Gedanken einer Druidin

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Gedanken einer Druidin

Beitrag  Noro am So 26 Jun 2011, 03:32

Prolog:

Ein Jahr nach dem Tod meiner ganzen Familie tat ich zwei Dinge.
Ich besucht das Grab meiner Tochter . Dann zog ich in den Krieg.
Der Grabbesuch war das weniger dramatische dieser beiden Ereignisse.
Ledona und mein Mann liegt auf dem "Friedhof" im jetzigem Feleras, eine knappe Meile von
meinem Geburtsort entfernt indem ich einen kleinen Teil meines Lebens verbracht habe.
Ledona auf dem Friedhof zu begraben war schwieriger, als es vielleicht hätte sein sollen.
Keiner aus der Familie hatte damit gerechnet, eine Bestattung zu benötigen, sodass wir
keine Vorkehrungen getroffen hatten. Es kann ziemlich beschämend sein, mit einem
Druidenverwalter darüber zu diskutieren zu müssen, dass die eigene Tochter keine
„Reservierung“ für ihr Begräbnis gemacht hatte. Schließlich hat ein bisschen
Grausamkeit, die komischerweise immer hilft, den Druiden doch in Bewegung gesetzt
und meiner Tochter eine Grabstelle besorgt. Es hat seine Vorteile, eine traurige und „böse“
Druidenwitwe zu sein.

Also das Grab. Einfach und schlicht, mit einer kleinen Tafel statt einem überheblich Baum.
Der krasse Gegensatz zu Nophira Schimmerglanz, die genau neben Ledona liegt. Ihr eher
übergroßer Baum ist mit einem sentimentalen Zitat von Konias verziert, in dem es um Tod und Jugend und dem ganzen Schwachsinn geht. Typisch Nophira. Ledona hätte sich darüber amüsiert, wenn sie wüsste, dass sie mit ihrem großen dramtischen Baum direkt neben ihr parkt. Ihr ganzes Leben lang hat Nophira in einem eifrigen Wettstreit mit Sedona gelegen. Wenn Sedona mit einer Schwertübung schneller fertig war,schnappte sich Nophira mindenstens zwei Schwerter und
versuchte in stiller Wut es noch schneller zu lernen. Ledona hatte versucht, das Problem zu lösen, indem sie vorsorglich ein paar Fehler gemacht hat. Doch es war immer schwer zu sagen, ob die Sache für Nophira dadurch besser wurde.
Ich vermute, Nophira´s Grab ist so etwas wie das letze Wort in der Angelegenheit, ein Abschluss, der sich nicht mehr übertreffen lässt, weil Ledona ja schon tot war. Anderseits
errinere ich mich nicht, dass irgendwer jemals Nophira´s Grab besucht hätte.
Nophira´s Eltern und Verwandten wohnen ein paar Meilen weiter entfernt, aber sie könnten genauso gut nach Loarderon gezogen sein, wenn man bedenkt, wie oft sie das Grab besuchen. Seit der Beerdigung wurde Nophira´s Schimmerglanz-Zitat vermutlich von niemand anderem mehr gelesen,nur noch von mir, wenn ich auf dem Weg zu meiner Tochter daran vorbeikam.

Auf Ledonas Schild steht ihr Name (Ledona Silberfluss), ihre Lebensdaten und die Worte
GELIEBTE TOCHTER, du flogst wie ein Stern) Immer wieder lese ich diese Worte, jedes Mal,
wenn ich sie besuche. Ich kann nicht anders, denn diese sieben Worte fassen treffend ein ganzes Leben zusammen. Sie verraten nichts weiter über Ledona, wie sie ihre Tage zubrachte oder welche Arbeit sie nachging, welche Interessen sie hatte oder wohin sie gerne verreiste. Man erfährt nicht, was ihre Lieblingsfarbe war oder auf welche Weise sie ihr Haar am liebsten trug oder was für eine Art Humor sie hatte.
Die Worte sagen nichts über sie aus, außer dass sie geliebt wurde. Und so war
es.
Sie selbst hätte es als völlig ausreichend empfunden.
Diese Besuche sind mir ein Gräuel.Ich verfluche die Tatsache, dass meine Tochter und mein Mann im Krieg der Uralten gefallen sind,dass sie an jenem Sonntagabend als ich zurückgekehrt bin einfach tot dalagen. Ich errinere mich noch an meine letzten Worte. Ich sagte:
„Ich bin kurz weg ihr beiden, wir sehen uns später“.
Ich verfluche die Tatsache,dass aus mir eine alte verbitterte Frau geworden ist,die nach Feleras geht, um bei seiner verstorbener Familie zu sein. Als ich noch beträchtlich jünger war, hatte ich meinen Mann immer gefragt, was der Sinn des Ganzen soll. Ewig zu leben, was soll das bringen ?
Wenn man älter geworden ist,sieht man klarer das es keinen Sinn hat.
Aber es ist einem egal.

