Das letzte Kapitel

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:43

Garatas erreichte als erster den Treffpunkt. Ungeduldig blickte er sich um, bis Aurista eintraf und ihm eine knappe Verbeugung schenkte. Es dauerte einen Augenblick, doch auch Fanloen erreichte den Treffpunkt pünktlich. Nur Ronand verspätete sich ein paar Minuten. Die vier Personen hielten alle gepflegt Abstand von einander und schenkten sich gegenseitig noch einen Moment Ruhe und fixierte sich auf seine Ziele. Was würde die letzten Mitgleider der Schattenhaften Erlösung auf diesem vielleicht letzten Konzil erwarten?

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 16 Mai 2017, 22:55

Kapitel 25: Azsuna Teil 2 - Wissen ist Macht

Es war sternenklare Nacht und doch, der Vorposten der Illidari war ungewöhnlich lebhaft für den Fortschritt des Krieges und dafür, dass die Schlachten von Azsuna wohl schon geschlagen waren. Die Invasion der Brennenden Legion in Faronar war zum erliegen gekommen, ihre Portale geschlossen. Auch die Naga hatten zwar den mächtigen Gezeitenstein, eine Säule der Schöpfung, an sich bringen können, doch ihre Streitkräfte hier waren vernichtend geschlagen. Nur deshalb hatte Erendil den Ort hier als Ziel ihrer Reise gewählt. Es hätte sicherlich andere Möglichkeiten gegeben, um an das nötige Wissen zu gelangen. Doch hier konnten er und Sylea "ungestört" arbeiten. Nach seiner Erzählung über das Grabmal und die Botschaft hatte sie zu gestimmt, dass die Zerstörung der Botschaft oberste Priorität hatte. Doch weder sie noch er hatten eine Idee, wie sie ein solch altes und machtgetränktes Artefakt vernichten sollten. Doch hier Azsuna, wo einst der Gezeitenstein gesprengt worden war, wo die Magie erfunden und gelehrt wurde, die Suramar geformt hatte, hier bestand die Möglichkeit etwas zu finden. Etwas, dass sie nahe an ihre letztes Ziel brachte. So hatten die zwei sich aufgemacht, nachdem Ascas erwacht war und sich auf dem Weg der Besserung befand. Sylea signalisierte ihm, dass sie bereit war und so zogen sie hinaus in die Nacht von Azsuna auf dem Weg zur Akademie von Nar´Thalas. Das Wissen welchses dort seit Jahrtausenden begraben lag, konnte vielleicht alles beenden.


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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 28 Mai 2017, 12:27

Erendil ließ sich auf dem Boden nieder und lehnte sich an den großen Kristall. Er kämpfte innerlich gegen die Müdigkeit, welche ihn nach ihrem langen Marsch bis hier zur Azurschingenrast langsam einholte. Gleichzeitig blickte er auf das Buch in seinen Händen. Ihre Reise zur Akademie von Nar´Thalas war ein Erfolg gewesen. Überrascht hatte ihn jedoch Syleas Auffassung davon, wie eine Akademie ihrer Meinung nach auszusehen hatte. Scheinbar hatte die Zeit in Silbermond, Dalaran und den vielen anderen großen Städten sie doch verändert, eine gewisse Erwartungshaltung bei ihr entstehen lassen. Erendil erfreute dies, denn es war ein Zeichen dafür, dass sie die Welt als ganzes akzeptierte und lernte Dinge für sich selber zu bemessen. Der Trick, mit dem sie dieses Buch aus den tausenden anderen rausgefiltert hatte war genial gewesen. Damit hatte sie sich den Besuch hier bei den Drachen verdient. Erst hatte Erendil überlegt, die Reise hier zu beginnen, um Sylea direkt eine Freude zumachen. Doch letzten Endes entschied er sich dagegen. Er wollte ihren Geist und Verstand fokusiert halten, damit sie eben diesen einen genialen Moment vollbringen konnte. Nun ließ er sie diesen magischen Ort alleine erkunden, denn sie hatte ihr Werk vollbracht. Nun lag es an ihm einen genialen Augenblick zu entwickeln. Die Lösung zur Vernichtung der Botschaft lag in den Seiten verborgen, die er in den Händen hielt.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 01 Jun 2017, 01:40

Müde rieb sich Erendil die Augen, dann blätterte er wieder zurück und wieder nach vorn. Zum wie vielten Male wusste er nicht. In diesem Buch stand viel über die Grundlagen der Artefakterschaffung. Doch wo war der Hinweis, wie man ein Artefakt wieder seiner Macht beraubte? Hatten sie doch das falsche Buch mitgenommen? Nein! Sylea war sich sicher gewesen, dass sie das richtige Buch herausgefiltert hatte aus der Sammlung der Akademie von Nar´Thalas. Jetzt aufzugeben bedeutete auch ihr Scheitern und das konnte er ihr nicht antun. Der Blutelf began von vorn. Die erste Seite studierte er genau. Doch bereits die nächsten Seiten überflog er nur noch von Ungeduld getrieben. War das alles? War das wirklich alles, was er beitragen konnte? Langsam war er wirklich froh das Sylea noch unterwegs war und sein Versagen hier nicht mitbekam. Frustriert warf er das Buch zur Seite und rieb sich die Schläfe. So kam er nicht weiter. Er musste zurück in die Akademie ein weiteres Buch suchen. Das Wissen über Artefakte war zu reichlich, um nur ein Buch zu füllen. Aber dennoch hatte Syleas Zauber nur dieses Buch gezeigt. Hatten die alten Elfen wirklich nur die Grundlagen niedergeschrieben? War das restliche Wissen vielleicht zu gefährlich?
Erendil schluckte und seine Augen weiteten sich. " Diese verdammten...", knurrte er und sprang auf. Er packte das Buch und schlug eine zufällige Seite auf. Er konzentrierte sich und auf seiner Handfläche formte sich eine leuchtene Glyphe. Er strich mit der Hand über die Seite des Buchs. Augenblicklich glühten die Buchstaben auf und veränderten Form und Position. Plötzlich stand auf der Seite viel mehr als nur die Grundlagen. Das Buch war den Fähigkeiten seines Lesers angepasst worden. Je talentierter der Leser mit Magie umgehen konnte, desto mehr Wissen wurde ihm offenbart. So wurde der Lehrling und alle anderen vor Schaden bewahrt. Erendil fuhr mit der Glyphe über die nächste Seite und wieder die nächste. Das dauerte ihm zu lange! Er legte das Buch auf den Boden und formte wie aufgedreht einen neuen Zauber. Er legte beide Hände auf das Buch, welches zu glühen began. Dann mit einem Ruck riss er seine Arme nach oben und breitete sie dabei aus. Arkaneslicht stieg aus dem Buch empor und wirbelte durch die Luft und umrkeiste ihn. Dann war er plötzlich umgeben von Schriftzeichen und Zeichnungen aus grünem Leuchten. Er war umringt vom Inhalt des Buches. Mit den Armen holte er sich jede Seite heran und mit einem Wisch verschwand sie wieder. Das dauerte ihm zulange. Zu eingerostet war sein Können im Lesen der Schriften von Hochgeborenen. Also wob er er wieder an seinem Zauber rum und wieder veränderten sich die Schriftzeiten. Thalassisch...ja, das war besser. Im Eiltempo selektierte er Kapitel für Kapitel. Dann waren nur noch 5 Seiten vor ihm nebeneinander aufgerreiht in der Luft schwebend. Erendil lächlte schmal. Syleas Zauber in der Akademie hatte funktioniert. Vor ihm stand nun genau das Wissen, welches er brauchte um die Geschichte zu beenden.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 02 Jun 2017, 00:21

