Das letzte Kapitel

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:49

Renar eilte die Straße entlang. Vor wenigen Stunden hatte er einen Invasionspunkt der Legion umgehen müssen und so langsam ereilte ihn das Gefühl, keine Zeit mehr auf dem Weg nach Suramar verschwenden zu dürfen. Doch je länger sich der Weg zog, umso schwieriger viel es ihm, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Dieses Gespräch mit der Nachtwächterin hatte einige Fragen aufkommen lassen. Fragen, von denen er dachte, sie seien längst beantwortet. Fragen, welche auch seine bevorstehende Mission beeinflussten. Er hatte gehört, dass die Anführerin der Nachtgeborenen ihr Volk freiwillig der Legion ausgeliefert hatte. Doch das Warum hallte nun laut durch den Kopf des Blutelfen. Hatte sie vielleicht keine andere Wahl? Hatte sie vielleicht damit ihr Volk beschützt? Es war zum einen kaum aus der Entfernung zu beurteilen, zum anderen hatte er wohl auch kein Recht dazu. Es lag an den Shal´dorei dies zu tun. Sie mussten über ihre Herrscherin richten. Das einzige, was er und Magrid machen konnten, war ihnen beizustehen.
Renar blieb stehen. Vor ihm hatte die Straße einst über eine Brücke nach Suramar geführt. Die Brücke war wohl ein Opfer der Zeit geworden, doch über ihre Trümmer konnte man die Überquerung des Flusses wagen. Der Blutelf legte noch eine kurze Rast ein. Hier war es wohl erheblich sicherer als jenseits des Flusses. Bei Wasser und Feldration erlag der Junge wieder seinen Gedanken. Die Shal´dorei mussten selbst ihre Zukunft wählen, so wie er seine Wahl damals getroffen hatte. Er hatte Lyranders Tagebücher öffentlich gemacht und das letzte Andenken an diesen Mann beschmutzt. Sein Adoptivvater wollte ein Herrscher sein und das Volk hatte über ihn gerichtet. Nein! Das war falsch. Lyrander wurde von der Machtgier eines anderen verzehrt. Der Machtgier seines eigenen Bruders, Daralion. Eine weitere Person, welche herrschen wollte. Doch diese PErson war anders. Farondis wollte sein Volk retten, ohne Zweifel. Die Königin Suramars wollte vielleicht nur ihr Volk beschützen. Auch Lyranders Entscheidungen und Taten waren nicht immer eindeutig einzuordnen. Doch Daralion...er hatte immer nur aus Machtgier gehandelt.
Renar verstaute seine Vorräte und stand auf. Er zog die Gurte seines Rucksacks fester. Es stand ihm nicht zu über Farondis und Elisandre zu urteilen und bei Lyrander war er sich nicht sicher, welches Urteil er als endgültig akzeptieren würde. Aber bei Daralion stand es fest. Daralion musste bestraft werden und es lag an ihm dieses Urteil zu vollstrecken. Renar sprang von Fels zu Fels und bahnte sich seinen Weg über den Fluss zu dem Land, wo Magrid auf Hilfe wartete. Suramar würde ihm helfen Klarheit über Lyranders Worte zu bekommen. Und gleich nach diesem Krieg, würde er auf die Jagd nach dessen Bruder gehen. Renars Füße erreichten wieder Land und schnell war der Blutelf in den Wäldern von Suramar verschwunden. Daralion wollte ein Herrscher sein? Dann sollte ihn auch das Schicksal von Herrschern ereilen.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:50

Kapitel 15: Hochberg Teil 1 - Verderbte Diplomatie

Assabad blickte von Donnertotem hinab auf das große Tal im Zentrum von Hochberg. Würde er noch atmen, hätte der Untote die frische der Luft hier festgestellt. Das Land schien von hier oben absolut friedlich. Nichts in der Landschaft deutete auf die Invasion der Brennenden Legion hin. Der Schatten hatte ihn hier her geschickt, damit dies auch so bleiben würde. Die Tauren von Hochberg waren für die Legion keine unbekannten Feinde. Ihre Vorfahren hatten sich im Krieg der Ahnen unter der Führung von Huln Hochberg als standhaft erwiesen. Es war nicht ganz verwunderlich, dass die Legion scheinbar noch einen Bogen um die Region machte. Doch wenn sie kommen würde, dann müssten die Bewohner des Hochbergs ihnen geeint entgegentreten. Und dies schien grade mehr las schwierig. Nach einem verräterischen Akt der Drogbar, waren die Stämme uneins. Mayla Hochberg, eine Nachfahrin von Huln, versuchte die Stämme zu einen und gleichzeitig die Gefahr durch die Drogbar unter Kontrolle zu bekommen. Assabad war gekommen, um zu helfen. Doch er wartete nun hier schon seit Tagen auf die Möglichkeit vorsprechen zu dürfen. Ungeduld nagte langsam an dem alten Verlassenen. Der Wunsch nach einem letzten Abenteuer wuchs mit jeder Minute des Wartens.
Hinter ihm näherte sich etwas großen und eine erhabene Taurenstimme serklang freundlich: " Willkommen in Hochberg, Assabad von Darroheim," Überrascht drehte sich Assabad um. Vor ihm stand ein schwarzer hochgewachsener Tauren, welchen er schon mehrfach an der Seite von Mayla Hochberg gesehen hatte seit seiner Ankunft. Der Verlassene verbeugte sich tief: " Geisterwandler Ebenhorn, es ist mir eine Ehre. Verzeiht, aber woher kennt ihr mich?" Ebenhorn lächelte breit. Jetzt, wo der Geiterwandler so nahe vor ihm stand, spürte Assabad etwas vertrautes. Etwas, was er seit Jahren nicht mehr gespürt hatte. Der Tauren stellte sich neben den Verlassenen und blickte nun seinerseits hinaus auf Hochberg, bevor er antwortete: " Ihr seit unter meines gleichen kein Unbekannter, Freund der Aspekte und letzter Führer des Pakt der Gezeiten."
Assabad blinzelte und sein trockenes Gesicht zeigte so viel Verwunderung, wie es noch in der Lage war zu zeigen. Ebenhorn blickte nun auf den Verlassenen hinab und seine Augen waren nicht mehr die eines Tauren: " Würdet ihr noch einmal einem Drachen dienlich sein?"

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:51

Der Adler stürzte sich hinab in das Tal und Assabad hatte alle Mühe sich auf seinem Rücken festzuhalten. Schnell brachte ihn das edle Tier nach Norden und gewann dabei immer mehr an Höhe. Hinter ihm sah er Donnertotem immer kleiner werden und auch Geisterwandler Ebenhorn, einer der letzten Schwarzdrachen Azeroths, war kaum noch zusehen. Was für eine schicksalshafte Begegnung. Hatte dies der Schatten gewusst? Es war wohl reiner Zufall, dass ein ehemaliger Diener der Aspekte auf eines ihrer Kinder traf und beide das gleiche Anliegen hatten, die Vereinigung des Hochbergs.
Ebenhorn hatte dem Verlassenen erklärt, dass Mayla versuchte eine Allianz gegen die Drogbar zu bilden. Doch wärend die meisten Stämme der Tauren wahrscheinlich zügig dem Ruf folgen würden, so hatten die Bluttotems nicht mal auf ihren Ruf reagiert. Der Schwarzdrache sorgte sich, denn die Bluttotems waren sehr eigen. Assabad erinnerten sie an die Dunkeltotems aus Kalimdor, doch vielleicht sogar noch einen Schlag aggressiver. Sie waren einer der wenigen Stämme, bei denen das Gesetz des Stärkeren galt und Ebenhorn glaubte, dass sie nur auf erfahrene Krieger hören würden, nicht auf junge Frauen, welche versuchten einem unermesslichen Erbe recht zu werden. Und so trug der Adler den alten Verlassenen hinauf zu den Gipfel, hinter denen sich Toroks Fels befand, ihr Heimatdorf.
Assabads Aufgabe war klar. Er sollte sich in der Region des Klippenrands zu den Bluttotems aufschließen und sie im Kampf gegen die Drogbar unterstützen, welche in der Nähe ein eigenes Lager hatten. Nur wenn sich der Verlassene als Krieger würdig erwies, würde in Torok, der Häuptling der Bluttotems wohl zumindest kurz anhören. Assabad lächelte und fast meinte er, dass sein Herz einen Schlag gemacht hätte, so groß war die Vorfreude auf einen Kampf. Eine letzte Schlacht mit einem Stamm gestandener Krieger. Hochberg schien ihm das zugeben, was er sich erträumt hatte. Der Adler schien die Ungeduld seines Reiters zu spüren und stieg steil hinauf, so dass der Verlassene einen ersten Blick auf das Tal werfen konnte.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:51

Assabad kratzte sich am Kinn und trockene Hautschuppen rieselten zu Boden. Seine Ankunft im Tal verlief reibungslos. Doch die Situation war seltsam anders, als er erwartet hatte. Die Botschafter von Donnertotem hatten ein Lager am Anfang des Tals aufschlagen müssen, weil die Bluttotems ihnen den Zugang zu Toroks Fels verwehrten. Doch schickten sie selber keine Botschafter, sondern nur Wachen. Nicht mal Späher von Donnertotem durften in das Tal, um zumindest Informationen über die Bewegungen der Drogbar zusammeln. So saßen sie hier nun am Eingang des Tals fest und kamen kein Stück voran. Der Verlassene kam sich vor, als wäre er am Rande eines Schlachtfelds festgeketten worden. Was planten die Bluttotems? Wollte sie die Drogbar alleine schlagen und Torok damit vielleicht Anspruch auf die Herrschaft über Hochberg ereheben? Oder waren sie selbst schon eine Allianz mit den Drogbar eingegangen? Nein, das würde ihrer Art nicht entsprechen. Was es auch war, Assabad musst es herrausfinden, um die Aufgabe von Ebenhorn zu erfüllen.
Er streifte durch das Lager in nördliche Richtung, dort wo die Wachen den Bluttotems ihnen den Zugang verwehrten. Dabei viel ihm der wiedereinmal der gefange Drogbar auf, welcher nervös in seinem Käfig hockte. Kurz überlegte der Untote dieses seltsame Geschöpf zu verhören, doch wenn die Bluttotems Interesse an Informationen aus einem Verhör hätten, hätten sie diesen Drogbar wohl schon selber sich zur Brust genommen. Und das wäre sicherlich ein härteres Verhör gewesen, als er selber im Stande wäre es zu führen. So zog Assabad weiter, als vor ihm lautes Lachen ertönte. Assabad näherte sich dem Lagerfeuer vor ihm, wo mehrere Bluttotems sich scheinbar köstlich amüsierten. Sie standen im Kreis um etwas herum. Der Verlassene erreichte die Gruppe und als die Bluttotems ihn bemerkten, öffneten sie den Kreis. Dort am Boden lag ein Tauren der Donnertotems. Assabad eilte zu ihm, doch es war zu spät. Der Tauren war tot. Sein Gesicht schmerzverzehrt. Noch immer schmunzelten die Tauren von Toroks Fels. Und Assabad musterte sie misstrauisch. " Jämmerlich schwach.", sprach einer der Tauren und schüttelte seinen gehörnten Kopf. Dann löste sich die Gruppe auf und Assabad stand alleine bei dem Leichnam. Schnell machte er sich ran, den Leichnam zu untersuchen. Keine Wunden...keine Verletzungen...Was war hier geschehen?
Assabad stand auf. Er musste schnell den anderen Donnertotems Meldung erstatten. So langsam schien sich die Aufgabe des Verlassenen von heroisch zu extrem undankbar zu verwandeln. Er wandte sich nach Süden und sein Fuß stieß gegen etwas. Assabad blickte hinab und sah das große Trinkhorn. Es lag in einer Pfütze aus grünen Sekret. Der Untote schnüffelte kurz daran und traute seinen Sinnen nicht. Das war Dämonenblut! " Bei Lordaeron...", fluchte Assabad kurz leise. Wie verrückt waren die Bluttotems mit so etwas zu spielen? Schnell eilte der Verlassene zurück. Er musste seinen kompletten Plan hinterfragen und neue Wege einschlagen, bevor die Situation hier entgültig eskalierte.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:51

