sitze, sehe ich wie manche sich in Arbeit ertränken. Gibt es keine Aufgaben für mich oder bin ich nicht nützlich genug für das was bevorsteht?

Valentinez will mich schonen und das verstehe ich und in der derzeitigen Situation kann ich ihn kaum mit dieser Frage belästigen. Also Suche ich mir selbst meine Aufgaben - sicher sie sind nicht wichtig oder entscheidend für das was hier geschieht. Aber es ist immerhin besser als nichts zu tun. Also werde ich einen Geschichtenabend vorbereiten und einen Kräutergarten anlegen. Ob mich diese Aufgaben auf Dauer erfüllen können? Sicher nicht aber was soll ich sonst tun? Ich kann nicht nur Teekochen und abwarten. Ich kann auch nicht ständig Lächeln und hoffen dass sie sich mit mir zusammen ans Feuer setzen und reden.

Und während ich hier versauere, ertrinkt er in Arbeit. Ihn belastet Viel und man merkt wie sehr er an dieser Situation zu kämpfen hat. Er fürchtet den Kontrollverlust und ich kann nichts tun außer ihm zuhören und Mut zusprechen. Von den Problemen innerhalb der Gruppe ganz zu schweigen. Sie beginnen ihre Konflikte offen und vor Allen aus zu tragen. Selbst die Orks sprechen uns schon darauf an. Sie sind nicht blind und sehen was geschieht. Aber auch hier kann ich nichts tun...auch hier ist es nicht meine Aufgabe. Er will es allein schaffen und ich kann nur hoffen dass er zumindest mit mir spricht.

Aber was ist meine Aufgabe? Ich habe nichts zu tun...also tue ich das was ich am besten kann. Mich in Geduld üben, Lächeln und abwarten. Vielleicht tut es ganz gut wenn ich heute nach Wor'gol aufbreche um etwas Vorräte zu beschaffen. Wieder nichts von Bedeutung aber immerhin etwas nützliches für Alle.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Di 17 März 2015, 16:44

Endlich geht es vorwärts. Trotz der ganzen Probleme innerhalb der Gruppe haben wir jetzt endlich einen Weg gefunden weiter zu machen und den Weg nach Gorgrond für alle wieder frei zu machen.

Die Frostwölfe und die Sturmwölfe werden gemeinsam mit uns agieren. Die Frostwölfe werden derzeit von den Donnerfürsten sehr stark in Zaum gehalten und wir haben uns bereit erklärt die Feste Grom'gar auszuspähen und die von dort immer wiederkehrende Gefahr zu beseitigen. Langsam gewöhne ich mich an diese Schlachtenplanungen auch wenn ich immer noch wenig dazu zu sagen habe, lerne ich dazu.

Valentinez hat mich gebeten die Aufgabe eines Zeugwarts zu übernehmen. Nun bei weitem nicht gerade meine liebste Aufgabe, aber wenn es hilft nach Hause zu kommen soll es mir recht sein und ich kümmere mich auch darum. Vael wird mir bei den Vorbereitungen helfen, allerdings werde ich noch jemanden benötigen der mir alles über Rüstungen und Waffen erzählt und ich habe wenig Zeit das zu lernen. Vielleicht kann ich Khardas fragen oder Leni. Valentinez meinte er könne mir die Waffen ebenfalls erklären aber er hat so schon genug zu tun.

Ich mache mir Sorgen um Ion. Sein Dämon wird stärker und hat nun auch noch Interesse an einer Person aus unseren Reihen. Ich musste ihn in seine Schranken weisen und weiss jetzt schon dass ich sicher einen hohen Preis für diese Härte zu zahlen habe. Ion hat seit diesem Vorfall nicht mehr wirklich mit mir gesprochen. Er ist zurückhaltender und noch mehr in sich gekehrt. Und mir gefällt das ganz und gar nicht ihn allein mit dem Jungen gehen zu lassen. Ich weiß der Junge kann sich wehren aber auf Dauer ist es keine Lösung die beiden von der Gruppe zu trennen nur damit wir sicher sein können.

