Das letzte Kapitel

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:17

Als Assabad mit den zwei Drogbar wieder das Hochplateau erklommen hatte, war der Kampf um Toroks Fels vorbei. Navarrogg stand in der Mitte der versammelten Dunkelsteindrogbar. Zu seinen Füßen lag der erschlagene Häuptling der Bluttotems, Torok. Die Drogbar feierten ihren Sieg. Und auch Assabad kam um ein gewisses Maß an Genugtuung nicht herum. Doch es war nicht so befriedigend, wie er es sich erhofft hatte. Sein Blick viel über seine Schulter nach Süden hin. Asildur hatte ihn gewarnt und recht gehabt. Zwar hatte Assabad noch das Portal schließen können, doch das bedeutete ebenfalls, dass Asildur nun in der Höhle alleine war mit der Legion. Assabad macht auf der Stelle kehrt und wendete sich dem Weg nach Süden zu, als eine große dunkle Hand seine Schulter packte. " Ihr begleitet uns nicht nach Donnertotem?", sprach Navarrogg und blickte den Verlassenen an. Der Untote schüttelte langsam den Kopf: " Ich habe noch einen Fehler zu korrigieren, sofern dies noch möglich ist. Sagt Ebenhorn, dass ich später komme." Der Drogbar nickte und ließ den Verlassenen ziehen.

***

Asildur schlich langsam durch die dunklen Gänge im Herzen der Höhle. Den Bogen in der Hand und bereit hinter jeder Ecke auf seinen Feind zu schießen. Doch noch war nichts zu sehen und nichts zu hören, außer die eigenen Schritte des Waldläufers, welche auf dem steinigen Boden unvermeitlich hallten. Wieder erreichte eine Kreuzung. Vorsichtig näherte er sich, Schritt für Schritt. Vorsichtig linste er an der Kante nach links. Dann wendete er seinen Kopf und blickte nach Rechts. Der Schild traf ihn hart ins Gesicht, riss ihn rum und ließ ihn taumeln. Die Klinge durchstach seinen Körper von hinten und ihre Runen begannen zu leuchten. " Viel zu lange hat die Klinge meines Vaters schweigen müssen.", sprach Daralion entzückt und riss Manabrand aus dem Kröper des Verlassenen. Asildur entglitt der Bogen aus der Hand und mit einem Tritt in den Rücken ging der untote Waldläufer zu Boden. Er drehte sich um. Vor ihm erhob sich der Blutelf mit der leuchtenden Runenklinge in der Hand und sprach weiter: " Ihr habt mir mein Haus genommen." Er ließ seinen Schild fallen und packte den Verlassenen am Kragen: " Ihr habt mich ins Exil getrieben." Er zog den Waldläufer halb hoch: " Ihr wolltet mir mein Schicksal nehmen." Er hielt Asildur am ausgestreckten Arm und holte mit Manabrand aus: " Doch in Wahrheit gabt ihr mir nur ein Neues." Manabrands Runen leuchteten auf und die Klinge schnitt durch ihr Ziel. Daralion ließ den kopflosen Körper fallen: " Rache..."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:17

Kapitel 20: Sturmheim Teil 2 - Geister der Vergangenheit

Die Wellen schlugen auf die grauen, von Moos bewucherten Felsen und trieben immer wieder Holzstücke der unzähligen Schiffswracks an Land. Der Himmel war schwarz und Sternenlos und alles hier erschien wie ein trostloses Bild aus Schwarz und Grau. Das war Helheim. Erendil blieb stehen und drehte sich zu Sylea und Shaturgal um. Sie sichtlich in Vorfreude auf das, was nun kommen würde. Er erzürnt, wohl über das Gespräch mit Helya, welches sie grade geführt hatten. Doch Erendil selbst war sich sicher, den besten Weg aus der Situation heraus gewählt zu haben. Der Seelenstein des Vrykul hatte sie sicher an die Pforte nach Helheim geführt. Syleas Erfahrung mit der Runenmagie war es zu verdanken, dass sie das Tor öffnen konnten und in die Schattenlande gelangt waren. Und Shaturgal war es, der unbedingt direkt zu Helya marschieren wollte. So kam es zu der Begegnung mit der Wohl mächtigsten Magierin von Azeroth, welche in den letzten Jahrtausenden dem Wahnsinn verfallen war. Sie, die Anführerin der Valkyr, konnte man sich nicht mit Diplomatie begegnen. Es blieb nur ein Ausweg und den kannte er als Bote nur zu gut. Er berichtete Helya von der Belagerung der Pforte der Tapferkeit und redete ihr ein, dass sie nun Odyn dort angreifen konnte. Sie glaubte die Geschichte und gewährte ihnen dagegen eine Chance Helheim zu verlassen. Sylea erkannte scheinbar die Tücke in seinen Worten und stimmte mit ein. Sie hatte solche Taktiken bei Erendil schon oft genug beobachtet. Shaturgal hingegen, war er wohl nun eine Erklärung schuldig. Der Plan war simpel. Zwar wurde die Pforte der Tapferkeit belagert, aber sie hielt locker stand. Und die Belagerer waren sicherlich keine Freunde Helyas. Während die Meereshexe nun also hoffentlich so viele Truppen aus Helheim abzog wie möglich, hatten sie selber eine Chance dem Totenreich zu entkommen und Odyns erwählten Champions den Weg hier her zuweisen, wo sie auf eine kaum mehr geschützte Helya trafen. Es war ein Risiko ohne Frage. Doch er war schon riskantere Spiele eingegangen. Doch eine Sache blieb noch übrig. Sobald Shaturgal besänftigt wäre, würde er mit dem Ritual anfangen und Tandorias Geist finden.

