Das letzte Kapitel

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 01 Mai 2016, 20:01

Assabad blickte hoch zu den schwebenden Felsbrocken, welche auf den Schatten tanzten. Hinter ihm zog Sylea davon, während Assabad betrübt zurück blieb. Er fühlte sich unwohl und schuldig. Sylea begann diesen Abend ungewohnt ungeduldig und das zu recht. Sie wollte Klarheit über sich und den Schatten. Sie wollte wissen, warum sie für diese Reise ausgewählt worden war. Warum ihr so viele sagten, dass sie bestimmt war. So gern hätte der Verlassene ihr die Wahrheit erzählt. So gerne hätte er sie beobachtet, wenn sie alles erfuhr, was sich um den Schatten herum abspielte. Doch er durfte nicht. Zu groß war das Risiko, dass Sylea den Rest der Reise oder gar die Prüfung nicht mehr ernst nahm.
Assabad blickte in die Schatten und knurrte: " Ich hoffe du weist, was du ihr zu mutest." Er drehte sich um und machte sich auf den Rückweg zum Hafen des Drachenmalclans. Der letzte Abend mit Sylea stand bald bevor. Die Elfe hatte viel gelernt und viele Emotionen in dem verfallenen Körper des Verlassenen geweckt. Sie hatten beide von einander gelernt. Assabad würde alles daran setzen, dass der letzte Abend sie dafür rüsten würde, zu bestehen, was vor ihr lag. Dabei dachte er nicht mal nur an Garatas Prüfung. Nein, die wahre Prüfung würde bald das Leben für sie bieten und er wusste nicht, ob er dann noch da war, um ihr beizustehen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 01 Mai 2016, 20:11

Der Verlassene blickte der Elfe nach und etwas in seiner Brust war dabei zu zerspringen. Die gemeinsame Reise von Assabad und Sylea war vorüber. Ihr Wege trennten sich. Unweigerlich fühlte sich Assabad Jahrzehnte zurück versetzt. Er stand damals vor seinem Haus und blickte seiner Tochter hinterher, welche mit ihrem Mann nach Stratholme umzog. Damals hatte ihn eine Leere beschlichen und die gleiche Leere drohte ihn auch wieder in ihm aufzukommen. Wie war das möglich nach einer so kurzen Reise? Wie konnte diese Frau so viele Emotionen und Gedanken in so kurzer Zeit in einem Wecken? War es das, was den Boten damals läuterte? Hatte er sie deshalb erwählt?
Sylea verschwand im Schrein der zwei Monde. Assabad wusste was auf Sylea nun zukommen würde. Garatas machte keine halben Sachen bei den Prüfungen. Er ließ sich dabei nicht von Sympatien leiten. Doch diese Elfe war bereit. Nicht wegen ihres Wissens oder ihres Ehrgeizes, nein. Sie hatte ein Talent, dass nur die wenigsten hatten. Sie war in der Lage Personen für sich zu gewinnen und ihnen das Gefühl zu geben, zu leben. Selbst er als Verlassener musste das feststellen. Welch Ironie des Schicksals, dass er so kurz vor seinem Tod noch einmal sich so lebendig fühlte. Er wusste nicht, ob sich ihre Wege noch einmal kreuzen würden. Es blieb ihm nur das, was er schon lange nicht mehr hatte, Hoffnung.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 01 Mai 2016, 20:22

Garatas ließ sich erschöpft auf dem kalten Stein von Unterstadts Boden nieder. Die Prüfung war anstrengend gewesen. Lange war es unklar, ob Sylea bestehen würde. Oft stand ihr Schicksal auf der Kippe. Doch sie hatte sich gefangen und es geschafft. Sylea hatte die Prüfung des Schattens bestanden und Garatas musste lächeln. Der Schatten hatte genau gewusst, womit er Sylea fordern konnte. Es war keine Prüfung von Wissen oder Fertigkeit gewesen. So etwas setzte man im Orden von Beginn an vorraus. Es war eine Prüfung ihrer Willenstärke, ihrer geistigen Ausdauer und ihrer Emotionalenbeständigkeit gewesen. Nicht viele können klaren Geistes bleiben, wenn man ihnen vorgaukelt sie hätten alle unwissentlich veraten und alles verloren. Auch die Elfe hatte getaumelt. Auch Sylea wäre beinahe zerbrochen, doch sie hatte sich gefangen. Sie war nicht davon gelaufen und hatte an ihren Gedanken festgehalten. Auch in dunkler Stunde war sie standhaft geblieben. Sie hatte sich wärend der Reise mit Assabad so verändert. Sie war verschlossen gewesen und uneinsichtig. Sie hatte zu knabbern an ihrem Schicksal und ihren Weltvorstellungen. Garatas hatte sogar eher das Gefühl gehabt, ein Mädchen auf die Reise geschickt zu haben. Doch Sylea war als Frau zurückgekehrt. Bereit sich der Zukunft zu stellen und so erfüllte der Priester ihr auch gerne den letzten Wunsch. Sylea war nun auf dem Weg, um mit dem Schatten zu sprechen...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 05 Mai 2016, 13:10

Kapitel 7: Der Weg des ersten Boten


Das Wasser des Flusses schwabte immer wieder über das Ufer. Der Nebel war so dicht, dass Ascas den Höhleneingang kaum erkennen konnte. Der Blutelf saß schon im Boot während der Bootsführer die pandarische Familie am Ufer aufforderte sich zu beeilen. Bald würde es Nacht und die Überfahrt nach Binan durch die Saurokhöhlen waren schon bei Tag gefährlich genug. Es schien als würde die Familie sich hier trennen. Der Vater stieg mit dem älteren Sohn in das Boot, während die Mutter mit dem jüngsten zurückblieb. Endlich setzte sich das Boot in Bewegung und der ältere Sohn winkte stolz seinem kleinen Bruder zu und dieser hoffnungsvoll zurück, ehe der Nebel den jeweils einen für den anderen verschlang. Das Boot tauchte ein in die dunkle Höhle und es wurde schwarz um das Boot herum. Auch die Gedanken von Ascas schwebten beim Gedanken an die Brüder zurück in eine fernere Zeit...

Es war Aufruhr im Haus der Dämmerflucht. Der junge Ascas ging den Flur entlang und sah, wie seine Großmutter seine Mutter tröstete. Sein Vater, Großvater und seine große Schwester befanden sich im Nebenraum bei fast geschlossener Tür. Was war geschehen? Warum weinte seine Mutter? Sie hatten grade alle die Schlacht gegen die Horde und sogar das Drachenfeuer überlebt und waren heimgekehrt. Was konnte so schlimmes geschehen sein, dass es die ganze Familie betraf?
Ascas schritt zur Tür und drückte diese leicht auf. Sein Blick viel auf seine Schwester, welche geschockt vor sich hin blickte. Dann erblickte er seinen Vater mit regungsloser Miene und seinen Großvater mit mitleidvollen Augen. Vor den dreien auf dem Boden lag eine Rüstung. Es war nur eine Rüstung, doch der junge Ascas erkannte sie sofort. Es war eine Dämmerfluchtrüstung. Jeder aus der Familie bekam eine, wenn er alt genug war. Diese hier war blutverschmiert und und es gab nur ein Familienmitglied, welches er seid seiner Rückkehr nicht mehr gesehen hatte, sein kleiner Bruder Erendil.
Ascas ´s Geist arbeitete immer langsamer und sein Herz schlug immer schneller, als sich das Puzzel in seinem Kopf zusammensetzte. Den schmächtigen und zu jungen Erendil hatten sie als einzigen vor der Schlacht bei seiner Mutter und Großmutter zurückgelassen. Es war der Wille seines Vaters gewesen, der in Erendil keine Stärke sah, seid dieser eine Arkanistenausbildung begann, statt dem Militär beizutreten, wie es Tradition bei den Dämmerfluchts war. Erendil war maßlos enttäuscht gewesen, als er zurückgelassen wurde. Ascas blickte seinen Bruder mitleidig an. Er selber hatte lange mit seinem Vater diskutiert und angeboten, auf Erednil auf dem Schlachtfeld aufzupassen. Erst zu spät hatten sie festgestellt, dass Erendil sie belauscht hatte. War Erendil ihnen gefolgt, um ihn zu finden? War es seine Schuld gewesen?

An diesem Tag zerbrach etwas in Ascas. Das erstemal fühlte er sich schuldig für das Leid von anderen. Erst viel später hatte er erfahren, dass Erendil nicht gestorben war, sondern nur als Gefangener der Horde zu den Verherrten Inseln gebracht wurde. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich ihre Wege wieder kreuzten und als es soweit war, hatte er seinen Bruder nichtmal erkannt. Seit dem er die Wahrheit wusste, fühlte sich Ascas für Erendils Schicksal und seine Taten verantwortlich. Nun schien dieser seine dunklen Machenschaften bis auf die Spitze zu treiben. Es war Ascas`s Verantwortung diese zu beenden. Es gab keinen Weg mehr zurück. Die Stimme seines Unterbewusstseins gab dem Mönch dabei recht und ließ keine Zweifel aufkommen.
Die Schwärze um sie herum weichte hellem Mondlicht und die Sterne funkelten am Himmel des Kun-Lai, als das Boot in Binan anlegte. Ascas setzte seinen Fuß entschlossen aufs Festland. Seinen Blick stets Richtung Westen gewandt...
.


Zuletzt von Ascas am Sa 07 Mai 2016, 14:07 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 07 Mai 2016, 14:05

Ascas ließ Binan hinter sich. Noch in der Nacht bahnte er sich seinen Weg nach Westen und schlug erst eine Wegstunde weiter sein Nachtlager auf. Wer wusste, wo Erendil diesmal seine Ohren und Augen überall hatte.
Sein Nachtlager lag auf einer kleinen Anhöhe. Von hier aus konnte er weit blicken. Er sah das Tor zum Tal der Ewigen Blüten leicht südlich. Doch unweigerlich glitten seine Augen zu den Leuchtfeuern im Nordosten und Nordwesten. Das eine war ein Lager der Horde, dass andere der Allianz. Sie lagen nahe beieinander und in beiden Lagern bestand die Besatzung größtenteils aus Pandaren. Sie waren Bauern gewesen, bis eine Invasion der Yaungol sie zwang ihre Dörfer zu verlassen. Heimatlos blieb ihnen nur eine Wahl. Die Allianz unterstützen oder die Horde. Ascas lehnte sich im trockenen Wildgras zurück. Er erinnerte sich noch gut, wie schwer es sein kann, im Krieg eine Seite zu wählen...