Assabad blickte den Trauren mit offenem Mund an, dann begann er mit wilden Gesten erneut seine Einwände kundzutun: " Ihr dürft euch nicht mit ihrem Botschafter treffen. Die Bluttotems sind alles, aber keine guten Verbündeten für euren Stamm." Der Tauren vor ihm schüttelte seine Mähne: " Es ist nicht ein Botschafter der nach uns ruft. Torok Bluttotem selber möchte mit mir reden. Dies kann ich nicht ablehnen." Der V erlassene schüttelte resigniert den Kopf und wog seine Möglichkeiten ab. Ebenhorn informieren? Nein, das dauerte zu lange. Beweise sammeln? Er wusste nicht mal, wo er wiklich anfangen sollte zu suchen. Eine klene Pfütze Dämonenblut, welche schon halb vertrocknet war mittlerweile, würde wohl kaum noch gewertet werden. Es half alles nichts. " Dann lasst mich euch begeleiten.", brummte Assabad. Der Taurenbotschafter von Donnertotem stimmte zu.
Am nächsten morgen trafen sie sich, zusammen mit zwei Wachen und verließen das Lager nach Norden hin. Toroks Einladung hatte einen Treffpunkt in einer Höhle nahe des Lagers vorgegeben. Assabad war unwohl zumute. Das ganze schmeckte ihm überhaupt nicht. Doch er hatte keine Wahl mehr. Wollte er etwas Einfluss auf das Geschehen hier behalten, dann musste er sich auf das hier jetzt einlassen. Nach einem kurzen Fußweg erreichten sie den Höhleneingang. Die Wachen der Bluttotems ließen sie passieren. Assabad kam nicht umher eine gewisse Vorfreude bei ihnen festzustellen. Umso überraschender war es für ihn, dass sie ihre Waffen behalten durften. Den ganzen Weg durch die Höhle lang, erklärte ihm der Botschafter, dass er es ihm überlassen sollte zu sprechen. Das übliche Geschwätz eines Diplomaten halt.
Sie erreichten eine große Kammer, welche durch eine Schlucht geteilt wurde. Über diese Schlucht führte eine Hängebrücke und auf der anderen Seite stand ein großer und kräftiger Tauren mit einem gigantischen Geweih. " Das ist er.", flüsterte der Botschafter. Assabad musterte Torok skeptisch, übte sich aber in aller Höflichkeit, als sie den Häuptling der Bluttotems erreichten. Torok überagte sie beide bei weitem und blickt verächtlich auf sie hinab. Der Botschafter Donnertotems setzte an zu sprechen, doch Torok hob die Hand und brachte ihn damit direkt wieder zum Schweigen, damit er selbst sprechen konnte: " Wer mit mir verhandeln will, muss sich erst als würdig erweisen. Tretet in den Ritualkreis und beweist mir eure Stärke." Dabei deutete er auf einen in den sandigen Boden gezeichneten Kreis hinter sich, welcher von einer vielzahl an Totems und Kerzen umringt war. Nun konnte auch der Botschafter seine Skepsis nicht mehr ganz verbergen. Doch Toroks Blick ließ keine Zweifel zu, dass er wirkich nicht mit ihnen reden würde, wenn sie seinem Willen nicht folgen würden. Generell schien hier nichts ohne Toroks Willen zu geschehen. So willigte der Botschafter ein, suchte aber direkt den Blick zu Assabad. Sie hatten keine Wahl. Zusammen mit ihren eigenen Wachen trat die Gruppe geschlossen in den Kreis. Was würde dies für eine Prüfung sein? Stärke konnte auf vielen Wegen geprüft werden. Torok nickte einem seiner Schamanen zu, welcher begann die Kerzen zu entzünden und dabei etwas leise murmelte. Assabad blickte sich um, achtete kaum, auf den Schamanen. Doch dann hörte er ein Wort heraus, was ihm bekannt vor kam: "Eredar".
Die Flammen der Kerzen wechselten ihre Farbe zu Giftgrün. Die Totems verwandelten sich in schäusliche Götzen, zusammen gesetzt aus Knochen und Fleisch. Im Kreis erschienen Glyphen am Boden, dämonische Glyphen! Assabad ergriff sein Schwert. Doch zu spät. Mit einem Knall und einen grünen Blitz erhob sich eine neue Gestallt im Ritualkreis, begleitet von dem Lachen Toroks, dessen Augen plötzlich Grün funkelten und das Geweih begann dämonisch zu leuchten. Vor ihm erhobsich ein Eredar in voller Größe, grinste sie finster an und mit einem weiteren Knall und einem weiteren grünen Blitz zerbrach die Erde unter der Gruppe von Donnertotem. Sie stürtzen hinab in die Finsternis des Hochbergs und Assabad war nun alles klar. Die Bluttotems hatten ihren Verbündeten in diesem Krieg bereits gewählt.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:53

Das war es also...sein Schicksal. Zuldara hatte mit ihrer Prophezeiung recht gehabt. Was für ein trauriger Abschied aus dieser Welt. Ein Fleck am Boden einer Erdspalte irgendwo mitten in Hochberg. Das hatte sich Assabad wahrhaft anders vorgestellt. Doch er stürzte unaufhaltsam weiter in die Finsternis. Er sah nichts. Er hörte nichts, außer das Scheppern, seiner Gefährten, die weniger gradlinig fielen und hier und da auf Felsvorsprünge prallten. Wann würde es soweit sein? Wann erreichte sein Körper den Boden? Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Konnte seine jämmerliche Existenz nicht endlich ein Ende finden? Schließlich hatte er wieder versagt. Das war sein Leben gewesen, eine lange Geschichte des Versagens. Darroheim...der Pakt der Gezeiten...die Horde...und nun schon wieder...Nein! Mit diesen Gedanken wollte er nicht von dieser Welt scheiden. Es sollten Gedanken glücklicherer Zeiten sein, welche ihn in die Schattenlande begleiteten. So tauchte der Verlassene hinab in seine Erinnerungen. Er stand im kühlen Schatten eines Baums, während die Wiese vor ihm in helles Sonnenlicht getaucht war. Dort saß ein kleines Menschenmädchen und pflückte Blumen. Dabei summte sie ein fröhliches Lied. Und er stand einfach nur da und beobachtete sie. Fast hatte er das Gefühl gehabt, dass sein Herz wieder anfangen würde zu schlagen, an diesem sonnigen Tag im Wald von Elwynn. Ein Knall! Schmerzen! Assabad taumelte wild durch die Luft. Es musste ein Felsvorsprung gewesen sein und nun dankte der Verlassene dieser Felsspalte für ihre Finsternis. Denn wie sein Schmerz vermuten ließ, war sein rechter Brustkorb grade ein noch unschönerer Anblick geworden. Egal...bald war es vorbei...
Ein leichtes Grummeln...ein weiterer Knall! Gestein, welches ihn wie eine Hand umschloss und plötzlich zur Seite riss. Er wurde verschleppt und purzelte in einer Kugel aus Stein hin und her. Wo war oben? Wo war unten? Hätte er noch einen funktionierenden Magen gehabt, er würde nun den Inhalt wieder ausschütten wollen. Die Kugel wurde langsamer und das Gestein wärmer. Die Kugel warf ihn raus und er knallte hart auf den Felsboden, wo er auf dem Rücken liegen blieb. Er war geblendet vom plötzlichen Licht. Sein Körper taub vom Sturz und der Irrfahrt durch die Felsen Hochbergs. Vorsichtig tastete der Verlassene nach seiner rechten Seite. Es fehlte was. Da waren mal mehr Rippen und trockenes Fleisch gewesen. Stimmen erregten seine Aufmerksamkeit. Schatten, welche sich über ihn beugten. " Ist es am Leben?", fragte der eine. " Er sieht schrecklich aus!", sagte ein anderer entsetzt. " Er hat sich bewegt! Schnell ein Wassertotem! Und ruft Navarrogg!", rief ein dritter. Die Schatten nahmen langsam Formen an und wärend die meisten Schatten zurückwichen und Assabad eine Art heilender Magie verspürte, tauchte über ihm ein anderes Gesicht aus. Es war ein großer dunkler Drogbar, welcher erleichtert aussah und bruhigend sprach: " Ruht euch aus, Champion. Ich werde Ebenhorn kontaktieren. Ihr habt für heute genug durchgemacht." Assabad schloss seine Augen und ein hämisches grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Jetzt hatte er selbst beim Sterben versagt.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:55

Kapitel 16: Sturmheim Teil 1 - Die Legende von Tapferkeit

Erendil blickte Sylea hinterher, welche grade im großen Zelt verschwunden war. Er wusste, dass sie versuchen würde das Gespräch kurz vor ihrer Abreise aus Dalaran wieder aufzunehmen. Er hoffte nur, dass er dem gewachsen war, denn in seinem Kopf wirbelten grade eine beachtliche Menge verschiedenster Gedanken herum. Zum einen war da die Erkenntnis, dass Raleria sich den Illidari angeschlossen hatte und scheinbar eine Verbindung mit den verderbten Mächten der Satyre suchte. Dann war ihre eigene Ankunft in Sturmheim und die damit verbundene Möglichkeit, sich auf die Suche nach dem Tor nach Helheim zu machen. Doch Shaturgals Weitsicht hatte gezeigt, dass das dringlichste wohl der Kampf der Valajar an der Pforte der Tapferkeit war. Der Hochschamane war schon aufgebrochen, um die Möglichkeiten für ein Eingreifen dort abzuschätzen. Erendil schätzte langsam seine direkte Art. Pläne wurden kurz und direkt. Es wurde keine Zeit verschwendet. Auch die Tatsache, dass er den Blutelfen direkt nach der Ankunft nach dessen Wohlbefinden gefragt hatte, machte den Hochschamanen sympatisch. Erendil war ehrlich gewesen. Er hatte immer noch nicht die erhoffte Tapferkeit für diesen Kampf gefunden. Er handelte nur aus dem Wissen der Notwendigkeit heraus. Auch wenn die anderen sich dessen nicht bewusst waren, so schien es pure Ironie, dass ihre ersten offenen Taten in diesem Krieg in Verbindung mit dem Sinnbild von Tapferkeit und Heldentum standen. Diesse waren der Grundkern der Valajar und so hieß schließlich auch der Ort, den sie nun vor der Legion verteidigen wollten: Die Hallen der Tapferkeit.
Ein Unsicherheitsfaktor für Erendil waren die verderbten Vrykul, welche Shaturgal und zuvor schon Eleyah beschrieben hatten. Die Legion hatte begonnen, die Einheimischen zu rekrutieren. Doch wer führte sie an? Was konnten sie der Legion an Wissen bieten? Ging es einzig und alleine um die Valajar oder gab es da noch jemanden? Erst jetzt bemerkte Erendil, dass er die Möglichkeit eines baldigen dritten Boten lange nicht mehr bedacht hatte. Wenn die Botschaft jemanden neuen erwählen wollte, dann wäre dieser auch auf den Inseln. Vielleicht sogar hier in Sturmheim.
Erendil rieb sich die Schläfe und blickte wieder zum Zelt, in dem Sylea auf ihn wartete. Er würde in den nächsten Tagen seine Tapferkeit finden müssen. Und ein erster Schritt war es wohl, sich dem Gespräch mit Sylea zu stellen und die Dinge zwischen ihnen soweit grade zu rücken, dass sie bei Shaturgals Rückkehr nicht hinderlich wären.

***

Daralions Herz raste, doch zufreiden stellte er fest, dass die Verlassnen sich nicht mehr rührten. Die zwei Vrykul beobachteten ihn abschätzend, als der Blutelf Schwert und Schild sinken ließ. Er war schon ein paar Tage hier in diesem Land und hatte sich mit der Situation vertraut gemacht. Er hatte nach einer Möglichkeit gesucht mit selbsternannten Gottkönig in Kontakt zu treten, Doch das war absolut vergebens gewesen. Als dann Wind davon bekam, dass Allianz und Horde an der Küste angetroffen waren und sich Landeinwärts vorarbeiteten, musste er nur noch kurz warten. Diese beiden Vrykul waren wohl auf der Jagd gewesen, als sie in einen Hinterhalt der Verlassnen gerieten. Sie hatten sich gut geschlagen, doch drohten sie durch die Tücke der Taktik der Untoten doch besiegt zu werden. Ein Glück, dass Daralion diese Tücke nur zu gut kannte. Er wusste, wie die Verlassenen ihre Angriffe koordenierten und hatte leichtes Spiel gehabt, da niemand mit ihm gerechnet hatte.
Nun wandte sich der Blutelf den beiden Vrykul zu, welche scheinbar immer noch überlegten, wie sie Daralion einordnen sollten, als Freund oder als Feind? Daralion steckte sein Schwert weg und schritt auf die beiden zu. Er sprach langsam in der Allgemeinsprache und hoffte, dass die zwei ihn verstehen würden: " Ich bin Daralion Leh`Nister und wenn ihr nicht wollt, dass diese Wesen und ihre Verbündeten euer Volk auslöschen, dann bringt mich zu eurem Herrn."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:55

Erendil lehnte sich zurück im feuchten Gras der weiten Wiesen und blickte in den Sternenhimmel. Er spürte wie seine Beine nach einer Pause riefen. Wann war das letzte Mal soweit gewandert an einem Tag? Aber vor allem, wann hatten sie das letzte Mal so viel erreicht? Die Entschlossenheit dieses Bündnisses war enorm. Auch wenn ihre Situation nun eigentlich völlig absurd erschien, hatte Erendil keinen Zweifel daran, dass sie in der Lage waren etwas zu erreichen. Vor kurzem noch hätt er am liebsten aufgegeben, doch das Gespräch mit Sylea...die Reise zur Pforte des Zorns...der Anblick von Odyn...Shaturgals Provokation diesem gegenüber...Der Blutelf schmunzelte erneut, als er sich das Bild wieder vor Augen führte. Doch es war grade der Entschlossenheit des Hochschamanen zu verdanken, dass sie nun diese Chance hatten. Sie würden in Hrydshal eindringen und finden, was Odyn wollte. Sie würden sich den Valajar als würdig erweisen und mit ihnen helfen den Angriff des Gottkönigs abzuwehren.
Doch es gab auch Dinge, die ein ungutes Gefühl bei Erendil hervorriefen. Diese Verlassene, welche Sylea befragt hatte, hatte berichtet, dass Sylvanas die Steitkräfte der Horde an einem völlig anderen Punkt agieren ließ. Eleyah hatte schon berichtet, dass der frischgebackene Kreigshäuptling etwas sucht. Doch was konnte wichtiger sein, als der Kampf mit den Valajar? Wusste Syvanas überhaupt davon oder war es ihr sogar egal? Sie war einfach unberechenbar und Erendil hoffte eigentlich nur, dass es nichts mit Helheim zutun hatte.
Doch war da auch noch mehr. Sie selber standen nun wohl unter dem wachsamen Blick der Valajar. Sie würden jede ihrer Aktionen von nun an beobachten und bewerten. Für Shaturgal war das sicher kein Problem. Auch Sylea würde diese Prüfung mit Sicherheit bestehen, da hatte er keine Zweifel. Wo die Zweifel anfingen, war bei ihm selbst. Er hatte sich schon bei Odyn zurückgehalten. Doch wie würden ihre Beobachter reagieren, wenn er die gleichen Kräfte wirkte, wie ihre Feinde. Würden sie einen Hexer als würdig erachten? Oder war es den Valajar egal, welche Kräfte er besaß, solange sein Herz tapfer war? Aber war es das überhaupt? Oder wurde er nur von der Euphorie der anderen getragen?
Der Himmel zog sich zu. Bald würde es wieder blitzen und donnern. Erendil wusste, dass es egal war, was ihn momentan trug. Solange die anderen zwei an den Erfolg glaubten, würde er sie unterstützen. Sie würden sich ihren Weg nach Hrydshal bahnen und die Identität des Gottkönigs lüften. Der Himmel zog sich zu. Bald würde es wieder blitzen und donnern.