***

Die Elfe kämpfte sich an Land. Ihr Geist war verwirrt. Wer war sie? Wo kam sie her? Kurz glaubte sie eben noch innerhalb der Schattenlande durch Quel´Thalas gewandert zu sein, doch das Bild wurde trüb und etwas anderes in ihr stieg auf. Die Herrin hatte eine Aufgabe für sie. Sie würde gehorchen. Die Elfe nahm einen Speer, der halb im Schlamm des Strandes steckte und erklomm die ersten Felsen. Sie Blickte auf eine Furt nahe des Sitz der Herrin und durch den Nebel konnte sie die kleine Gruppe aus drei Personen erahnen, welche sie auslöschen sollte. Denn so war es der Wille der Herrin...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:17

Die Blutelfe wanderte durch die Nacht. Die Luft des Immersangwaldes war kühl und frisch und die Sterne der Sommernacht funkelten am Himmel über Quel´Thalas. Sie erreichte eine Lichtung und erblickte die Gestallt nur wenige Meter von ihr entfernt. Es war eindeutig ein Blutelf. Er hob die Hand, um welche grüne Flammen tänzelten und richtete diese auf Alisra. Sie blinzelte und im Schein des Feuers erkannte sie das junge Gesicht sofort, welches sie seit Jahren nicht gesehen hatte: " Erendil, bist du das?"

***

Alisra blickte noch einmal die Elfe an. Wäre sie noch ein lebendes Wesen gewesen, wären Tränen ihre Wangen hinab geflossen. Doch sie war nur noch eine Seele in den Schattenlanden. Seit ihrem Tod vor Jahren hatte sie ihre Existenz in den Schattenlanden mit dem Durchstreifen von Quel´Thalas Wäldern verbracht. Oft hatte sie an die Zeit gedacht, in der ihr Herz noch schlug. Doch nie hätte sie es für möglich gehalten, diesem noch einmal so nahe zu kommen. Egal welcher böse Fluch dafür verantwortlich war, letzten Endes war es ein Geschenk gewesen. Zu erfahren, was nach ihrem Tod geschehen war und wie sich ihre Familie entwickelt hatte. Sicherlich gab es nicht nur gute Nachrichten, doch Alisra war sich sicher, dass auch die schlimmen Dinge sich bald wenden würden. Ihr Blick haftete immer noch auf der Elfe vor ihr, welcher sie so unendlich dankbar war. Doch nun war es Zeit zu gehen: " Lebt wohl, Sylea." Mit diesen Worten löste sich ihr astraler Körper auf und machte sich auf die Rückreise von Helheim in das Quel´Thalas der Schattenlande.

***

Erendils Hand zitterte. Noch immer tanzten die Flammen um seine Hand und Alisra näherte sich ihm langsam. Er konnte es nicht. Er konnte es einfach nicht. Im Gespräch mit der Botschaft klang es so einfach. Doch die engsten Bande in die eigene Vergangenheit zu durchtrennen, dass war nichts, wozu er sich jetzt, wo es soweit war, im Stande sah zutun. Alisra erreichte ihn. Seine große Schwester, welche sich immer um ihn gesorgt und gekümmert hatte. Sie musterte sein Gesicht. Ihr Hand fuhr über seine Wange und wischte die Träne ab, welche sich mittlerweile ihren Weg dort bahnte und die andere griff nach seiner vom Feuer umspielten Hand. Sie lächelte, auch wenn ihr Gesicht eine Art Wehmut zeigte: " Ich habe es kommen sehen. Doch ich bin froh noch erfahren zuhaben, dass du noch lebst. Versprich mit nur 3 Dinge..."

***

Erendil blickte den Geist in Form einer Blutelfe vor sich an. Syleas Teleportationszauber riss an ihm, doch er musste dem weiter widerstehen. Es war fast geschafft. So knapp waren sie an einem Desaster vorbeigeschrammt. Er hatte grade mit der Suche nach Tandorias Seele begonnen, als sie angegriffen worden waren. Etwas hatte ihn Unterwasser gezogen und wollte ihn im nassen Grab zurücklassen. Grade noch rechtzeitig hatte Erendil einen der gringeren Hexerzauber wirken können, welchen ihn unabhängig von Luft machte. Natürlich trieb ihn sein Instinkt zurück an die Wasseroberfläche, wo Sylea sich wohl noch befand und dem Angreifer stellen musste. Doch grade in diesem Augenblick zeigte sich der Erfolg seines Rituals, welches er nach Celesthas Vorbild geformt hatte. Der Geist einer Blutelfe entstand vor ihm und erleuchtete die trüben Wasser an der Küste von Helheim. " Bist du das, Ascas?", fragte ihn Tandoria.

***

" Hör nie auf die Welt verändern zu wollen. Finde Freunde, die dich dabei unterstützen und wirklich verstehen. Aber vor allem: Beschütze Raleria, denn sie ist die Zukunft.", sprach Alisra eindringlich auf Erendil ein und konnte nun selbst ihre Tränen kaum zügeln: " Verspichst du mir das, Ere?" Erendil schloss die Augen und nickte nach leichtem Zögern. Er spürte, wie sie seine Hand nahm, welche immer noch von Flammen umhüllt wurde und sie zu sich hinzog. Er schrocken schlug er die Augen auf, als er spürte, wie sich sein Zauber durch ihren Körper brannte. Sie schrie nicht. Sie blickte ihn nur an, voller Überzeugung. " Warum?", fragte er sie mit zittriger Stimme. Sie keuchte, lächelte aber dann: " Weil ich an dich glaube." Erendils Herz machte einen Aussetzer. Alle Zweifel verlflogen in ihm. Es war ein dunkler Pfad, welchen er nun beschreiten würde. Doch das Ziel war es wert. Das Schicksal dieser Welt war jedes Opfer wert. Und so folgte er dem Willen der Botschaft, wenn auch nicht gänzlich aus den Gründen, welche diese ihm versucht hatte in den Kopf zu brennen. Er blickte seine Schwester an. Sie litt unter seinem Zauber. " Danke.", hauchte er und konzentrierte seine Kräfte, um seinem Zauber eine neue Gestallt zu geben.
Ein Knall hallte durch den Immersangwald und in einem großen Haus unweit der Lichtung sah die kleine Raleria ein kurzes aber intensives grünes Licht aufblitzen. Begleitet wurde dieses von einem letzten Schrei ihrer Tante.