Es war eine halbe Ewigkeit vergangen, seid Erendils "Tod". Ascas war unter den Waldläufern Silbermonds zum Leutnant aufgestiegen. Er hatte den Angriff der Geißel und der Amanitrolle überlebt.Sein Ansporn dabei war stets gewesen, dass niemand mehr wegen ihm leiden musste. Natürlich hatte er Freunde verloren in den Kriegen der jüngsten Zeit. Doch er wusste stets, dass er sein Bestes gegeben hatte. Doch nun nach fast drei Jahrzehnten, wurde seine Überzeugung und seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt. Er versuchte mit einer Hand die Blutung an seinem linken Auge zu stoppen. Was war das für ein Wahnsinn hier? Der Sonnenwanderer hatte von einem gelobten Land gesprochen und nun standen sie hier auf der Höllenfeuerhalbinsel und wehrten sich mit letzter Kraft gegen eine Dämoneninvasion. Sein Vater hatte Ascas erzhält, es wäre die Gelegenheit für Ruhm und Ehre. Doch der Waldläufer kam nicht umher die Sinnlosigkeit dieser andauernden Kämpfe zu erkennen.
Er nahm die Hand vom Auge. Es war äußerlich mit Blut verschmiert, schien aber selber unverletzt. Die Teufelswache lag niedergestreckt am Boden. Ascas atmete tief durch und trat den Rückzug an. Es hatte keinen Sinn hier alleine verletzt weiterzukämpfen. Vielleicht sollte er heimkehren, um sich zu erholen. Heimat...der Begriff war für Ascas ins wanken geraten. Bis vor kurzem war Silbermond alles für ihn. Doch dann war er eine Gruppe Elfen begegnet, die ihm eine andere Welt gezeigt hatten. Sie lebten fern ab in Kalimdor auf einer Insel, welche sie Aman Ethala getauft hatten, "Neue Heimat". Sie waren die Gesellschaft von Silbermond satt gewesen und geflüchtet. Ascas war eingeladen worden von der jungen Elfe Tandoria. Er hatte andere dort kennengelernt. Mit Ilarion und Venya verband ihn schnell eine Freundschaft. Auch ihre Anführerin Sitari schätzte er. Doch allen voran hatte Tandoria Gefühle für ihn entwickelt. Gefühle, welche er schnell erwiederte. Und so verbrachte er immer mehr Zeit auf Ethala. Fern ab vom Krieg und zusammen mit Freunden und einer Liebe.
Sein Vater hatte schnell davon erfahren und ihn zur Rede gestellt. Es passte nicht in sein Bild der absoluten Aufopferung für das Reich und so stellte er Ascas vor die Wahl. Entweder Silbermond oder Aman Ethala. Ascas konnte diese Wahl nicht treffen. Er schob die Entscheidung hinaus und glücklicher Weise kam der Marschbefehl in Richtung Scherbenwelt. Doch nun hatte er genug. Er würde seine Heimat wählen.

Ascas atmete tief durch. Die Müdigkeit in der Stille der Nacht am Kun-Lai überkam ihn. Wie ironisch, dass am Ende weder Silbermond noch Ethala seine Heimat geworden war. Es war Pandaria geworden. Er glaubte nicht, dass sich dies vor dem Ende noch einmal ändern würde. Doch nun waren all seine Heimaten in Gefahr...Silbermond, Ethala, Pandaria. Die Stimme in seinem Unterbewusstsein machte ihm klar. Würde er Erendil nicht stoppen, gäbe es keines mehr davon

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 08 Mai 2016, 19:30

Der Mönch marschierte strammen Schrittes immer weiter. Ascas passierte das Tor der Himmlisch Erhabenen. Vorbei an den Yaungollagern. Der Schlangenrücken erhob sich immer höher vor dem Blutelfen und an seinem Fuß tauchte ein Dorf auf. Das Dorf war im Pandarischen Krieg vom Sha verseucht worden. Ascas hatte erlebt, wie die Bewohner evakuiert worden, als die Yaungol angriffen. Als sie nach dem Krieg zurückkehrten, mussten sie feststellen, dass ihre einstige Heimat verloren war. Betrübt näherte sich Ascas dem Dorf. Er wusste nur zu gut wie es war vom Schicksal getroffen aus dem Krieg heimzukehren und festzustellen, dass alles verloren war...

Ascas der Waldläufer blickte nach vorn und sah Silbermond. Er blickte zurück und sah Shattrath. Beides war so nahe und doch konnte er keines von beiden erreichen. Er steckte fest zwischen Raum und Zeit. Was war geschehen. Er hatte sich entschlossen sein Leben in Silbermond aufzugeben um auf Aman Ethala zusammen mit Tandoria glücklich zu werden. Bei ihrem letzten Treffen hatte sie ihm offenbart, dass sie ein Kind von ihm erwartete. Ascas verließ die Front und machte sich auf den Weg nach Silbermond um seinen Dienst zu quitieren und seinen Vater vor vollendete Tatsachen zu stellen. Doch etwas ging schief. Er betrat das Portal in Shattrath, um nach Silbermond zu gelangen doch statt dort hin gezogen zu werden, blieb er zwischen den Orten stecken. Wie lange es dauerte wusste er nicht, doch irgendwann riss ihn etwas mit. Es war eine Zufall, der Magier hatte ihn nur gestreift. Doch es reichte aus, dass Ascas hart auf dem Boden Silbermonds aufprallte. Verwundert blickten die Leute ihn an. Es war ein Schock, als er erfuhr, dass er seit vielen Monaten vermisst wurde.
Ascas irrte durch Silbermond. Der Krieg in der Scherbenwelt war vorbei. Silbermond Teil der Horde. Alles fühlte sich so anders hier an. Doch die waren Schocknachrichten erfuhr er nur Stück für Stück. Die meisten hatten Aman Ethala verlassen und waren hier nach Silbermond heimgekehrt, auch Tandoria. Es dauerte nicht lange, bis Ascas sie wiedersah. In Wanderers Ruh saß sie. Bei ihr ein kleines Mädchen und an ihrer Seite ein neuer Mann. Ascas schwankte unter dem Gefühl von Trauer und Schuld. Er wagte den Schritt und suchte Kontakt zu Tandoria. Sie beschuldigte ihn, sie im Stich gelassen zu haben und beteuerte ihn nicht mehr zu brauchen. Aber zu seiner Tochter, Raleria, durfte er Kontakt pflegen. Ascas konnte es ihr nicht verdenken. Selbst wenn das Portal nicht seine Schuld war, so hatte er zuvor zu oft gezögert und sie alleine gelassen.
Als Fremder in einer neuen Zeit suchte Ascas nach neuem Halt. Ilarion war es, der ihm diesen gab. Er hatte die Führung über Aman Ethala übernommen und nahm ihn freundlich auf. Sein alter Freund brachte ihn wieder auf die Beine zusammen mit neuen und alten Weggefährten. Ascas schloss sich dem Krieg gegen die Geißel an. Was sollte er auch anderes machen? Alles wofür er sich entschieden hatte war vergangen. Seine Chance auf ein friedliches Leben war verflogen. Das einzige was er nun machen konnte war wieder kämpfen. Das Schicksal hatte ihm alles genommen und wollte ihm aufzeigen, dass er ein Krieger war. Frieden war nichts für einen Krieger.


Der Mönch schritt an dem Dorf vorbei. Der Weg bog nun kurz nach Norden ab. Vor ihm lag der Aufstieg in die Berge des Kun-Lai. Bald würde er das Ochsentor erreichen und den Schlangenrücken durchqueren. Von da an, war es nicht mehr weit bis zu Erendil. Die Stimme in seinem Unterbewusstsein peitschte ihn an schneller zu gehen. Sein Bruder spielte wohl grade selber Schicksal und wieder riskierte Ascas durch sein Zögern alles zu verlieren. Das würde nicht mehr geschehen. Er würde eine klare und schnelle Entscheidung treffen. Egal, was dies für seinen kleinen Bruder bedeuten würde.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 09 Mai 2016, 21:14

Ein kühler Wind wehte in der Schlucht vor dem Ochsentor. Es war der einzige Durchgang zwischen den Kun-Lai-Gipfeln und der Tonglong-Steppe. Hier endete das eigentliche Gebiet der Pandaren und ein wildes Land begann, welches hauptsächlich von den Yaungol besetzt war. Ascas blickte von einer Anhöhe auf das Tor hinab, welches grade ein paar Shado-Pan Mönche durchquerten. Zweifellos waren sie zur Wacht jenseits des Schlangenrückens bestimmt. Solch ein Befehl hatte immer den faden Beigeschmack eines Exils. Doch manche wählten solche Exile freiwillig. Der blutelfische Mönch wusste nur zu gut, wovon er sprach...

Ascas stand am Rande der Hand von Gul´dan mitten im Schattenhochland. Hier würde er sein Dasein fristen. Hier konnte niemanden mehr schaden. So viele hatten wegen ihm leiden müssen. Erendil hatte er wohl in den Tod geschickt. Viele Soldaten waren an seiner Seite gestorben. Und nun würde Tandoria oder Vulpecula wegen ihm leiden. Tandoria war verlassen worden von ihrem neuen Mann und hatte sich hilfesuchend wieder an ihn gewand. Doch er konnte ihr nicht geben, was sie suchte, hatte er doch in Vulpecula eine neue starke Gefährtin gefunden. Eine Waldläuferin und Kämpferin, wie er. Die Wochen wurden unangenehmer in Silbermond. Er versuchte Tandoria zu helfen, doch erntete nur Vorwürfe. Sie machte ihn für alles verantwortlich und tatsächlich begleitete Ascas das Gefühl der Schuld. Jedem in seiner Nähe wiederfuhr schlechtes. Kürzlich war Ilarion erst schwerverletzt aus Nordend zurückgekehrt. Würde er in Silbermond verweilen, so würden auch Vul und Raleria zwangsläufig schlimme Dinge wiederfahren.
So zog Ascas los. Er ließ die Zivilisation hintersich. Er wählte das Exil der Scherbenwelt. Tandoria holte ihn auf der Höllenfeuerhalbinsel ein, doch bekräftigte ihr Gespräch seinen Entschluss. Und das Exil tat ihm auch körperlich gut. Obwohl seine Vorräte eine zeitlang aus Dämonenfleisch und Wasser von der Quelle eines Dämonenfriedhofs stammte. Er war kräftig und ausdauernd wie selten zuvor. In Shattrath hatte er einen flüchtigen Dämon getroffen, welcher ihm bei der Beschaffung von Ausrüstung weiterhelfen konnte. Nun hatte er alles was er brauchte, um sich in diesem zerschlagenen Land am Leben zu halten. Einen gesunden Körper und ein Schwert aus Teufelsstahl. Sein Geist war frei. Sein Gewissen beruhigt, denn hier war weit und breit niemand, dem er schaden konnte. Er war ein Exiliant geworden, der sich selber mehr als Dämon sah, als noch als Blutelf.

Ascas schüttelte den Kopf über sich selbst. Wie hatte er damals so naiv sein können. Es sollte ein Exil sein, welches letzten Endes zum dunkelsten Kapitel seiner Geschichte führte. Er hatte niemanden mehr schaden wollen und genau dort hatte der Kampf gegen seine Freunde begonnen. Er hatte so viel falsch gemacht in seiner Unwissenheit. Doch nun war er schlauer. Vielleicht sogar schlauer als sein Bruder, merkte die Stimme seines Unterbewusstseins an. Es war Zeit Erendil Vernunft einzuprügeln. Ascas stampfte die Anhöhe hinab und bahnte sich seinen Weg durch das Ochsentor.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 10 Mai 2016, 22:09

Ascas suchte sich seinen Weg entlang des Schlangenrückens. Die erste brauchbare Straße war etwas weiter südlich. Doch diese würde ihn auch direkt zur Shado-Pan-Garnison von Tonglong bringen. Es dauerte ein paar Stunden, doch als er an ein verfallenes Yaungollager steiß, wusste der Blutelf, dass er richtig war. Die Geschichte um das Lager hatte man ihm kurz nach dem Krieg erzählt. Eine Pandarin war vom Sha des Hasses befallen worden und hatte das Lager niedergebrannt. Emotionen waren ein großes Thema hier in Pandaria. Hier hatte man verstanden, was für zerstörerische Kräfte sie beschwören konnten. Hätte er damals schon ihre Weisheiten gekannt...