***

" Wie nennt ihr diesen Ort?", fragte Daralion erneut. Der eine Vrykul antwortete knapp: "Hrydshal" Eine der großen Holztore öffnete sich vor ihnen und die beiden Vrykul, welchen Daralion das Leben gerettet hatte eskortierten ihn durch das große Dorf. Es war gut befestigt, wie Daralion feststellte. Hohe stabile Mauern, große Harpunen zur Abwehr. Über ihnen in der Luft kreisten Sturmdrachen. Ja, dieser Ort war für die Verhältnisse dieses Volkes schon eine Art Festung. Doch Daralion erkannte schnell die Schwachpunkte. Die Horde und Allianz würde sich hierdran nicht lange die Zähne ausbeißen.
Die Gruppe kam auf einer der oberen Ebenen vor einem großen Gebäude zum stehen, welches wie eine Versammlungshalle wirkte. Die Begleiter des Blutelfen sprachen kurz mit den Wachen, dann wurde ihnen allen Einlass gewährt. Als Daralion die Halle betrat, erkannte er am anderen Ende einen älteren hochgewachsenen Vrykul auf einem Thron sitzen. Der Blutelf lächelte und baute sich selber auf. Er musste Eindruck schinden. Eine weitere Gelegenheit dieser Art würde er nicht bekommen. " Was ist das?", sprach der Vrykul auf dem Thron und blickte Daralion abfällig an. " Dieser Fremdling hat mit uns gekämpft gegen die Eindringlinge von jenseits des Meeres. Er bietet Hilfe an." Der Vrykul erhob sich vom Thron und kam mit großen Schritten auf Daralion zu. Von oben herab betrachtete er den Blutelfen. Daralion blickte ihn nicht an. Er wartete auf den richtigen Augenblick. " Was für Hilfe kann dieser Wicht schon bieten, welche Hrydshal nützt?" Daralion blickte weiter nach vorne, als er fast gelangweilt anwortete: " Eure Mauern sind hoch und stark. Doch die Reichweite eurer Harpunen ist jener der Katapulte der Verlassenen unterlegen. Wenn ihr nicht Truppen vor die Mauern verlegt, welche Belagerungsmaschinen auf Distanz halten, wird euer erster Ring durch ihr Seuchengas verpestet und eure meisten Krieger werden tot sein, ohne das der Feind auch nur einen Fuß nach Hrydshal herein setzen musste. Darüber hinaus sind eure Drachen natürlich ganz nett. Doch ihr volles Potential können sie wohl nur in Nähe zum Feind entfalten. Das macht sie gegen Luftschiffe wirkungslos. Verlegt sie in die höheren Gipfel, damit sie die Luftschiffe von oben herab angreifen können oder sie enden als Braten."
Der Vrykul umkreiste Daralion einmal schweigend, dann fragte er: " Wer bist du?"
Nun blickte Daralion hoch und in die Augen des Vrykul: " Ich bin Daralion Leh`Nister und ich bin gekommen, um den Gottkönig meine Dienste anzubieten."
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:55

Sie waren zurück im Lager und erschöpft ließ sich Erendil am frischen Lagerfeuer nieder. Ihre Reise nach Hrydshal war länger gewesen als gedacht. Doch auch wesentlich erfolgreicher, als sie sich alle hatten erhoffen können. Nicht nur, dass sie in das Vrykuldorf hatten eindringen können und alle nötigen Informationen bekamen, um Odyns Aufgabe zu erfüllen. Nein, kaum waren sie bereit, dass Dorf zu verlassen, hatte Shaturgal eine mächtige elementare Quelle war genommen, hoch oben vom Gipfel der Berge. Nach einem langen Aufstieg fanden sie die Elementardrachen der Thorignir. Sie verbachten die Nacht dort, da sowohl Shaturgal als auch Sylea viel daran lag mehr über diese Wesen zu erfahren und sie als Verbündete zu gewinnen. In seinem eigenen Kopf kreisten zu diesem Zeitpunkt schon andere Gedanken.
Doch ihre Audienz bei der Mutter der Thorignir am nächsten Tag löste auch in ihm etwas aus. In dem Moment, als die Drachenmutter sie segnete und Erendil ihre Macht spürte, wurde ihm etwas bewusst, was er vorher gar nicht als so wichtig empfunden hatte. Die Botschaft hatte ihm nie etwas über diese mächtigen Elemtarwesen erzählt. Wusste die Legion vielleicht gar nicht von ihrer Existenz zu diesem Augenblick? Gab es tatsächlich Dinge, welche selbst der Legion unbekannt war? Tatsächlich vielem den Blutelf jetzt so manche Dinge im Laufe der Geschichte ein, welche die Legion hier auf Azeroth überrascht hatte. Und wenn es hier so war, wie war es dann auf all den anderen Welten? Die ganze Zeit, seit ihrer Ankunft, hatte Erendil die Macht der Legion für unumstößlich und absolut gehalten. Doch im Moment, als er den Segen der Thorignir erhalten hatte, war ihm schlagartig die Wahrheit bewusst geworden. Auch die Legion ist schlagbar. Auch die Legion ist nicht gegen alles gerüstet. Und führte zu einer einfach Schlußverolgerung: Sie hatten eine Chance! Das Eleyah nun zu ihnen gestoßen war, bekräftigte dies nur. Auch wenn diese Weggefährtin aus alten Tagen nicht dauerhaft an ihrer Seite blieb, so war es ein eindeutiges Zeichen sie, dass sie nicht alleine waren. Langsam aber sicher stellte sich das Schicksal auf ihre Seite. Sie mussten nur durchhalten. Nur tapfer bleiben.
Nun stand ihnen die Rückkehr an die Pforte der Tapferkeit an Odyns Seite und damit der Kampf gegen den Gottkönig bevor. Danach...danach würde ihre Reise sie von diesem gloreichen und hellen Ort führen, hinab in die Finsternis. Bei diesen Gedanken blickte Erendil auf den Seelenstein des Vrykul in seiner Hand...

***

Daralion saß schweigend in der großen Halle von Hrydshal, wärend die dortige Versammlung der Vrykul aufgebracht diskutierte. Das Eingringen von einer kleinen Hordegruppe in ihr Dorf und ihr Vordringen auf den Gipfel der Berge hatte die Vrykul entsetzt. Wie hatten diese kleinen Wesen ihre starke Verteidigung umgehen können? Daralion selbst fühlte sich nur bestätigt. Er hatte sie gewarnt. Was ihn viel mehr beschäftigte, war die Tatsache, dass einem Vrykul die Seele entzogen worden war. Für dieses primitve Volk war das kaum von Bedeutung, selbst wenn sie in der Lage gewesen wären, dies zu erkennen. Doch er hatte die magischen Spuren an der Leiche erkannt. Was wollte jemand mit einer Vrykulseele? Wieder schlugen sich zwei Krieger gegenseitig, um ihrer Meinungsverschiedenheit Ausdruck zu verleihen. Und wieder hatte den Khan große Mühe das Geschehen unter Kontrolle zubringen. Daralion schüttelte den Kopf und began zu zweifeln, ob seine Entscheidung her zukommen so weise war, wie er dachte.
In diesem Augenblick folg das Tor der großen Halle auf und eine neue Gruppe schritt herein, welche sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit aller hatte, auch die des Blutelfen. Diese Vrykul waren hochgewachsen und kräftig. Ihre Augen glühten grün und Daralion wusste, was dies zu bedeuten hatte. Sie hatten Teufelsmagie im Blut. Sie waren Diener der Legion. An ihrer Spitze stand ein Vrykul, größer als alle, die Daralion bisher gesehen hatte. Er trug eine massive Rüstung und dort, wo der Körper nicht bedeckt war, waren dämonische Runen zu erkennen. Das musste er sein...Gottkönig Skovald.
Mit langen Schritten begab sich Skovald in die Mitte der Versammlung. " Ihr habt wärend meiner Abwesenheit versagt. Ihr habt euch von Maden austricksen lassen. Ihr habt die Tore Hrydshals unserem Feind geöffnet.", sprach er mit lauter und zorniger Stimme. Der Khan erhob sich und sprach spöttisch: " Was denkt ihr sollen wir nun machen,Gottkönig" Jeder konnte die Rivalität zwischen den beiden sehen. Ein Khan führte eigentlich sein Volk. Doch Skovald war eindeutig der Stärkere der beiden. Und so gelassen viel auch auf einmal Skovald Antwort aus: " Ja, Khan was sollen wir nun nach eurem Versagen machen?" Der Khan antwortete nicht und so wandte sich der Gottkönig an alle Anwesenden: " Was sollen wir nun machen, wo der Feind einmal den Fuß nach Hrydshal gesetzt hat?" Niemand anwortete. Alle wussten um die Schande, welche sie sich selber zuzuschreiben hatten.
" Wir maschieren mit aller Macht zur Pforte der Tapferkeit. Hrydhal ist unbedeutend gegenüber der Festung dort.", brach eine elegante Stimme das Schweigen. Skovald blickte durch die Reihen und seine Augen blieben an Daralion hängen: "Du, ich habe von dir gehört. Trete vor." Daralion gehorchte. Er wusste nicht, ob er mit seiner Aussage eine verbotene Grenze überschritten hatte, aber er konnte die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen. Zu Füßen den Gottkönigs blieb er stehen. Und Skovald musterte ihn von oben bis unten. Dann wandte er sich wieder der Versammlung zu: " Dieser kleine Mann hat es begriffen. Hrydshal wird euch nicht retten. Die Legion ruft uns zur Pforte der Tapferkeit und ich werde ihrem Ruf folgen. Wer Ruhm will, der kommt mit mir. Wer sterben will, der bleibt hier." Die meisten Vrykul nickten zustimmend und der Khan musste geschlagen auf seine bedeutungslos gewordenen Thron platz nehmen. Erneut blickte Skovald auf Daralion hinab: " Du, kleiner Mann, bleibst an meiner Seite."
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:56

Erendil wandte seinen Blick von Sylea ab und hielt Ausschau nach Shaturgal. Sie hatten nach der Pforte der Tapferkeit wieder den nördlichen Weg bis zu den Klippen eingeschlagen und dabei etwas Abstand zum Hochschamanen herausgeholt. Dies war gut gewesen, denn Erendil hatte Syleas Zweifel den ganzen Tag über gespürt und das Gespräch mit Odyn hatte diese Sorge wohl nicht grade geschmälert. Sie hatten ihre Aufgabe erfolgreich beendet und Odyn war für seine Verhältnisse wohl auch recht entgegenkommend gewesen. Doch das erwünschte Resultat war ausgeblieben, zumindest vorerst. Odyn und die Valajar konnten die Hallen der Tapferkeit nicht verlassen und in den Krieg gegen die Legion ziehen. Ein uralter Zauber verhinderte dies. War es wieder so ein Hauch von Schicksal, dass der Zauber nur an jenem Ort gebrochen werden konnte, den Erendil ohnehin versuchte zu erreichen? Helheim...das würde kein Unterfangen wie jedes andere werden. Eigentlich klang ihre Mission einfach. Findet Helheim und seine Herrscherin Helya und entzündet ein Leuchtfeuer, damit Odyn eine Armee schicken konnte, um Helya zu besiegen und somit den Bann zu brechen. Doch Helheim war kein Ort auf irgendeiner Karte. Es war das Reich der wohl mächtigsten Magierin, welche es je auf Azeroth gegeben hatte und befand sich mitten in den Schattenlanden, dem Reich der Toten. Ein Fehltritt hier würde sie alles kosten. Denn wer einmal im Totenreich war, der kam nicht mehr so leicht heraus. Er selber hatte seine Seele im Laufe der Zeit mehrfach gespalten, um diesem Schicksal zu entkommen. Doch dies würde nun nicht mehr so einfach.
Als wäre dem nicht genug, so war da noch die Sache mit Daralion Leh´Nister. Von Odyn hatten sie von seiner Anwesenheit hier erfahren und das er wohl den Gottkönig unterstützte. Soweit so gut, doch Sylea brachte hatte grade eine Theorie geäußert, die zwar sehr spekulativ war, aber einer eiskalten Logik folgte, welche er nicht ignorieren konnte. War Daralion, der letzte Leh`Nister, vielleicht wirklich ein Kandidat für die Rolle eines dritten Boten? Es würde einen Taktikwechsel der Botschaft zur Folge haben. Bisher hatte diese Personen gewählt, die gerissen und vorrausschauend waren. Doch Daralion war einfach nur brutal und kämpferisch. Wenn er zum Boten werden würde, konnte das nur bedeuten, dass die Botschaft sich entweder verteidigen oder angreifen wollte. Auf jeden Fall würde sie sehr bald in die Geschehnisse dieses Krieges eingreifen. Und Daralion erschien neben Raleria wohl das am wahrscheinlichste Werkzeug dafür zu sein.
Der Schamane kam langsam in Sicht und Erendil warf seine Gedanken ab. Er musste sich auf das hier und jetzt konzentrieren. Daralion würden andere übernehmen. Nicht ohne Grund hatte er die meisten Mitglieder der Schattenhaften Erlösung zurückgehalten. Doch er selber musste nun nach Helheim und sich der Sache mit Raleria annehmen. Er wusste, dass er keinen Zugriff mehr zu ihr hatte und auch Ascas rechnete er wenig Chancen aus. Sylea wäre beinahe schon Opfer ihres Rachefeldzuges geworden. Es gab nur eine Person, welcher Raleria noch zuhören würde und da lag das Problem. Diese Person war tot. Gefallen in Nordend und wohl vor Jahren schon in die Schattenlande eingezogen. Nun eröffnete sich jedoch die Gelegenheit noch einmal mit dieser Person in Kontakt zutreten. Er musste die Gelegenheit um jeden Preis nutzen, Helheim betreten und von dort aus versuchen Tandoria zu finden.