***

Tandoria lächelte und löste sich auf. Erendil hielt den Seelensplitter in der Hand. Er war mehr als ein Fragment der verstorbenen Magierin. Er war mehr als das Werk von Teufelsmagie. Er war eine letzte Chance, wenn alles andere scheitern sollte. Er war sein letztes Mittel. Er war die Erfüllung des letzten Versprechens an seine Schwester.
Über der Wasseroberfläche zog ein blaues Schimmern vorbei und noch immer merkte Erendil, wie Syleas Beschwörungszauber an ihm zog. Jetzt war er bereit. Jetzt konnte er zurückkehren. Er gab dem Zauber nach...
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:18

Der Sturmdrache erhob sich und bahnte sich seinen Weg nach Westen. Erendil blickte sich von seinem Rücken aus um. ihr Aufgabe hier in Sturmheim war beendet. Er konnte sich nicht erinnern, wann eine Reise schon mal so emotional und geschichtsträchtig war. Was sie hier erlebt und vollbracht hatten, würde ihr Leben und den Verlauf des Krieges prägen. Hinter ihm stieg nun auch Sylea auf dem Rücken eines Drachen in die Lüfte und folgte seiner Route. Erendil war unglaublich dankbar, dass sie auf Alisras Geist getroffen war. Die zwei Frauen, die sein Leben geprägt hatten, hatten nun eine Verbindung. Gleichzeitig war er traurig, seine Schwester nicht nochmal gesehen zuhaben.
Kurz meinte der Elf auch Shaturgal im Schatten der Bäume unter ihnen zu erkennen, welcher sich seinen Weg zur Pforte der Tapferkeit zurück bahnte. Sie hatten Odyns letzte Aufgabe erfüllt und der Hochschamane würde den Wächter der Titanen nun an sein Versprechen erinnern, sich am Krieg gegen die Legion zu beteidigen. Es würde sicher wieder ein spannendes und amüsantes Gespräch werden. Doch ihre Wege trennten sich nun vorerst.
Hinter ihnen im Osten blitzen Zauber auf und ertönte Kampflärm. Streiter von Allianz, Horde und anderen Fraktionen bahnten sich ihren Weg durch Haustvald und weiter durch das Portal nach Helheim. Erendil war sich fast sicher, dieser Tag würde noch das Ende Helyas sehen. Es war erst wenige Stunden her, dass Erendil und Sylea in Helheim ein Schiff mit aller Macht gestürmt hatten, um dem Kapitän eine der sagenumwobenen Laternen zu entreißen. Wieder zurück am Eingangsportal, wartete Shaturgal bereits auf sie. Sie öffneten das Portal zurück nach Azertoh und verliesen die Schattenlande. Sie suchten sich ihren Weg hinaus aus Haustvald und benutzten Odyns Rubin. Es war ein epischer Anblick, als Odyns erwählte Champions quasi vom Himmel fielen und der Angriff began. Vielleicht erschien es anfangs seltsam, dass diese "einfachen" Sterblichen die Herrin von Helheim herausfordern sollten. Doch Erednil war sich sicher, sie alle hatten, wie die drei Reisenden selber, eine Prüfung der Tapferkeit abgelegt und sich den Valajar als würdig erwiesen.
Erendils Drache stieg auf, um Hochberg zu überfliegen. Sturmheim wurde zu einer unwirklichen kleinen Welt unter ihnen. Ihr Weg führte Erendil und Sylea nun nach Val´shara. Kaum hatten sie Helheim verlassen, erreichte Erendil eine letzte Nachricht von Zuldara. Dort, im Wald der Druiden, standen sich wohl Ascas und Raleria gegenüber und alles lief auf einen Kampf hinaus. Der Hexenmeister hoffte nun rechtzeitig dort einzutreffen, um mit Tandorias Hilfe seine Nichte auf den rechten Pfad bringen zu können. Sturmheim hatte viel in ihnen allen bewegt, doch allen war klar, dass die Geschichte von Sturmheim nur der Anfang war.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:18

Alisra schwebte über das dunkle Meer auf der Suche nach einem Weg aus Helheim nach Quel´Thalas. Helheim war zu einem kleinen Punkt am Horizont geworden. Kaum noch erkennbar. Doch dann hielt die Seele der verstorbenen Dämmeflucht an. Etwas geschah dort im Reich der Hexe Helya. Eine Säule aus Licht umhüllte den kleinen Fleck am Horizont und das Meer um sie herum erzitterte. Was geschah hier? Das Licht der Insel breitete sich, vertrieb die Wolken am Himmel. Was geschah dort in Helheim? Hatte es etwas mit Erendil und Sylea zutun? Waren sie in Ordnung? Sorge erfüllte die Seele der Blutelfe.
Das Meer began direkt unter ihren Füßen zu brodeln. Eine Tentakel schoss aus der dunklen Tiefe empor und umschlang die einsame Seele. Alisra wurde Unterwasser gezogen und versank in absoluter Dunkelheit. Dann hörte sie diese Stimme wieder, welche sie schon zuvor in Hlheim gehört hatte. Doch was dort ein schrilles Kreischen gewesen war, war nun ein stilles aber eindringliches Flüstern direkt in ihren Gedanken: " Es ist nicht vorbei...du wirst meine Rache sein..." Alisra tauchte tiefer hinab in die Dunkelheit. Dunkle Magie umhüllte ihre Seele und drang in sie hinein. Dann begann Alisra zu fühlen...erst Kribbeln, dann Kneifen, dann wahren Schmerz, als Fleisch und Blut mit ihrer Seele verschmolzen. Unter ihr war plötzlich Licht...Tageslicht und unfähig sich zu wehren glitt, die Blutelfe darauf zu und versank darin.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:18

Kapitel 21: Val´Sharah Teil 2 - "Weil wir so sind"

Der junge Elf ging zu Boden und hielt sich die schmerzende Schulter. Sein Übungsschwert hatte er fallen lassen, als das seines Vater auf seiner Schulter einschlug. Das würde einen Bluterguss geben. Einen von so vielen dieser Tage. Denn sein Vater zeigte keine Gnade mit dem Burschen. Es ging hier schließlich um seine Zukunft und um die Zukunft der Familie. Er würde sehr bald seiner Schwester Alisra folgen und seine Ausbildung bei den Waldläufern von Quel´Thalas beginnen. Nur durch die harten Lektionen seines Vater und dort durch die Ausbilder, würde er dem Weg der Familie Dämmerflucht folgen können. Der Art und Weise, wie sie waren...