Langsam kämpfte sich der Waldläufer durch die Schneeweiten der Sturmgipfel. Jeder normale Elf hätte in dieser Eiswelt gezittert. Doch Ascas nicht. Zu sehr hatten ihn die letzten Wochen und Monate abgestumpft, als dass er jetzt auf so was banales wie Kälte reagieren konnte.
Es waren Monate vergangen, seit es Vulpecular und Tandoria geschafft hatten, ihn aus dem Exil des Schattenmondtals zurückzuholen. Tandoria hatte bekundet, dass sie Ascas neue Gefährtin als solche akzeptieren würde. So war es auch. Doch Tandoria selber verfiel immer mehr der Einsamkeit. Oftmals hatte Ascas das Gefühl, sie versuchte gar nicht mehr glücklich zu sein. Wollte es vielleicht auch gar nicht mehr. Alte Freunde und er nahm dies sehr mit und mit vereinten Kräften versuchte man die Elfe aufzubauen. Doch jedes Mal wenn man dachte, nun fängt sie sich, war am nächsten Tag alles noch schlimmer. Langsam aber sicher wendeten sich die Leute anderen Bereichen ihres Lebens zu und Tandoria wurde immer einsamer. Immerwieder wannte sie sich an ihn, doch er konnte ihr nicht mehr geben, was sie suchte. Sie wären beide nicht glücklich damit geworden.
Dann kam der Tag, der im nachinein kommen musste. Er fand vor seiner Tür Raleria mit einem Brief von Tandoria. Es war ein Abschiedsbrief. Tandoria hielt ihren Emotionen nicht mehr stand und war auf dem Weg in die Sturmgipfel. Ascas zögerte. Natürlich wollte er nicht, dass Tandoria sich so ergab, doch wenn sie sogar bereit war ihre Tchter zurückzulassen und nach all dem, was die letzten Monate gewesen war, zu welchem Zweck sollte man ihr dann diesen letzten Wunsch verwähren. Zumindest ihr Ende sollte sie selbst bestimmen dürfen. So brachte Ascas seine Tochter erst zu seinen Eltern und machte sich dann auf in Richtung Nordend.
Nun bahnte er sich seinen Weg in eine Schlucht. Vor ihm am Boden zeichnete sich eine Gestallt ab. Es war Tandoria zu Füßen einer hohen Klippe. Ascas hielt inne und konnte seinen Blick von dem regungslosen Körper nicht abwenden. Nach einem Moment tiefster Trauer entzündete er eine Fackel. Es herrschte immer noch der Krieg gegen die Geißel und es gab eine Regel für Gefallene in diesem Krieg. Im Schein des Feuers schwor Ascas Tandoria eine letzte Sache. Raleria sollte nie erfahren, wie ihre Mutter ihre letzten Monate gefristet hatte. Wenn sie schon ohne Mutter aufwachsen musste, dann sollte sie wenigstens das Bild ihrer Mutter in Ehren halten, welches Tandoria einst gerecht geworden wäre. Bevor ihre Emotionen zu einer selbstzerstörerischen Macht wurden.

Ascs ließ das Yaungoldorf hintersich, so wie er seine Vergangenheit hintersich gelassen hatte. Doch die Stimme seines Unterbewusstseins ermahnte ihn erneut. Das Treffen mit seinem Bruder würde Emotionen wachrufen und diese könnten zerstörerisch sein. Für ihn. Für Erendil. Aber vor allem für Azertoh.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mi 11 Mai 2016, 22:46

Ascas war früh in den Morgenstunden aufgebrochen, um die Shado-Pan-Garnison noch an diesem Tag zu erreichen. Wenn er nur etwas Glück hatte, würde er morgen schon seinen Fuß auf die Insel des Donners setzen können. Die Straße führte hier stets bergab Richtung Meer und die Hälfte von Tonlong hatte er schon hinter sich gelassen, als sein Blick an einer Kreuzung nach Süden viel. Dort verband ein riesiger holer Baumstamm über eine Kluft Tonlong und die Schreckensöde. Ascas hatte gesehen, was dort in diesem Lande war. Er wusste, warum die Mogu dieses Land nicht angegriffen hatten und statt dessen den Schlangenrücken errichten ließen. Das Reich der Mantis. Ein Reich voller Kreaturen, die einem alten Gott huldigten und bereit waren, für ihn ihr Leben zu lassen. Der Mönch verengte die Augen. Fanatische Krieger, die von einer höheren Macht geführt wurden. Das war immer eine üble Sache...

Ascas stand auf einem der Türme der Grabstätte des Sargeras und bewegte sich kein Stück, auch wenn der Wind hier auf den Verheerten Inseln kräftig wehte. Vor ihm stand auf einem Podest die Botschaft. Eine Glaskugel in der grünes Licht umherwirbelte. In diesem Licht starten zwei feurige Augen auf den Blutelfen. Es war nicht zu sehen, doch grade im Augenblick war ein Geistigesband zwischen dem Waldläufer und dem Avatar von Sargeras entstanden, welcher hier begraben lag.
Alles hatte begonnen kurz nach den Sturmgipfeln. Ascas selbst war ins schwanken geraten. Tandoria war fort. Ilarion kämpfte immernoch mit seinen Verletzungen und Vul sah er immer seltener. Der Krieg in Nordend dauerte nun schon etwas an und spätestens nach der Pforte des Zorns hatte das Elend aus Nordend auch die Heimat erreicht. Die Welt versank im Schmerz und Ascas selber beschäftigten merkwürdige Träume und Veränderungen an ihm. Jede Nacht träumte er von einem alten Turm auf einer fernen Insel und einem Wesen, dass ihn rief. Jede Nacht verwandelte er sich in seinen Träumen in eine grässliche Kreatur und auch außerhalb seiner Träume merkte er Veränderungen an seinem Körper. Seine Sinne wurden schärfer. Seine Wunden heilten schneller. Seine Taten wurden agressiver. Er kämpfte gegen all das an, doch letzten Endes brach er in Silbermond zusammen und war einen Tag in seinen Träumen gefangen. Er machte sich an Nachforschungen und wurde in Dalaran fündig. Er konnte über zwielichtige Wege Kontakt mit einer Wächterin aufnehmen, welche einst mit zu diesem Turm gereist war. Sie war eine von den wenigen, welche ihn aber nicht betreten hatten und nur deshalb noch am Leben war. Als Ascas ihr von seinen Träumen berichtete, willigte sie ein ihn dort hinzubringen. Scheinbar erhoffte sie sich davon etwas. Was es war, fand Ascas nie heraus. Er teilte Ilarion seinen Entschluss mit. Er brachte Raleria zu seinen Eltern und seiner Schwester und als der Tag der Abreise in Feralas gekommen war, verabschiedete Vul ihn persönlich.
Die Reise dauerte lang, doch ohne entdeckt zu werden erreichten sie ihr Ziel. Ascas und die Wächterin betraten das Grabmal des Sargeras und liefen prompt in eine Falle. Während die Wächterin von Dämonen niedergemacht wurde, steckte Ascas in einer Abfolge von Illusionen. Jede einzellne zeigte ihm seine Machtlosigkeit und sein Scheitern auf. In dem Moment, wo das Herz der Wächterin still blieb, wurde Ascas erlöst und fand eine Treppe, die ihn hochhinauf in die obersten Stockwerke führte. Dort fand er letzten Endes die Botschaft, welche ihn die ganze Zeit gerufen hatte. Ascas wollte Antworten. Ein Wunsch den er besser nicht geäußert hätte, denn der Avatar zeigte ihm mehr, als ein gesunder Geist vertragen konnte. Doch er sprach eine Weisheit aus, die Ascas zu diesem Zeitpunkt nicht leugnen konnte. Die Welt litt immer Schmerzen und nur der Tod konnte davon erlösen. Und nur eine Macht war dazu im Stande, die Brennende Legion. Er sollte ihr Kommen vorbereiten und ihre Lehre unter den Wesen Azeroths verbreiten. Er bekam die Möglichkeit das Schicksal der Leute zu beeinflussen und ihren Schmerz auzulöschen. Ilarion musste nicht mehr kämpfen, ebenso wenig wie Vul. Raleria würde nie erfahren müssen, wie brutal diese Welt sein konnte. Und es würde nie wieder eine zweite Tandoria geben. Alles was er machen musste, war sich diesem gottgleichen Wesen hingeben und ihm die Treue zu schwören. Er musste aufgeben, was er war und alle freundschaftlichen Bindungen brechen. Doch er würde dabei helfen, diese Welt dauerhaft zu erlösen. So willgte der Blutelf ein und die Botschaft began ihr Werk an Ascas. im Prinzip war er immer noch er, doch würde sein Geist nun dauerhaft mit der Botschaft und ihrem Meister verbunden sein. Außerdem erhielt er ein Geschenk, welches es ihm erleichtern sollte Verbündete zu finden und Feinde zu vernichten. Sein einst am Lied verletztes Auge wurde von dämonischer Kraft erfüllt. Eine passive Gabe, nicht mehr. Doch mehr war auch nicht notwendig.
Ascas stand vor der Botschaft völlig regungslos, während das geschah. Dann erklang die Stimme in seinem Kopf: " Nun bist du mein Bote." Der Blutelf öffnete die Augen. Und sein linkes, mit einer Narbe gekennzeichnetes Auge, war schwarz mit einer goldenen Pupille. Seine Gedanken waren kontrolliert und seine Emotionen gezügelt. Die Botschaft half ihm sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Und das wesentliche war nun die Erlösung dieser Welt von allen Schmerzen. Denn er war der erste Bote
.

Ascas fühlte sich zwar einer Seits dumm und schuldig, anderer Seits waren es andere Zeiten gewesen, härtere Zeiten. Worüber er sich aber einfach nur ärgerte war, dass er die andere Person vor Ort nicht bemerkt hatte. Erendil hatte dort nach seiner Gefangennahme durch die Orcs über drei Jahrzehnte unter der Aufsicht der Botschaft gelebt und von ihr gelernt. Ascas war vielleicht der erste Bote. Doch Erendil war stets der eigentlich Auserwählte gewesen. Er, Ascas selber, war der Prototyp. Ein Testlauf und ein Vorbereiter für das, was eigentlich kommen sollte. Und nun waren wieder einige Jahre ins Land gestirchen und sein Bruder schien erneut der Botschaft zufolgen und den Zweck der Boten entgültig zu erfüllen. Ascas blickte nach vorn. Die Shado-Pan-Garnison war schon in Sicht, aber die Abendsonne stand schon tief am Horizont. Die Insel des Donners würde bis morgen warten müssen und mit ihr, die Konfrotation zwischen dem ersten und dem zweiten Boten.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 12 Mai 2016, 20:54

Ascas saß am Lagerfeuer in der Shado-Pan-Garnison am Rande des Tempels des Schwarzen Ochsen. Ruhe schien hier eingekehrt zu sein seit dem pandarischen Krieg und dem Sieg über den Donnerkönig. Und doch lag eine Spannung in Teilen der Garnison. Im Süden des Lagers hausten immer noch Sonnenhäscher und im Norden die Anhänger de Silberbundes. Einst waren beide Fraktionen vereint, hatten ihre Wurzeln sogar im selben Volk, den Hochelfen. Doch der Vorwurf des Verrats der Sonnenhäscher an den Kirin´Tor lag seit Pandaria in der Luft und konnte bis heute nicht zweifelsfrei wiederlegt werden. Verrat, dieses Wort ließ die Gedanken des Mönchs zurückgleiten in seine eigene Vergangenheit...