So sehr ich trauern hasse,bin ich trotzdem froh, dass ich es noch kann.
In der Nähe des Grabs fällt es mir leichter, den Verlust zu empfinden,an einem Ort, wo sie immer nur tot war, leichter als an all den anderen Stellen, wo sie gelebt hat.
Ich bin nicht lange geblieben. Ich bleibe nie lange. Nur bis ich wieder die Wunde spüre, die nach einem Jahr verständlicher weise immer noch frisch ist.
Außerdem errinnert sie mich daran, dass ich noch andere Dinge zu tun habe, als eine alte Druidin zu sein, die vor einem Grab steht.
Sobald ich die Wunde wieder spürte machte ich kehrt und ging, ohne mich noch einmal
umzuschauen.
Es sollte das letzte Mal sein, dass ich das Grab meiner Tochter besuchte.


ooc: Verbesserungen werden danken angenommen, falls die Geschichte irgendwie nicht mit der Lore usw. zusammenpasst.

Noro

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Re: Gedanken einer Druidin

Beitrag  Noro am Di 28 Jun 2011, 17:24

Kapitel 1

Ungefähr 6-7 Tausend Jahre später ( Cat gib mal richtige zeitangabe wan war der zweite krieg gegen die dämonen )


Die Geschichte, wie ich das von Elfen besetze Land verlassen habe, beginnt wie alle bemerkenswerten Geschichten- mit einem Säbler.
Naresa Dämmerschild, eine Mitbewohnerin, schlug weiter gegen die Übungspuppe und schaute mich nicht an als ich vom meinem Mittagessen zurückkam. „In Ihrem Haus ist ein Säbler“, sagte sie.
„Hmm“, dachte ich laut„Ich dachte, dagegen hätten wir ein Spray benutzt.“
Das brachte mir einen kurzen spöttischen Blick ein, was ich mir als großen Triumph auf die Fahnen schreiben konnte. „Sie hat vier Wächter mitgebracht“, sagte die Kriegerin.
„Mist“, sagte ich. Die letzten zwei Parteien, die sich so heftig wie ich und die Wächter gestritten hatten, wurden Illidian und Maiv gennant, und letzendlich ist einer von den beiden handgreiflich geworden. „Ich dachte, ich hätte dir gesagt, dass mir keine Wächter ins Haus kommen, wenn ich nicht da bin“.
„So etwas hast du nie gesagt“, sagte Naresa
„Dann möchte ich daraus einen Dauerbefehl machen."
„Aha, und selbst wenn du es gesagt hättest“, fuhr Dämmerschild fort und schulterte ihr Schwert und drehte sich zu mich um, „ würde es voraussetzen, dass die Wächter auf mich hören würden, was keiner von beiden tut, die Elfen marschierten einfach mit ihrem Nachtsäblerbaby rein. Keiner hat mich auch nur eines flüchtigen Blickes gewürdigt.“
„Ich möchte mich nicht mit den Nachtelfenwächter auseinandersetzen“, sagte ich. „ Ich habe gerade gegessen.“
Naresa schaute mich grinsend an, zeigte auf den Boden hinter sich. „ Tun sie mir den Gefallen und übergeben sie sich vorher.“
Ich war Naresa schon vor mehren Jahren begegnet, während sie als Hauptmann unter mir gedient hat, im dritten Krieg gegen die stinkenden Grünhäuter. Als sie meine Führungsqualitäten als schlecht und dumm bezeichnete, hab ich sofort ins Herz geschlossen.
Seitdem Teldrassil voll ausgewachsen ist und Darnassus gegründet wurde leb ich mit Ihr und ein paar anderen Elfen in einer Wohngemeinschaft. Wie die meisten Elfen.
„ Erinnern Sie mich noch einmal daran, warum wir zusammen in einen Baumhaus leben.“, sagte ich zu Naresa, die ich durch ihren Helm durch ansah.
„Aus reiner Pervesion. Wollen Sie sich nun erbrechen oder nicht?“
„Ich glaube, ich möchte mein Mittagessen behalten.“
Sie stellte sich wieder an ihren angestammten Platz hin, ziehte ihr stumpfes Schwert und drosch weiter auf die Puppe ein.
Ich wappnete mich und trat in das Baumhaus ein, ging nach rechts, die Wendeltreppe hoch und trat in mein relativ großes Zimmer. Die Nachtsäblerwelpe, die mitten im Raum lag, war niedlich. Von den Wächter, die dahinter standen, konnte man das nicht behaupten.




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