Ascas folgte Raleria in die vom Alptraum verdorbenen Wälder von Val´sharah. Der Weg, den seine Tochter eingeschlagen hatte, führte graden Weges auf den Weltenbaum zu, der Quelle der Verderbnis. War das Ralerias Ziel? Anfangs sah er sie, dann bog sie um eine Ecke und als er ihr folgte, war sie verschwunden. Der Mönch blieb stehen. Die junge Dämonenjägerin plante also einen Hinterhalt, das war offensichtlich. Er musste nur warten. Seine Ohren zuckten, seine Sinne waren geschärft. Mittlerweile hatte sich sein Herz und seine Gedanken beruhigt. Er war wieder Herr seiner selbst. Ein leisen Blätterrascheln zu seiner linken. Seine Tochter musste noch viel lernen. Er ließ sich nicht anmerken. Blieb einfach ruhig stehen. Dann kam die Gleve angeflogen, routierend auf Kniehöhe. Ascas sprang und die Gleve glitt unter ihm hindurch, bohrte sich in einen Baum direkt rechts von ihm. Noch in der Luft ging Ascas in eine Verteidigungsstellung. Seine Tochter würde augenblicklich ihrem Glevenwurf folgen. Dann ein Blätterrascheln über ihm. Raleria kam von Oben auf ihn herab gesprungen mit der zweiten Gleve voran. Ascas konnte in der Luft nicht ausweichen, nur Blocken. Raleria hat ihn da, wo sie ihn haben wollte. Ihre Gleve prallte mit voller Wucht auf seine Schwerter und drückte ihn auf den Boden zurück. Ascas sank hinab auf ein Knie, wärend Raleria sich abrollte und ihre zweite Gleve aus dem Baum zog, nur um diese sofort wieder in Richtung ihres Vaters zu werfen. Ascas konnte sich nur noch halb erheben, dann musste er notdürftig die Gleve abwehren. Er taumelte und Raleria setzte zum Spurt auf ihn an. Mit zwei Händen geführt, hatte ihre Gleve eine unerwartet hohe Schlagkraft. Ascas wurde mit dem Rücken gegen einen Baum geworfen. Die Augen der Dämonjägerin begannen zu glühen und entluden einen Strahl aus Teufelsmagie. Ohne zu zögern schwang sich der Mönch hinter den Baum, welcher nun Opfer der brennenden Magie wurde.
Ascas wartete. Raleria war gut, doch nicht gut genug. Ihr Augenstrahl klang ab und einen Moment schloss sie die Augen. Ihr Vater ging in den Gegenangriff über. Sie hatte nur einen Augenblick die Augen geschlossen, doch das reichte. Ascas stand vor ihr und sein Tritt auf Brusthöhe traf sie hart. Nahm ihr wohl kurz die Luft und drängte sie zurück. Der Mönch nahm seine Position ein, genau zwischen ihr und ihrer zweiten Gleve. Dann began er mit schwungvollen Hieben seiner Schwerter. Die Klingen prallten hart auf die Gleve ein und Raleria verlor Meter um Meter, ehe sie selber mit dem Rücken zu einem Baum stand. Sie starrte ihren Vater an. Ascas beendete seine Attacke und senkte die Schwerter: " Du hast viel gelernt. Doch du hast eine Waffe geopfert und die kurze Behinderung deiner Sicht durch die Nutzung von Teufelsenergie in Kauf genommen. Das solltest du nur machen, wenn du dir sicher bist, dass dein Gegner danach nicht mehr aufsteht. Was wirst du nun machen?" Raleria blickte trotzig. Es war ihr anzusehen, dass sie sich verkalkuliert hatte. Ascas konnte in ihrem Gesicht lesen, wie sie ihre Optionen abtastete. Er ließ ihr die Zeit.
Ein kräftiges Flügelschlagen war in der Luft zu hören. Ein quälender Schrei einer großen Bestie. Ein Drache?! Etwas großes Schlug hart auf den Boden unweit von ihnen auf und die Erde zitterte kurz. Raleria nutzte die Ablenkung. Mit einem kräftigen Satz erreichte ihre Hand einen Ast über ihr und mit einem Schwung stand sie auf ihm. Sie widmete ihrem Vater noch einen verachtenden Blick und machte sich dann durch die Baumkrone auf in Richtung Norden. Sie hatte ihren Nachteil auf diesem von ihr gewählten Kampffeld gemerkt. Das nächste würde ihren Fähigkeiten eher entsprechen. Ascas suchte kurz die Büsche ab. Er hatte Zeit. Raleria war nicht auf der Flucht. Sie wollte die Konfrontation. Der Mönch nahm die Gleve der Dämonenjägerin auf und folgte dann ihrer Richtung.
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Zuletzt von Ascas am So 09 Apr 2017, 18:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:19

Ascas saß am gedeckten Tisch und stocherte nachdenklich in seinem Abendessen herum. Heute hatte sein Vater wieder mit Erendil trainiert. Es war das gleiche harte Training, welches er selber vor seiner Ausbildung durchgemacht hatte. Der Unterschied war nur, dass Erendil offensichtlich kein Talent zum Kämpfen hatte und es mehr einer sich ständig wiederholenden Prügel glich. Zu allem Überfluss hatte ihr Vater Erednil auch noch das Abendessen gestrichen, weil dieser einfach keine Fortschritte machte. Ascas´s Mutter setzte sich zu ihm und blickte ihn besorgt an: " Was ist denn los mit dir? Hast du keinen Hunger?" Der junge Waldläuferrekrut seufzte: " Mutter, warum bestraft Vater Ere? Warum hasst er ihn so sehr?" Seine Mutter blickte einen Augenblick überrascht und schockiert zu gleich. Dann lächelte sie beruhigend: " Aber er hasst deinen Bruder doch nicht. Er liebt ihn genauso sehr wie dich und Alisra. Doch er möchte Erendil schützen." Nun war Ascas verwundert: " Schützen? Aber es ist doch offensichtlich, dass Ere einfach kein Talent hat. ich finde er quält ihn einfach nur." Das Lächeln seiner Mutter bekam etwas trauriges: " Dein Vater quält sich selber. Weist du, Ascas, alle Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Ere wird es einst bestimmt sein das Reich zu beschützen, so wie jeder Dämmerflucht. Und auch wenn wir momentan in Frieden leben, so wird auch er sich irgendwann großen Gefahren stellen müssen. Dein Vater hat große Sorge, dass ihr diesen Gefahren nicht gewachsen sein werdet. Der Gedanke daran, jemanden von euch zu verlieren, raubt ihn den Verstand. Deshalb versucht er persönlich jedem von euch beizubringen, wie ihr überleben könnt. Doch Erendil bereitet ihn große Sorgen. Ich glaube er würde zerbrechen, wenn Erendil etwas passieren würde." Ascas blickte nachdenklich auf sein Essen: " Dann ist diese Härte ein Ausdruck seiner Liebe?" Seine Mutter nickte: " Ja, so kann man es sagen. Es mag sehr hart erscheinen. Doch dein Vater hat Kriege erlebt und weis, worauf er euch vorbereiten muss. Weist du, er bekommt momentan kein Auge Nachts zu, weil er fürchtet Erendil nicht ausreichend schützen zu können." Ascas schnitt ein Stück von seinem Filet ab, steckte es sich in den Mund und kaute grübelnd darauf rum: " Ich habe das Gefühl, dass du recht hast. Doch irgendwie verstehe ich es noch nicht so richtig." Seine Mutter strich ihm mit einer Hand über den Kopf und lächelte liebevoll: " Das wirst du eines Tages. Spätestens wenn du selber Kinder hast."