Andererseits ist es auch ganz gut, wenn Ion und der Junge wieder aufbrechen und die Gegend weiter erkunden. Sie haben auf einem Floß einen Weg nach Gorgrond gefunden. Für eine Gruppe unserer Größe ist dieser Weg nicht befahrbar aber sie können immerhin schon einen Weg durch diesen Landstrich suchen. Dadurch dass die anderen Truppen ihre Wege nicht nennen wollten, müssen wir uns allein durchschlagen. Wie sie die giftigen Sporen umgangen sind wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass wir auf deren Hilfe nicht vertrauen brauchen. Sie haben von Anfang an immer einen eigenen Weg geplant und ich finde es bedauerlich dass sie diesen auch in einem fremden Land weiter aufrecht erhalten. Wie sehr man doch die Verbundenheit zu seinem eigenen Volk verlieren kann, wenn man Heim möchte. Aber heimkommen um jeden Preis? Nein...

Sicher gewisse Wege kann man sicher gehen die ich sonst nie gegangen wäre. Wir haben entschieden auch die Nethermanten mehr in die Planung des Portals einzubeziehen. Wir haben gute Ideen und hoffen dass Malyrius und Dalia einen Plan ausarbeiten mit dem wir weiter machen können. Die Grundidee steht und darauf werden die beiden sicher aufbauen. Ob Sie Sielassiel hin zu ziehen weiss ich nicht. In den letzten Wochen war sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt als dass sie in der Lage war etwas zur Planung des Portals beizutragen. Aber gestern überraschte sie mich kurz indem sie einen fertigen Heizkristall erschaffen hatte. Wenn sie in den nächsten Tagen weitere schafft, können wir mit der Reise beginnen. Ich hoffe sie übergibt die Kristalle schnellstens an mich damit ich sie unseren Vorräten zuführen kann. Es wäre sinnvoll einige Kristalle als Ersatz mit zu nehmen. Sie sind klein und könnten recht schnell verloren gehen.

Sielassiel möchte mit mir in den nächsten Tagen ein vertrauliches Gespräch führen und ich kann mir schon denken was der Inhalt dieses Gespräches sein wird. Ich habe eigentlich keine Zeit mich auch noch um diese Angelegenheit zu kümmern aber ich habe es versprochen und werde es einhalten, egal was ich von dieser ganzen Sache halte.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Fr 20 März 2015, 00:08

Ich habe gestern eine Lichtmesse abgehalten und obwohl viele bei unserem Treffen begeistert schienen, war bis auf Sielassiel, Celaidien und Valentinez niemand dort. Sie hielten es wohl nicht einmal für notwenig Bescheid zu geben. Vielleicht hätte ich die Messe dann ja verschieben können.

Gut dass eine Dalia und ihr neuer Begleiter nicht kommen war zu erwarten. Schließlich ist diese Frau sicher alles andere als lichtgläubig. Ion und der Junge sind bereits vorher auf ihre Mission aufgebrochen und Leni war ebenfalls unterwegs.

Aber was ist mit dem Rest? Wo waren die Anderen. Valentinez wollte mich sicher nur beruhigen als er sagte sie sind sicher in ihren Vorbereitungen vertieft. Vielleicht bilde ich mir das ja nur ein aber vielleicht wollten sie auch einfach keine Messe hören. Vielleicht ist ihnen der Glaube in dieser Welt egal geworden. Man kann den Glauben hier in dieser verschneiten Einöde schon schnell verlieren. Man fühlt sich teilweise auch vom Licht verlassen...aber ich hatte so gehofft sie würden verstehen dass unser Glaube und und das Hoffen auf eine Rückkehr das einzige sind was uns hier noch zusammen hält. Ich habe mich wohl geirrt.

Damit muss ich nun zurecht kommen. Largakh hat uns 2 Zelte überlassen eine wundervolle und freundliche Geste für die ich mich gern persönlich bei ihm bedankt hätte. Aber wir brauchen weitere Zelte. Die Frostwölfe haben uns Leder überlassen jetzt gilt es dieses zusammen zu nähen. Die Nadeln dringen nur schwer durch das feste material und ich merke wie viel Kraft ich brauche um hindurch zu stoßen. Sielassiel hat mir Ihre Hilfe angeboten. Vielleicht kann ich Miavi auch noch überzeugen. Sonst werde ich wohl jeden Abend blutige Finger haben die geheilt werden müssen. Was soll es? Ich will endlich heim oder zumindest fort von hier.