Wehmütig und mit einem Gefühl von Schuld blickte Erendil Sylea hinter her, wie sie durch das Portal nach Unterstadt schritt. Der Plan war beschlossene Sache. Von den zwei Möglichkeiten die Botschaft zu zerstören, war nur eine wirklich umsetzbar gewesen...wenn man das so nennen konnte. Sie würden den Avatar dazu zwingen die Botschaft selber zu vernichten. Doch dafür mussten die zwei Blutelfen auf der Verheerten Küste sich ein letztes Mal trennen. Erendil war einer Seits froh darüber, dass Sylea nicht mit in das Grabmal ging. Auf der anderen Seite wusste er genau, welcher Gefahr er sie auf der Verheerten Küste alleine aussetzte. Auch wenn er nun den vollständigen Orden der Schattenhaften Erlösung zu ihrer Unterstützung einsetzen würde, es würde ein lebensgefährliches Unterfangen. Erendil war froh, dass er Aurista schon nach Dalaran bestellt hatte. Sie würde die wichtigste Lebensversicherung für Sylea werden.
Nun wandte sich auch Erendil ab und ging zum Flugmeister. Ihre Arbeit hier Azsuna war getan. Nun musste er selber noch einmal nach die Verheerten Inseln verlassen. Während Sylea sich in Unterstadt vorbereitete, musste er ein Artefakt des Lichtes besorgen, welches geeignet war für ihr Unterfangen. Schnell hatte er seine geringen Möglichkeiten abgetastet, welche ihm zur Verfügung standen ein solches zu erhalten. Sein Weg würde ihn nun zu einem Kurzaufenthalt im Immersangwald bringen. Die Hilfe der Toten war nochmal einmal erforderlich.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 03 Jun 2017, 23:48

Kapitel 26: Unterstadt Teil 2 - Das Ende der Erlösung

Garatas knirschte mit den Zähnen. Das Konzil hatte grade erst begonnen, doch schon jetzt war klar, dass die Neuigkeiten recht spärlich waren. Die Projektion des Schattens gesendet aus Dalaran hatte das Konzil eröffnen und sie alle auf den neusten Stand der Dinge gebracht. Der Krieg gegen die Legion schien bald in die finale Phase einzutreten. Das war eine beruhigende Nachricht. Doch auch der Schatten hatte den Kontakt zu Asildur, Assabad und Zuldara verloren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie gefallen waren war nicht mehr ignorierbar. Also hatte auch der Schatten nun eingewilligt, die Front aufzustocken. Aurista sollte nach Dalaran kommen. Doch er selber, Fanloen und Ronand sollten in Unterstadt warten. Mit dem Ende des Krieges stieg die Wahrscheinlichkeit eines neuen Boten und dieser sollte nicht wissen, wie viele sich ihm in den Weg stellen würden. Das der Schatten solche Gedankengänge hatte, war ein gutes Zeichen. Auch mit der passiven Art konnte sich der Priester anfreunden. Mit Ronand würde es früh ein Gemetzel geben und mit Fanloen würden sie wohl auch nicht lange unentdeckt handeln können. Doch eine Frage brannte dem Verlassenen noch unter den gerissenen Fingernägeln: " Wenn ihr zur Botschaft gelangt, was werdet ihr unternehmen?" Der Schatten zögerte keinen Augenblick mit seiner Antwort: " Wir werden nun eine Möglichkeit suchen die Botschaft zu vernichten. Schon bald wird es keine Boten mehr geben." Garatas hatte zufrieden genickt. Seine Befürchtungen hatten sich nicht bewahrheitet und so war er bereit weiter zu folgen. Doch waren das die anderen auch?
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 03 Jun 2017, 23:48

Ronand knurrte mürrisch in die Runde. Die Hexe durfte an die Front und er sollte wieder warten. Er blickte zu dem Magier. Fanloen lächelte. Er lächlte immer. Die Hexe war stumm. Sie war immer stumm. Und der Priester ging wie immer über zur Routine und wollte die Oranisation klären, doch der Todesritter unterbach ihn: " Lasst mich die kleine Elfe nach Dalaran bringen. Ich werde sie beschützen." Die Blicke wendeten sich ihm zu. Fanloen lächelte. Aurista blieb stumm. Garatas wartete einen Augenblick dann schüttelte er sachte den Kopf: " Die Anweisungen sind klar. Aurista geht und wir bereiten uns vor. Der Kampf um die Verheerte Küste wird bald beginnen und..." " Ich bin vorbereitet!", unterbrach ihn Ronand wütend. Fanloen lächelte und Aurista schwieg. Es war nicht Ronands erster Wutausbruch und so schien niemand überrascht. Geratas seufzte: " Lasst uns kurz unterbrechen und uns sammeln. Ronand, komm bitte mit." Aurista nickte und ging stumm einen Gang weiter. Fanloen folgte ihr lächelt. Garatas betrachtete Ronand. Nun würde der Priester den Todesritter versuchen zu beruhigen. So wie er es immer tat: " Ronand, eure Zeit wird kommen. Übt euch noch ein paar Tage in Geduld." " Oder folgt mir und ergeift die Gelegenheit der Welt zu zeigen, wer ihr seid.", sprach eine Stimme aus dem Gang, in dem Aurista und Fanloen grade verschwunden waren. Ein Blutelf trat aus dem Schatten des Eingangs, voll gerüstet und mit einer Runenklinge in der Hand. Verwirrt blickte Garatas den Blutelf an: " Wer seid ihr?" Ronand lachte leise: " Jemand der mich versteht. Eine Alternative zum Warten." Der Priester blickte zwischen den beiden hin und her. Er war eingekesselt und der Blutelf trat mit gezogener Klinge immer näher. Langsam ließ der Priester sich von Schattenmagie umhüllen. Ronand betrachtete den Priester: " Lange wart ihr und die anderen meine Zuflucht. Doch nun gibt es eine Alternative. Eine andere Möglichkeit meine Vision war werden zu lassen." Der Blutelf trat näher: " Folgt uns und ihr werdet an dieser Vision und dessen Macht teilhaben." Garatas senkte den Kopf: " Macht alleine ist nicht die Erlösung dieser Welt." Der Blutelf ging zum Sprint über. Garatas hob die Hände und schleudete eine Schattenkugel dem Angreifer entgegen. Der schwang seine Klinge und deren Runen schienen den die Schattenmacht aufzuzehren. Garatas hob die Hand zu einem weiteren Zauber, doch eine Klinge trennte seine verknöcherte Hand vom Arm. Ronand stand hinter ihm mit gezogenen Waffen. Der Blutelf erreichte Garatas und holte zum Schlag aus. Der Priester beschwor alle Schattenmacht und ließ sich von ihr durchströmen. Eine Wolke aus Schatten schwebte jetzt zwischen den beiden Angreifern und bewegte sich langsam Richtung Balkonkante. Ronand knurrte: " Er entkommt..." Der Blutelf lachte und schüttelte dann den Kopf. Er schlug mit der Runenklinge durch die Wolke. Das Schwert nahm die Schatten in sich auf und zurückblieb der gespaltene Körper des Priesters.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 03 Jun 2017, 23:48

Aurista ging die Treppe hinab und bemerkte, wie Fanloen ihr folgte. Genervt drehte sie sich um: " Kann ich dir irgendwie helfen?" Fanloen lächelte sie an. Dieser Kerl lächelte immer. Das war der Blutelfe unangenehm. Man konnte in seinem Gesicht einfach lesen, was er wirklich dachte oder fühlte. Aber das war jetzt auch erstmal vor erst egal. Sie konnte nach Dalaran. Der Schatten hatte eine Aufgabe für sie. Sie bekam ihre Chance in diesem entscheiden Krieg. Sie konnte für ihre einstigen Sünden Buße leisten. Als der Magier ihr weiterhin eine Antwort schuldig blieb, drehte sie sich kopfschüttelt um und stieß gegen eine Plattenrüstung. Sie stolperte zurück auf die Stufen und blickte empor. Ein Elf blickte auf sie hinab. Sie musterten sich gegenseitig, dann schirtt er an ihr vorbei. Was wollte diese Elf hier? Gehörte er zum Orden? Irritiert blickte sie ihm nach. Auf gleicher Höhe mit Fanloen blieb er stehen und zog sein Schwert, eine Runenklinge. Er blickte den Magier an und sprach im klaren Ton: " Töte sie." Dann schritt er weiter zu dem Ort, wo Garatas und Ronand sich noch befanden.
Erschrocken blickte Aurista zu Fanloen und zum ersten Mal konnte sie seine Mimik deutet. Das war ein echtes Lächeln. Er freute sich wie ein kleines Kind. Aurista sprang auf, doch es war zu spät. Der Arkanschlag traf sie hart auf der Brust und schleuderte sie die restliche Treppe hinab und prallte hart auf dem Boden auf. Sie wollte sich aufrichten, doch ihr rechtes Bein gab nach. Blut lief ihre Schläfe entlang. Sie hob die Hand und richtete sie auf den Magier, doch der war verschwunden. " Suchst du mich?", fragte Fanloen vergnügt. Er stand direkt hinter ihr. Instinktiv formte die Hexe einen Zauber, doch da hatte Fanloen schon wieder die arkanen Kräfte beschworen. Der Körper der Hexe wurde, wie durch unsichtbare Fäden geführt, durch die Luft geschleudert. Sie schlug hart gegen die Decke, dann gegen die rechte Wand, die linke Wand und wieder die rechte. Dann fiel sie hart zu Boden. Fanloen lächelte und ging die Treppe wieder empor, als ein leises Stöhnen von Aurista zu vernehmen war. Fanloen seufzte und der gebrochene Körper der Hexe wurde wieder gegen die Decke geschleudert und wieder auf den Boden. Die Blutelfe rührte sich nicht mehr und Fanloen spazierte pfeifend die Treppe empor.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Sa 03 Jun 2017, 23:48