***

Die Belagerung war im vollen Gange, als Skovald und Daralion die Pforte der Tapferkeit erreichten. Teufelsvrykul und Dämonen stürmten nebeneinander immer wieder auf das Festungstor zu, doch riesige Steinwächter und Sturmdrachen ließen niemanden passieren. Wieder fiel ihnen ein Dämon zum Opfer und löste sich kurz draufhin auf. Drei Protale waren für die Legion geöffnet worden. Große Kessel gefüllt mit Dämonenblut befanden sich auf einer unteren Ebene vor denen sich Schlangen von Vrykul bildeten. Daralion und Skovald bahnten sich ihren Weg, bis sich eine große Gestallt vor ihnen erhob. Der Nathrezim verbeugte sich überschwänglich: " Willkommen, Gottkönig. Eure Truppen warten." Skovald sah sich stolz um und nickte: " Es ist an der Zeit. Lasst den großen Ansturm beginnen. Bringt mich in die Halle die Tapferkeit." Der Dämonenfürst verzog grinsend das Gesicht: " Ihr habt einen Pakt geschlossen, Gottkönig. Wir können euch in die Hallen verhelfen, doch das hat seinen Preis." Daralion schmunzelte und auch Skovald schien gelassen: " Ihr bekommt die Aegis und ich Odyns Thron. So lautet der Pakt." Der Nathrezim zischte bestätigend und deutete dann auf Daralion: " Den will ich für mich und zwar auf der Stelle." Der Gottkönig warf Daralion einen Blick zu, wärend der Blutelf sich ruhig verhielt. " So sei es. Er gehört euch. Und nun lasst uns die Hallen Stürmen." Der Nathrezim verbeugte sich erneut und wärend Skovald sich den Fronttruppen anschloss, legte der Dämon seine Klaue auf die Schulter des Blutelfen und führte ihn ein Stück abseits, weg von der Belagerung. Daralion seufzte: " Diese Belagerung wird nicht erfolgreich sein. Ihr nutzt Skovald nur aus, nicht wahr?" Wieder grinste der Dämon finster: " Wie kommt ihr darauf?" Daralion wusste nicht, wo er anfangen sollte zu zählen. Zu viel war ihm bei der Ankunft hier aufgefallen: " Ihr schickt minimale Truppen über drei Portale und versucht es durch das Haupttor. Was ist mit euren mächtigen Schiffen? Eines eurer Kriegsschiffe könnte die Verteidigung problemlos überwinden. Außerdem sieht man nur sehr wenig eurer Infanterie. Ihr beschwört fast nur Wichtel hier her. Kanonenfutter wenn ihr mich fragt. Ihr lasst die Vrykul diesen Kampf austragen. Wenn sie Erfolg haben, gut. Wenn nicht, auch kein Problem." Sie blieben ein wenig abseits stehen und der Dämon ließ Daralions Schulter los: " Ihr seid ein geschulter Krieger, kleiner Elf. In der Tat gibt es für uns wichtigeres." Daralion nickte bei dieser Bestätigung seiner Vermutung: " Bleibt die Frage, warum ihr mich nicht geopfert habt." Der Nathrezim schüttelte sachte den Kopf: " Für euch gibt es andere Pläne, andere Befehle. Ihr habt Aufmerksamkeit erregt und jemand gedenkt euch anders einzusetzen." Daralion blickte hinauf zum Dämon: " Ihr wollt mich testen." Der Dämon erhob seine Hand und ein fledermausähnlicehr Dämon erschien an seiner Seite: " Ja. Wir werden euch prüfen. Doch nicht hier. Reist zum Hochberg und beweist, dass ihr eines größeres Schicksal würdig seit, Elf." Daralion zögerte nicht lange und stieg auf, woraufhin der Dämon sich sofort in die Luft erhob. Sein Plan hatte funktioniert. Er bekam seine Chance. Eine Chance die Vision aus den Höhlen des Blutenden Auges wahr werden zu lassen. In den Gipfeln von Hochberg würde er nun alles geben müssen. Dies war der Beginn seines Aufstiegs.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:57

Kapitel 17: Val´Sharah Teil 1 - Der Alptraum beginnt

Raleria legte sich schlafen. Vor wenigen Stunden hatten die südlcihe Grenze zu Val´Sharah passiert und nun einen ersten Lagerplatz aufgeschlagen. Die anderen Illidari trauten scheinbar noch nicht ihren Fähigkeiten und so wurde sie erstmal vom Wachdienst verschont. Ganz Unrecht hatten sie damit nicht. Zwar spürte sie, wie ihre neuen Kräfte ihr jeden Tag mehr und mehr in Fleisch und Blut übergingen, aber alleine der Gleitflug hier her hatte sie viel Kraft gekostet. Das und die angestrengten Überlegungen, wie sie den Verlust ihres einzigen Hinweises auf diese unbekannte Macht hier erklären konnte. Spätestens nach der Ruhepause würde dieser Umstand wohl auffliegen und dann hatte sie eine schmerzvolle Bestrafung zu erwarten. Sie wollte noch einmal jede Lüge im Kopf abspielen, welche ihr auf dem Weg hier her eingefallen war, doch sie merkte, dass sie sich nicht mehr konzentrieren konnte. Sie brauchte dringend Schlaf. Es dauerte nicht lange, bis sich ihre brennenden Augen schlossen und ihr Körper sich entspannte. Doch schnell kehrten in ihren Träumen auch wieder die Erinnerungen zurück. Die Erinnerungen an die eine Nacht, in der Erendil ihr alles nahm, was sie geliebt hatte. Erneut sah sie sein Lächeln, als das Haus ihrer Großeltern, sein Elternhaus von den grünen Flammen verzehrt wurde. Doch etwas war anders diesmal. Die Flammen änderten ihre Farbe. Aus Grün wurde ein dunkles Blutrot. Und auch ihr Onkel war anders. Er blickte sie an. Er legte eine Hand um ihren Hals und würgte sie. Dabei war seine Hand wie eine Klaue und seine Augen leuchteten plötzlich wie goldenes Licht. Aus seiner Stirn wuchsen Hörner und sein Gesicht wurde behaarter. Auf einmal war die Luft zerrissen von Gebrüll. Es waren Befehle. Kampflärm!
Raleria öffnete die Augen und blickte direkt in die des Satyr, welche sie versuchte im Schlaf zu erwürgen. Um sie herum kämpften die Illidari in Unterzahl. Ihr Lager wurde überrannt. Die junge Elfe versuchte sich zu befreien, doch der Satyr kniete auf ihr und ließ nicht locker. Verzweifelt blickte sich Raleria um. Sie war mit fünf anderen Jägern hier her gekommen. Davon standen nur noch drei. Darunter auch ihr Lehrmeister. Die Blutelfe spürte, wie ihre Kräfte unter dem Griff des Saty nachließen. Ihr Lehrmeister schrie auf und brach in sich zusammen. Fassunglos bemerkte Raleria, das sie die letzte war. Das ihre Mission gescheitert war. Es war vorbei...Nein! Es durfte nicht so enden....sie musste überleben! Sie wusste nicht warum. Sie wusste nicht wie. Doch mit einem Ruck steckte ihre Hand in der Brust des Satyrs, dessen abstoßendes Lächeln sich in ein eine Schockstarre verwandelte. Etwas geschah. Raleria spürte, wie etwas versuchte in ihren Arm einzudringen. Schnell warf sie den Satyr ab und packte ihre Gleven. Die anderen Satyr waren beschäftigt damit, die Leichen der Illidari zu druchsuchen und so nahm Raleria die Chance war und mit den Fähigkeiten, welche sie als Jägerin erlernt hat, stahl sie sich in die Nacht von Val´Sharah davon...

***

" Du bist das blinde Orakel.", sagte Ascas feststellend, als die Trollin ihn bei seiner Ankunft in Lorlathil in Empfang nahm. Zuldara lächelte und nickte freundlich: " Es ist schön euch endlich außerhalb meiner Visionen zu begegnen, Ascas Dämmerflucht." Ascas seufzte: " Also konnte mein Bruder mir doch einen Wachhund geschickt." " Eine Unterstützung.", korrigierte ihn die Druidin. Der Mönch nickte und murrte zugleich: " Eine blinde Unterstützung." Noch wärend er sich selber für diese Aussage am liebsten geohrfeigt hätte, antwortete Zuldara weiterhin freundlich: " Hier in Val´Sharah kann ein Druide blind mehr sehen, als jeder sehende Mönch. Ascas kam nicht umher, dies als Wahrheit einzustufen. Nach allem was er wusste, war dieser Ort die Heimatstätte aller Druiden. Sie hatten diesen Ort mit Cenarius Hilfe vor langer Zeit geschaffen. Ihre Kräfte waren ein Teil von ihm. " Verzeiht mir, ich bin nicht ganz Herr meiner Harmonie derzeit. Ich bin froh, dass ihr mir helfen wollt. Damit wird die Suche viel schneller erfolgreich sein.", sprach der Elf reumütig. Zuldara schüttelte den Kopf: " Dies kann ich euch nicht versprechen. Etwas geschieht hier grade. Ein alter Feind scheint erneut zu versuchen unseres Landes und unserer Kräfte habhaft zu werden. Kommt mit mir. Es gibt viel, das ihr wissen müsst, bevor ihr dort hinaus geht."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:58

Raleria ließ sich schnaufend an einem Baum nieder. Sie wusste nicht, wie lange sie gelaufen war. Sie musste nun wesentlich weiter im Norden sein. Ihre Augen tasten die Umgebung ab. Es war sicher. Oder nicht? Wenn die erfahrenen Illidari den Angriff nicht hatten kommen sehen, wie konnte sie dann davon ausgehen, mit ihren beschränkten Fähigkeiten dies zu schaffen. Wo waren die Satyre auf einmal hergekommen? Welche Macht hatte ihnen einen solch tödlichen Hinterhalt erlaubt?
Ralerias Hand schmerzte. Sie zog sich den Handschuh aus und sah, wie ihre Adern dick und schwarz hervor standen. Hatte sie sich an dem Satyr vergiftet? Sie hörte erneut Schreie. Sie kamen weiter von Norden her. Vorsichtig zog Raleria den Handschuh wieder an. Dann erklom sie vorsichtig mit einen Hügel von Baum zu Baum. Ihr Gleven hatte sie kampfbereit in der Hand, als sie die Kuppe des Hügels erreichte und auf ein NAchtelfisches Dorf blickte. Hier war grade eine Schlacht im Gange. Nachtelfen, scheinbar Druiden wehrten sich gegen Satyre und eine ganz eigene Art Wichtel. Die Druiden nutzten ausschließlich die Katzengestallt, um sich zu verteidigen und scheinbar gelang es ihnen die Angreifer zurückzuschlagen. Doch was war das? Kurz sah Raleria Magie aufblitzen und schon im nächsten Augenblick hatte sich die Anzahl der Angreifer drastisch erhöt. Satyre und Wichtel waren über all im Dorf erschienen. Das Blatt wendete sich. Doch die Druiden wurden nicht getötet. Viel mehr schien einer nach dem anderen das Bewusstsein zu verlieren. Grade noch im Kampf lagen sie plötzlich schafend am Boden. Eingehüllt in diese merkwürdige verderbte Magie.
Raleria ging in Deckung. Sie wollte das Geschehen weiter beobachten. Erfahren, was hier vor sich ging. Ihre Hand schmerzte erneut und für einen kurzen Augenblick blitzte eine gewaltige Energiequelle weit im Norden für sie erkennbar auf. War das der Ur...Raleria wurde schwarz vor Augen und viel bewusstlos auf den Waldboden...

***

" Der Alptraum? Ich habe davon gehört. Aber mir war icht klar, dass er in Verbindung zu der Legion steht.", sprach Ascas nachdenklich. Zuldara blickte mit blinden Augen vor sich her und der kleine Bach am Rande von Lorlathil plätscherte vor sich hin, als sie weiter erklärte: " Xavius, der erste Satyr und Herr des Alptraums bekam seine Kräfte vom Herrn der Legion persönlich. Es handelt sich um eine einzigartige Kraft der Legion, welche es so wohl nur auf Azeroth gibt." Der Blutelf nickte verstehend: " Durch diese Kraft können sie die Natur selbst gegen uns verwenden. Kein Wunder, dass die Legion diese Waffe nun einsetzt. Dann war das Holzstück, welches Raleria besaß ein Stück vom Alptraum. Doch was sollte sie damit anstellen?"
Die Trollin lächelte traurig: " Der Alptraum vernebelt auch meine Gabe der Visionen. Das letzte was ich sah, war das sie in Kontakt mit den Kräften des Alptraums gekommen ist. Ich könnte sie aufspüren, doch dafür muss ich selbst mit dem Alptraum in Verbindung treten." Ascas blickte die Druidin an. Er hatte von ihr gehört. Er wusste, dass diese Trollin sich bedingungslos für die Zukunft der Welt opfern würde. Doch war sein Schicksal und das seiner Tochter dieses Risiko wehrt? Die wenigsten Druiden erwachten wieder aus dem Alptraum. Und wenn sie erwachtetn, dann meist als verdrehte Version ihrer selbst. Zuldara lachte leise: " Sorgt euch nicht um eine blinde Frau, Mönch." Ascas schwieg. Diese Frau sah ohne Augen wohl weitaus mehr, als man dachte. " Also gut.", sagte er und stand auf. " Wenn wir Kontakt zum Alptraum aufnehmen wollen, wo müssen wir da hin?" Zuldara schloss kurz ihre Augen und antwortete: " Der Alptraum hat bereits Besitz von Shala´nir ergriffen. Der Ort ist gut bewacht. Doch es gibt noch einen Ort, nach dem es den Alptraum nun giert und wo er bald erscheinen wird. Der Tempel von Elune."
Ascas nahm seine Schwerter und seinen Rucksack: " Dann reisen wir zu diesem Tempel und schauen, was sich uns für eine Gelegenheit bietet. Nur wenn es uns wirklich weiter bringt, werde ich zulassen, dass ihr den Alptraum berührt." Zuldara lächelte freundlich und im selben Augenblick wandelte sich ihre Gestallt in die eines großen Rehs.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:58

Nebel umhüllte die Umgebung. Raleria konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Ziellos suchte seinen Weg heraus aus diesem Nebel. Sie hörte Stimmen flüstern. Doch sie verstand nicht, was sie sagten. Es war kalt...eiskalt. Wo war sie? Was war das für ein Ort? Die Nebel lichteten sich und sie sah einen gigantischen Baum. Er war verdorrt und sein Stamm mit roten Blasen überzogen. Er erschien ihr, wie das Stück Holz, dass sie gesehen hatte. Sie spürte seine mächtige natürliche Macht und sie sah, wie eine andere Macht ihn von den Wurzeln her an durch drang....eine wesentlich größere Macht.
Schlagartig schlug Raleria die Augen auf. Sie lag immer noch auf dem Waldboden auf der Kuppe des Hügels. Sie blickte auf ihre Hand, doch die Vergiftung schien abgeklungen zu haben. An sich fühlte sie sich erholter. Langsam stand sie auf und blickte auf das Druidendorf hinab. Die Satyre hatten gewonnen. Das ganze Dorf war gefallen und die Natur auf bizarre Weise verändert. Alles leuchtete rot und Violett. Der Wald wirkte, als sei Ralerias Traum wahr geworden. Der Ursprung dieser Verderbtheit lag also bei den Satyren. Raleria hatte nur wenig wissen über sie. Sie waren einst Elfen gewesen und dann von der Legion verwandelt worden. Doch was sie wirklich konnten und machten, dafür hatte sich die junge Elfe nie interessiert. Was sie nun aber sah, erschien ihr wie das Gegenteil des Druidentums. Vielleicht konnten ihr die Illidari mehr erzählen, jetzt wo die Quelle identifiziert war. Sie musste zurück nach Azsuna und berichten. Raleria wandte sich ab und ging ein paar Schritte nach Süden, als sie plötzlich stehen blieb. Der Seelensplitter! Ihr Meister hatte ihn bei sich getragen, als sie angegriffen worden waren und die Satyre hatten die Leichen geplündert. Leise fluchte die Elfe. Die Illidari waren egal. Sie musste diesen Splitter wieder haben. Sie musste diese Satyre ausfindig machen. Doch wie? Es schienen so viele!
Plötzlich spürte sie etwas hinter sich. Sie dreht sich um. Doch da war nichts. Dann plötzlich schien vor ihr etwas zu entstehen. Etwas manifestierte sich vor ihr, erst langsam, dann immer schneller. Raleria lächelte finster. Sie mochte ihre neuen Augen. Die Magie nahm Gestallt an. Bald würde ein Satyr direkt vor ihr stehen. Das war ihre Chance! Im Augenblick, als der Satyr eine körperliche Gestallt annahm, hatte die Dämonenjägerin schon längst Ziel genommen. Mit einem gezielten Tritt in die Magengegend ging das gehörnte Wesen zu Boden, ehe es begriff, was hier grade geschah. Überrascht blickte das abscheuliche Wesen sie an und versuchte sofort zu entkommen. Nein! Raleria brauchte antworten und sie würde diese bekommen. Raleria fokusierte ihn, hielt ihre Gleven fest in der Hand. Nebel stieg vom Boden her auf und umhüllte die Umgebung. Der Wald verdorrte um sie herum. Doch das interessierte Raleria nicht. Dieser hier, würde ihr nicht entkommen!
Entsetzen stand dem Satyr ins Gesicht geschrieben und dann fauchte er: " Wie ist das möglich? Was bist du?!" Raleria hob ihre Arme in Kampfhaltung und erst jetzt bemerkte sie, dass die dämonischen Glyphen auf ihrem Armen die Farbe verändert hatten. Das giftige Grün, war einem tiefen Rot gewichen. Doch das spielte jetzt keine Rolle. Was auch immer es zu bedeuten hatte, es bot ihr die Chance endlich Antworten zu erhalten. Die junge Dämonenjägerin ging in den Angriff über...