Dieser ewige Schnee und das Eis machen mich reizbar. Die dauernde Kälte zerrt an meinen Nerven und die Tatsache, dass ich hier nirgends das Gefühl habe zu Hause zu sein, tut ihr Übriges hinzu. Valentinez bemüht sich sehr darum mir Halt zu schenken aber er hat auch noch weitere Kämpfer unter sich die seiner ebenfalls bedürfen. Ich werde nicht so vermessen sein und ihm jegliche Zeit rauben die ihm nicht bleibt und die er auch braucht um all dies selbst zu bewältigen. Sein unermüdlicher Optimismus und seine gute Laune halten die Truppen hier aufrecht. Ich sollte ihn dabei unterstützen anstatt herum zu jammern und genau das werde ich tun. Ihm zur Seite stehen...egal was noch kommen mag er braucht genau wie ich diese Momente in denen er Ruhe finden kann. Und diese werde ich ihm schenken so oft es geht.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Di 07 Apr 2015, 14:15

Wir sind alle wohlbehalten zurück in einem Posten der Frostwölfe. Ich habe die letzte Zeit kein Tagebuch geschrieben. Irgendwie fehlte mir auch die Muße dazu mich damit zu beschäftigen.

Wir waren erfolgreich sehr sogar...die Donnerfürsten sind besiegt und die Frostwölfe rüsten sich um den Pass nach Gorgrond frei zu machen. Wir kommen der Heimat endlich näher. Zumindest die nächsten Schritte können gewagt werden. Und es wird gut werden...langsam wissen selbst die die den Krieg nicht kennen wie sie sich zu verhalten haben. Sie vollbringen Großes und wachsen immer mehr über sich hinaus.

Sicher es gibt immer noch hin und wieder Reitereien und gewisse Probleme bleiben im Raum stehen. Probleme für die Valentinez eine Lösung sucht. Es ist sicher nicht leicht für ihn all diese Entscheidungen zu treffen und noch schwerer ist es für ihn sicher einen Teil dieser Entscheidungen als Geheimnis zu bewahren.

Es mag naiv von mir gewesen sein zu erwarten er würde zumindest mir sein vollstes Vertrauen schenken. Wie schön diese Worte doch immer aus seinem Mund klangen und wie gern ich Ihnen geglaubt habe. ...Ich habe mich geirrt...stattdessen redet er mit Sielassiel ob sie ganz, teilweise oder gar nicht eingeweiht ist macht hier für mich keinen Unterschied. Er macht was er will und erwartet mein Stillschweigen, wenn ich durch Zufall oder Willkür anderer doch davon erfahre.

Sicher ich bin geübt darin, darüber zu schweigen wenn man mir misstraut, wenn man meint meine Antwort zu kennen und deshalb seine Entscheidungen lieber selbst trifft. Da scheint er Anderen doch ähnlicher zu sein als er es wahrhaben will.

Wie sehr er mich damit verletzt hat, weiß er nicht. Und wer weiß ob ich es ihm überhaupt sagen werde. Geheimnisse scheinen für ihn ja kein Problem darzustellen...zumindest wenn es darum geht sie vor mir zu haben. Lieber weiht er andere teilweise ein oder bittet sie um Hilfe aus Angst ich könnte Dinge zu ihm sagen die ihm nicht gefallen...aus Angst ich würde meine eigenen Interessen über den Erfolg unserer Rückkehr stellen. Wie wenig er mich doch kennt...

Er hat den ganzen Rückweg nicht mit mir gesprochen und in diesem Fall halte ich es für klüger es ihm gleich zu tun. Ich werde schweigen...bis er bereit ist zu reden und ich werde nachdenken... zu schreiben nützt mir jetzt gerade wenig.