Fanloen erreichte Daralion und Ronand. Auf dem Boden lag Garatas. " Oh, ihr seit schon fertig?", fragte der Magier schmunzelnd. Ronand knurrte und Daralion blickte die beiden abwechselnd an, bevor er zustimmend nickte: " Ihr beide brecht sofort auf. Ihr werdet uns einen Lagerplatz an der Verheerten Küste sichern. Sobald es losgeht, möchte ich so schnell wie möglich am Grabmal sein." Der Todesritter brummte zufrieden: " Und wenn wir auf Widerstand oder neugierige Besucher stoßen?" Daralion blickte den Verlassenen mit neutraler Miene an: " Elimiert alles was euch sieht." Zum ersten Mal war eine Art Kichern von Ronand zuhören. " Was ist mit euch?", fragte Fanloen neugierig. Daralion wandte seinen Blick zum Magier: " Ich werde hier noch warten, falls noch jemand von diesem Orden hier erscheint. Wenn alles bereit ist, kommt ihr mich holen." Nun lächelte auch Fanloen zufrieden. Mit ein paar einfachen Bewegungen öffnete er das Portal nach Dalaran und er ließ dem Todesritter den Vortritt. Daralion hingegen blieb alleine zurück und wartete geduldig. Nichts konnte ihn nun mehr aufhalten. Seine Zeit war gekommen.

***

Aurista lag regungslos auf dem Boden. In ihrer leblosen Hand hielt sie einen violetten Kristall. Er war nicht schön geformt. Dafür hatte sie in der Eile keine Zeit mehr gehabt, als sie erkannte, dass ihr Leben verloren war. Nun leuchtete der Seelensplitter kurz und löste sich auf. Auristas Herz began zu schlagen, ein Teil ihrer Wunden heilte. Stöhnend tastete sie nach ihrer Tasche und zog einen grünen Stein heraus. Der Stein schien in ihrer Hand zu verdampfen und die Teufelsmagie floss in ihren Körper. Schwankend erhob sie sich. Sie blickte die Treppe empor und hörte Stimmen. Die des Magiers war mit dabei. Aurista verlor keine Zeit. Sich mit einer Hand an der Wand abstützend verließ sie den Ort. Sie musste nach Dalaran und berichten, was hier geschehen war. Er musste erfahren, dass dies das Ende der Schattenhaften Erlösung war.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 04 Jun 2017, 01:39

Zwischenspiel 5: Das Ende des Weges

Daralion saß abwartend an dem Ort, an dem er dem Boten seine letzten Gefolgsleute genommen hatte. Alles war nach seinem Plan verlaufen, seit den Ereignissen des Immersangwaldes, seit er sein Haus, seine Titel und seine komplette Zukunft verloren hatte. Sein Sturz in die Höhlen des Blutenden Auges waren wie eine Neugeburt gewesen. Zuerst dachte er, er müsse sich der Legion anschließen. Doch mittlerweile wusste er, dass er seine Visionen falsch verstanden hatte. Die Legion hatte die Macht, die er benötigte, doch er musste diese Macht selber kontrollieren. Nun würde er diese Macht schon bald in den Händen halten. Doch das alleine reichte nicht. Viele mit Macht waren gekommen und gegangen. Doch nur wenige hatten sich der Welt gegenüber als würdig erwiesen, diese Macht auch zu besitzen. Daralion war würdig. Er war würdig die Welt zu führen, doch dass musste auch die Welt begreifen. Sie alle mussten es sehen und so würde es am Grabmal geschehen. Er würde die Macht ergreifen und vor den Augen der Welt jene vernichten, die vor ihm ähnliche Macht besaßen. Das Ende der Schattenhaften Erlösung war mehr gewesen, als das Mächteverhältnis auszugleichen. Es war eine Herausforderung. Daralion hörte Schritte auf der Treppe. Es war Zeit jemanden zu finden, der den Boten diese Herausforderung überbringen konnte. Sylea betrat die obere Ebene...

***

" Was hat das zu bedeuten Geistwandler?", fragte Assabad und betrachtete skeptisch die vor ihm aufgestellte Rüstung. Sie war Schwarz und geziert mit Drachenhörnern. Ebenhorn trat neben den Verlassenen: " Dies ist mein Geschenk für eure letzte Reise. Ein Dank für euren Einsatz hier in Hochberg." " Meine Taten haben einem Kamaraden das Leben gekostet.", brummte Assabad. Ebenhorn blickte ihn sanftmütig an: " Und wie viele haben sie gerettet? Ihr seid ein Soldat. Ihr solltet diese Denkweise kennen. Und dennoch messt ihr euch seit jeher an dem, was ihr nicht erreicht habt." Der Schwarzdrache schritt in seiner Taurengestallt hinüber zu der Rüstung und fuhr mit der Hand über den Metallhelm: " Ihr sucht einen Sinn in eurem Untod und glaubt jeder Verlust ist ein Beweis, dass es ein Fluch ist." Assabad senkte den Kopf. Er erinnerte sich daran, wie er mit Sylea über den Sinn in seinem Untod philosophiert hatte und sie zu keinem Ergebnis gekommen waren. Ebenhorn griff unterdessen nach einem der beiden Schwerter, welche auf dem Tisch lagen und blickte die Klinge an: " Im Leben habt ihr mitgeholfen eine Welt zu erschaffen, welche zu einer Last für eure Nachkommenschaft geworden ist. Glaubt mir ich weis wovon ich rede. Ich trage selber das schwere Erbe meines Vaters. Doch im Gegensatz zu ihm, habt ihr die Möglichkeit erhalten Dinge zu korrigieren. Ihr glaubt ihr seid verflucht? Ich sage euch, ihr seid gesegnet. Im Gegensatz zu vielen vielen anderen, habt ihr noch einmal die Möglichkeit euer Vermächtnis neuzuformen." Assabad blickte auf. War es das? War das der Grund, warum er wieder und wieder überlebt hatte, weil sein Vermächtnis noch nicht vollendet war? Er blickte Ebenhorn an: " Wie könnte ich jetzt noch etwas bewirken? Das was kommt, kann niemand alleine entscheiden." Der Drache nickte sachte: " Der Krieg kann von einem alleine entschieden werden. Doch der Sieg setzt sich aus vielen Elementen zusammen und diese kann einer alleine beeinflussen. Wisst ihr, Assabad, damals habt ihr für die Drachenaspekte gegen meinen Vater gekämpft. Ihr habt ihnen gedient den Blauen, den Roten, den Grünen und vor allem den Bronzenen. Doch als Soldat der Drachenschwärme fehlt euch noch eine Farbe. Diese Rüstung und Schwerter wurden im Hort meines Vaters gefertigt. Sie sind geschmückt mit den Knochen meiner Geschwister. Ihr wollt wissen, wie ihr jetzt noch etwas bewirken könnt?" Ebenhron holte Luft und hauchte die Klinge in seiner Hand an, welche zu glühen begann. Dann blickte er den Verlassenen an: " Indem ihr, in Ahnlehnung an eure alte Zeit, zum GRabmal des Sargeras zieht...Als Champion des Schwarzen Drachenschwamrs."

***

Renar stand wie gebannt in der letzten Reihe der Zuschauer an Krasuslandeplatz in Dalaran. Die Bezwinger Gul´dans brachten grade das Auge von Aman´Thul, die letzte fehlende Säule der Schöpfung in die Stadt. In der Stadt herrscht Aufregung. Man hatte schon gestern Vertreter der alten und neuen Ordensgemeinschaften anreisen sehen. Man sprach überall von einem Bündnis für den letzten Kampf gegen die Legion. Nun war es also soweit. Es wurden schon Freiwillige für verschiedenste Missionen gesucht. Der junge Blutelf hatte sich direkt gemeldet. Er wollte zu den ersten gehören, die das Grabmal des Sargeras erreichten. Er wollte so viel Zeit wie möglich dort verbringen, um eine geeignete Stelle ausfindig zu machen, wo er seinen Onkel töten konnte.