***

Ascas stieg von dem Reh ab, als dieses vor den Treppen eines uralten Elfentempels stehen geblieben war. Kaum hatte der Mönch den Rücken des Tiers verlassen, da veränderte dieses auch schon seine Gestallt in die einer blinden Trollin. " Dies ist der älteste Tempel, welcher der Mondgöttin geweiht ist.", erklärte Zuldara. Erfürchtig betrachtete Ascas den Bau und schritt langsam die Treppe hinauf. Zuldara folgte ihm. Sie schritten auf das Eingangstor zu und Ascas klopfte an das alte Holz. Knirschend öffnete sich das Tor und ein Nachtelf, gkleidet in den Roben der Priesterschaft von Elune, blickte die zwei Weggefährten an. Ascas faltete die Hände zusammen und verneigte sich: " Seid gegrüßt, Priester. Meine Freundin und ich...." Ascas brach ab, als der Blick des Gesicht des Elfen pures Entsetzen wiederspiegelte und dieser in hinter sich brüllte: " Schlagt Alarm!" Ascas blinzelte und blickte zu Zuldara, welche die Nase in die Luft streckte und dann flüsterte: " Sie sind hier..."
In dem Moment lief Ascas ein Schauer über den Rücken, ausgelöst von einem eiskalten Winde. Er wirbelte herum und sah, wie die Waldgrenze im Osten sich zu verwandeln began. Die Bäume verdorrten im Eiltempo und Nebel stieß zwischen ihnen hervor. Der Mönch hörte, wie sich zwischen den Bäumen etwas näherte. Es waren viele...sehr viele. Die Glocke des Tempels wurde geschlagen und der Blutelf und die Trollin machten den Wachen des Tempels platz, welche auf den großen Platz strömten. Die Schlacht um den Tempel der Elune hatte begonnen...
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:58

Der Körper des Satyrs erschlaffte und Raleria löste ihre Hand von seiner Kehle, wodurch der leblose Körper zu Boden fiel. Sie schnaufte und der Schweiß tropfte von ihrer Stirn. Das war die Antwort auf all ihre Fragen gewesen. Sie verstand nun alles. Ihr Meister hatte es ihr damals versucht zu erklären. Versucht zu erklären, wie Dämonjäger an ihre Macht kommen. Das sie die dämonischen Kräfte ihrer Opfer in sich aufnehmen und sie zu ihren eigenen machen. Doch da war noch mehr....Erinnerungen...Wissen. Alles verknüpfte sich nun im Kopf der jungen Blutelfe. Die Satyre hatten den Alptraum erschaffen. Sie hatten das Geisterreich des Lebens von Azeroth mit dämonischen Kräften verdorben, um dann die Geisterwelt mit der Realität verschmelzen zu lassen. Das war auch der Kern ihrer Fähigkeiten. Sie sprangen aus dieser Geisterwelt in die Realität, um dort ihre unvorbereiteten Opfer zu überraschen. Und wie alles dämonische, ernährte sich auch der Alptraum von Seelen. Deshalb töten Satyre ihre Gegner nicht, sondern versuchten sie vorrangig in den Alptraum zu ziehen.
Sie selber hatte diese Fähigkeiten unbewusst angenommen, als sie den Satyr beim Überfall getötet hatte. Was ihr das für Möglichkeiten eröffnete. Sie konnte überall unentdeckt hingehen, solange der Alptraum dort Fuß gefasst hatte. Sie konnte in die Köpfe ihrer Feinde eindringen. Sie brauchte die Illidari nicht mehr. Sie brauchte den Seelensplitter nicht mehr. Der Alptraum war mächtig genug, um sowohl ihren Vater als auch ihren Onkel in die Knie zu zwingen. Doch dafür musste sie noch mehr von ihm haben. Sie musste nochmehr Diener des Alptraums finden und sie ihrer Kräfte berauben. Suchend blickte Raleria sich um. Hier war nichts mehr außer Nebel in diesem verdorrten Wald, welcher eine Version von Val´Sharah darstellte, wie sie nun wusste. Die Elfe suchte sich den nächsten hochgewachsenen Baum und mit der Hilfe ihrer Schwingen, erklomm sie diesen recht zügig. In der Krone angekommen, fiel ihr Blick direkt auf den großen Baum im Norden. Es war ohne Zweifel einst ein Weltenbaum gewesen, doch nun hatte der Alptraum dort seine MAcht zusammengezogen. Von dort aus versuchte er Val´Sharah zu verschlingen. Die Quelle des Alptraums schien verlockend, doch noch zu gefährlich für Raleria.
Dann erregte etwas im Westen ihre Aufmerksamkeit. Dort endete der verdorrte Wald in etwas Entfernung. Das war also die Grenze des Alptraums. Doch dort tummelten sich eine Reihe Energien, dämonische und druidische. Eine Schlacht! Wie passend. Auf beiden Seiten schien es Opfer zu geben. Dort konnte sie ohne großen Widerstand weitere Essenzen des Alptraums sammeln. Die junge Elfe glitt von Ast zu Ast nach Westen, der Schlacht entgegen.

***

Die Schlacht hatte begonnen und der Vorplatz des Tempels der Elune wurde zu ihrem Schauplatz. Druiden, Priester und Tempelwachen wehrten die Satyre ab. Kurz darauf griff die Wildnis ein. Urtume, Dryaden und selbst Plfanzen. Es war eine Schlacht der Natur, wie sie selbst der erfahrene Mönch noch nicht erlebt hatte. Neben ihm ging Zuldara mit ihren blinden Augen grade wegs auf die Front zu. Ascas packte sie intinktiv an der Schulter: " Wo wollt ihr hin?" Zuldara blickte den Blutelfen nicht an: " Ich muss den Alptraum berühren, wenn ich eure Tochter finden will." Ascas blickte nach vorne zur Front. Er wusste, dass eine blinde Trollin nicht lange überleben würde, auch wenn diese hier schon so manch bemerkenswertes Talent bewiesen hatte. Zuldara schien seine Zweifel wieder wahrzunehmen: " Ihr werdet mich doch beschützen, oder?" Erneut tasteten seine Augen die Front ab. Die Verteidigung schien zu halten, also stimmte er murrend zu und nahm seine Hand von der Schulter der Trollin und zog seine Schwerter: " Versucht in meiner Nähe zu bleiben." Die Trollin lächelte und packte seinen Umhang.
Sie bahnten sich ihren Weg nach vorne und erreichten die erste Linie des Feindes. Ascas fackelte nicht lange und begann alles, was schwarz, rot oder violett leuchtete aus den Weg zuräumen. Zuldara deutete auf einen Pavellion am Ende eines Weges. Er war bereits vom Alptraum umgeben. Ascas verstand und machte sich ans Werk. Langsam rückten sie vor durch das Getümmel. Grade dachte Ascas etwas blau schimmern zu sehen, im Pavellion, als Zuldara hinter ihm aufschrie. Der Mönch wirbelte herum und sah die Trollin kniend auf dem den Steinboden der Straße. Ein Pfeil steckte in ihrer Schulter. Doch woher...über ihnen kreischte etwas. Satyre auf verderbten Fledermäusen! Der Feind griff aus der Luft an und würde wohl bald die Kontrolle über die Schlacht übernehmen. So würden sie ihr Ziel niemals erreichen. Seinen Blick noch zum Himmel gerichtet, merkte der Mönch plötzlich, wie die Trollin an ihm vorbei schritt. Zuldara tastete sich weiter Richtung Pavellion vor. Pfeile schlugen links und rechts neben ihr ein. Ascas musste etwas gegen diese verfluchten Fledermäuse unternehmen. Suchend blickte er sich um und sein Blick fand eine tote Tempelwache in ein paar Meter Entfernung. Neben ihr lag ein Bogen. Der Mönch hastete los, packte sich den Bogen und einen Pfeil vom Rücken des Leichnams. Es war ewig her, dass er einen Bogen in der Hand hatte. Er nahm Ziel, konzentrierte sich. Der Pfeil wurde von knisternden Blitzen umgeben. Der Mönch ließ die Sehne los und der Pfeil fand sein Ziel. Der Satyr stürzte zu Boden und die Fledermaus flüchtete. Schnell griff der Mönch nach dem nächsten Pfeil. Zuldara schritt weiter voran. Der Blutelf verschwendete keine Zeit und schickte einen Pfeil nach dem anderen auf die Reise. Nicht alle waren Treffer. Nicht alle hatten die erhoffte Wirkung. Er war halt schon länger kein Waldläufer mehr. Doch Zuldara war fast am Ziel und je näher sie kam, desto heller wurde das blaue Leuchten aus dem Pavellion.
Etwas war da plötzlich beim blauen Licht im Pavellion. Ein Satyr von beeindruckender Größe und Statur entstand aus dem nichts und versperrte Zuldara den Weg. Ascas giff nach einem weiteren Pfeil. Leer...der Köcher war leer. Schnell ließ er den Bogen fallen, zog wieder die Schwerter und sprintete los. Der große Satyr erblickte die Trollin, welche aprubt stehen geblieben war. Er hob seine Hand in den Himmel. Ascas lief. Seine Füße wurden umgeben von dem blauen Leuchten des Tigerrauschs. Zu spät...ein roter Strahl...nur ganz kurz...ein Knall...der Körper der Druidin wurde wie eine Puppe zur Seite geschleudert und war hinter dem verderbten Gebüsch nicht mehr zu sehen...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 15:58

Ascas sprintete weiter. Das blaue Leuchten des Tigerrauschs umgab seine Füße und brachte ihn den großen Satyr schnell näher. Dieser lächelte finster in die die Richtung, wo Zuldara verschwunden war. Dann bemerkte er den Mönch und schmunzelte. Seine Hände formten eine Kugel aus roter Energie. " Eine weitere Seele für den Alptraum." sprach er und schleuderte seinen Zauber dem Blutelfen entgegen. Ascas versuchte der Kugel auszuweichen, doch diese wuchs in ihrer Größe drastisch, als würde die Umgebung sie näheren. Der Mönch blieb ruckartig stehen und hob die Arme zur Verteidigung. Die Kugel traf ihn und verpuffte. Kurz nur schien etwas am Geist des Mönches zu zerren, doch ohne Erfolg. Selbst etwas verwundert ließ Ascas die Arme sinken. Der Satyr knurrte und schon fast beleidigt brüllte er: " Niemand entzieht sich meinem Alptraum!" Er warf die Arme in die Luft und der Boden begann sich zu bewegen. Wurzeln brachen durch die Straße und schlugen nach Ascas, welcher nun unbeirrt seinen Weg fortsetzte. Die Erde hob sich und die Straße ging plötzlich steiler hinauf. Der Angriff des Mönchs auf den Pavellion verlor an Schwung, doch zum eindeutigen Missfallen des Satyrs, dachte Ascas gar nicht daran, zu stoppen. Er würde den Satyr niedermähen und sich dann um Zuldara kümmern. Schließlich nannte der Satyr das hier "seinen Alptraum". War er der Anführer der Satyre?
Ascas hob die Schwerter. Knisternde Blitze bildeten sich um die Klingen, während ihr Träger weiter alle Gewandheit aufbrachte, um den scheinbar lebendigen Boden zu überwinden. Langsam verging dem Satyr das Lächeln und bereitete seine Klauen wohl auf einen Nahkampf vor. Eine dicke verdorrte Wurzel brach durch die Straße direkt vor Ascas´s Füßen. Der Mönch nutzte die Gelegenheit und ließ sich von ihr ein Stück den Hang hinauf werfen. Er ging in den Nahkampf über und stieß mit einer Klinge nach vorne. Metall traf Metall. Ascas Vormarsch war gestoppt, als die andere Klinge sein Schwert abfing. Und so drückte er jetzt sein Schwert gegen die Kriegsgleve seines Gegenübers. Der Satyr lachte aus voller Kehle. Er drehte sich um und griff sich den blauen tränenförmigen Edelstein, welcher am Ende des Pavellions schwebte. " Ihr habt euch Xavius Wohlwollen verdient, Mädchen.", sprach er und löste sich in einem Farbspiel aus Rot und Schwarz auf. Der Mundwinkel der Blutelfe zuckte zu einem leichten Lächeln. Ascas hingegen blickte geschockt in die brennenden Augen seiner Tochter. Raleria festigte ihren Griff um die zweite Gleve und schlug zu.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 29 Jan 2017, 16:54

Zwischenspiel 3: Verheerende Schicksale


Daralion schwebte durch die Lüfte den mächtigen Gipfeln des Hochbergs entgegen. Die Legion hatte ihn gefunden und sie bot ihm ein Schicksal an. Doch welches würde es sein? Der Blutelf lächelte. Das Schicksal von Skovald war auf mehrere Weisen hilfreich gewesen. Zum einen hatte sich Daralion als nicht unnützlich beweisen können. Zum anderen hatte er gesehen, wie die Legion mit Dienern umgehen konnte, wenn sie wollte. Er war gewarnt. Er würde kein Bauernopfer sein, wie so viele Diener der Legion vor ihm. Eigentlich würde er überhaupt kein Diener sein. Was auch immer die Legion ihm anbot, er würde Herr seines eigenen Schicksal bleiben. Und sollte ihm die Legion opfern wollen, so würde sie das zu spüren bekommen...