Als frischer Bote wurde Ascas als erstes nach Kil´jaedens Thron in die Scherbenwelt geschickt. Dort wurde er von der blutelfischen Hexenmeisterin Lyra empfangen. Sie führte ein Ritual an ihm durch, entnahm ihm einen Teil seiner Seele, damit er im Fall der Fälle vor dem Tode bewahrt werden konnte. Den Ascas hatte gesehen, wie viele Feinde der Gesellschaft sich erhoben und wieder gefallen waren. Das wichtigste Mittel für den Erfolg, war eine Taktik zum Überleben.
Nach diesem Ritual zog es Ascas zurück nach Silbermond, wo er ein doppeltes Spiel aufzog. während er sich bei seinen Freunden als Ascas zurückmeldete, suchte er als der geheimnisvolle Bote nach Gleichgesinnten. Im Verborgenen stampfte er den Gul daz Azgala aus dem Boden, den Rat des Bösen. Doch dann begann erst das richtige Spiel. Durch Zufall begegnete er der schwangeren Tivara, welche ein Avan´seel Kind austrug. Dieses Kind würde dämonisch angehaucht sein und somit perfekt an Ascas Seite passen. Seine eigene Tochter suchte er unterdessen aber nicht auf. Es gab nur ein Problem. Tivara wurde beschützt von Ilarion, seinem langjährigen Freund und neuen Besitzer von Wanderers Ruh. So entwickelte sich eine Hetzjagd. Immer wieder versuchte der Bote an das Kind zukommen doch gelang ihm dies bis zur Geburt nicht. Er ließ sich sogar auf eine Beziehung mit einer Avan´seel-Tochter ein, Salandria, welche ihm bereitwillig alle Informationen zuspielte, die er brauchte.
All das nützte nichts, auch wenn er sein Ziel immer knapper verpasste. Beim letzten Versuch, dass Kind zu stehlen, stellte er Tivara, ihren Adoptivvater Nayran und den Vater des Kindes Tanthalas im Immersangwald. Es war ein Kampf ohne Gnade gewesen, doch Nayran entkam mit der verletzten Tivara und dem Kind. Tanthalas jedoch mussten sie mit zersplitterten Knie zurücklassen und Ascas brachte ihn als Gefangenen nach Kil´Jaedens Thron. Doch nun, wo er wieder und wieder das Kind verpasst hatte, da musste er in die Offensive gehen. Er löste das Schauspiel auf und offenbarte sich gegenüber Ilarion und all seinen alten Freunden als Bote. Dem ersten Schock folgte was kommen musste. Sein Duell mit Ilarion. Erinnerungen nicht ganz verdrängen könnent, bot Ascas dem neuen Wirt von Wanderers Ruh einen ehrenhaften Kampf an. Ilarion nutzte dieses Angebot, um ihn mit einem Gift hinterhältig zu lähmen. Er wurde in einen Bannkreis im Sanktum der Hexer eingesperrt.
Nun zeigte sich das erste mal der Nutzen von Gul daz Azgala, als ein Verbündeter seine Flucht in die Wege leitete. Nach einem letzten Wortgefecht mit Ilarion, Tivara und Nayran versuchte Ascas vor ihren Augen zu flüchten. Doch er war sich zu sicher gewesen. Nayran stoppte ihn, Ilarion drängte ihn zurück in die Kammer und wieder Nayran war es, der zum tödlichen Schlag ansetzte. Das Blut des ersten Boten wurde in Silbermond vergossen.

Der Mönch musste leicht schmunzeln, bei seinen Erinnerungen, während er nachdenklich ins Feuer starrte. Verrat. Er hatte seine Freunde verraten. Doch der Augenblick seiner ersten Niederlage wurde durch einen Verrat von Ilarion eingeleitet. Welch Ironie es war, der verratene Verräter zu sein. Falls beiläufig strich Ascas mit seiner Hand über die Narbe am Hals, welche sich bis tief zur Brust runterzog. Ein Andenken an seine Verfehlungen, welche Nayran ihm hinterlassen hatte. Eine Erfahrung von der er hoffte, dass er sie nicht mit Erendil teilen müsste. Doch die Stimme seinen Unterbewusstseins steigerte seine Befürchtungen mehr als seine Hoffnungen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 13 Mai 2016, 22:56

Ascas schritt die Treppen des Thron des Donners hinauf. Verstecken lohnte sich nicht. Wenn Erednil hier war, wusste er, dass er kam. Die Bauwerke des Donnerkönigs erhoben sich links und rechts vom Mönch in die Höhe. Alt und verfallen waren sie. Der Donnerkönig hatte seine Chance bekommen in einem zweiten Leben zu alter Größe aufzusteigen. Doch er war kläglich gescheitert. So wie Ascas damals, wurde auch er von einer höheren Macht in die Knie gezwungen...

Ascas lag auf der Lauer und beobachtete die Schwarzdrachen, welche nach dem Kataklysmus wieder die Kontrolle über den Schwarzfels errungen hatten. Assabad hatte ihn mit dieser Aufgabe betraut, um sich nützlich zu machen für den Pakt der Gezeiten. Es war jener Pakt, der ihn als Boten das zweite mal gestopt hatte. Wie gplant hatte Lyra damals den seinen Leichnam in Silbermond geborgen und mit dem Seelensplitter eine Wiederbelebung eingeleitet. Der erste Bote lebte wieder, doch die Erfahrung des Todes ließ Ascas erstmals an den Plänen seines Meisters zweifeln. Scheinbar merkte dieser es spätestens, als Ascas eine ernsthafte Beziehung mit Salandria einging. Deshalb schickte er diesen nach Ulduar, um Informationen zu sammeln. In Nordend war grade der Lichkönig gefallen und der von den Drachen ins Leben gerufene Pakt der Gezeiten hatte einen neuen Anführer, den Verlassenen Assabad von Darroheim. Dieser wurde von einer Vision geleitet den Boten zu fangen und zu läutern. Es dauerte nicht lange, bis sie ihn in Ulduar aufspürten. Es waren zwei Gegner, welche versuchten ihn zu überwältigen. Darunter befand sich auch die Magierin Alexziria. Der Kampf war kurz aber hart. Ascas war angeschlagen, doch seine Gegner waren am Boden. Als ihre Verstärkung eintraf, neigte sich aber die Kraft des ersten Boten dem Ende und er wurde überwältigt.
Sie brachten ihn zu Selene Avan´seel und von dort aus in die Höhlen der Zeit, was das Band zur Botschaft unterbrach. Assabad hatte viel in die Wege geleitet und einen Schattenpriester aufgetrieben, welcher tief in Ascas nun ungeschützte Gedanken eindrang, um ihn wieder auf den richtigen Pfad zu führen. Es gelang ihm letzten Endes Ascas Gadanken an Salandria so weit zu verstärken, dass dieser sich von seinem Meister löste. Ascas, der erste Bote, entsagte der Legion und stand aus Dankbarkeit an der Seite des Pakts während Todesschwinge den Kataklysmus über die Welt brachte. Doch der ehemalige Bote war rastlos, häufig durcheinander. Seine Gefühle schwankten zwischen Schuld und Angst. Angst davor, wieder zu werden, was er war. Wann würde sich die Legion an ihm rächen? Wann würde die Botschaft auf seinen Verrat reagieren?
So lag er nun also auf der Lauer und beobachtete die Drachen aus sicherer Distanz, als ein grünes Funkeln hinter ihm seine Aufmerksamkeit erregte. Bevor er realisieren konnte, was grade geschah, traf in ein grüner Blitz und Ascas lag bewusstlos am Boden. Er erwachte später auf Kil´Jaedens Thron. Vor ihm stand ein Elf gehüllt in roten Gewändern. Er verhüllte sein Gesicht und nur seine Augen warren zu sehen. Es war, als blickte Ascas in die Augen seines jüngeren Ichs. Auf Ascas´s Frage hin, wer er sei, antwortete sein gegenüber nur: " Ich bin du, nur besser."
Es war das einzige aufeinander Treffen mit seinem Nachfolger, dem zweiten Boten. Der Priester Valentinez kaufte Ascas zu einem teuren Preis auf Wunsch von Selene Avan´seel frei. Und während der zweite Bote unter dem Namen Ascas die Welt began zu tyranisieren, war Ascas so verstört und auf Antworten versessen, dass er erneut mit einem Schiff versuchte die Botschaft zu finden. Doch das Schicksal entschied anders. Ein Sturm ließ den ehemaligen Boten auf der Wandernden Insel stranden. Dort erlangte Ascas mit Hilfe des Pandaren Sheng Pau endlich inneren Frieden und kehrte als Mönch in Ausbildung zurük in die Gesellschaft, als der Krieg zwischen Horde und Allianz Pandaria erreichte. Erst später erfuhr er, dass der zweite Bote sein totgeglaubter Bruder Erendil war.

Ascas schreckte auf. Er war unbewusst schon weit in die Ruinen des Palastes vorgedrungen. Es war still und verlassen hier. Doch Ascas wusste, wo er suchen musste. Es gab hier nur einen Platz, welcher vielleicht genug Macht hatte, um Erendils Pläne in die Tat umzusetzen. Zielstrebig erklom Ascas die vielen Treppen hoch zur Spitze des Thron des Donners. Scheinbar waren es selbst die geduldigen Shado-Pan leid die leeren Räume hier zu beobachten oder jemand hinderte sie dran. Ascas´s Unterbewusstsein mahnte ihn zur Vorsicht und ein Gefühl der Anspannung überkam den Mönch, als der Treppengang sich dem Ende neigte. Ascas Herz schlug immer heftiger in seiner Brust und er zögerte, bevor er aus dem Treppengang hinaus auf den Balkon im höchsten Raum des Thron des Donners trat. Letzten Endes musste er es machen. Er trat vorisichtigen Schrittes in den Raum und blickte vom Balkon hinunter auf die Plattform unterhalb der gigantischen, von Blitzen umringten Kugel. Dort stand ein Blutelf. Gekleidet in braune Roben mit leuchtenden grünen Glyphen. Der Elf war wesentlich jünger als Ascas. Seine schwarzen Haare waren kurz geschoren und der rechte Arm schien mit einem Verband umwickelt, inklussive der Hand. Der junge Elf schlug die Augen auf und blickte Ascas mit vor der Brust verschränkten Armen an. Mit ruhiger aber klarer Stimme sprach er: " Willkommen, großer Bruder."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 05 Jun 2016, 21:35

Kapitel 8: Die Bürden des Shao Hao

Vor zehntausend Jahren waren alle Kontinente Azeroths noch eins. Und es heißt, dass alle Flüsse der Welt einst an einem magischen Ort zusammentrafen. Dieser Ort war das uralte Kaiserreich Pandaria, verborgen in den fruchtbarsten aller Flusstäler am Ende der Welt. Sheng rollte die Schriftrolle zusammen. Er hatte gefunden wonach er suchte, hier im Heim des Wissens ober halb des Mogu´shan-Palasts im Tal der Ewigen Blüten. Er nahm die Schriftrolle mit und wandte sich von einem der unzähligen und riesigen Regale ab, um die Halle der Lehrensucher zu verlassen. Der alte Pandaren setzte seinen Strohhut auf und schritt hinaus in die Mittagssonne. Er ließ seinen Blick von dem hohen Balkon aus über das heiligste Tal seinen Volkes schweifen. Viel war hier zerstört wurden in dem Krieg, welcher ganz Pandaria erschüttert hatte. Doch langsam und Stück für Stück heilten die Wunden. Sheng stieg auf eine der Wolkenschlangen und lies sich zum ausgetrockneten See am Fuß des Palastes bringen. Hier hatte man vor wenigen Jahren einen längst vergessenen Eingang gefunden, welcher zur ältesten Wasserquelle führte, welche man hier in Pandaria kannte. Dort unten würde Sheng seine Reise beginnen. Doch zuvor würde er die Welt noch einladen, ihn zu begleiten. So wandte sich der Pandaren vom Eingang ab und er klomm die Hügel hoch zum Schrein der Zwei Monde. Von dort verschickte er Anschläge zu den großen Siedlungen Pandarias und zu den großen Städten, welche sich Freunde Pandarias nannten.