***

Raleria blickte sich am Rächerposten auf den Felsen der Verheerten Küste um. Es herrschte Nervosität unter den Illidari hier. Eigentlich hatte die Blutelfe nicht zu diesen zurückkehren wollen. Doch der Verlust sämtlicher Ausrüstung, unteranderem ihrer Gleven, hatte sie dazu gezwungen. Also hatte sie sich zurück gemeldet und einen Bericht über Val´sharah abgeliefert, der allerdings mit dem ersten Hinterhalt der Satyrn endete. Einen wesentlich bedeutlicherem Ereignis war es zu verdanken, dass niemand weiter Fragen stellte. Illidan, der legendäre erste Dämonenjäger, war von den Toten wiederauferstanden und auf dem Weg hier her. Dies war das eindeutigste Zeichen, dass nun die letzte Schlacht bevorstand. Sie hatte ihre Gedanken noch nicht beendet, da ertönten Hörner und ein großer Schatten glitt über ihren Kopf hinweg. Der Herr der Illidari war gekommen. Er würde die Offensive anführen und Raleria würde ihn beobachten, von ihm lernen auf dem Weg zum Grabmal. Und mit jedem Dämon, den sie auf dem Weg dorthin niederstreckte, würde sie stärker werden. Am Ende dann, da würde sie dem letzten Dämmerflucht neben ihr selbst gegenübertreten können.

***

Die Mond stand hoch über dem Sanktum des Westens und es war still im Immersangwald. Müde gähnte die Wache seinen Kamaraden an: " Glauben die wirklich, dass diese Leh`Nister hier ncoh mal auftaucht? Mal ehrlich, das ist nun schon über ein Jahr her." Die zweite Wache zuckte mit den Schulter: " Befehl ist Befehl. Pass auf da kommt jemand!" Schnell hatten beide ihre Speere nach vorne gerichtet: " Wer ist da?" Eine Person in schwarzer Robe und den Kopf unter einer Kapuze versteckt trat über die Holzbrücke hinweg auf sie zu. " Dieses Gebiet darf niemand ohne Genehmigung betreten. Halt!" Die Person, wohl auch ein Blutelf, stoppte vor ihnen: " Bitte lasst mich passieren und niemandem wird Leid wiederfahren." Die beiden Wachen blickten sich gegenseitig an und lächelten dann: " Wir sind zu zweit. Was wollt ihr schon machen?" Der verhüllte Elf seufzte und hob dann seinen Kopf. Unter der Kapuze leuchtet kurz zwei goldene Augen auf. Grünes Licht entstand genau zwischen den Wachleuten. Noch während sie überlegten, worauf sie nun ihre Speere richten sollten, verwandelte sich das Licht in in handefste Chaosenergie und umschlang drückte die erste Wache gegen den nächsten Baum. Wie eine klebrige Masse hielt es sie dort fest. Der verhüllte Elf blickte zur zweiten Wachen, welche nun unter Gebrüll auf ihn zu lief. Wieder funkelten die Augen unter der Kapuze und der Speer der Wache zerfiel zu Asche. " Du kannst dich nun mit Fäusten auf mich stürtzen und das Schicksal deines Freundes besiegeln. Oderdu lässt mich passieren und in ein paar Minuten habt ihr wieder Ruhe. Ich war nie hier und niemand muss hier von etwas erfahren." Die Wache hielt inne und rührte sich nicht. Der verhüllte Elf schritt an ihm vorbei zum Sanktum. Er umkreiste es und begab sich zum Garten. Dort bahnte er sich seinen Weg zu den Gräbern der ehemaligen Besitzer dieses Anwesens. Vor dem frischesten blieb er stehen. Er streckte seine Hand über dem Grab aus und die Erde began ich zu bewegen. Nach einem kurzen Augenlick durchbrach etwas die Oberfläche des Grabes. Der goldene Stab funkelte im Mondlicht und der Elf nahm ihn an sich mit einer Hand, die komplett in Bandagen gehüllt war. Nocheinmal blickte er auf das Grab: " Verzeih mir, alter Freund. Ich bringe es zurück, wenn ich kann. Versprochen. Dann wandte sich Erendil von Lyranders Grab ab. Er hatte das Lichtartefakt. Nun gab es nichts mehr, was zwischen ihm und dem Grabmal stand. Er zückte den Ruhestein und war wenige Augenblicke später verschwunden.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 04 Jun 2017, 18:07

Kapitel 27: Dalaran Teil 2 - Letzte Entscheidungen

" So ist das also...", flüsterte Erendil mehr zu sich selbst und blickte mit verschränkten Armen in das Kaminfeuer des Rattenlochs. " Was werden wir nun machen?", fragte Aurista, welche ziemlich mitgenommen wirkte und sich mit einem Tee versuchte etwas zu erfrischen. Als Erendil mit Lyranders Stab zurück in Dalaran war, erwartete Aurista ihn bereits. Ihr Bericht war ein schwerer Schlag gewesen. Daralion hatte ihn an einer empfindlichen Stelle getroffen. Doch war damit seine Rache nun beendet oder wollte er mehr? Ihn drängte es nach Unterstadt zugehen und nach Sylea zu sehen, doch war sie wirklich in Gefahr? Daralion kannte sie nicht, doch er kannte ihn. Dies war nicht der Zeitpunkt einen Kampf auf Leben und Tod in Unterstadt zu provozieren. Doch nun, wo fast alle tot oder verschollen waren, wie konnte ihr Plan jetzt noch funktionieren? Die Optionen waren nun unangenehm dürftig geworden. Nur eine Sache hatte nach wie vor Hand und Fuß. Er blickte Aurista an. Die Nekromantin hatte einiges einstecken müssen. Eigentlich sollte sie hier in zweiter Reihe agieren, doch sie hatte genug, das sah man ihr an. Sie war keine Kämpferin. " Also?", fragte sie erneut. Erendil ließ seine Arme senken: " Ihr geht nach Silbermond und werdet ein normales Leben führen." Aurista blickte ihn mit großen Augen an, doch bevor sie Einwände erheben konnte, sprach Erendil weiter: " Ihr habt einen sicheren Platz im Haus Avan´seel. Nutzt diesen und fangt neu an. Die Schattenhafte Erlösung ist hiermit aufgelöst." Aurista senkte ihren Kopf und blickte in den Tee: " Dann hat er...haben die gewonnen?" Der Hexenmeister schüttelte den Kopf: " Noch nicht. Und auch wenn ich euch in ein neues Leben schicke, so muss ich euch um eine letzte Sache bitten." Er nahm ein Messer und schnitt sich leicht in den linken Unterarm. Doch neben Blut tauchte noch etwas dort auf. Ein kleiner violetter Kristallsplitter. Erendil legte das Messer beiseite und reichte diesen Aursita. Die Nekromantin nahm diesen und betrachtete ihn: " Ihr seid besser geworden. Doch ich dachte ihr wollt eure Seele nicht mehr spalten?" Erendil drückte ein Tuch auf die kleine Wunde und lächelte sachte: " Das gehört nicht zu meiner Seele. Dieser hier ist viel wertvoller. Nimm ihn mit nach Silbermond und wenn es nötig wird, dann zögere nicht mit dem Ritual. Versprich mir das." Aurista betrachtete Erendil einen Augenblick: " Er ist von ihr, nicht wahr?" Der Blutelf nickte leicht und Aurista lächelte sanft. Sie stand auf und umarmte Erendil: " Leb wohl." " Leb wohl.", flüsterte Erendil zurück. Dann wandte sich Aurista um und machte sich mit Syleas Seelensplitter auf den Weg in ein neues Leben in Quel´Thalas.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 04 Jun 2017, 23:33