***

Asildur feierte innerlich. Auf des Schattens Geheiß war er nach Sturmheim aufgebrochen, um endlich mit der Jagd auf den letzten Leh`Nister zu beginnen. Und kaum hatte seine Fledermaus die Grenze nach Sturmheim passiert, sah er einen geflügelten Dämon mit einem Blutelfen unweit von ihm entfernt, welcher Richtung Hochberg flog. Was für ein Streich des Schicksals! Zwar konnte seine Fledermaus nicht mit der Geschwindigkeit des Dämons mithalten oder ihn gar einholen, aber damit hatte der untote Waldläufer der Schattenhaften Erlösung eine frische Spur. Es würde eine kurze Jagd werden...

***

Assabad erwachte und sein Körper schmerzte nicht, sondern war steif. Er muss Tage hier auf dem Steinboden der Drogbahöhle gelegen haben. Langsam richtete er seinen Oberkörper auf. Seine Rüstung war an der rechten Brust zerfetzt, doch die entstandene Wunde gut versorgt. " Ihr seit endlich wach.", sprach ihn eine tiefe Stimme an. Es war der Drogbar, welchen er zuletzt gesehen hatte und nun erkannte der Verlassene ihn auch. Es war der Gefangene der Tauren gewesen. Sein Name war Navarrogg, wenn Assabads Gedächtnis ihn nicht trügte. Navarrogg deutete mit einem dicken Finger in die Ecke neben dem Untoten: " Der Drache lässt euch grüßen. Er meinte, dass ihr das da brauchen könntet." Assabad blickte in die Ecke und sah eine alte rostige Rüstung sowie Schild und Schwert. Es war seine eigene Ausrüstung aus der Zeit, als er den Pakt der Gezeiten im Auftrag der Aspekte angeführt hatte...

***

Ascas wich zurück, doch zu spät. Ralerias Gleve traf ihn am Oberarm und hinterließ dort einen blutigen Schnitt. Der Mönch machte ein paar Sätze zurück. Die Dämonenjägerin spurtete hinterher. Sie wollte ihrem Vater keine Zeit schenken. Ihn jetzt treffen, wo er unvorbereitet war. Ein großer Stein krachte vom Himmel herab zwischen die beiden und die junge Blutelfe schaffte es grade noch zur Seite auszuweichen. Ein Donnergrollen hallte durch die Luft und mit ihr erschien ein Verdammnislord in aller seiner Größe und Pracht. Die Schlacht um den Tempel der Elune hatte eine neue Stufe erreicht. Der Dämon übernahm das Kommando über die Truppen des Alptraums. Riesige Urtume schleuderten Steine auf die Reihe der Feinde. Neue Fledermausreiter waren im Anflug und auf dem Boden traf Verstärkung für die Druiden ein. Ascas´s und Ralerias Blicke trafen sich. Sie wussten beide, dass dies keine Bühne für ein Duell zwischen Vater und Tochter war. Und so war es Raleria, welche den Rückzug in die nördlichen Wälder antrat. Dabei schlug sie einen offensichtlichen und überschaubaren Weg ein. Der Mönch verstand. Es war eine Einladung. Wollte er seine Tochter retten, so würde er sie annehmen müssen...

***

Zuldara lag auf dem Boden. Ihr Körper war stark getroffen von Xavius Zauber. Doch Val´sharah flüsterte ihr zu, was grade vor sich ging. Es war also soweit. Vater und Tochter von Angesicht zu Angesicht. Die blinde Trollin grub ihre Finger in den Waldboden und flüsterte ihm etwas zurück. Er musste es erfahren. Dann knackte ein Ast neben ihr. Zerbrochen von einem Huf. Xavius grinste sie von oben herab an und in seinen Händen hielt er die Träne der Elune. " Ich habe dich nicht vergessen. Du wirst mein Geschenk an die kleine Elfe sein.", sprach er verschlagen. Zuldara spürte, wie die Verderbtheit von Val´sharah sie umhüllte und in sie eindrang. Der Alptraum begann ihren Geist zu vernebeln...

***

Renar linste vorsichtig vom Rand des Kraters hinab in die Teufelsbastion. Das war also die Macht der Brennenden Legion. Dem sonst abgebrühten Blutelfen lief es eiskalt den Rücken hinab. Eine Allianz der Shal´dorei und der Brennenden Legion war kaum beizukommen. Die einzige Chance lag darin, die Shal´dorei gegen ihre Herrscherin aufzubringen. Nur so konnten sie verhindern, dass Suramar zum Ausgangspunkt für den Weltuntergang würde. Hoffentlich hatte Magrid gute Vorarbeit geleistet. Doch selbst wenn, sie würden weitere Hilfe brauchen. Er nahm die kleine Kugel heraus und begann zu sprechen in der Hoffnung, dass es in Silbermond noch jemanden gab, der zuhörte. Dann machte er sich auf den Weg zum Mondsichelforum, wo Magrid hoffentlich durchhielt...

***

Erendil drehte ließ den Seelenstein des Vrykul auf seiner offenen Hand routieren. Gespannt blickten er, Sylea und Shaturgal auf das Ergebnis. Dieser "Seelenkompass" würde ihnen schon bald den Weg nach Helheim zeigen. Den Weg zur Pforte in das Reich der Toten...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 06 Feb 2017, 22:59

Kapitel 18: Suramar Teil 1 - Spiel der Schatten

Renar legte den Fischer sanft auf dem feinen Sand des Strandes nieder. Stumm entschuldigte sich der Blutelf bei seinem entfernten Verwandten. Doch er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Renar hatte die gewaltige Stadt Suramar aus der Ferne begutachtet und der einzig sichere Weg in sie hinein war der über das Wasser. Dieser Fischer hier war die schnellste Möglichkeit gewesen ein Boot zu bekommen. Auch wenn er wahrscheinlich unschuldig war in diesem Krieg, so brauchte ihn Renar als Mittel zum Zweck. Wenigstens war er schnell gestorben. Der Blutelf zog eine Maske hervor, welche er vor der Abreise von Fanloen geschenkt bekommen hatte und zog sie kurz dem Shal´dorei auf. Die Glyphen auf der Maske leuchteten kurz auf. Dann steckte Renar die Maske wieder in seinen Rucksack. Er zog den Körper des armen Kautz ins nächste Gebüsch und begab sich danach zum Schiff. Mit einem leichten Schubs rutschte es vom sandigen Strand hinaus ins offene Wasser. Mit einem eleganten Sprung landete der Blutelf im filigran gearbeiteten Boot. Selbst bei einem einfachen Fischerboot bewiesen die Shal´dorei ihre Kunstfertigkeit.
Es dauerte nur ein paar Padelschläge, dann tauchte vor dem Bug auch schon die Bucht von Suramar auf. in ihrem Zentrum die gewaltige Nachtfestung. Verbunden über eine lange Brücke mit den restlichen Vierteln der Stadt. Es war später Abend und so leuchtete die ganze Stadt wie ein Lichtermeer aus Sternen. Es war fast wie die Reise in eine der alten Geschichten, welche man sich unter den Sin´dorei über die alte Zeit erzählte und aus der Ferne hätte man auf eine prächtige Stadt im absoluten Frieden schließen können. Doch Renar wusste, was ihn erwartete. Das Suramar dieser Tage war kein Ort für eine Hafenrundfahrt. So hielt er das Boot auf Kurs zu einer der Südwestlichen Anlegestellen nahe des Mondsichelforums. Es würde nicht leicht werden, sich durch die Stadt einen Weg zu bahnen. Es blieb nur zu hoffen, dass Magrid wirklich Freunde in dieser Stadt gefunden hatte. Aber selbst wenn. Alleine der Weg zu ihnen, würde eine Herausforderung für einen Fremden werden. Er musste sich auf alles besinnen, was er über Infiltration gelernt hatte. Er durfte nur ein Schatten sein, zumindest vorerst.
Das Boot glitt durch das ruhige Wasser der Bucht und kam den Anlegestellen immer näher. Langsam erkannte Renar die fürchterlichen Details von Suramar dieser Tage. Wachen der Shal´dorei zogen ihre Kreise wo man nur hinsah. Und all das unter der Aufsicht von Dämonen der Brennenden Legion. Renar dämmerte es langsam, auf was für ein Spiel er sich hier eingelassen hatte. Er griff in den Rucksack. Er nahm die Maske und setzte sie auf. Der Zauber begann seine Wirkung zu entfalten und die Illusion umhüllte ihn. So näherte sich das Fischerboot wieder dem Hafen, gesteuert von seine ursprünglichen Besitzer, einem einfachen Fischer der Shal´dorei. Die Stadtwachen erblickten ihn und musterten ihn scharf, bevor sie ihn anlegen ließen. Das Spiel der Schatten in Suramar hatte begonnen...


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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 16 Feb 2017, 00:22

Renar saß in einer dunklen Ecke in einem der offenen Türme des Basars von Suramar und betrachtete das abendliche Treiben dort. Der erste Teil seiner Mission war erfolgreich gewesen. Er hatte Magrid gefunden, welche sich am Mondsichelforum unter das Volk gemischt hatte. Doch auch wenn sie hilfreiche Informationen gesammelt hatte und ihre Einweisung in die örtlichen Begebenheiten detailiert genug waren, um damit vorerst arbeiten zu können, so verweigerte sie sich doch noch einer größeren Rolle in diesem Spiel. Das leidende Volk mit Nahrung und diesem Arkwein zu versorgen war zwar sehr hilfbereit. Doch brachte es die Rebellion nicht weiter, noch schwächte es die Verteidigung der Stadt für einen baldigen Angriff der Verteidiger Azeroths.
Der Blick des jungen Blutelfen glitt über die Dächer hinweg zum Mondsichelforum. Immer wieder fragte er sich nach dem Wieso. Wieso war die Kontrolle der Stadtteile so unterschiedlich? Wieso wurde das Mondsichelforum kaum überwacht, während hier auf dem Markt und im Handwerkerviertel, also direkt um das Forum herum sich Stadtwachen und nicht grade kleine Dämonen bei Patroulien die Klinke in die Hand gaben? Magrid hatte berichtet, dass die Obrigkeit der Shal´dorei die Eingänge zum Forum aus dem Schatten heraus kontollieren ließ. Doch wenn sie dazu in der Lage waren getarnt Kontrollen an den Zugägngen durchzuführen, warum dann nicht auch auf dem Forum selber? Magrid und ihre Freunde unter den Nachtsüchtigen hätten schon längst auffliegen müssen. Es gab einen Plan, nach dem die königstreuen Nachtsüchtigen handelten und es ärgerte Renar, dass er diesen noch nicht in der Lage war zu durchschauen. Vielleicht wurde es Zeit, einen dieser Agenten direkt zu befragen. Für die Bürger waren sie vielleicht unsichtbar, nur ein paar Bürger unter vielen, doch er hatte die nötige Ausbildung, um sie zu erkennen.
Renar zog die Maske auf. Zumindest vorerst war dies sicherer. Als Fischer getarnt, suchte er sich seinen Weg zu einer der Brücken, welche über den kleinen Kanal zwischen Mondsichelforum und Basar führte. Mal sehen, wer hier wesen Tarnung als erstes durchschauen würde.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 26 Feb 2017, 23:14

Der Shal´dorei hielt sich im Schatten nahe der Brücke, als seine Wachablösung eintraf. Er nickte ihm zu: " Das wurde auch Zeit. Was hat dich aufgehalten?" Die Wachablösung stellte sich mit ihn in den Schatten: " Besondere Instruktionen. Sie wollen wissen, wie lange es noch dauern wird, bis der Plan vollzogen werden kann." Der erste Shal´dorei zischte sichtlich unzufrieden: " Woher sollen wir das wissen? Es war die Idee der Legion hier sich alle versammeln zu lassen. Wer weis, wie viele Rebellen noch in den anderen Vierteln zögern." Der Zweite nickte zustimmend: " Wie viele sind es denn heute dazu gekommen?" Die Wache schaute auf einen Zettel mit hastig gekritzelten Namen: " Drei bekannte Verräter und vier Verdächtige. Sie sind zum Gasthaus gegangen, so wie alle anderen auch. Langsam wird es hier voll. Sind denn die Schiffe bereit, um die Verräter abzutransportieren?" Die Wachablösung zögerte kurz: " Ja, die Schiffe sind bereit. Aber es gibt noch Probleme am Ablieferungsort." Wieder zischte die erste Wache: " Das ist das Problem der Legion, nicht unseres. Ich fand den Ort für das Deportationslager von vornherein schlecht gewählt. Es liegt zu nahe an Azsuna. Wer weis, ob der eine Verteidigungspunkt der Legion dort ausreicht." Wieder nickte die Wachablösung zustimmend. Kurz herrschte Schweigen zwischen den beiden Nachtgeborenen.
Der erste seufzte: " Ich werde dann jetzt in der Nachtfestung meinen Bericht abgeben." Er machte einen Schritt nach vorne, als der zweite Shal´dorei ihm den Weg versperrte: " Das kann ich leider nicht gestatten." Ehe die erste Wache wusste, wie ihr geschah, funkelte kurz ein Dolch und bohrte sich in seinen Hals. Der zweite Nachtgeborene, zog seinen Kamaraden um die Ecke in eine schmale Gasse und legte ihn in die vorbereitete Kiste. Er griff in seine Tasche und tröpfelte ein wohlduftendes Öl über den Leichnam seines Kamaraden, dann machte er den Deckel zu. Er griff in sein Gesicht und nahm es ab. Renar atmete einmal tief durch. Das hatte besser funktioniert, als er es sich erhofft hatte. Es hatte nicht lange gedauert, bis er die Agenten der Nachtfestung identifiziert hatte. Hier an diesem Eingang zum Mondsichelforum fand er die besten Vorraussetzungen für seinen Plan. Zwei Tage lang studierte er den Vorgang der Wachablösung und bereitete alles vor. Vor wenigen Augenblicken hatte er die Wachablösung an einer geeigneten Stelle abgefangen und den Illusionszauber der Maske überschrieben. Alles für dieses kurze Gespräch.
Nun war er wesentlich schlauer. Man gab also vor, dass das Mondsichelforum ein sicherer Hafen für alle Feinde der Nachtfestung ist. Geplant war wohl eine Säuberung, wenn genug von ihnen sich hier leichtgläubig versammelt hatten. Doch was den jungen Blutelfen besonders beunruhigte war, dass das Gasthaus in dem auch Magrid sich aufhielt als Mittelpunkt der Rebellion benannt wurde. Renar überlegte. Er konnte die Erstürmung oder Deportation nicht alleine aufhalten und es gab noch kein Anzeichen bezüglich einer Erstürmung der Stadt durch die Verteidiger Azeroths. Er musste Zeit schinden, doch wie? Würden noch mehr Agenten verschwinden, würde er die Vergänge hier nur beschleunigen. Die einzige Chance war, das DEportationslager zu finden und die Vorgänge dort zu verlangsamen. Er hatte eine Ahnung, wo er danach suchen musste. Bei seiner Reise durch Azsuna hatte er eine Bastion der Legion umgangen. Der Aussage dieser Wache hier nach, musste sich auf der gleichen Höhe am Flussufer von Suramar dieses Lager befinden. Dies bedeutete, dass er das Invasionlager der Legion komplett umgehen musste. Zwei Tage würde er mindestens brauchen. Viel mehr Zeit, als MAgrid noch eine warnende Nachricht zu hinterlassen hatte er also nicht mehr. Renar zog sich die Maske wieder auf und wurde wieder zu einem Agenten der Nachtfestung.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 19 März 2017, 16:45