Ach ja...Andorella scheint einen Weg gefunden zu haben Kontakt zu mir aufzunehmen auch wenn das Ergebnis ein Haufen Staub war arbeitet sie wohl an einer Lösung...
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Di 14 Apr 2015, 08:53

Es wird Zeit. Zeit weiterzuziehen und endlich den Pass nach Gorgrond zu nehmen. Wir frischen unsere Vorräte auf und ich habe wieder begonnen den Frostwölfen beim Kürschnern zu helfen. Ich lerne viel von Ihnen und auch sie scheinen hin und wieder auch von mir zu lernen.

Hin und wieder schnappe ich auch Worte zu einzelnen Waffen auf. Leider konnte ich Khardas bisher noch nicht fragen ob er mir hilft. Er ist die meiste Zeit unsichtbar. Das muss wohl eine besondere Fähigkeit von ihm sein. Und ich nehme es ihm nicht einmal übel. Ich denke er ist einfach nicht gern unter anderen und wenn er sich zeigen will, wird er es tun. Er liebt seine Freiheit und ist da wenn Valentinez ihn braucht und das ist das wichtigste.

Ich glaube ich war zu hart mit Valentinez. Er hat in den letzten Tagen unter der Situation sehr gelitten. Mir selbst ging es auch nicht gut damit...nur habe ich einfach keinen anderen Ausweg gefunden. Er muss sich furchtbar gefühlt haben. Und es tut mir sehr leid, dass er so leiden musste. Doch zeigt es ihm vielleicht auch wie es ist zu leiden. Er sagt schnell unbedachte Worte, will damit niemanden verletzen und tut es oftmals ohne es zu bemerken. Ich habe ihm verziehen denn es gibt andere Dinge die uns immer verbinden werden...Dinge die über einen einfachen Streit hinaus gehen und die es wert sind dafür zu kämpfen.

Er ist sich dessen bewusst geworden und vermutlich bemüht er sich deshalb so sehr um mich. Ständig bringt er mir alles was ich möchte, trägt mich auf Händen und sorgt sich um mich. Es wird mir fast schon zuviel doch noch kann ich es ihm nicht verübeln. Das alles ist für ihn genau so neu wie für mich. Solang er es nicht übertreibt, werde ich es hinnehmen auch wenn er manchmal ein wenig über die Stränge schlägt.

Ion und Sielassiel spielen mit dem Feuer und ich bin mir nicht so sicher ob sie sich der Gefahr bewusst ist der sie sich aussetzt. Ion wird ihr sicher dabei behilflich sein zu verstehen. Doch ihre Fragen zeigen dass sie wenig mit ihm darüber spricht, sie zeigen auch wie unaufmerksam sie eigentlich ist. Ich frage mich ob es wirklich Ion ist den sie will oder das was in ihm ist. Es geht mich eigentlich auch nichts an...aber wenn sie diesen Fehler begeht und dem Dämon zu viel Macht schenkt, wird sie die Konsequenzen tragen müssen. Meine Warnung war vielleicht nicht ausführlich genug aber ich hoffe sie hat Ion darauf angesprochen bevor sie eine Dummheit machte. Ihm geht es besser zumindest scheint es so weil ER Ruhe gibt und ich bin sicher er gibt nur Ruhe, weil er hatte was er wollte. Die Dummheit kann sie also durchaus schon begangen haben...nein ich will besser nicht schreiben was ich davon halte. Sind solche Gedanken erst einmal niedergeschrieben, werden sie immer da sein. Egal was ich davon halte es ist nicht mein Leben und sie müssen ihren Weg allein gehen. Egal wie schwer es mir fällt mit ansehen zu müssen wo er enden könnte.

Ich widme mich lieber meinem Leben und meinem Glück. Eine Aufgabe die ich all die Jahre vernachlässigt habe, die mir aber gerade jetzt umso wichtiger erscheint. Denn hier in dieser Welt gibt es niemanden der offen oder ehrlich ist. Niemandem hier kann man wirklich vertrauen...und so werden sie auch nicht erfahren was ich wirklich denke. Nur ganz wenige werden noch den Zugang zu mir finden...denn der Rest handelt meistens aus Eigennutz.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Mi 06 Mai 2015, 10:04

Schuld und Sühne

Gern würde ich verstehen was in ihnen vorging, als sie entschieden haben ohne uns diesen Weg zu gehen.