Erendil blickte Sylea nach, wie sie nach oben ging. Sie war heil aus Unterstadt zurückgekehrt. Doch was sie im Gespräch mit Daralion erfahren hatte, war mehr als beunruhigend. Der Leh`Nister wollte also tatsächlich die Macht der Botschaft absorbieren. Das war eine Gefahr, die er nicht unterschätzen durfte. Das Ronand und Fanloen ihn dabei unterstützen, machte die Sache nicht einfacher. Natürlich hatte Erendil Sylea erzählt, dass alles gut werden würde, doch aktuell waren sie unterlegen. Er musste für Chancengleichheit sorgen, während Sylea sich mit dem Stab beschäftigte. Der Blutelf ließ sich an der Theke Stift und Papier geben und kritzelte schnell eine Nachricht darauf. Zusammen mit einem Goldstück überreichte er diese dem Wirt. Dieser verstand und ließ einen Küchengehilfen mit der Nachricht losziehen. Erednil rieb sich die Schläfe, dann bestellte er zwei Gläser Wein und etwas Zuessen. Er hatte Sylea versprochen diese Nacht bei ihr zu sein. Da es wahrscheinlich die letzte Nacht vor der verheerten Küste sein würde, wollte er ihr diesen Wunsch mit allen Mitteln erfüllen. Wer weis, ob sie beide oder auch nur einer von ihnen wieder zurückkommen würde.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 05 Jun 2017, 02:12

Ascas zerknüllte den Zettel und warf ihn zur Seite. Das war ja ganz toll. Die Welt stand vor dem Abgrund und er hockte noch immer hier im Krankenlager. " Schwester!", brüllte er durch das Lager. Sofort kam eine Frau herbei geeilt: " Bitte nicht so laut. Es schlafen schon viele. Braucht ihr noch etwas?" Ascas rollte mit den Augen und schwang sich aus dem Bett: " Meine Sachen. Ich muss los." Die Frau blinzelte: " Eure Sachen haben wir entsorgt. Sie waren alle samt verdreckt und unbrauchbar." Ascas hielt in seiner Bewegung inne. Er hatte nichts mehr? Keine Rüstung? Keine Waffe? Das wurde ja immer besser. Er wollte sich grade an der Frau vorbeidrücken, als diese ihn am Arm festhielt: " Außerdem kann ich euch nicht ohne Anweisung vom behandelnden Arzt entlassen. Da er schon schläft wird es wohl morgen Mittag werden." Der Mönch blickte die Frau ungläubig an. Was hatten Sylea und Erendil ihm nur angetan, ihn hier her zu schleppen? Entschlossen löste er sich vom Griff der Frau und marschierte richtung Ausgang. Im gleichen Augenblick aber spürte er ein Piecksen und ihm wurde schwindelig. Die Frau legte die Spritze beiseite und stützte den Mönch: " Dann werden wir jetzt am besten noch eine Runde schlafen."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 05 Jun 2017, 21:48

Die Sonne war vor wenigen Stunden aufgegangen und Renar stand in einer der letzten Reihen bei dieser beeindruckenden Versammlung. Er hatte nur kurz einen Blick auf die Wortführer werfen können, doch viele Namen kannte er, wenn auch nicht alle. Dort versammelt waren wohl ohne Zweifel mit die machtvollsten und einflussreichsten Personen ihrer Klasse. und in der Mitte dessen schwebten Astralabbildungen der fünf gesammelten Säulen der Schöpfung. Erzmagier Kadgahr eröffnete grade die Versammlung mit einer Ansprache und schnell kamen die ersten Jubelrufe auf. Doch lange wärten sie nicht. Der große Draenei, anscheinend wahrhaftig der Prophet Velen, unterbrach die Ansprache und schlug einen düsteren Ton an. Renar lauschte dem Gesprochenen weiter, doch etwas erregte seine Aufmerksamkeit.
Da lag ein magischen Prickeln in der Luft. Die ersten empfindsamen Wesen auf dem Landeplatz drehten sich zum Grabmal, wo der Srudel am Himmel grell leuchtete, greller als noch vor wenigen Augenblicken. Die Versammlung verstummte. Renar spitzte die Augen, war da ein Flimmern in der Luft? Ja da war eins und es breitete sich rasch zu einem grellen Leuchten von Teufelsmagie aus und plotzlich schwebte ein Schlachtschiff der Legion über der Verheerten Küste. Doch blieb es nicht bei einem. Innerhalb von Sekunden war es flankiert von zwei weiteren. Dann drei, vier...es dauerte keine Minute und ein dutzend Schiffe der Brennenden Legion schwebten über der Küste. Die meisten blickten wie versteinert, doch als Renar sah, wie vier Schiffe aus dem Verband ausbrachen, auf Dalaran zuschwebten und die Waffen am Bug des Schiffes luden, brüllte der junge Blutelf: " In Deckung!" Einige zogen noch die Köpfe ein, als die ersten Geschosse die Stadt trafen. Renar packte sich eine Wache die in seiner Nähe stand: " Bringt alle hier weg, die nicht kämpfen können und schützt die Zivilisten." Dann bahnte er sich seinen Weg gegen den Strom, denn die meisten flüchteten bereits vom Landeplatz. Nur eine kleine Elite blieb zurück. Die Kirin´Tor sammelten sich und beschworen eine Reihe magischer Flugreittiere. Dann war es Erzmagier Kadgahr der den Befehl zum Angriff gab. Renar sprang auf einen der Vögel und stürzte sich mit diesem vom Rand des Landeplatzes der Verheerten Küste entgegen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 06 Jun 2017, 22:57

Kapitel 28: Verheerte Küste Teil 1 - Angriff

Die Wellen schlugen gegen die gebrochenen Felsen, welche von dämonischen Energien deformiert worden waren. Hier an dieser Stelle hatten sie eine Höhle tief in die Erde knapp über der Wasseroberfläche gebrannt. Vom Lager der Illidari aus konnte man den Eingang sehen, neben dem ein Elf aus Stein gehauen welcher einst als Schrein diente.
Ein blutelfischer Magier stand mit verschränkten Armen vor dem Eingang der Höhle, als eine weitere Gestallt, ein Todesritter, aus ihr heraus trat. " Und?", fragte Fanloen. Ronand warf einen in eine Kapuze gehülten Kopf beiseite und knurrte: " Keine Kultisten mehr übrig." Fanloen nickte zufrieden: " Dann holen wir ihn mal her."
Der Magier drehte sich um und mit ein paar einfachen Handbewegungen entstand ein leuchtender Strudel aus arkaner Energie in dessem Zentrum die entfernte Unterstadt zu sehen war. Eine Gestallt bewegte sich von dort aus auf sie zu und setzte seinen plattenbewehrten Fuß an den Strand der Verheerten Küste. Das Portal löste sich auf und Daralion blickte sich um. Oben am Himmel knisterte der dämonische Strudel. Das Grabmal war nur einige hundert Meter entfernt. Doch diese waren die tödlichsten Meter, die es zur Zeit auf Azeroth gab. Daralion erblickte die Höhle und nickte zufrieden: " Wie ist die Lage?" Fanloen holte grade zu einer auschweifenden Erläuterung aus: " In Dalaran findet grade eine...." Er brach ab und verzog das Gesicht. Auch Daralion spürte es. Direkt über ihren Köpfen tauchten Schlachtschiffe der Legion auf. Alleine sechs Stück konnten sie von ihrer Position aus sehen. Einige brachen aus und bewegten sich auf Dalaran zu, welches gut sichtbar im Westen am Himmel schwebte. Daralion lächelte: " Es hat begonnen..."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mi 07 Jun 2017, 22:42

Raleria kontrollierte die Befestigung ihrer Gleven. Der Flug würde ruppig werden. Mehrere Reittiere waren schnell von Mardun aus beschworen worden, als die Schlachtschiffe am Himmel erschienen waren. Mittlerweile umkreisten vier Stück von ihnen Dalaran und ließen Höllenfeuer auf die Stadt niederregnen. Im Westen war eine größere Kampfeinheit aus Dalaran gelandet und hatte dort die Schlacht an die Küste getragen. Legionsrichter nannte sie Illidan, welcher sofort den Befehl zum Aufbruch gab.
Raleria schwang sich auf ihr Reittier und folgte dem Schlachtzug. Aus der Luft aus erkannte sie das ganze Ausmaß der Schlacht. Scheinbar hatten die Legionsrichter weitere Truppen über Portale hergeholt und sich über die westliche Hügelkette bis zur Legionsbasis in der Mitte des Gebietes vor gekämpft. Sie drangen die Legion zurück, doch Raleria hatte ein ungutes Gefühl. Sie hatte gehört, wie die Truppen von Allianz und Horde schon einmal die Küste einnahmen, nur um dann abgeschlachtet zu werden. Sie blickte zu den Schlachtschiffen, welche sich in einer flächendeckenden Formation über dem Schlachtfeld positionierten. Dann begann es. Die Legionsrichter waren grade bis zum Aufstieg zum Grabmal vorgerückt, da tauchten auf dem ganzen Schlachtfeld neue Dämonen auf. Für jeden Gefallenen erschienen mindestens zwei neue, noch größere Dämonen. Am eindrucksvollsten war der Verdammnislord, welcher sich vom Westen her näherte, begleiten von turmhohen Höllenfeuerbestien. Die Legionrichter waren eingekesselt.
Illidan brüllte einen Befehl von der Spitze des Schlachtzugs her. Sie stießen zwischen den Schlachtschiffen hindurch und hinab Richtung Schalchtfeld. Raleria zögerte kurz. Von hier oben wirkte es wie Wahnsinn. Doch war das ihr eigenes Vorhaben nicht auch? Konnte sie sich dem Boten stellen, wenn sie hier vor weglief? Nein! Sie zog ihre Gleven grade in dem Augenblick, als ihr Reittier von einem Geschoss getroffen wurde. Raleria entfalltete ihre Flügel und streckte die Gleven gut sichtbar aus. Mit rasantem Tempo glitt sie der Schlacht um die Verheerte Küste entgegen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 08 Jun 2017, 22:54