" Kinder Azeroths,

ich lade euch ein mit mir den Beginn der Reisen des Kaisers Shaohao zu erleben. Seid ihr ein Freund alter und bedeutsamer Geschichten? So trefft mich am 19ten Tag dieses Monats zur 21sten Stunde des Tages am Schrein der Zwei Monde im Tal der Ewigen Blüten.

Euer Sheng Pau"


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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 18 Jun 2016, 17:52

Meine liebe Enkelin,

du bist nun schon fast erwachsen und wie ich hörte, gedenkst auch du bald in die Welt hinaus zuziehen. Das habe ich mir schon fast gedacht, hattest du doch schon als kleines Mädchen immer den Drang Abenteuer zu erleben. Es erfüllt mein Herz mit großer Freude zu wissen, dass bald wieder eine Pau unter den Völkern dieser Welt wandelt und ihnen zur Seite steht. Mich selber hat meine Zeit unter ihnen sehr bewegt und mich viele Geheimnisse unserer Welt verstehen lassen und ich hoffe, dass auch du diese Geheimnisse für dich erkennen und lüften wirst.
Ich schreibe dir, da ich mich selber am Anfang einer Reise befinde und dir etwas hinterlassen will, dass dir hilft, wenn ich einmal nicht mehr bin. Morgen werde ich beginnen auf den Spuen unseres altehrwürdigen letzten Kaisers zu wandeln. Dazu habe die Völker ferner Länder geladen, um ihnen etwas für die nahe Zukunft zu schenken. Nach all den Jahren auf der Wandernden Insel hätte ich nicht gedacht, dass ich je auf den Spuren von Shaohao wandeln würde. Das auch ich meinen Geist dazu verwenden würde, um meine Heimat zu beschützen. Gerne würde ich dir schon an dieser Stelle meine getroffenen Entscheidungen und Lebensweisheiten mitteilen. Doch bald treffen meine Gäste ein und ich mein Alter verlangt, dass ich vor solch einem Treffen mich der Meditation widme. Sobald ich Zeit und Kraft habe schreibe ich dir wieder. Pass bitte bis dahin auf dich auf und mache keine Dummheiten. Du bist die Zukunft der Pau.

Möge die Himmlischen über dich wachen, mein Kind.

Dein Opa Sheng

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 19 Jun 2016, 23:08

Meine liebe Enkelin,

meine Reise hat begonnen. Ich bin froh eine Reisebegleiterin gefunden zu haben. Lijang Jadeblüte reist mit mir und lauscht aufmerksam der Geschichte unseres letzten Kaisers. Sie scheint eine Pandarin mit großem Herz und großer Weisheit zu sein. Ich bin überglücklich, dass ich meine Weisheit mit solch einer besonnen Reisegefährtin teilen kann.
Unsere Reise begann im Tal der ewigen Blüten und führte uns auf den Spuren des heiligen Kaisers hoch zum Nimmerlaya. Ich muss gestehen, dass mir der Aufstieg zum Dach der Welt weitaus schwerer viel, als in meiner Jugend. Doch der Sinn der Reise und die Begleitung von Lijang setzt noch einmal neue Kräfte bei mir frei und fördert meine Ausdauer. Es erinnert mich an meine erste Reise mit der Horde. Es war eine Expedition mit dem Symposium aus Silbermond hinauf in die eisigen Weiten von Winterquell. Auf dieser Reise hatte ich Gefährten vieler Völker. Mit Orcs, Tauren, Goblins, Verlassenen und Blutelfen bahnte ich mir meinen Weg durch die Wildnis von Kalimdor. Auf dieser Reise merkte ich, dass Stärke und Ausdauer in jedem Volk liegt und das Freundschaft nicht beim eigenen Volk aufhören muss.
Bald findest du dein eigenes Schicksal in den weiten unserer Welt und stellst dich ihm, wie es unser heiliger Kaiser tat. Ich wünsche dir, dass auch du auf deinen baldigen Reisen durch die wundersamen Welten von Azeroth solche Erfahrungen machen wirst. Dass du deine eigene Stärke findest und Ausdauernd genug bist, um mit ihr die Welt zu verändern. Doch noch viel mehr wünsche ich dir, dass auch du Freunde in allen Völker unserer Welt findest, die stark genug sind dich zu begleiten und die Ausdauer haben, eine junge Pau zu ertragen. Wir wissen ja beide, dass wir Pau nicht immer die leichtesten Weggefährten sind.

Möge die Weisheit der Jadeschlange auch dir bei deinem Weg helfen, mein Kind.

Dein Opa Sheng

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 11 Jul 2016, 14:58

Meine liebe Enkelin,

Lijangs und meine Reise ging weiter und wir haben einen regnerischen Abend erlebt und trotzdem viele Meilen zurückgelegt. Wir folgten dem Pfad unseres heiligen Kaisers von Morgenblüte aus zum Tempel der Jadeschlange. Dort, wo Shaohao seine Zweifel besiegte, besannen wir uns auf unsere eigenen Zweifel, welche uns eins überkamen. Lijang sprach davon, wie sie während ihrer Ausbildung daran zweifelte, dass sie die Lehren der Lehrensucher verinnerlichen könne. Auch ich kam nicht daran vorbei, über meine Zweifel von einst nachzudenken.
Damals, als ich Ascas´s Ruf folgte und nach Silbermond kam, fand ich ein zerstrittenes Völkchen vor. Ich hatte Geschichten von einem prachtvollen Volk gehört, doch was ich sah, war ein Volk, welches tiefverstrickt war in seine eigenen Vorurteile. Ich sah es als meine Aufgabe, die Lehren von Harmonie, welche der Kaiser unserem Volk vermacht hatte weiter zu geben. Doch es war schwer. Ich kannte diese Schwierigkeiten nicht, waren die Lehrlinge aus unserem Volk doch offen für diesen Pfad. Langsam überkamen mich Zweifel an mir selbst, dass ich überhaupt nicht geeignet wäre, die Harmonie in die Welt hinaus zutragen. Doch schnell schloss ich Freundschaften. Diese Freunde unterstützen mich und halfen mir, meine Zweifel zu überwinden. Gestärkt zog ich jede Woche aufs neue nach Silbermond und versuchte meine Lehren zu verbreiten.
Es wäre gelogen zu behaupten, dass du nie an dir zweifeln werden wirst auf der Reise, die dich bald erwartet. Doch lasse dich nicht von diesen Zweifeln verschlingen. Finde Freunde und vertraue ihnen, so wie dir selbst. Du wirst nicht immer Erfolg haben. Du wirst auch mal Scheitern. Doch das ist kein Grund an dir zu zweifeln. Ziehe deine Lehren daraus und werde stärker. Für dich und für deine Freunde. Du bist eine Pau und die Welt steht dir offen.

Möge die Kraft der Erhabenen dich stets begleiten, mein Kind.

Dein Opa Sheng

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 31 Jul 2016, 22:53

Liebe Enkelin,

ich schreibe dir heute vom Schlangenrücken mit Blick auf die Schreckensöde. Lijang ist grade essen und so nutze ich die Gelegenheit, um meine Gedanken wieder mit der zu teilen. Wir haben uns den Weg durch die Wildnis von Krasarang geschlagen und unsere Hoffnung bewahrt, dort wo auch unser Kaiser die Verzweiflung mit Hoffnung besiegte. Ich habe Hoffnung. Ich habe die Hoffnung, dass die junge Generation Pandaren, welche kurz davor ist in die Welt hinaus zuziehen, etwas von unseren Lebensweisheiten verbreiten kann. Ich habe die Hoffnung, dass die Flamme der Harmonie durch dich und Lijang verbreitet wird, viele andere Herzen ansteckt.
Doch nun hier, am Rande der Schreckensöde kämpfe ich mit meinen Ängsten. Ich weis, was mich bald erwartet. Und obwohl ich mich seit Jahren darauf vorbereite, so ängstigt mich doch der Gedanke, dass der Zeitpunkt immer näher rückt. Die erheiternde Art von Lijang ist mir in dieser Zeit eine Stütze. Sie wird einst eine große Lehrensucherin werden. Ich wünsche dir, dass auch du Freunde und Weggefährten findest, welche dir Mut schenken, wenn deine Ängste wachsen. Die dich tragen, wenn du zu fallen drohst. Aber wisse, selbst wenn du in einer einsamen Stunde mit Furcht zu kämpfen hast, Azeroth lässt dich nie im Stich. Diese Welt selbst wird dir stets helfen, wenn du es aus ganzen Herzen liebst und verteidigst. So werde auch ich nun auf das Land und diese junge Lehrensucherin vertrauen und mich in den Kun-Lai aufmachen, wo eine der letzten Stationen meiner langen Reise auf mich wartet.

Möge die Hoffnung und der Mut immer tief in deinem Herzen verankert sein, mein Kind.

Dein Opa Sheng

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 15 Aug 2016, 23:04

Meine Liebe Enkelin,

Lijang und ich haben unsere Pilgerreise beendet. Nach dem wir über den Schlangenrücken zum Shado-Pan Kloster gewandert sind, führte uns der letzte Weg unserer Reise wieder hinab aus den Bergen des Kun Lai zum Tal der Ewigen Blüten. Wir haben uns viel und angeregt unterhalten über die Rolle der Pandaren für Azeroth nach dem Opfer unseres heiligen Kaisers. Li wird wieder auf Reisen gehen, was mich bis tief ins Herz erfreut. Ich bin froh noch eine Art Erbin in den Reihen der Lehrensucher gefunden zu haben, so kurz vor der Erfüllung meines Schicksals.
Ich habe mich entschieden und bin durch die Reise nun, glaube ich, bereit. Ich habe Li gebeten mich nach Silbermond zu begleiten. Außerdem habe ich alte Freunde und Weggefährten eingeladen, sich dort noch einmal mit mir zu treffen. Es wird ein geselliger Abend und steht damit stellvertretend für mein geselliges Leben. Ich möchte noch einmal mit ihnen lachen und erzählen an diesem Oer, welchen ich tief in meinem Herzen als meine Heimat sehe. Ich wünschte du könntest ebenfalls dort sein, doch das Buch, welches deine Reisen erzählt, wurde noch nicht aufgeschlagen. Aber ich verspreche dir, dir noch einmal aus Silbermond zu schreiben.