Es wäre etwas anderes wenn es nur mich und ihn getroffen hätte, aber es traf so viele andere. Andere die Familie und Freunde haben, die nichts mit alledem zu tun haben und die so viel mehr verdient hätten als DAS.

Ich versuche zu verstehen und finde doch keine Lösung. Meine Schuld...sie ist es die aus sonst so guten Personen jemanden gemacht hat der sein Volk im Stich lässt. Wie kann man nur so... Ich finde keine treffenden Worte...egoistisch, stur, dumm...sie alle würden passen aber nicht einmal im Ansatz beschreiben was man ihnen allen angetan hat.

Von ihm ganz zu schweigen. Ging es nur darum ihn und mich leiden zu sehen? Das wäre anders gegangen nicht um diesen Preis. Nicht so...

Ich allein trage die Schuld...und ich weiss nicht wie ich das je für sie alle wieder gut machen kann. Vermutlich niemals...eine Last die ich zu tragen habe die selbst Gebete nicht erleichtern können. Ich muss noch härter arbeiten...Ihnen all das geben was sie jetzt brauchen und hoffen dass zumindest sie mir eines Tages verzeihen können. Ich selbst werde lernen müssen mit dieser Schuld zu leben...denn ändern kann und will ich es selbst jetzt nicht.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Di 12 Mai 2015, 13:26

Perlen auf einer Schnur

Die erste Nacht ohne ihn...vielleicht eine von vielen oder die erste eines ganzen Lebens. Es ist seltsam Abschied zu nehmen...vor allem dann wenn die Zeit wie im Fluge vorbei geht und man nur einen winzigen Moment hat an dem man Aufwiedersehen sagen kann. Niemals allein...immer die Haltung wahren...etwas das zu tun einem schwer fällt und doch tut man es. Allein um den Abschied nicht noch schwerer zu machen...duldsam warten bis man an der Reihe ist und all den anderen den Vortritt zu lassen, bis man selbst diesen einen letzten Moment hat, kurz und doch so...intensiv?

Schon seltsam wie an den Tage zuvor die gemeinsamen Momente durch den Geist ziehen. Wie Perlen auf einer Kette, ziehen sie sich durch unser Leben...manche sind alt und abgenutzt und andere neuer. Aber jede Perle ist etwas Besonderes, steht für einen Moment der so einzigartig und wunderbar war, dass er selbst morgen noch in unserem Geist verweilt.

Manchmal erschien mir Alles wie ein Abschied für immer doch daran will ich nicht glauben. Mein Herz weigert sich die Hoffnung zu verlieren und mein Geist wehrt sich dagegen trübsinnig zu sein.

Weitermachen. Vorwärts gehen und auf seine Rückkehr warten. Ihn mit Stolz erfüllen wenn er wieder da ist...das ist es was ich tun werde. Lächeln und Weitermachen...
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

Beitrag  Wayara am Di 19 Mai 2015, 11:15

Grenzen überschreiten

Irgendwann kommt der Punkt im Leben an dem du entscheiden musst was du willst und an dem du gezwungen bist über deinen Schatten zu springen. Manche Sprünge sind niedriger andere höher. Aber jeder Sprung hat seinen Preis. Wieviele Preise bin ich noch bereit zu zahlen, wieviele Opfer kann ich noch bringen bevor ich mich selbst verloren habe. Es gibt Dinge für die es das alles wert ist, für die man mehr gibt als nur sein Leben, für die man seine Seele opfern würde. Und es gibt die Dinge die es nicht wert sind und doch steht man auf und gibt, um am Ende des Tages nur nicht sagen zu müssen man hätte es nicht versucht.

Kämpfen - etwas das man sein Leben lang tut um am Ende siegreich daraus hervor zu gehen.
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Re: Auszüge aus Tenebras Tagebuch

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