Ascas erreichte einen kleinen Fluss. Eine Holzbrücke führte über diesen und auf der anderen Seite stand Raleria mit ihrer verbliebenen Gleve in der Hand. Sie waren weit nach Norden gezogen und dem verderbten Weltenbaum nun schon sehr Nahe. Zu Nahe für seinen Geschmack. Doch wenn seine Tochter meinte, dass sie sich ihm hier stellen wollte, dann sollte dies so sein. Es ging um sie, nicht um ihn. Er holte Schwung und warf ihre Gleve in hohem Bogen über den Fluss. Sie senkte sich und blieb unweit der Dämonenjägerin im Boden stecken. Raleria musterte ihren Vater misstrauisch: " Du gibst mir freiwillig meine Waffe zurück?" Der Mönch lächelte: " Du wirst sie brauchen, wenn du weiter vorhast dich mit mir zu messen." Raleria nahm ihre zweite Gleve und brachte sich auf ihrer Flussseite in eine Verteidigungsstellung. Ascas zog seine Schwerter. Sie hatte das Kampffeld clever gewählt. Wollt er sie angreifen, so gab es nur den Weg über die Brücke. Also gut. Er würde ihr den Gefallen machen. Die Chance anbieten.
Der Mönch stürmte und überwand schnell die letzten Meter bis zur Brücke. Raleria rührte sich nicht. Er rann die nach oben gewölbte Holzbrücke entlang. Sie rührte sich nicht. Ascas erreichte die Mitte der Brücke. Da war es, das kurze Zucken in Ralerias Mundwinkel. Das Holz knarrte und wurde durchbrochen von dämonischen Steinspitzen. Schnell sprang der Mönch in die Luft, während die Brücke unter ihm zerbrach. Wieder hatte ihn Raleria mit einem einzigen Angriff dazu gebracht, sich für einen Augenblick kaum wehren zu können. Doch dieses Mal hatte sie ihm buchstäblich dazu auch noch den Boden unter den Füßen weggezogen. Sein Sprung verlor an Kraft und er began zu sinken. Gespannt wartete Ascas auf Ralerias Glevenwurf, doch der kam nicht. Ascas kam im knietiefen Wasser zu stehen und seine Füße versanken im matschigen Untergrund des Flusses. Das war also ihr Plan und nun kam auch die erste Gleve angeflogen. Ascas stand war alles andere als sicher und es fehlte ihm die Zeit seine Füße zu befreien. Er blockte mit seinen Schwertern so gut er konnte, doch die Wucht des Aufpralls ließ ihn nach hinten kippen. Nur seine Schultern und sein Kopf ragten nun aus dem Wasser. Die zweite Gleve rauschte heran und routierte knapp über der Wasseroberfläche. Dem Mönch blieb nur eine Wahl. Er tauchte unter.
Raleria lächelte: " Möge der Alptraum dich holen." Gebannt sah sie, wie die dämonischen Kräfte des verderbten Wassers ihren Vater umschlossen, welcher nicht mehr auftauchte. Sie hatte sich seinen Rat zu Herzen genommen. Sie hatte erneut ihre Waffen geopfert, doch diesmal, würde ihr Gegner nicht mehr aufstehen. LAngsam trat sie ans Flussufer heran. Sie wollte es sehen. Sie wollte sehen, wie ihr Vater vom Wahnsinn des Alptraums befallen im Fluss sein Grab fand. Was war das? Ihr Augen sahen etwas, doch es war nicht das, was sie erhofft hatte zu sehen. Der Alptraum zirkulierte um den Körper ihres Vaters herum, doch griff ihn nicht an. Die mysteriöse Magie allerdings, welche irhen Vater durchfloss wurde immer stärker. Was war das für eine Kraft, die dem Alptraum widerstehen konnte? Sie wirkte so...harmonisch. Und sie began physische Gestallt anzunehmen. Unter der Wasseroberfläche knisterten blaue Blitze und auf einen Schlag entlud sie sich die Kraft in alle Richtungen. Ascas schoss aus dem Wasser empor. Die Wucht seiner Kraft hatte ihn befreit und sowohl Schlamm als auch Wasser verdrängt. Noch bevor das Wasser ihn wieder umspühlen konnte machte der Mönch einen kräftigen Satz nach hinten und landete auf dem sicheren Ufer gegenüber von Raleria. Die Dämonjägerin blickte wie gebannt, als ihr Vater eine Faust nach vorne schießen lies, als würde er ihr einen dirkten Schlag verpassen wollen. Doch Moment...das war keine Faust. Seine Finger formten ein merkwürdiges Zeichen, welche sofort blau zu glühen began. Ein Bündel aus blauen Blitzen schoss aus diesem über die Wasseroberfläche und trafen Raleria frontal. Ihr Körper verkrampfte sich unter der Attacke. Ihr Muskeln wurden hart und wollten sich nicht mehr lockern. Es fühlte sich an, wie tausend Nadelstiche. Nicht unbedingt schmerzhaft, doch es raubte ihr fast den Verstand. Und so sehr sie sich auch anstrengte, ihr Körper machte keine Anstallten ihr noch zu gehorchen und verweilte starr an der Stelle. Dann erloschen die Blitze und ihre Beine gaben nach. Wie eine Marionette, deren Fäden drchtrennt wurden, sackte ihr Körper zu Boden. Hilflos musste sie mit ansehen, wie sich ihr Vater nun den Weg durch den Fluss bahnte und dabei mit seiner Faust ausholte. Diesmal war es wirklich die Faust und als der Mönch die Dämonenjägerin erreichte, traf diese Faust ihr Ziel sehr hart. Raleria lag am Boden. Sie fühlte, dass ihre Lippe aufgeplatzt war. Sie schmeckte das Blut. Doch ihr Körper war weiterhin zu keiner Bewegung fähig.
Ascas stand erhoben vor ihr. Konnte jeder Zeit zum letzten Schlag ausholen. Doch er blickte auf sie hinab: " Du hast sehr schnell gelernt. Ich bin stolz auf dich." Was war das? Hatte ihr Herz grade einen leichten Sprung gemacht? Ascas kniete neben ihr nieder: " Es fühlt sich furchtbar an, so hilflos einer Situation ausgeliefert zu sein, oder?" Raleria konnte nicht antworten und das wusste er sicherlich. Diese Tatsach fachte ihre Wut umso mehr an. Doch er blickte ihr einfach nur in die Augen: " Nun hast du eine kleine Vorstellung wie es ist, wenn man sich dem Schicksal geschlagen geben muss. So an dem Tag, als ich deine Mutter nicht mehr retten konnte. Oder an jenem Tag, an dem ich merkte, dass ich selber eine Gefahr für deine Zukunft war und dich nur bei mir haben könnte, wenn ich hart an mir arbeiten würde." Raleria blickte ihn wortlos an und Ascas blickte in die Himmel: " Wie an jenem Tag, als ich dich bei deiner Tante und Großeltern zurücklassen musste. Alles in mir schrie danach, es nicht zutun. Doch ich konnte nicht anders. Ich konnte dich nicht in meiner Nähe lassen, nicht ohen den Fluch des Boten losgeworden zu sein. Und es brach mir das Herz, dass dem so war." Öffnete er sich ihr grade? Nein! Das wollte sie nicht! Wieder blickte er ihr in die Augen. Liebevoll, wie sie feststellen musste. Jemand musste ihr helfen. Das sollte aufhören!
Eine verderbte Wurzel umschlung Ascas´s Hald und schnürrte ihm die Luft ab, ehe er reagieren konnte. Er wurde in die Luft gehoben und Raleria erblickte auf der anderen Seite des Flusses eine Trollin. Ihr Körper wies eine eindeutige Verderbnis durch den Alptraum auf. Ascas packte die Wurzel und schaffte es sich mit aller Gewalt zu befreien. Er landete auf den Füßen und musterte die Angreiferin ehe er noch nach Luft ringend keuchte: " Zuldara..."
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:19