Möge der Geist unseres Kaisers dich leiten,

Dein Opa Sheng

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 29 Aug 2016, 22:48

Meine liebe Enkelin,

dies wird mein letzter Brief sein, welchen ich je schreibe und er gilt dir. Ich bin in Silbermond angekommen. Die Stadt ist gezeichnet von einem Krieg. Wie es scheint, habe ich meine Wahl grade noch rechtzeitig getroffen. Am heutigen Abend werde ich mich noch einmal mit jenen treffen, welche ich Freunde nenne und mit ihnen einen letzten Abend verbringen an jenem Ort, den ich meine wahre Heimat nenne. Einen Ort, den ich so beschützen werde, wie Shaohao Pandaria beschützt hat.
Wanderers Ruh hat sich mir von allen Orten am tiefsten in meinem Herzen festgesetzt. Hier habe ich die meisten meiner Freunde kennengelernt und konnte meine Lebensweise, nein, die Lebensweise unseres heiligen Kaisers am besten ausleben. Dieses Gasthaus ist gegründet auf den Grundsätzen der Harmonie und ist einzig artig auf ganz Azeroth und vielleicht auch darüber hinaus. Ich will versuchen noch einmal meinen Freunden eine Hilfe zu sein. Ihnen Mut zu machen für die Zukunft, um die sie erneut kämpfen werden müssen. Eine Zukunft in der auch du wandern wirst und vielleicht sogar eines Tages im Ruh einkehrst.
Ich habe dich alles gelehrt, was ich konnte in der kurzen Zeit. Für deine Reisen hinterlasse ich dir das Buch, in dem ich meine Zeit auf Wanderschaft dokumentiert habe. Möge es dir eine Stütze sein. Überwinde die Hindernisse des Lebens, so wie ich es tat und viele Meister vor mir. Liebe Shishi, tritt dein Erbe als letzte der Familie Pau an und gehe deinen Weg. Erlebe Abenteuer. Finde Freunde. Bezwinge auch du die Bürden des Shaohao.

In ewiger Liebe,

Dein Opa Sheng


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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:26

Kapitel 9: Ascas vs Erendil

" Willkommen, großer Bruder.", sprach Erendil und blickte hoch zu seinem Bruder Ascas. Sie befanden sich in der Spitze des Thron des Donners. Ascas der Mönch in der Rüstung der Shado-Pan oben auf dem Balkon. Erendil der Hexenmeister auf der Plattform, von der aus einst der Donnerkönig seine Macht über ganz Pandaria ausbreitete. Die beiden Dämmerflucht-Brüder blickten sich in die Augen, schienen sich gegenseitig abzuschätzen. Ascas Herz hatte bis vor wenigen Momenten noch gerast. Doch nun, wo sie sich sahen, war er fokusiert. " Es ist lange her, Ere. Was treibst du hier so alleine?", rief er hinab.
Erendil schmunzelte leicht: " Das solltest du glaube ich besser nicht wissen."
Ascas verzog keine Miene. Zu ernst war die Vision des Wassersprechers. Er wollte sich nicht auf Erendils Spielchen einlassen und wählte daher den direkten Weg: " Du versuchst nicht grade die Brennende Legion zu beschwören, oder? Ich hörte da sowas ähnliches und wollte es nicht glauben."
Nun wich auch Erendils Schmunzeln: " Und dennoch bist du hier. Warum?"
Ascas seufzte und blieb bei der Wahrheit: " Etwas in mir sagt mir leider, dass die Gerüchte war sind. Und wenn sie das sind, kann ich dich nicht weitermachen lassen."
Erendils Augen verschärften sich: " Etwas sagt dir, dass ich wieder für die Legion arbeite? Ich dachte, grade du würdest an meine gute Seite glauben?"
Ascas nickte: " Das tat ich auch. Doch ich kann die tiefe Stimme in mir nicht ignorieren. Ich frage dich also noch mal. Was treibst du hier?"
Erendil schwieg zu nächst. Sein Augen musterten seinen Bruder eingehend: " Was wäre, wenn ich tatsächlich dabei bin unseren alten Meister auf die Welt loszulassen?"
Ascas´s Gesichtszüge verkampften sich etwas vor Wut und er schloss sein linkes Auge nur für einen kurzen Augenblick, doch als er es wieder öffnete, war das Auge Schwarz und hatte eine goldene, raubtierhafte Pupille: " Dann wird dies dein Ende sein oder meins, Ere."
Erendil nickte sachte und schloss ebenfalls kurz die Augen. Als er sie wieder öffnete, hatten beide die gleiche Verwandlung vollzogen, wie bei Ascas. Es war ihr Geschenk als Bote gewesen und solange die Botschaft existierte, würden sie diese Gabe und diesen Fluch mit sich tragen. Erendils Augen tasteten Ascas ab, dann wich jede Emotion aus seinem Gesicht: " Mutige Worte, Bruder. Dann sei es wohl so."
Ascas seufzte noch einmal, nickte kurz und trat auf die Teleportationplattform, während er die Schwerter von seinem Rücken zog. Er durfte keine Schwäche zeigen. Je schneller er mit voller Kraft kämpfte, desto sicherer. Erendil war kein Anfänger mehr. Ascas stellte seine Füße auf die passenden Runen, so wie er es bei seinem ersten Besuch hier damals getan hatte. Diese leuchteten kurz auf und der Mönch wurde von blauer knisternder Energie zum Donnerthron getragen. Er landete direkt hinter Erendil. Kurz standen beide Brüder Rücken an Rücken. Doch schon im nächsten Augenblick wirbelten sie beide herum. Ascas war schneller. Sein Schwert durchnitt die Luft und die Spitze raste auf Erendils Gesicht zu, der keine Zeit mehr hatte zurückzuweichen...
.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:27

Ascas`s Schwert schnitt durch die Luft und nur durch die Luft. Mit unnatürlicher Geschwindigkeit war Erendil nach hinten gewichen und in leicht gebeugter Stellung zum stehen gekommen. Seine Füße hatten dabei eine grünlich schimmernde Spur auf dem Boden hinterlassen, welche sich binnen weniger Sekunden auflöste, wie Feuer das erlischt. Ascas blickte Erendil an, dessen Robe ab der Hüfte abwärts vorne geöffnet war, um ihm mehr Beinfreiheit zugewähren. Die Beine des Hexers zitterten kurz. Es war nur ein kurzer Augenblick, doch erklärte dieser dem Mönch, wie sein Bruder der tödlichen Attacke ausweichen konnte. Er hatte es zuvor schon bei Dämonen gesehen und auch gehört, dass Hexenmeister diese Technik kopiert hatten. Sie bedienten sich der Chaosenergie und verschmelzten sie kurz mit ihrem Körper, um bestimmte Körpereigenschaften zusteigern, in diesem Fall die Geschwingkeit der Beinmuskulatur. Doch das ganze hatte seinen Preis. Chaosenergie schadete dem Körper. Errendil war dieser Attacke ausgewichen und würde es vielleicht auch noch ein weiteres Mal schaffen. Doch mit jedem Mal schadete er seinen Körper und würde die Fähigkeit zu stehen mindestens für kurze Zeit einbüßen. Damit war der Weg zum Sieg für Ascas klar. Er war schneller als sein Bruder und hatte selbst die Technik des Tigerrauschs erlernt. Er würde den lanwierigen Zaubern ausweichen und seinen Bruder duch reine Geschwindigkeit schlagen.
Erendil richtete sich auf. Dabei flackerte eine grün leuchtende Kugel halbrechts über seinen Kopf auf, ein sogenannter Instabiler Funke. Ascas knurrte leise in sich hinein. Sein kleiner Bruder hatte sich den verdorbenen Mächten wahrlich hingegeben. Diese Instabilen Funken waren angesammelte Chaosenergie. Erendil konnte sie verwenden, um seine Zauber zu verstärken oder sogar zu einem gewaltigen Schlag ausholen. Doch das spielte Ascas in die Karten. Erendil hatte nur einen Funken zur Verfügung und würde sicherlich wissen, dass er aufgrund der Unterlegenheit beim Tempo nich viele Treffer beim Mönch landen würde. Es war also logisch, dass sein kleiner Bruder ihn versuchen würde mit einem Schlag zu besiegen. Ascas musste also nur einem Zauber ausweichen und ihm viel kein Zauber der Hexer ein, welcher schneller wäre als sein Tigerrausch.
Erendil betrachtete seinen Bruder regungslos. Der Mönch brachte sich in Angriffsstellung, konzentrierte sein innere Kraft, sein Chi, auf seine Beine. Ascas beugte sich leicht vor. Erendil riss beide dämonisch anmutenden Augen weit auf. Ascas stockte und veränderte schnell seine Beinstellung in eine Ausweichhaltung und wartete auf den Zauber, welcher ohne Zweifel jetzt kommen würde und in den er nicht blind reinstürmen wollte. Nur einmal ausweichen und der Kampf wäre entschieden. Die Luft um den Mönch herum wurde schlagartig warm. Sie begann grünlich zu schimmern und die Hitze nahm Ascas augenblicklich die Luft. Ascas stieß einen innerlichen Fluch aus, als das Schimmern noch in der selben Sekunde zu grünen Flammen wurde. Wann hatte...Er brachte den Gedanken nicht mehr zu ende. Die Luft entzündete sich mit einem lauten Knall und der Körper des Mönchs verschwand in einer Kugel aus Höllenfeuer...
.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:27

Ascas Schwerter lagen auf dem Boden. Erendils Augen schlossen sich kurz. Im selben Augenblick löste sich das Höllenfeuer auf. Zurück blieb eine Kugel aus grünen dichten Nebel. Erendil öffnete die Augen wieder und als er den zurückgebliebenen Nebel ansah sagte er: " Du hällst dich besser als bei unserem letzten Kampf." Der jadegrüne Nebel verwirbelte und löste sich dabei auf. Ascas stand aufrecht in einer veränderten Kampfhalthaltung und erwiderte: " Ich hatte allen Grund hart zu arbeiten."
Beide blickten sich an und auch wenn Ascas unverletzt geblieben war, so wusste er wie knapp es gewesen war und spürte, wie viel Kraft ihn diese Verteidigung gekostet hatte. Er ärgerte sich über seine eigene Dummheit. Er hatte Gerüchte gehört, dass Erendil zu manchen Zaubern nur Sichtkontakt brauchte. Doch bedenkte man, dass Erednils Augen ebenfalls von der Botschaft berührt worden waren, wurde aus den Gerüchten schnell Wahrheit und aus Wahrheit wurde bitterer Ernst. Denn wenn Erendil nur sehen musste, dann war jeglich gedachter Vorteil durch die Geschwindigkeit dahin. Denn kein Körperteil war schneller als das Auge.
Der Mönch knurrte leise. Er hatte den Lebenskorkon früh nutzen müssen und damit seine effizienteste Abwehrtechnik gezeigt und vorerst verspielt. Er hatte die Künste des Nebelwirkers zwar kennengelernt, war aber weit von dem Maximum dieser legendären Mönchstechniken entfernt und so würde es einen Augenblick dauern, bis er genug Kraft hatte, um diese Technik noch einmal anwenden zukönnen. Doch scheinbar hatte auch Erendil viel investiert. Der Instabile Funke über seinen Kopf war verschwunden und der Blick seines Bruders erschien angestrengt. Wenn Ascas eine Offensive beginnen wollte, dann jetzt. Das sagte ihm auch eine Stimme im Unterbewusstsein. Jetzt gab es ein kurzes Zeitfenster um Erednil zu vernichten und seine Pläne zu vereiteln.
Der Mönch stürmte voran, auf direkten Weg zu seinem Bruder. Schon im Lauf sammelte Ascas sein Chi in einer Faust. Er musste einen harten Treffer erzielen. Erendil sah seinen Bruder an und ging in eine dürftige Verteidigungshaltung. Schnell war die Distanz zwischen beiden überbrückt und die beiden Dämmerflucht Brüder standen sich direkt gegenüber, Angesicht zu Angesicht. Dann ging alles im Bruchteil von Sekunden. Hinter Erendil tauchten wie aus dem Nichts vier weitere Instabile Funken auf. Ascas Fauste raste nach vorne, während einer der Funken sich sofort wieder auflöste. Die Faust des Mönchs traf einen grünen Schild, welcher wie eine fast durchsichtige Wand vor Erendil entstand. Wie ein Donner zog sich das Geräusch des Aufpralls durch die Spitze des Thron des Donners und auch wenn der Schild zu splittern begann, so hielt er stand. Sofort näherte sich eine Hand von Erendil von Unten seinem Bruder. Ein weiterer Funke bestehend aus Chaosenergie löste sich auf, nur um in Erendils Hand sich neu zubilden.
Der Instabile Funke wurde von Erendils Hand auf Ascas´s linke Bauchfläche gedrückt. Ein weiterer Knall schallte durch den Raum, wärend Leder erst trocken, dann spröde wurde, bis es letzten Endes zerfiel und die restliche Energie des instabilen Funken sich in den Körper des Mönchs einzubrennen began. Dieser hatte keine anderen Wahl, stieß sich instinktiv am Schild seines Bruders ab und suchte die Flucht nach hinten. In kniender Haltung zum Stehen kommend, mussterte Ascas die äußerst schmerzliche Wunde an der Stelle, wo der Zauber seine Rüstung durchbrochen hatte. Die Wunde war nicht lebensbedrohlich im Moment, doch behindernd, grade für einen Nahkämpfer.
Der Mönch hob seinen Kopf und blickte den Hexenmeister an. Dieser baute sich nun vor seinem Bruder auf, wärend noch zwei Instabile Funken hinter ihm leicht oberhalb der Schultern schwebten. Erendil blickte ihn von oben herab an und sprach mit eindringlicher Stimme: " So wirst du mich nie besiegen, großer Bruder. Du weist, welche Kräfte du dafür freisetzen musst."
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:27