Renar blickte auf das Lager am Fluss welcher Suramar und Azsuna von einander trennte. Die Legion war fleißig gewesen und ihr Wirken zeigte deutlich den Schrecken, welchen das Mondsichelforum bald wiederfahren sollte. Käfige, Opferaltäre und wirbelnde Protale der Legion. Alles errichtet unter Aufsicht mächtiger Dämon deren Art dem jungen Blutelfen unbekannt war. Doch mehr noch als die Dämonen erregten die Shal´dorei die Aufmerksamkeit von Renar. Wo ihre Haut normalerweise von feinen silbernen Linien durchzogen war, leuchteten sie bei diesen Nachtgeborenen grün. Sie hatten Teufelsmagie in sich aufgenommen. Die Legion hatte also angefangen die "Würdigen" aus dem Volk von Suramar in die Legion zu intigrieren. Der Rest der Nachtgeborenen würde als Opfer dienen.
Nicht noch mehr Zeit verlieren wollend, zog sich Renar die Maske auf und in Gestallt eines Agenten der Nachtfestung näherte er sich dem Lager. Zwei verderbte Shal´dorei stellen sich ihm in den Weg: " Nur der Mitglieder des Dämonenpakts haben hier Zutritt in den Teufeslseelenvorstoß. Was also wollt ihr hier, Schattenklinge?" Renar stockte. Das Volk der Nachtgeborenen hatte sich also mittlerweile in drei Kasten unterteilt: Opfer der Legion, Diener der Legion und angehörige der Legion. Wenn dem so war, konnte er als Schattenklinge hier nichts ausrichten. " Ich bringe den aktuellen Bericht vom Mondsichelforum.", sagte Renar schnell und salutierte. Die Wachen des Dämonenpakts blickten ihn misstrauisch an: " Und wieso schickt die Nachtfestung einen einfachen Boten?" Renar stockte erneut. Wie tief war die Spaltung in der Shal´dorei? " Er ist keiner von euch.", zischte eine Stimme und einer dieser unbekannten Dämonen näherte sich. Er schwebte über den Boden und seine Augen, wenn er überhauptwelche hatte, waren unter einer Kapuze versteckt. Der Dämon hob die Hand und Renar spürte, wie die Maske auf seinem Gesicht kurz vibrierte. Noch ehe der junge Blutelf registrierte, dass sein Illusionszauber so eben aufgelöst wurde, hatten die Teufelsnachtgeborenen ihr Waffen gezogen.
Renar riss sich die Maske vom Gesicht und machte auf der Stelle kehrt. Er konnte es ihnen allen gleichzeitig aufnehmen. Ihm blieb nur ein schneller Rückzug. Doch zu seiner eigenen Überraschung befand sich eine der Wachen bereits vor ihm und schnitt ihm den Weg ab. Diese Shal´dorei kombinierten Magie mit ihren Kampfkünsten wesentlich stärker als es selbst die Sin´dorei taten. Er war umstellt. Schnell zog er die Dolche und wägte ab, welche Taktik die zwar geringe aber zumindest existente Chance bot, aus der Situation zu entkommen. " Ah, sie kommen...", zischt der Dämon scheinbar vergnügt. Renar blickte über die Schulter und folgte dem "Blick" des Dämons zum Flussufer. Dort trafen Schiffe aus Suramar ein. Sie waren vollbesetzt mit arg mitgenommenen Nachtgeborene gefesselt mit Ketten aus Teufelsmagie und bewacht von Mitgliedern des Dämonenpakts. Instinktiv blickte Renar nach Osten und hinter den Felsen stieg eine Rauchsäule empor, dor, wo in etwa das Mondsichelforum liegen musste. Der junge Blutelf ließ seine Dolche fallen. Fast im selben Augenblick wurden seine Hände auch schon fon Teufelsmagie zusammengeketten. Er hatte versagt und war geschlagen worden in seinem eigenen Spiel der Schatten...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 26 März 2017, 14:53

Die Luft war ungewöhnlich stickig und der Boden ausgetrocknet so nahe am Fluss. Renar hockte zusammengekauert in einem Metallkäfig. Es war circa ein Tag her, seit er gescheitert war. Nun saß er hier ohne Waffen und ohne Rüstung. Alles was er bei sich hatte, wurde ihm genommen. Am Anfang hatte er die Gefangenen beobachtet, immer auf der Suche nach Magrid. Doch mittlerweile konnte er seinen Blick kaum mehr heben, bei dem Anblick des gequälten Volkes und dem, was die Legion ihm antat. Die Herrscherin hatte ihr eigenes Volk nicht einfach nur verraten. Sie hatte es verdammt. Diese Elisande...Renar konnte nicht ausdrücken, was er ihr am liebsten antun wollte. Selbst seine vorgenommene Jagd auf Daralion rückte bei diesem Zorn in den Hintergrund. Doch schnell verflog dies alles wieder, angesichts der Tatsache, dass er nichts mehr unternehmen konnte. So wie damals, als er auf der Höllenfeuerhalbinsel unter seinen toten Eltern begraben lag, bis Lyrander ihn fand. So wie damals, als er eben diesen tot in seinem Arbeitszimmer fand und Daralion die Jagd auf ihn eröffnete.
Zwei Wachen des Dämonenpakts traten an seinen Käfig heran. War es nun soweit? Hatte dies alles nun ein Ende? Würden sie ihn durch ein Portal schicken oder ihn aussaugen, bis er nichts mehr war, als eine leere Hülle? Der eine Shal´dorei öffnete den Käfig, während der andere seinen Speer auf den Blutelfen richtete. Der erste packte ihn und zog ihn grob auf die Beine: " Es ist Zeit für dich." Renars Mundwinkel zuckte. Er wehrte sich nicht und ließ sich einfach mitschleifen. Die zwei Shal´dorei trieben ihn vor sich her in Richtung eines Netherportals und an diesem vorbei. Sie schritten den Weg bergauf entlang zu dem Altar, wo die Eredar den verzweifelten Shal´dorei die Seelen aussaugten und daran vorbei. Ihr Weg führte sie hinaus aus dem Lager bis an den Waldrand. Kurz vor der ersten Baumlinie ließen sie den jungen Blutelfen auf die Knie fallen. Renar blickte nicht auf. " Wie?", war das einzige, was er noch erschöpft herausbekam. Einer der Shal´dorei kniete sich zu ihm herab: " Eure Botschaft. Wir haben euren Signalgeber aufgespürt und den Rest haben die Geschehnisse am Forum erledigt." Renar atmete erleichtert aus und nickte verstehend. Der Shal´dorei zog sein Gesicht ab und stand als Schattenläufer von Quel´Thalas wieder auf. Auch die zweite Wache beendete ihre Illusion. Renar hatte es bereits am ersten Satz am Käfig gemerkt, am Akzent des "Nachtgeborenen." Ein thalassisches Schlachthorn ertönte und in der Baumreihe vor ihnen war auf einmal Bewegung. Kräftiges Stampfen war zu hören, so wie das ziehen dutzender Schwerter. In den Baumwipfeln kreischte etwas. Die Baumreihe teilte sich, als zwei große Arkangolems aus dem Wald marschierten, gefolgt von Sonnenkreigern und Waldläufern. Aus dem Baumkronen erhboen sich mehrere Drachfalken sammt Reiter. Sie alle zogen an dem erschöpften Renar vorbei und stürmten zum Schlag gegen den Teufelsseelenvorstoß und zur Befreiung der Nachtgeborenen. Silbermond war gekommen, um Suramar zu befreien.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:12

Kapitel 19: Hochberg Teil 2 - Blutige Rache

Assabad musterte die Pläne von Toroks Fels im Kerzenschein, welche Navarrogg für ihn in den sandigen Höhlenboden gezeichnet hatte. Das Taurendorf der Bluttotems erinnerte ihn vom Aufbau her unweigerlich an Donnerfels. Ihm war klar, dass es ebenso schwierig zu einzunehmen sein würde. Doch er und die Drobar waren entschlossen. Morgen würden sie das Dorf mit allem angreifen, Sie konnten nicht zu lassen, dass der Bluttotemstamm sich formierte und gegen Donnertotem in den Kampf zog. Nicht so lange dort noch keine Einigkeit herrschte. Navarrogg und sein Stamm schienen entschlossen ihre Loyalität gegenüber der Erbin Hulns zu beweisen. Das war edler als man es von diesem primitiven Volk erwartet hätte, befand der alte Verlassene. Doch seine eigenen Pläne waren simpler. Seit er wieder wieder auf den Beinen war, kam ihm immer wieder Toroks Gesicht vor Augen. Wie sich diese Fratze, halb Dämon halb Tauren köstlich darüber amüsierte eine kleine diplomatische Gruppe einem Eredar zu opfern. Torok war nun mächtig, keine Frage. Doch er hatte auch seine Ehre verloren und würde nun die Assabads Rache zu spüren bekommen...

***

Daralion schritt durch die Höhle, an dessen Eingang der Dämon ihn abgesetzt hatte. Außer Fledermäusen schien es hier nichts zu geben. Wie sollte er sich der Legion hier beweisen? Langsam und Schritt für Schritt ging der den Weg entlang, welcher immer steiler wurde. Es war ohne Zweifel ein Durchgang zu einem höheren Plateau. Dann plötzlich wurde die Stille durch ein irres Kichern unterbrochen. Daralion zog vorischtig und so Gerräuschlos wie möglich sein Schwert und hob die Fackel hoch über seinen Kopf. Es war nichts zu sehen. Doch vor ihm schien der Pfad in eine größere Höhle überzugehen. Vorsichtig ging er weiter. Wieder dieses Lachen. War es der Schall oder waren es tatsächliche mehrere. Der Blutelf betrat die große Höhle. Der Weg führte weiter wie eine gigantische Brücke aus Stein quer durch den ausgehüllten Berg. Doch was Daralions Aufmerksamkeit wirklich erweckte, befand sich zu ihrer linken und rechten. Auf schmalen Pfaden an den Höhlenwänden hüpften Unmengen Wichtel herum und auf einem kleinen Felsvorsprung stand der Eredar und blickte hoch zur Steinbrücke. Ihrer beider giftgrünen Augen trafen sich und es war sofort klar, dass beide sich hier treffen sollten...

***

Asildur fluchte. Er hatte Daralion verfolgt und noch gesehen, wie dieser die Höhle betreten hatte. Es wäre zu offensichtlich gewesen, ihm direkt zu folgen und so suchte der untote Waldläufer nach einem anderen Eingang. Auf dem Hochplateau wurde er fündig. Er stieg von dort die Höhle langsam hinab. Wenn ihn sein Instinkt nicht täuschte, würde Daralion ihm entgegen kommen und so legte sich der Verlassene mit gezücktem Bogen auf die Lauer. Doch der Blutelf tauchte nicht auf. So schlich der Asildur langsam den Höhlenpfad hinab. Es dauerte nicht lange, bis er einen großen Höhlenkomplex erreichte und die Schar Dämonen erblickte. Auch Daralion war zu sehen, wie er einen schmalen Pfad zu den Dämonen hin betrat. Am anderen Ende stand ein Eredar, scheinbar wartend. Der untote Waldläufer hatte sich zurückziehen müssen. Er wäre niemals nahe genug heran gekommen und hatte keine Chance alleine gegen einen Trupp der Brennenden Legion.
Er knabberte an seinen Fingernägeln. Er konnte den Blutelfen nicht entkommen lassen, nicht schon wieder. Schon einmal hatte er diese Schmach erlitten und brannte nun darauf, seinen Ruf wieder reinzuwaschen. Er wollte Rache für diese Beleigung. Doch wie sollte er das nun anstellen? Als er den Höhlenausgang erreichte, fiel ihm der Bericht ein. Ein weiteres Mitglied des Schattenhaften Erlösung war wohl ganz in der Nähe. Zu zweit ständ ihre Chance schon anders. Es war immer noch heikel, doch Asildur hatte so manches gehört über den erfahren Krieger Assabad von Darroheim. Zusammen würden sie Daralion stellen und Asildur würde seine Vergeltung bekommen...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:12

" Ich bleibe dabei.", sagte Assabad entschlossen. Asildur warf dem Krieger einen finsteren Blick zu: " Ihr habt dem Orden die Treue geschworen und der Schatten gab einen klaren Befehl." Assabad schüttelte sachte den Kopf: " Es ist euer Befehl, nicht meiner. Ich sollte den Hochberg stabilisieren und dazu muss ich mich der Schlacht gegen die Bluttotems anschließen." Asildur schlug wütend mit der knochigen Hand auf den Tisch zwischen den beiden: " Daralion Leh`Nister ist ebenso eine Gefahr für Hochberg. Ganz zuschweigen von den Dämonen." Assabad betrachtete den Waldläufer. Er verstand das Anliegen, mit dem Asildur zu ihm gekommen war. Doch jede Faser in ihm wollte diese Schlacht schlagen. Zu groß war sein Wunsch nach Vergeltung. Asildur wurde ungeduldig. Zulange schon hatte die Suche nach dem anderen Verlassenen des Ordens der Schattenhaften Erlösung gedauert. Mit jeder Minute riskierte er, die heiße Spur zu Daralion zu verlieren. Er gab auf: " Dann werde ich diese Aufgabe alleine auf mich nehmen. ICh wünsche euch viel Ruhm und Ehre bei eurer Schlacht, Assabad von Darroheim." Assabad blickte den Waldläufer an und nickte: " Und euch wünsche ich eine gute Jagd. ICh stoße zu euch, sobald die Schlacht morgen geschlagen ist und Toroks Fels gesichert ist." Asildur hörte dem Krieger schon gar nicht mehr zu und verließ das Zelt in die Finsternis der Nacht hinaus.