Raleria blickte zwischen der Trollin und ihrem Vater hin und her. Sie kannten sich wohl und Ascas´s Gesichtsausdruck nach zu urteilen, waren sie ursprünglich keine Feinde. Ihr eigener Körper begann leicht zu kribbeln. Zwar konnte sie sich weiterhin kaum bewegen, doch es war absehbar, dass dies nicht mehr lange der Fall sein würde. Hoffentlich konnte diese Trollin ihren Vater lange genug beschäftigen. Dieser senkte seinen Kopf, nachdem er die Trollin einen Augenblick lang betrachtet hatte: " Ist in euch noch etwas von dem, was ich Freundin nennen würde?" Die Trollin lachte auf eine grausam irre Weise: " Eure Freundin ist verschwunden. Ihr Körper und Geist gehört nun dem Alptraumlord und er hat eine Schuld gegenüber dieser Elfe zu tilgen." Ascas nickte sachte: " Ich verstehe." Er hob seinen Kopf: " Und wie gedenkt der Herr des Alptraums dies anzustellen?" Die Trollin begann sich Richtung Boden zu neigen: " Sie will offensichtlich euren Tod. Also soll sie ihn bekommen."
Mit diesen Worten verwandelte sie sich in Windeseile in eine Raubkatze und stürmte auf den Mönch zu. Wie würde ihr Vater nun reagieren, fragte sich Raleria und blickte gespannt auf das Szenario. Ascas hatte wohl eine schnelle Entscheidung getroffen. Er stürmte ebenfalls durch den Fluss auf die Druidin zu. Diese hastete im Spurt bis an den Uferrand und sprang dem Mönch mit den Krallen voran entgegen. Ascas duckte sich. Seine Hand glitt Unterwasser und mit einem Schwung stieß die zusammen mit einem seiner Schwerter aus der Wasseroberfläche wieder empor. Raleria stockte der Atem. Die Druidin konnte nicht ausweichen. Würde ihr Vater den Kampf in einen Schlag entscheiden? Zuldara schätzte die Situation wohl ähnlich ein. Noch bevor die scharfe Klinge sie traf, umgab sie Nebel und ihre Gestallt änderte sich in die eines Bären. Ascas Schlag traf das Geschöpf mit voller Wucht und trieb es zurück an das Flussufer. Doch wo die Raubkatze tödlich grtoffen worden wäre, war der Bär nur angekratzt. Raleria sah deutlich mit ihren Augen, wie die Druidin ihre Kraft aus dem Alptraum um sie herum zog. Sie war klar im Vorteil, doch den ersten Treffer hatte ihr Vater gelandet.
Dieser stürmte nun voran mit aller Entschlossenheit. So entschlossen, dass man nicht dachte, dass er wohl gegen eine Freundin kämpfte. Hatte er sie aufgeben? Nein, er hatte auch gegen sie, Raleria, mit dieser Entschlossenheit gehandelt. Mit routinierten Bewegungen erreichte den Bären. Dieser schlug mit einer Pranke nach dem Mönch, doch Ascas hatte die größere Reichweite mit seinem Schwert und landete den zweiten Treffer. Zuldara hatte keine Wahl. Sie machte einen Satz zurück und landete wieder in ihrer wahren Trollgestallt auf dem Boden. Sofort nach ihrer Landung hob sie eine Hand und ein Strahl aus rotem Licht schlug vor Ascas´s Füßen ein. Der Mönch musste selber einen Schritt zurück machen. Sein Vormarsch war gestoppt. Die Druidin faltete ihre Hände und der Boden um sie herum schien auf einen Schlag lebendig zu werden. Wurzeln drangen über all aus dem Boden heraus und packten nach dem Blutelfen. Dieser änderte seine Haltung. Er musste seine Angriffe abbrechen. Mit ausweichenden Bewegungen und dem Routieren der Klinge versuchte er sich die lebendig gewordene Natur vom Hals zu halten.
Raleria betrachtete weiterhin gebannt das Geschehen, langsam bewegten sich ihre Finger wieder. Doch sie selber merkte das kaum. Sie studierte die Bewegungen ihres Vaters, die routinierte Nutzung seiner Kraft. Wie lange hatte er trainieren müssen, um das zu können? Dann erregte die Trollin die Aufmerksamkeit der Dämonjägerin. Diese hob beide Hände zum Himmel und fast im selben Augenblick rauschte eine Kugel aus rotem Licht auf ihren Vater zu, welcher sich weiterhin gegen seine Umgebung wehrte. Der Zauber schlug an seiner Position ein. Ralerias Atem stockte, als Dreck und verdorrtes Holz durch die Luft geschleudert wurden. Staub hang in der Luft und von jetzt auf gleich war es absolut still. Haate die Druidin gewonnen? War ihr Vater so eben vernichtet worden? Etwas schmerzte in Ralerias Brust. Doch dann offenbarten ihre Augen etwas anderes, einen Strudel aus der harmonischen Kraft ihres Vaters. Er war am leben und grünschimmernder Nebel umhüllte seinen Körper. Dann geschahen mehrere Dinge auf auf einmal, als der Staub sich legte und alle wieder freie Sicht hatten. Der Nebel um ihren Vater herum verflog. Die Wurzel begannen wieder den Mönch zu attackieren, und die Druidin änderte erneut ihre Gestallt zu der einer Raubkatze und spurtete los. Ihr Vater hingegen, der Teilte sich. Ralerias Mund stand offen. Ein rotschimmernder Ascas blieb zurück und beschäftigte die Wurzeln. Ein bläulicher und ein weißer Ascas stürmten hingegen rechts und link vorbei, hielten auf die Druidin zu. Diese erkannte ihr Unglück zu spät. Mit bloßen Fäusten und Beinen verwickelten die Mönche die Raubkatze in einen Nahkampf.