Erendil blickte ihn von oben herab an und sprach mit eindringlicher Stimme:" So wirst du mich nie besiegen, großer Bruder. Du weist, welche Kräfte du dafür freisetzen musst." Ascas biss sich auf die Unterlippe. Erendil hatte recht. Zwar hatte der Mönch einen Teil seiner Kraft als Bote freigelassen, doch hatte sein Training der letzten Jahre verhindert, dass diese sich wieder frei entfalten konnte. Er hätte Erendils Zauber mit seinem Auge erkennen können. Der Kampf wäre vielleicht schon entschieden gewesen. Doch um welchen Preis? Er packte sich an die schmerzende Wunde und blickte seinen kleinen Bruder an. Erendil, sein kleiner zerbrechlicher Bruder kontrollierte den Kampf in allen Belangen. Noch immer war er vom Schild umgeben, als befände er sich in einer grünen Glaskugel. Nur an einer Stelle war sie "gesprungen". Erendil schritt langsam auf ihn zu und die zwei Instabilen Funken folgten dem Hexenmeister. " Du kannst mich als Mönch nicht besiegen. Werde zum Boten oder sterbe.", sprach er und zog mit einer Hand einen Bogen über seinen Kopf. Ein paar Meter über ihm erschienen mehrere Höllenfeuerkugeln. Erendil deutete mit seiner Hand auf seinen Bruder und fast zeitgleich regnete das Höllenfeuer auf seinen Bruder hinab. Ascas suchte die Flucht nach hinten. Es war keine gezielte Attacke und der Hexer griff auch nicht auf die Kraft der Funken zurück. Er spielte mit dem Mönch, welcher sich plötzlich am Rand der Plattform wieder fand. Hinter ihm lauerte nun ein tiefer Abgrund.
Erendil blieb stehen: " Warum quälst du dich so, Bruder? All die Jahre kämpfst du nun schon dagegen an. Wolltest du nicht die Welt vor meinen Machenschaften retten? Ist es nicht das, wonach es dich tief in deinem Geist verlangt?" Ascas knurrte seinen Bruder an: " Zwing mich nicht dazu, Ere. Denk an Sylea." Erednil blieb stehen. Er schwieg für einen Moment, dann lächelte er mit einem finsteren Ausdruck auf dem Gesicht: " Ist es nicht das Schicksal der Frauen, welche sich mit der Familie Dämmerflucht einlassen oder gar Teil von ihr sind, unglücklich zu werden und zu sterben?" Nun war es Ascas der schwieg. Es war eine Tatsache, welcher grade er sich nur schwer entziehen konnte. Erendil sprach weiter: " Du hast so viele in den Abrgrund gestürzt. Ich führe nur dein Werk fort. Vielleicht ist es aber nun an der Zeit, dich in den Abrgrund fallen zu lassen." Ein Instabiler Funke löste sich auf und uber Erendils rechter Hand bildete sich eine Kugel aus grün glühendem Magma. Eine Stimme in seinem Unterbewusstsein drängte Ascas dazu jeglichen Schutz fallen zulassen und die dunklen Kräfte zu nutzen, die ihm einst gegeben wurden. Der Mönch kämpfte dagegen an, wärend er mit beiden Füßen direkt an der Kante der Plattform stand. Erendil lächelte ihn weiter an: " Vielleicht kröne ich deine Niederlage mit der vollständigen Vernichtung unserer verfluchten Familie. Raleria hat eh keine Zukunft mehr. ICh vereine Vater und Tochter im Jenseits"
Ascas brannte die Sicherung durch. Ein Schatten legte sich über seinen Geist und etwas stieg in seinem Kopf zu neuer Macht auf. Gleichzeitig änderte sich sein Sichtfeld. Er sah den Zauber in Erendils Hand und den Schild des Hexers in leuchtender Farbe. Und er erkannte die Lücke in der Verteidigung des Hexers. Wutentbrannt stürmte der Mönch auf seinen Bruder zu. Erendil machte einen Schritt zurück und das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht. Schnell warf er die Magmakugel seinem Bruder entgegen. Ascas lief unbeirrt weiter. Er sah den Zauber näher kommen und kurz vor dem Zusammenprall tauchte er unter ihr hinab. Seine Hand griff dabei eines seiner Schwerter vom Boden, ohne dass der Mönch dabei an Tempo verlor. Erendil weichte einen weiteren Schritt zurück und began erneut Kraft in seinen Augen zusammeln. Ascas verlagerte seine Kraft kurz und seine Füße wurden von einem hellen bläulichen Leuchten umgeben. Wie ein Blitz schoss er voran und erreichte den Hexer, bevor dieser seinen Zauber vollenden konnte. Das Schwert schoss mit der Spitze voran nach vorne. Die Klinge wurde umgeben von knisternden Blitzen und als die Spitze die gesprungene Stelle des Schildes traf, konnte dieser nicht stand halten. Leuchtende grüne Scherben flogen durch die Luft und lösten sich auf. Die Blitzklinge trat in den Stoff ein, schnitt durch Fleisch, durchtrennte Knochen, schnitt wieder durch Fleisch und trat wieder aus dem Stoff aus. Bis zum Heft steckte das Schwert in Erendils linker Schulter und die Blitze lähmten teilweise seinen Körper. Erendil Dämmerflucht riss die Augenschmerz erfüllt auf, wärend Ascas Dämmerflucht wutentbrannt zurückstarrte. Die Gesichter der beiden Boten trennten nur noch wenige Zentimeter...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:28

Die Gesichter der beiden Boten trennten nur noch wenige Zentimeter. Erendils linke Körperhälfte war wie gelähmt und Ascas drückte das Schwert mit beständigem Druck in die Schulter seines kleinen Bruders. Die blauen Blitze, welche um die Klinge herum knisterten lösten langsam die braune Robe des Hexers auf. Erendil blickte noch geschockt von der wutentbrannten Attacke des Mönchs, bis er schließlich seine Augen schloss. Dann plötzlich lag ein erleichtertes Lächeln auf dem Gesicht des jungen Hexenmeisters: " Endlich..." Ascas erkannte das Erendil einen Zauber in seinen Augen formte und gleichzeitig verschwand der letzte Instabile Funke hinter dem Hexer. Ascas wollte sein Schwert aus dem Körper seines Bruders ziehen, doch Erendils rechte Hand schoss hinauf und hielt den Arm seines Bruders fest. Dann schlug er die Augen auf und Ascas spürte, wie dieser Blick ihn durchdrang. Langsam wurde es still und dunkel um den Mönch.
Ascas stand alleine in völliger Schwärze. Es war weder kalt noch warm. Es war einfach nichts. Doch leise hörte er hinter sich ein knisterndes Feuer. Der Mönch drehte sich um und sah, wie eine kleine Flamme im Nichts entstand. Sie wuchs und wuchs und strahlte eine enorme Hitze aus. Die Flammen tanzten umher und verbanden sich dann zu einer gehörnten Gestalt aus Feuer mit glühenden Augen. Ascas began zu zittern, als die Gestalt ihre Flügel entfalltete und ihm näher kam. Der Mönch kannte dieses Wesen. Es war das Monster, welches durch die Botschaft zu ihm gesprochen hatte. Jenes Wesen, welches in dem Grabmal auf den Verheerten Inseln begraben lag und ihn einst zum Boten erwählte. Ascas stand ihm alleine gegenüber, schutzlos. Es würde ihn einnehmen, wie vor einigen Jahren schon. Er wollte sich wehren, doch welche Chance hatte er gegen diese Macht? Das Wesen streckte seine Hand nach dem Blutelfen aus und wollte zupacken, als ein Strahl aus grünem Licht seine Hand zurückdrängte und das Monster zurückweichen ließ. Ascas blickte hinter sich um die Quelle des Lichtes auszumachen und traute seinen Augen nicht. Erendil schritt langsam auf sie zu. Die rechte Hand über den Kopf erhoben und von ihr aus das grünliche Licht entsendend. " Ere, was ist hier los?", sprach Ascas völlig irritiert. Der Hexenmeister erreichte seinen Bruder und stellte sich neben ihn, während das Monster vor ihnen versuchte sein Gesicht mit den Armen vor dem grünen Licht zuschützen. Erendil behielt das Wesen genau im Auge wärend er began zu sprechen: " Die Botschaft hat uns nie losgelassen, Bruder. Auch wenn wir glaubten, wir hätten uns von ihr getrennt, so existierte doch immer ein kleiner Teil von ihr in unserem Unterbewusstsein weiter. Dieser Teil soll uns ratslos und unseren Geist verwirrt halten. Und wenn sich die Gelegenheit bieten würde, so würde die Botschaft uns wieder übernehmen oder jemanden zu unserer Vernichtung entsenden."
Ascas blickte verblüfft zu seinem Bruder, dann ungläubig zu dem Wesen. War es wirklich das, was ihn die ganzen Jahre gequält hatte, seit er sich von der Botschaft losgesagt hatte? Dem Mönch viel die Reise zum Thron des Donners wieder ein. Er erinnerte sich, wie etwas in ihm immer wieder auf ihn eingeredet hatte, dass er Erendil vernichten musste. Und wie er damals, kurz nach seiner Läuterung immer wieder diesen Drang in sich verspürte mit der Botschaft Kontakt aufzunehmen. Wie er diesen Drang nur mit mühsamen Training hatte unterkontrolle bringen können. Er blickte wieder zu seinem Bruder: " Dann hast du auch...?" Erendil nickte und antwortete: " Auch mein Geist war vernebelt seit ich mich von der Botschaft los gesagt hatte. Dann plötzlich spürte mich die Legion auf Draenor auf und ich entkam einer Gefangenschaft nur knapp. Als ich mich selber untersuchte stieß ich auf etwas, was nicht zu mir gehörte und mir war klar, dass wir niemals frei sein können, solange die Botschaft existiert." Ascas musterte das Wesen, welchses sich mühsam versuchte gegen das Licht zu wehren. Mit Erendils Auftauchen hatte es wohl nicht gerechnet. " Wieso hast du es mir nicht gesagt?", fragte er fast schon enttäuscht seinen Bruder. Dieser ließ das Wesen weiterhin keine Sekunde aus dem Blick und antwortete: " Du hättest mir nicht geglaubt. Die Botschaft hatte schon begonnen dich wieder zu manipulieren. Ich musste dich dazu zwingen die Kraft freizulassen. Nur so kann ich nun das machen, was schon längst hätte geschehen sollen."
Ascas warf einen fragenden Blick zu seinem Bruder, welcher mit brutaler Entschlossenheit das Wesen anstarrte. Ascas verstand nun. Erendil hatte mit all dem gerechnet und sich gezielt auf diese oder zumindest eine ähnliche Situation vorbereitet, da er sie selber schon durchlebt hatte. Der junge Hexenmeister ließ die Hand langsam sinken und erhöhte die Intensität des Lichtes, welches nun mehr wie ein grünerleuchtender gebündelter Strahl wirkte. All dies wurde nur von einem einfachen Ausruf des Hexenmeisters begleitet: " Verbannung!" Das Wesen schrie auf. Es zog die Flügel ein und began zu schrumpfen. Langsam zerfiel es wieder in kleine Flammen, welche umher wirbelten und Stück für Stück erlischten. Und mit einem letzten leisen Knistern verschwand das Wesen so, wie es erschienen war im Nichts. Und mit ihm löste sich die Schwärze auf.
Ascas blinzelte. Er stand wieder in der Spitze der Stürme im Thron des Donners. Sein Auge hatte sich zurückverwandelt und auch, wenn die Blitze um sein Schwert herum erloschen waren, so steckte die Klinge noch bis zum Heft in der Schulter seinen kleinen Bruders. Dieser blickte ihn ebenfalls aus seinen normalen grünen Blutelfenaugen an. Dann sah Ascas etwas im Gesicht seines kleinen Bruders, an das er sich schon fast nicht mehr erinnern konnte, es bei ihm je gesehen zu haben, ein ehrliches und freundliches Lächeln. Erschöpft versagten Erendils Beine ihren Dienst und er kippte vorne über. Mit der Stirn landete er an Ascas Schulter, welcher ihn intinktiv auffing. Es war ein Augenblick der Stille. Kein Donner war zu hören und auch die Stimme im Unterbewusstsein des Mönchs war verstummt. Es gab grade nur ihn und seinen Bruder. Vereint, das erste Mal seit ihrer Kindheit im Immersangwald vor fast vierzig Jahren...
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:28