Renar platzierte den Sprengsatz und stellte ihn scharf, sowie es ihm gezeigt worden war. Schweiß und Blut lief dabei seine Stirn hinab. Er hatte kaum eine Pause gehabt seit der ruppigen Landung an der Westküste. Er hatte mit einer Pause nach der Einnhame der alten Ruinen gerechnet, doch diese Legionsrichter meinten es ernst. Es folgte ein sofortiger Sturmangriff auf das Basislager der Legion. Dabei zeigten die Legionsrichter ihr volles Potential. Vertreter aller Kräfte Azeroths tauchten aus den unterschiedlichsten Portalen auf dem Weg auf. Sie waren dem Sieg zum greifen nahe, als der Schatten, welche die Schlachtschiffe über ihnen auf sie warf, seinen vollen Schrecken entfaltete. Innerhalb von ein paar Sekunden waren sie umringt von neuen Dämonenscharen. Wären die Illidari nicht aufgetaucht...es wäre die kürzeste Offensive aller Zeiten geworden. Und nach dem der Verdammnislord gefallen war, wendete sich das Blatt. Hexenmeister dieser Schwarzen Ernte hatten ein Portal zum Legionsschiff geöffnet, welches aufrecht über der Basis schwebte. Und wer grade in der Nähe war, dem wurde ein Sprengsatz in die Hände gedrückt. Erst zögerte Renar. Er war sich nicht sicher, ob er noch die nötige Kraft und Konzentration aufbringen konnte. Schließlich konnte keiner sagen, was sie an Bord des Schiffes erwarten würde. Doch diese Schlacht musste enden, wollte er je das Grabmal von innen sehen.
Nun hockte er hier auf der zweiten Ebene des Schiffes, durchnässt, verdreckt und erschöpft und blickte sich um. Diese Schiffe waren allem überlegen, was er je bisher gesehen hatte. Manche behaupteten sie wären aus der Energie von gefangenen Seelen erschaffen worden. Dieser Krieg nahm immer mehr Ausmaße an, die ein normal sterbliches Wesen, kaum noch begreifen konnte. Zwei weitere Legionsrichter schalteten grade ihren Sprengsatz scharf im selben Raum scharf. Erschöpft blickten sie sich alle an. Dann plötzlich begannen die Bomben zu leuchten. Renar spürte, wie ein Teleportationszauber an ihm riss. Grade in dem Augenblick, wo die Manabomben ihre Wirkung entfalteten und den Innenraum des Schiffes in ein violettes Licht tauchten, was alles verschlang, was es berührte, löste sich Renar auf.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 11 Jun 2017, 18:09

Erendil stieg die alte steinerne Treppe hinauf und dachte noch immer an das letzte Bild, welches ihm Sylea gezeigt hatte. Es war nun ein Teil von ihm. Etwas, was ihn in seinen Träumen begegnen würde. Auf halber Höhe drehte sich der Blutelf noch einmal um, doch Sylea war bereits nicht mehr zu sehen. Nur der Schrein leuchtete am Fuße der Treppe. Vor gut einer Stunde waren sie von Dalaran aus aufgebrochen und hinter der aktuellen Frontlinie an der Westküste gelandet. Er hatte ihr den ersten Schrein gezeigt und sie bei ihrem ersten Wirken beobachtet. Dann kam, was kommen musste, der Abschied. Er war nicht zu knapp und nicht zu lange gewesen. Ein kleiner besonderer Augenblick nur für sie zwei. Nun zog Sylea mit der Karte von Schrein zu Schrein, wähend er den direkten Weg zum Grabmal einschlug. Würde es ein Wiedersehen geben? Es war unmöglich dies abzuschätzen. Zu ungewiss waren ihrer beider Wege. Doch um Syleas Vision Willen hoffte er es von ganzem Herzen.
Er ging weiter und erreichte einen alten Mondbrunnen kurz unterhalb der Hügelkuppe. Legionsrichter waren dabei diesen zu irgendeinen Zweck wiederherzurichten und trugen Vorräte weiter hoch zu den dortigen nachtelfischen Ruinen. Scheinbar hatten sie den Ort für ihr Hauptlager gewählt. Erendil wollte das Lager schnell durchqueren. Wie er schon Sylea erklärte, sollten die Legionsrichter besser nichts mitbekommen. Zu sehr würde sie der Kampf um das Grabmal beschäftigen. Strammen Schrittes stieg der Hexenmeister die Treppe weiter hinauf. Kurz, bevor er die Spitze erreichte, gab es einen grellen Lichtblitz von der anderen Seite des Hügels und ein Donner hallte durch die Luft, während die Erde leicht bebte. Erendil brachte die letzten Stufen im Eilschritt hinter sich und blickte von der Kuppe aus auf das Schlachtfeld. Die letzten Trümmerteile des Legionsschiffes, welches aufrecht über dem Basislager geschwebt hatte, prallten grade auf dem Boden auf. Gleichzeitig schienen die Kämpfe im Lager weniger zu werden. Von den Schiffen am Himmel verschwanden einige, wohl zurück in den Nether. Nur eines hielt die Stellung über der Verheerten Küste. Dann war es ein grelles Leuchten aus Richtung Dalaran, welches Erendils Aufmerksamkeit auf sich zog.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 13 Jun 2017, 23:08

Ascas kämpfte sich barfuss durch die Straßen von Dalaran. Höllenfeuer schlug oberhalb in die Gebäude und Türme ein. Die Zivilisten waren in Sicherheit gebracht worden und die Kirin´Tor versuchten so gut es ging größere Schäden zu vermeiden. Doch es gab mehr als genug neue Verletzte im Krankenlager. Diesem Umstand verdankte Ascas nun seine "Flucht". Genau wusste der Mönch nicht, was er nun machen sollte, doch instinkiv rannte er zu Krasus Landeplatz. Die Legion schickte keine Truppen in die Stadt. Ein klares Zeichen, dass dies kein Versuch einer Eroberung war. Dies sollte eine vollständige Auslöschung werden.
Er ereichte den Landeplatz auf dem hektisches Treiben herrschte. Kurz entschlossen kletterte er die Trümmer eines umgestürtzten Tums hinauf und nun konnte er alles sehen. Die Stadt war eingekreist von Schlachtschiffen der Legion. Die Verheerte Küste schien ein einziges Schlachtfeld zu sein und zähneknirschend musste Ascas feststellen, dass er nicht mal ansatzweise dabei war. Dann gab es mehrere laute Donner auf der Verheerten Küste. In einem Arkanenlichtblitz explodierte das Legionsschiff im Zentrum der Küste und viel krachend in mehereren Teilen zu Boden. Der Mönch nickte anerkennend. Dann leuchtete etwas hinter ihm auf. Er wirbelte herum und sah, wie an der Spitze des höchsten Turms der Violetten Zitadelle sich ein Arkanzauber von gewaltiger Macht matrialissierte. Ein Strahl, funkelnd in allen möglichen Farben, schoss über den Kopf des Mönchs hinweg und schlug wie ein Donnerschlag in das Grabmal des Sargeras ein. Die Schlachtschiffe über der Küste lösten sich bis auf eines auf. Die vier Schiffe, welche Dalaran umkreist hatten, brachen ihren Angriff ab und änderten ihren Kurs. Sie flogen in Richtung der anderen Außengebiete der Verheerten Insel . Dies Schlacht erste Schlacht war vorbei. Jetzt sprintete der Mönch barfuss weiter den Turm empor.
Ascas musste seine Augen schon sehr anstrengen, doch meinte er ein grünes Leuchten von der Stelle des Einschlags sehen zu können. Das Grabmal des Sargeras war geöffnet. Und er stand hier in Dalaran ohne Waffe und ohne Schuhe.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mi 14 Jun 2017, 23:59