Raleria richtete sich auf alle viere auf und versuchte zu erfassen, was dort vor ihr geschah. Ein Kampf zwischen zwei Personen uferte aus zu einem bizarren Scharmützel. Wurzeln, Schwerter, Klauen, Fäuste, Tritte...hier und da ein aufblitzeder roter Strahl oder ein blauer Blitz. Für die junge Blutelfe war es kaum mehr zu differenzieren, was wo genau geschah und wer hier eigentlich die Oberhand hatte. Es war ein Kampf weit über ihrem eigenen Niveau. Wie hatte sie sich nur einbilden können, diesem Mönch das Wasserreichen zu können, mit ihrer beschränkten Erfahrung? Erfahrung...wie weit war ihr Vater gegangen, um solch einen Kampf bestreiten zu können? Wie lächerlich müssen ihre Versuche auf ihn gewirkt haben? Nein...er hatte ihren Schlagabtausch ernst genommen. Worte ihres Vater kamen in ihren Gedanken wieder hoch: "...dass ich selber eine Gefahr für deine Zukunft war und dich nur bei mir haben könnte, wenn ich hart an mir arbeiten würde." Hatte er sich dieses Können ihretwegen erabreitet? Wieder machte ihr Herz einen Satz bei dem Gedanken. Sie schüttelte ihren Kopf und versuchte die Gedanken loszu werden. Sie hatte ein Ziel. Sie musste daran festhalten!
Der weiße Ascas traf die Raubkatze hart mit seiner rechten Faust. Der blaue Ascas stieg hoch und kam mit gestrecktem Bein von oben auf die Katze zu. Diese landete hart auf dem Boden. Die Wurzeln um den roten Ascas herum erschlafften. Blau und Weiß lösten sich auf und aus dem roten Ascas wurde wieder die normale Gestallt, welche Raleria als ihren Vater kannte. Er ließ augenblick das Schwert fallen und vor seinen Händen sammelte sich grünliche Energie. Eine leuchtende Kugel voll dieser harmonischen Kraft und mit einem strammen Wurf beförderte Ascas diese in Richtung der Raubkatze. Diese hatte sich grade schwankend erhoben, als die gebündelte Kraft sie trat und explodierte. Die Katze wurde gegen einen Baum geworfen, verwandelte sich wieder in eine einfache Trollin und blieb halb am Baum gelehnt, regungslos sitzen. Der Kampf war entschieden.
Ascas schnaufte. Er hatte scheinbar selber viel investiert. Langsam ging er auf die Druidin zu, ließ seine Waffe zurück. Raleria betrachtete das Geschehen skeptisch. Würde ihr Vater nun doch noch sein wahres Gesicht zeigen? Würde er seiner bewusstlosen Freundin nun den Gnadenstoß geben? Der Mönch erreichte die Trollin und kniete sich zu ihr nieder. Eidnringlich betrachtete er die Trollin, dann legte er eine Hand auf ihren Kopf. Grüner Nebel schimmerte um diese und hüllte die Druidin ein. Raleria sah, dass es die letzten Kraftreserven ihres Vaters waren. Doch was hatte er vor? Der Nebel sickerte in die Trollin ein und langsam, sehr langsam, wich der Alptraum von der Trollin. Ihr Vater befreite seine Freundin, welche er so hart bekämpft hatte. Hätte er diese letzten Kraftreserven mit in die letzte Attacke gelegt, wäre die Druidin mit Sicherheit nicht mehr am Leben, doch ihr Vater hatte sie wohl absichtlich zurückgehalten. Er wollte sie ruhigstellen, nicht töten. So kniete er nun dort, mit dem Rücken zu seiner Tochter und mit voller Aufmerksamkeit auf die Trollin. Raleria realisierte erst jetzt, dass ihr eigener Körper zwar geschwächt, aber wieder bewegungsfähig war. Sie blickte sich um. Nicht weit von ihr lag eine ihrer Gleven. Langsam schwankend tastete sie sich an ihre Waffe heran. Ihr Vater warf einen Blick über seine Schulter und sah sie. Kurz stockte Raleria, doch der Mönch schien nicht daran zu denken, seinen Heilzauber zu unterbrechen. Raleria erreichte ihre Gleve und nahm sie auf. Ihr Vater verharrte bei der Trollin. Raleria holte Schwung. Er rührte sich nicht. Sie warf mit letzter Kraft und die Klinge routierte wild durch die Luft. Ascas rührte sich nicht. Raleria stockte der Atem. Ihre Waffe kam präzise und würde ihn oder die Trollin treffen, wenn er ausweichen würde. Er hatte ihr ihre Mutter genommen. Sie würde ihn zwingen, eine Freundin zu opfern.
Die Gleve erreichte ihr Ziel. Wie eine Sense bohrte sich eine der Zwillingsklingen in das Fleisch und trat an der Brust wieder aus. Ascas schrie auf. Spuckte Blut. Raleria stand a mit offenem Mund. Ihr Vater hatte die Attacke auf sich genommen. Die Gleve steckte fast bis zum Mittelpunkt seinem Körper. Bei all den Fähigkeiten, die er hatte, hatte er sich bis zu letzt auf die Heilung der Trollin konzntriert und ihr Leben geschützt. Wieso? "Wieso?!", schrie Raleria fast schon entsetzt und verständnislos. Ascas spuckte Blut. Seine Hand lag immer noch auf der Stirn der Trollin und seine letzten Kräfte flossen weiter in ihren Körper. Er blickte über die Schulter. Er quälte sich. Er hatte große Schmerzen, doch er verbittert schien er zu lächeln: " Weil wir so sind."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:19