***

" Ihr wollt also, dass ich mich in dieser Höhle verstecke?", fragte Daralion den Eredar sichtlich unzufrieden. Der rothäutige Dämon nickte: " Sobald die Bluttotems sich gesammelt haben, werden wir Donnertotem angreifen und ihr werdet Teil unserer Armee sein. Bis dahin werdet ihr hier verweilen." Daralion schmeckte das nicht. Doch er bekam die Gelegenheit, seinen Wert für die Legion zu beweisen. Doch was dann? " Wie wird meine Belohnung dafür aussehen, dass ich mein Schwert für euch in Blut bade?", fragte er frei heraus. Er war kein Freund von diplomatischen Spielchen, so wie es Lyrander gewesen war. Der Eredar zeigte kein Zeichen von Emotionen: " Was kann die Legion einem Blutelfen geben?" Silbermond. Das wäre Daralions ehrliche Antwort gewesen. Doch er wusste, dass es dafür noch zu früh war. Ein anderer Gedanke kam ihm in den Sinn. Er erinnerte sich an die Erzählung des alten Orcs auf der Höhlenfeuerhalbinsel: " Ich will wissen, was es mit der Botschaft auf sich hat, welche sich im Grabmal des Sargeras befindet." Der Eredar nickte zustimmend: " So soll es sein. Kämpft für uns und ihr werdet das Wissen erhalten, was bisher nur die Boten in ihrer Gänze erhalten haben."
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:12

Die ersten Sonnenstrahlen glitten über Kante des Hochplateaus von Hochberg und tauchten die große Totemgeötze von Toroks Fels in feuriges Rot. Assabad blickte zu seiner Rechten wo sich der Anführerder Dunkelsteindrogbars, Navarrogg, ein letztes Mal versicherte, dass die Bluttotems ihren Vormarsch im Schutze der Dunkelheit nicht bemerkt hatten. Dann gab er das Handsignal. Ein Drogbar bließ in ein Horn und der Angriff began. Sie hatten sich über ein schamanistisches Ritual bis an die Südgrenze des Dorfes bringen können. Toroks FEls selber war von Teufelsmagie eingehüllt und unerreichbar somit. Also hatten sie sich mit ihrer kleinen beschaulichen Armee hinter einem Erdhügel versteckt. Nun stürmten sie los. Die bulligen Drogbar bahnten sich ihren Weg zum Aufstieg und mitten unter ihnen versuchte Assabad schritt zu halten.
Die Tauren reagierten schnell. Trommeln wurden geschlagen, Fackeln entzündet. Die ersten Verteidiger machten sich daran den Aufstieg zu sichern. So kam es zum ersten blutigen Zusammenprall kurz vor dem Eingang des Dorfes, auf halber Höhe des Steilpfades. Assabad bahnte sich seinen Weg in die vordere Reihe, mit zwei frisch geschliffenen Schwertern. Er hatte keine Lust gehabt auf seinen Schild. Er sollte diesen Krieg eh nicht überleben. Warum also das unvermeitliche hinauszögern. An der fordersten Front angekommen, erkannte er scnell, diese Schlacht war zwar klein, doch die Kräfte welche hier auf einander trafen, gewaltig. Die Drogbar waren meister der Erdmagie und wussten die Elemente auf ihrer Seite. Doch die Bluttotems hatten wohl mehr als nur einen Becher Dämonenblut bekommen. Ihre Geweihe leuchteten griftgrün, ebenso wie ihre Augen. Ihr Fell wies das gleiche Blutrot, wie bei dein Eredar auf. Hier kämpfte wahrhaftig Azeroth gegen die Legion. Und er war mitten drin. Seine Instinkte übernahmen. Sein Durst nach Vergeltung trieb ihn an. Stück für Stück. Schritt für Schritt ging es für die Angreifer bergauf.
Es war mühsam, doch letzten Endes passierten sie die Dorfgrenze am Ende des Steilpfades. Sie hatten es geschafft. Sie hatten Toroks Fels betreten. Von hier aus an, würde der Kampf wesentlich leichter. Das Kampffeld wurde weiträumiger. Allen war klar, wer den zentralen Dorfplatz besitzt, hat die Schlacht so gut wie gewonnen. Die Verluste auf beiden Seiten nahmen zu, doch die Drogbar hatten sich nun nahezu alle auf dem Dorfplatz eingefunden, während die Bluttotems ihre Verstärkung nur Tröpfchenweise über die Hängebrücken nachrücken lassen konnten. Der Verlassene wollte nicht sagen, dass es leicht war. Doch er hatte mehr Widerstand von den kampflustigen Bluttotems erwartet. Er erreichte die nördliche Grenze des Dorfplatzes und blickte sich um. Die Drogbar hatten sich alle hier versammelt und die Bluttotems zogen sich nun Schritt für Schritt zu den Hängebrücken zurück. Navarrogg schloss zu Assabad auf: " Da ist der Verräter!" Er deutete mit einem dicken Finger zum Felsvorsprung, welcher ebenfalls über eine Hängebrücke mit dem Dorfplatz verbunden war. Dort stand er vor einem großen Zelt und begleitet von einer kleinen Anzahl kräftiger Wachen...Torok. Assabad schätzte ab. Es war möglich. Sie konnten es mit einem Trupp dorthin schaffen und der Schlacht ein Ende setzen. Er konnte Vergeltung üben.
Torok schien das Geschehen zu beobachten. Dann hob er die Hand und neben ihm hämmerte ein Tauren mit aller Wucht auf einer Trommel herum. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, als die Schluchten um den Dorfplatz herum bedrohlich grün anfingen zu leuchten. Aus vier Richtungen stieg Teufelsmagie wie eine Fontäne hinauf in den dämmernden Morgenhimmel und senkte sich langsam Richtung Dorfplatz. Genau über ihren Köpfen trafen die chaotischen Energien aufeinander. Und langsam, ganz langsam, bildete sich am Himmel ein Strudel aus grünem Licht. Ein Portal! Es war eine Falle! Der verdammte Waldläufer hatte recht gehabt...Assabad blickte in die Schlucht hinab und erkannte im Norden einen Teufelskristall im Mittelpunkt eines Rituals, durchgeführt von zwei Tauren. Er wendete seinen Blick wieder zu Torok, als dessen gehässiges Gelächter zu ihnen rüber schallte. Assabad knurrte. Er blickte hoch zum Himmel. Noch war das Portal nicht offen, doch lange würde es nicht mehr dauern. Er musste sich entscheiden. Er konnte die Beschwörung stoppen oder Torok angreifen. Er konnte vernünftig sein oder seiner Wut nachgeben. Der Verlassene festigte den Griff um seine Schwerter und hastete los...

***

Der Strudel tauchte die Höhle in ein grünes Leuchten. Langsam wuchs er und schon bald würde sich vor Daralions Füßen ein Portal in ein nahegelegenes Taurendorf öffnen. Schnell hatte sie die Kunde der Bluttotems erreicht. Sie wurden angegriffen. Nun standen Daralion und verschiedenste Dämonen bereit, um die Angreifer nicht nur abzuwehren, sondern sie vernichtend zu schlagen. Diese Schlacht sollte wohl der Auftakt zur Eroberung des Hochbergs sein. Daralion wartete ungeduldig. Wie lange würde das dauern. Er wollte los, raus aus dieser Höhle. Er wollte sich verdienen, was ihm zustand. Es war Zeit für seinen persönlcihen Rachefeldzug gegen die freie Welt von Azeroth...

***

Asildur tastete sich langsam den Höhlengang hinab bis zu der Stelle, wo er schon einmal war. Wo er Daralion und die Dämonen gesehen hatte. Wieder viel sein Blick auf den Blutelfen, auf den Eredar und die Scharr von Dämonen. Doch sie standen versammelt, versammelt vor einem größer werdenden Strudel aus grünem Licht. Ein Portal...Nein! Der Blutelf würde ihm nicht noch einmal entkommen. Die Schmach von Immersang würde sich nicht wiederholen. Langsam tastete er sich heran. Er nahm einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn schon mal an die noch entspannte Sehne des Bogens. Er musste näher heran. Er musste dort hin, wo er selber keine Deckung mehr hatte. Ihm blieb nur ein Schuss und die Hoffnung, nicht vor diesem entdeckt zu werden. Doch das war nun alles egal. Es war Zeit für Wiedergutmachung...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:13

Scheppernd und fast das Gleichgewicht verlierend kam Assabad den Hang hinab gestürmt. Er hielt auf die zwei Tauren und den Teufelskristall zu. Das Portal war wichtiger als Torok. Die Tauren bemerkten ihn und einer brach seinen Zauber ab. Er stellte sich dem Verlassenen in den Weg, bäumte sich da bei zu voller Größe auf. Der Verlassene hielt auf den Tauren zu. Er durfte nicht stoppen. Bald würde das Portal sich mitten über dem zentralen Platz öffnen und dann wäre die Armee der Dunkelsteindrogbar dem Untergang geweiht. Der Tauren formte eine Kugel aus Teufelsmagie und richtete sie auf den heranstürmenden Krieger. Assabad ließ sich nicht beirren. Er lief weiter. Er musste an diesem verderbten Mitglied der Bluttotems vorbei, egal wie. Die Kugel wurde ihm entgegen geworfen. Assabad tauchte halb zur Seite weg, doch auch die Kugel änderte ihre Flugbahn, gesteuert durch ihren Schöpfer. Fluchend hob der Krieger die Arme, um den Aufprall abzudämpfen. Mit voller Wucht prallten der Untote und die Kugel aufeinander und nach einem lauten Knall fand der Untote sich auf dem staubigen Boden wieder. Seine Schwerter lagen auf dem Boden. Seine Plattenhandschuhe und Armschienen war zerfetzt. Die Kugel hatte ihm viel von dem restlichen trockenen Fleisch seiner Hände weggebrannt.
Am Himmel knisterte es. Assabad blickte auf dem Rückend liegend hoch zum Studel aus grünem Licht, welcher sich nun verdichtete und in der Mitte sich langsam ein Loch öffnete. Der Tauren schritt auf den Verlassenen zu. Erneut formte er einen Zauber aus Teufelsmagie. Mühsam richtete sich Assabad auf, doch er würde sich vor einem weiteren Angriff nicht schützen können. Er war geschlagen und sie würden die Schlacht um Toroks Fels verlieren. Eine Hand aus Stein erhob sich aus dem Boden und fegte den Tauren beiseite, als wäre er eine nervige Fliege. Zwei Drogbar schlossen zu Assabad auf und halfen ihm umgehend auf die Beine. Das Portal am Himmel öffnete sich und gab den Blick auf eine Höhle frei. Das nervige Gelächter von Wichteln erfüllte die Luft.
Kurz schloss Assabad die Augen. Dann packte er ein seiner Schwerter. Er holte Schwung und surrend kreiste die Klinge im hohen Bogen durch die Luft. Assabad konnte nicht hinsehen. Mit geschlossenen Augen dauerte es für ihn eine halbe Ewigkeit bis er etwas vom Aupfrall hörte. Ein Klirren, dann das zerspringen von Glas. Ein Wutschrei von einem Tauren vor ihm und kniesternde Magie. Assabad zwang sich die Augen zu öffnen. Sein Schwert lag auf dem Boden, umgeben von grünen Splittern, welche kurz zuvor noch der Teufelskristall gewesen waren. Danaben stand der verbliebene Tauren der Bluttotems, wütend und frustriert zu gleich. Der Strahl aus Teufelsmagie riss ab und am Himmel gab es einen lauten Knall. Laut ausatmend und gefühlte tausend Kilo leichter ließ sich Assabad wieder zu Boden fallen. Das Portal war verschwunden.

***

Daralion zog sein Schwert und die ersten Wichtel spurteten los, als sie durch das geöffnete Portal ganz klar Bluttotem sahen. Doch grade, als die ersten Wichtel die Grenze des Portals erreicht hatten, gab es einen lauten Knall und das Portal war verschwunden. Mit einem Schlag herrschte Stille. Kein Wichtel wagte es mehr zu lachen. Es gab keine Befehle, keine Bewegung. Daralion verstand recht schnell. Der Plan der Legion war gescheitert. Sein Seufzen durchbrach die Stille. Er steckte sein Schwert weg und drehte sich nur noch mit dem Schild in der Hand von der Stelle weg, wo eben noch das leuchtende Portal war. Er blickte auf und riss instinktiv den Schild hoch. Der Pfeil prallte an der Kante des sich hebenden Schildes ab, hinterließ einen blutigen Strich auf der Wange des Blutelfen, ehe er in einem der Wichtel stecken blieb. Daralion hatte den Pfeil im letzten Augenblick kommen sehen und zog nun sofort wieder die Klinge seines Vaters. Sein Blick tasteten die oberen Ränge und fand den Schützen, welcher ohne Deckung auf ihn hinab blickte, ein Verlassener. " Tötet ihn!", brüllte der Eredar, welcher nun scheinbar ein Opfer für seinen Zorn über den fehlgeschlagenen Plan gefunden hatte. " Nein!", fauchte Daralion ihn an. " Dieser da gehört mir...", fügte er hinzu, ehe er sich seinen Weg hinter einer Deckung aus Felsen auf die oberen Ebenen bahnte.

***

Asildur zog einen weiteren Pfeil, doch Daralion war schon hinter Felsen verschwunden. Die Blicke der Dämonen waen auf ihn gerichtet, doch sie schienen ihn nicht angreifen zu wollen. Nur der Blutelf war mit gezogenen Waffen verschwunden. Dieser verfluchte Elf. Es hatte so wenig gefehlt. Doch scheinbar war es doch nich die letzte Chance, die sich dem Waldläufer bot. Bevor die Dämonen es sich anders überlegen konnten, legte er einen Pfeil nach und suchte sich seinen Weg auf eine der unteren Ebenen.

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