Kapitel 29: Verheerte Küste Teil 2 - Offene Pforte

Der Staub der ersten Schlacht hatte sich gelegt und das Lager auf den Ruinenhügeln war im Aufbau. Die Retterklippe wurde es getauft und alle Klassen und Rassen waren hier versammelt, geführt von großen Namen wie Kadgahr, Maiev Schattensang oder dem Propheten Velen. Selbst der legendäre Illidan Sturmgrimm war hier. Die Legionsrichter stellten Truppen zusammen, um den aufkeimenden Aktivitäten der Brennenden Legion Herr zu werden und ihnen weitere Teile der Küste zu entreißen. Gleichzeitig entsannten sie Truppen in die Außengebiete der Verheerten Insel, als Meldungen über Angriffe eintrafen.
Renar allerdings verweilte weiter hier an diesem Ort. Eine Priesterin versorgte grade seine Kopfwunde, als zwei Soldaten an ihm vorbei gingen, welche sich angeregt unterhielten. Der junge Blutelf konnte nur kurz einen Teil des Gesprächs mithören: " Verückt! Die Küste ist nichtmal gesichert und die wollen schon zum Grabmal?" Renars Ohren zuckten. Dankend schickte er die Priesterin weg. Was ging hier vor sich? Er machte sich auf den Weg zu der Turmruine, welche grade wieder hergerichtet wurde. Dort standen Erzmagier Kadgahr, Maiev Schattensang und Illidan Sturmgrimm. Sie erleuterten einer Gruppe von fünf Mann anscheinend grade einen Plan. Einer aus der Gruppe hielt einen prächtigen Schild in der Hand. War das die legendäre Aegis von Aggramar? Renar schlich sich unauffällig näher ran. Man wollte ins Grabmal eindringen und mit der Aegis vorerst verhindern, dass weitere Dämonen durch das Portal nach Azeroth gelangten. Klever, denn dies schenkte den Legionrichtern die Zeit, die nötig war um das Portal endgültig zu versiegeln. Doch was scheinbar von Illidan, Maiev und der kleinen Gruppe erledigt werden sollte, bedurfte wohl Unterstützung. Freiwillige, welche den Weg sicherten und im Grabmal für die nötige Ablenkung sorgten. Viele schienen nicht davon begeistert zu sein. Kein Wunder, war bei der Schlacht vor dem Grabmal schon nur ein knapper Sieg errungen worden. Wie hoch standen die Chancen im Grabmal zu überleben, solange immer neue Dämonen aus dem Portal strömten? Renar schloss die Augen. Spielte das eine Rolle für ihn? Wenn er vor Daralion im Grabmal sein wollte, dann musste er diese Möglichkeit wahrnehmen. Jede weitere wäre vielleicht schon zu spät. Er drängte sich nach vorne und salutierte: " Ich melde mich freiwillig."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Do 15 Jun 2017, 23:59

" Ihr wisst worum es geht. Räumt das Tor frei und sichert die Umgebung für Meister Illidan und die Legionsrichter!", bellte die nachtelfische Illidari und stürtzte sich als erste von ihrem Kreischer hinab auf die Dämonen. Raleria und die anderen folgten. Im Verbund griffen sie die Nordflanke des Grabmlas an. Ihr Ziel war es den Bereich um ein Seitentor zu sichern. Die Legionsrichter hatten wohl einen Plan und brauchten den Zugang. Als Raleria hörte, dass es zu einem Eingang am Grabmal ging, hatte sie sofort mit den Vorbereitungen begonnen. Doch das ganze klang einfacher als es war. Kaum waren die Illidari auf den Überresten der alten Brücke nach Suramar gelandet, da strömten schon Wellen von Dämonen herbei. Die Kreischer der Illidari wurden in der Luft in Kämpfe mit den Kreischern der Legion verwickelt. Ein Rückzug war nun fast unmöglich. Sie hielt ihre Gleven fest und folgte den anderen Dämonjäger in die Schlacht.
Es war ein Kampf auf engsten Raum, doch die Dämonjäger blieben standhaft und gewannen an Boden. Raleria streckte ihren Gegner nieder und erblickte auf der Suche nach dem nächsten Feind das Tor. Auch ihre Anführerin erkannte ihr Ziel und gab Raleria ein Zeichen ihr zu folgen. Zusammen drangen sie durch die Reihen und zwei weitere Illidari schlossen zu ihnen auf. Zwei Teufelswachen bezogen vor dem Tor Stellung. Doch sie waren machtlos gegen die Wut der Dämonjäger. Die Reihen der Dämonen lichteten sich und als sie dies erkannte, warf die Nachtelfe einen Kristall vor sich auf die Treppen. Der Kristall leuchtete auf und verwandelte sich in ein Portal. Ein Schlachtbund der Legionsrichter trat daraus hervor, angeführt von Illidan Sturmgrimm und Maiev Schattensang. Als die Dämonen ihre Lage erkannten, zogen sie sich langsam zurück. Zufrieden lächelte die Nachtelfe ihre Mitstreiter an. Doch dann runzelte sie die Stirn: " Wo ist die Neue?" Raleria war verschwunden und das Tor stand einen schmalen Spalt weit offen. " Ich suche sie für euch.", sprach ein junger schwarzhaariger Blutelf der Legionsrichter, welcher ihre Frage wohl vernommen hatte. Ehe die Nachtelfe ihn auch nur zurückhalten konnte, war Renar schon durch den Spalt geschlüpft.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 16 Jun 2017, 22:22

Unweit von ihnen tobte eine Schlacht. Illidari und Legionsrichter erkämpften sich den Zugang zu einem Tor an der Westseite des Grabmals. Daralion, Ronand und Fanloen waren auf Erkundung gewesen, als die Illidari ihren Angriff begonnen hatten. Nun beobachteten sie von einem Felsen nahe des Haupteingangs das Geschehen. Die Legion hatte grade den Kampf verloren und zog sich zurück. Daralion schüttelte den Kopf. Wieder eine Niederlage der mächtigen Legion. Es war wirklich dringend Zeit, dass ihre Kräfte in fähigere Hände gelangte. Die Legionsrichter und Illidari begaben sich unterdessen durch das Tor in das Grabmal. Nur ein paar Wachen blieben zurück. Fragend blickte Fanloen zu Daralion: " Wollen wir nicht die Gelegenheit nutzen?" Daralion schüttelte nachdenklich den Kopf: " Es ist noch nicht das, worauf ich warte. Und doch ergibt sich vielleicht keine zweite Chance dieser Art. Ich werde gehen." Ronand blickte ihn finster an und knurrte: " Was ist mit uns?" Daralion lächelte leicht: " Ihr habt euer eigenes Ziel. Die Boten und ihre letzten Verbündeten sind sicherlich schon hier an der Küste. Findet sie und lasst eure Visionen wahr werden." Fanloen schmunzelte: " So sei es dann. Töten wir sie kunstvoll." Ronand grinste erfreut. Daralion nickte den beiden zu: " Doch die Boten gehören mir. Tötet sie nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt." Fanloen verbeugte sich überschwänglich und auch wenn es ihm anscheinend nicht ganz recht war, so nickte auch Ronand zustimmend und die beiden bahnten sich ihren Weg den Felsen hinab.
Daralion hingegen marschierte nun gade wegs auf die Wachen zu. Diese bemerkten ihn schnell: " Hal! Ihr stört eine Mission der Legionsrichter!" Daralion nickte: " Ich bin hier um meinen Beitrag zu leisten, im Namen Azeroths." Die Wachen blickten sich an und musterten den Blutelfen noch einmal skeptisch. Eine Illidari trat heran und ihre brennenden Augen tasteten ihn ab: " Ihr wisst was da drinnen auf euch zukommt?" Daralion konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen: " Oh ja, das weis ich sehr wohl..." Die Nachtelfe nickte schließlich den Wachen zu, welche ihm Platz machten. Der Blutelf zögerte keinen Augenblick. Er setzte sich seinen Helm auf, zog die Runenklinge Manabrand und seinen Schild und begab sich in das Grabmal des Sargeras.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 18 Jun 2017, 01:42