Ascas blickte hoch zur Klippe. Dort stand Erendil und hob die Hand zum Abschied. Beide Dämmerflucht Brüder waren noch gezeichnet von ihrem Kampf. Ascas hatte den angeschlagenen Erednil in die äußeren Regionen des Thron des Donners gebracht, als er im Gang der Spitze der Stürme die nähernden Shado-Pan gehört hatte. Dort konnte er in Ruhe ihre Wunden versorgen, so gut es ging. Sie blieben dort die Nacht über und unterhielten sich viel. Erendil berichtete von seiner Zeit seit Draenor und Ascas von Sylea, Raleria und des düsteren Visionen des Wassersprechers. Gerne hätte Ascas sich mehr mit seinem Bruder beschäftigt. Er spürte dieses Bedürfnis die vergangen vierzig Jahre aufholen zu wollen. Doch ihre Zeit war knapp und so verblieben sie die meiste Zeit bei ernsten Themen. Sie waren sich schnell darüber einig, dass es es nur einen möglichen Weg für die Zukunft gab und dieser führte direkt zu den Verheerten Inseln. Die Botschaft musste vernichtet werden, doch wenn die Brennende Legion vor der Tür stand, dann würde sie dort als erstes auftauchen. Es musste Hinweise geben. Selbst die Legion konnte eine große Invasion nicht verheimlichen. So war die Entscheidung schnell gefällt. Ascas würde nach zwei Jahren zurück zur Horde gehen, wärend Erendil hier auf der Insel des Donners verweilen würde, um Sylea zu empfangen, welche bereits sehr nahe sein musste. Mit ihr würde er weiter planen. Ascas gefiel der Gedanke, dass sein Bruder jemanden hatte, der so sehr an seiner Seite stand. Der Kampf gegen die Botschaft würde sie bis an die Grenzen treiben. Zu wissen, dass sein kleiner Bruder in diesem Kampf nicht alleine war, beruhigte den Mönch. " Eine Bitte habe ich noch an dich, Ere.", sagte er dann, als die Zeit des vorläufigen Abschieds gekommen war. Erendil nickte und kannte die Bitte bereits: " Ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, um Raleria von ihrem dunklen Pfad abzubringen. Wir sind eine Familie, jetzt wieder..." Ascas Herz machte einen Sprung und die beiden Brüder trennten sich um den wohl letzten Abschnitt ihrer Geschichte zu beginnen.
So blickte Ascas hoch zur Klippe und winkte zurück und mit dem nächsten Donnerschlag machte er sich auf den Rückweg in die Zivilisation. Sein Weg führte ihn zum Lager des Sonnenhäscheransturms und dort angekommen schritt er an den Wachen vorbei in Richtung Portal. Doch ein Gedanke in tauchte aus seinem Unterbewusstsein auf. Instinktiv lauschte Ascas diesem und drehte sich zu einer der Wachen um: " Hier kann man nicht zufällig eine Zigarre bekommen, oder?"

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 21 Okt 2016, 14:29

Kapitel 10: Sonnenuntergang


Der heiße Wind peitschte den Staub vom Boden auf und blies ihn dem Elfen unangenehm ins Gesicht. Der Elf war gezeichnet von seiner Wandererung. Sein weißes Haar war verfilst. Sein Gesicht zierte nun ein ungepflegter kurzer Bart und unter seinen Augen waren deutliche Ringe zu erkennen. Daralion, ehemals Leh`Nister, zerbrach fast unter dem Gewicht seiner Rüstung, doch die Angst vor Verfolgern trieb ihn weiter an. Er hatte schnell die Flucht aus Shattrath gesucht, kurz nach dem sich dort nach ihm erkundet wurde. Durch die Wälder von Terokkar bahnte er sich seinen Weg zur Höllenfeuerhalbinsel. Der einzige Landstrich der Scherbenwelt, der nicht sonderlich unter Beobachtung stand und genug Schlupfwinkel bot. Er wanderte alleine. Er nahm sich von der Natur, was er brauchte. Doch das war auf der Höllenfeuerhalbinsel nicht viel. Zu Beginn fand er noch Häscher und Eber. Doch hier im nördlichen Teil, am Rande der verseuchten Teichen von Aggonar wurden die unverderbten Rohstoffe knapper. Die Kehle des ehemaligen Blutritters war staubtrocken und sein Magen krampfte schmerzhaft vor Hunger. Doch seine Vorräte waren fast erschöpft und mussten bis zu seinem Nachtlager warten, wollte er morgen noch aufwachen. Vor ihm erstreckten sich die grünlichen Teiche an dessen Ende er das Skelett des erschlagenen Dämonenfürsten erkennen konnte. Verlockend blickte der Blutelf auf das Wasser. Er tauchte seine Hand hinein. Es war kühl und alles in Daralion schrie vor Verlangen. DEr Blutelf legte seine Handschuhe ab und nahm etwas Wasser mit beiden Händen auf. Instinktiv führte er das Wasser zu seinem Mund. Doch noch instinktiver stoppte er kurz davor. Er wusste was mit ihm geschehen würde, wenn er dies hier trank, wie die chaotischen Energien des Wassers ihn verändern würden. Er hatte alles verloren, er würde nicht auch noch sich selber verlieren. Er ließ das Wasser aus der Hand hinunter fließen und erhob sich schwankend.
Sein Weg führte ihn an den Teichen entlang in die Schlucht. Hier war wenigstens etwas Schatten und so konnte er bis zum nächsten Tag überleben. Am Ende der Schlucht konnte er hinabsteigen und dort unten gab es neue Resourcen, das wusste er. Er stampfte vorbei an den Gebeinen von Aggonar und blickte sich vorsichtig um. Einst waren hier Dämonen hier zu hause gewesen und hatten einen Altar am Ende der Schlucht errichtet, welcher sich nun vor Daralion aus einem Teich heraus erhob. Doch die Dämonen waren geschlagen worden. Ausgelöscht in den Jahren nach dem Brennenden Kreuzzug. Die Sonne senkte sich langsam und schnell Dämmerte es in der Schlucht. Daralions Weg wurde dadurch etwas erleichtert und schritt er am Rand des großen Teichs entlang, um vor der Nacht möglichst nahe an seinem Etappenziel zu sein.
Es war en polterne Steine, welche ihn dazu verleiteten zu erstarren. Sie waren hinter ihm von den Berghang gepoltert, als hätte dort jemand einen falschen Schritt gemacht. Langsam dreht Daralion seinen Kopf, um einen möglichen Angreifer erkennen zu können. Ein Kampf in seiner jetzigen Verfassung wäre Fatal gewesen. Er glaubte nicht an diesem Tage noch viele Schläge mit "Manabrand", der magische Klinge seines Vaters, austeilen zu können. Erleichtert blickte Daralion auf leere Berghänge. Keine Bewegung, kein Leben gab es hier. Tief durchatmend trat Daralion wieder einen Schritt voran.
Der trockene Boden knackte. Risse bildeten sich unter seinem Fuß und Sand schien wie in einem Strudel in die Erde gesaugt zu werden und nahm Daralion mit sich. Der Blutfelf kämpfte vergebens gegen den Sog in die Erde und hatte nichts, woran er sich klammern konnte. Das Loch wurde unter ihm wurde größer und Dann war der Boden unter ihm einer völligen Finsternis gewichen. Er stürzte hinab in das Erdloch, hilflos in seiner Rüstung zappelnd. Erst nach einigen Metern erfolgte der scheppernde Aufschlag auf steinigem Boden. Rüstung quetschte sich. Knochen barsten. Blut floß und Daralion regte sich nicht mehr. Die Augen geschlossen, hätten sie eh nichts erkennen können, außer dem unerreichbaren Loch in der ecke der Höhle.
Das Blut des Elfen tröpfelte auf den Boden und fand einen feinen Riss im steinigen Boden. Langsam bahnte es sich seinen Weg zu einem kleinen Loch in der Mitte der kleinen aber hohen Höhle. Dort angekommen entfachte es ein feuriges Leuchten, welches sich weiter über weitere Risse im Boden ausbreitete und auch perfekt runde Kreise am Boden entflammte. Der Boden erhellte das Höhlensystem, wärend Daralion zerschmettert am Boden lag und davon nichts mitbekam. Auch nicht von der Gestallt, welche langsam und elegangt von oben herabschwebte und neben dem Körper des Elfen landete.
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