Erendil durchquerte den Ort welcher nun Wrynns Ruh genannt wurde. Der Boden unter ihm knackte und knarzte, war doch bedeckt mit Knochen. Hier vor der Pforte der Hölle hatte sich also die dramatische Schlacht vor mehreren Monaten ereignet. Am Rande in einer Pfütze aus Teufelslava lag der Kopf eines Teufelshäschers. Erendil betrachtete ihn einen Moment, dann blickte er hinauf zum Grabmal. Seid Jahren war er diesem Ort nicht mehr so nahe gewesen. Bei iher Ankunft in Dalaran hatte ihn dei Furcht beim Anblick des verderbten Tempels gepackt. Doch auch er war durch ihre REise noch mal gereift. Er war bereit sich dem Ende zu stellen.
Die Verbindung zum Wirbel im Himmel war gestört. Irgendetwas hatten die Legionsrichter heute gemacht und was es auch war, es hatte funktioniert. Nun war es nur noch eine Frage von Stunden. Sicherlich versammelten sich die Illidari und Legionrichter schon, um zum finalen Schlag auszuholen. Sylea würde sicherlich auch schon weitere Schreine bereist haben. Er durfte nicht noch mehr Zeit verschwenden. Der Hexenmeister blickte zum Eingang und schätzte die Distanz ab. Er war nahe genug. Von hier aus musste es funtionieren.
Erendil schloss die Augen und tastete mit seinem blutelfischen Sinn für Magie nach etwas vertrautem ab. Als er es gefunden hattte, da sammelte etwas Teufelsmagie und ließ sie ihn selbst umkreisen. Er wob die wirbelnden Energien zu einen symetrischen Bild aus Glyphen, welche sich darauf hin zu Boden senkten. Dann ließ er den Zauber wirken. Es dauerte keine Sekunde, dann hatte sich das traurige Bild von Wrynns Ruh in einen verstaubten Raum hochelfischer Architektur verwandelt. Erendil blickte sich um. Der Raum war spartanisch ausgestattet. Ein Bett und ein Tisch mit Stuhl. In der Ecke ein Schrank in dem ein paar Kleidungsstücke hingen, seine Kleidungstücke. Dies war sein Schlafraum gewesen über viele Jahre hinweg. Hier hatte er einst mit den dämonischen Teleportationszaubern experimentiert. Einer war noch aktiv gewesen, schwach, aber aktiv. Nun war er wieder hier...dort, wo einst alles begonnen hatte, im Grabmal des Sargeras.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 19 Jun 2017, 21:38

Kapitel 30: Syleas Schicksal Teil 1 - Wahre Macht

Fanloen glitt auf seiner Flugscheibe durch die Luft die südliche Küste entlang. Seine Augen tasteten das Geschehen unterhalb von ihm ab, doch meist sah er nur Dämonen und kleinere Vorstöße der Legionsrichter. Ein Lager der Valajar hatte er besser großräumig umflogen. Der Blutelf wollte nicht in irgendwelche Kämpfe verwickelt werden. Er wollte nur diesen einen Kampf gegen diese eine Person. Er wollte diese Sylea mit ihrer abnormalen Magie. Sie war es nicht würdig eine Magierin zu sein. Das sie ihm seinen Platz als Magier an der Seite des Boten genommen hatte und auch noch den Boten verdreht hatte, machte die Sache nicht besser. Angestrengt tastete der Blutelf die Umgebung nach seinem Ziel ab, auch mit seinen magischen Sinnen. Doch es war nicht leicht an diesem Ort, an dem so viele Arten von erbärmlicher Magie auf einander trafen. Dann jedoch sollte ihm das Schicksal wohlgesonnen sein.
Er hatte weit mehr als die Hälfte der Küste hinter sich gebracht, da sah er eine zierliche Gestallt alleine den Strand entlang schlendern, direkt neben einem Dämonlager. Fanloen stoppte seinen Flug und sank etwas tiefer. Langsam erkannte er Details. Die Gestallt einer Blutelfe. Sie suchte etwas. Dann stieg sie einen kleinen Hügel hinauf. Und blieb vor einer Steinstatue stehen. Fanloen landete in der Nähe und suchte Deckung hinter den getrockneten Ästen eines Baumes und konnte nun aus nächster Nähe sein Ziel identifizieren: Sylea. Fanloen grinste. Sylea betrachtete noch eine Weile die Figur. Dann wandte sie sich ab und ging hinunter zum Strand. Fanloen nutzte die Gelegenheit. Er schob die Äste beiseite und riskierte nun selber einen Blick auf diese Statue. Es schien ein alter Schrein der Priester zu sein. Er enthielt leichte Anzeichen von Lichtmagie. Was hatte Sylea daran so interessant gefunden? Brauchte sie ihn für etwas? Oder war es alles nur Zufall? Es gab nur einen Weg das rauszufinden.
Auffällig plapperte Fanloen vor sich her und klopfte gegen den steinernen Nachtelfen. Aus dem Augenwinkel heraus versuchte er Syleas Reaktion zu erfassen. Doch sie war vom Strand verschwunden. War sie es nun, die ihn vom Baum aus beobachtete? Es war Zeit für härtere Geschütze. Kurzentschlossen webte der Magier einen Arkanschlag und richtete ihn auf den Kopf der Statue. Keine Reaktion. Er trat ein paar Schritte zurück und richtete seinen Zauber nochmal mit deutlicherer Haltung aus. " Sucht ihr etwas Bestimmtes?", fragte Sylea, welche nun neben ihm stand. Fanloens Herz machte einen Satz. Schnell veränderte er die Haltung seiner Hand und ließ den Zauber frei. Der Steinelf verlor so nur ein Ohr. Sie war hier. Sie stand neben ihm. Daralion hatte Wort gehalten und ihm die Möglichkeit verschafft seine Vision wahr werden zu lassen: Sylea würde heute sterben.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 20 Jun 2017, 22:12

Sanft landete Fanloen auf der kleinen Klippe. Die Wellen brachen sich hinter ihm, als Sylea vor ihm landete. Sie hatten genug geredet. Sie wusste nun, wo sie bei ihm dran war. Sie wusste nun, was seine Sichtweise der Dinge war und warum sie sterben würde. Auch sie schien das nun folgende als unausweichlich zu sehen. Ihr Kampfplatzt lag weiter östlich die Küste entlang. Es war eine seichte Stelle direkt neben dem Wrack des Horde Luftschiffes, was damals hier abgestürzt war. Nur der Fels auf dem der Magier und Sylea standen ragte auffällig aus dem Wasser. Vom Strand her wurden die beiden beobachten von den steinernden Augen eines weiteren alten Schreins.
Sylea hatte direkt begonnen eine Rune auf den Boden zu zeichnen. Fanloen kannte sie nicht, doch es war augenscheinlich wieder solch verdorbene Magie. Er ging auf Nummer sicher und nahm einen Teil seines Manas, um eine arkane Barriere um sich herum zu formen. Als sie beide ihre Vorbereitungen abgeschlossen hatten, blickten sich beide an. Fanloen sammelte Kraft für seinen ersten Arkanschlag. Sylea hingegen formte eine kleine Flamme. Ihr Kampf auf Leben und Tod began mit dem Zusammenprall dieser beiden Zauber. Sylea gelang es tatsächlich mit ihrer unreinen Magie seinen Zauber abzuwehren. Doch würde es ihr auch ein zweites Mal gelingen? Er hätte es gerne getestet, doch Sylea trat nun in ihre Rune und das, was Fanloen nur als Gerücht vernommen hatte bestätigte sich. Ein ausgewachsener Phönix erschien zwischen den beiden Magiern. Wie tief war diese Elfe gesunken, dass sie wahrhaftig auf Elementarmagie zurückgreifen musste? Es war fast bemitleidenswert. Doch nun erhielt der Kampf natürlich schlagartig ein ganz anderes Niveau, denn Sylea befahl diesem Phönix ohne zu zögern den Angriff. Flammende Flügel und ein glühendheißer Schnabel trafen auf den Arkanschild des Blutelfen, welcher zwangsläufig nach hinten wich. Sylea trat aus der Rune und schien zufrieden. Sie kam Fanloen immer näher. Genauso, wie der Klippenrand hinter ihm. Der Magier musste sich schnell etwas einfallen lassen, wenn er nicht frühzeitig im Meer versinken wollte.

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