" Was hat das zu bedeuten?", schrie Raleria ihren Vater an. Es war offensichtlich, dass sie mit der Situation scheinbar völlig überfordert war. Ascas schloss für einen Moment die Augen und schien Kraft sammeln zu müssen, ehe er sprechen konnte: " Die Familie Dämmerflucht ist eine Familie aus Wächtern und Beschützern. Es ist unsere Aufgabe die Familie, unsere Freunde und Kamaraden zu verteidigen und zu beschützen. Egal was dies für uns bedeutet." Raleria schüttelte wild den Kopf: " Aber du und Erendil habt euch dem Bösen verschworen! Ihr habt unsere Familie ruiniert und eure Freunde angegriffen!" Dem Mönch viel das Atmen sichtlich schwieriger, doch auch das konnte ihn schienbar nicht stoppen, seiner Tochter zusagen, was ihm auf dem Herzen lag: " Es stimmt. Erendil und ich haben uns auf dem Weg als Wächter verirrt. Wir haben Schaden angerichtet, den wir wahrscheinlich nie wieder gutmachen können. Doch haben wir auch gleichzeitig ein Stückweit weiter als Wächter gerarbeitet. Richtiger Schutz ist nicht immer das bloße verteidigen von Genzen und Traditionen. Schutz ist manchmal Veränderung. Manchmal musst du angreifen, um zu verteidigen."
Ralerias Blick ging zur Trollin. Hatte er sie deshalb so hart bekämpft? Wusste er, dass er sie anders nicht vom Alptraum hatte befreien können? Das würde erklären, warum er sie am Ende auf Kosten seines Lebens beschützt hatte. Wenn dem so war, gab es dann vielleicht tatsächlich auch mehr Gründe dafür, dass er zum Boten geworden war? Gab es mehr in dieser Geschichte, als nur Schwarz und Weiß? Doch was war dann mit ihrer Mutter? " Was ist mit Mama?", schrie sie ihn an und der Mönch senkte seinen Blick: " Nicht immer kann ein Wächter erfolgreich sein. Tandoria war wahrscheinlich meine größte Niederlage...doch mit jedem Verlust wird einem der Wert des glücklichen Lebens neuaufgezeigt...Mit jedem Verlust wird dier klar, dass du stets weiter an dir arbeiten musst...." Er keuchte und spuckte erneut Blut aus. Raleria sah, wie der letzte Rest seiner Kraft in die Druidin floss. Sein Körper war nicht mehr viel mehr als ein leeres Gefäß, dass jeden Augenblick zerbrechen würde. Und jetzt wo er sich ihr mit solchen Worten öffnete, drohte auch ihr eigenes Herz zu zerbrechen.
Sie sank auf die Knie: " Und was ist mit mir? Warum hast du mich nicht beschützt?" Ascas hob noch einmal mühsam den Kopf und blickte sie an: " Ich habe es mir nicht zugetraut. Ich liebe dich so sehr, dass ich Angst hatte, auch dich nicht beschützen zu können. Doch jetzt am Ende wurde mir klar, dass auch das falsch war. Deshalb bin ich hier her gekommen. Deshalb habe ich den Kampf mit dir gesucht, denn Erendil hat mir gezeigt, dass es noch eine ganz andere Art des Wächters gibt. Denn manchmal muss man seine Liebsten vor sich selbst beschützen. Manchmal muss man ihren Hass in sich aufnehmen, damit sie frei sind." Raleria blickte ihn fassungslos an. Die Wahrheit schallte durch ihren Kopf. Denn dies war genau das, was er mit ihr hier gemacht hatte. Sie war ihm mit pruem Hass begegnet und Stück für Stück hatte er ihr diesen genommen. Die Dämonjägerin wusste nicht mehr was sie sagen sollte. All dies..es war so viel komplizierter als einfach nur zu hassen. Ascas blickte sie an: " Am Ende bin ich stolz und kann beruhigt sterben. Denn ich sehe, dass aus dir eine großartige Wächterin werden wird. Du und Erendil...ihr werdet nun die letzten Dämmerfluchts sein und das Erbe unserer Familie viel weiter tragen, als es mein Vater, meine Schwester oder ich es je hätten tun können. Ich bin stolz auf dich, meine Tochter..."
Ascas sprach nicht mehr. Sein Körper fiel zur Seite auf den Boden. Im gleichen Augenblick erhob sich die Trollin. Raleria sah, dass der Alptraum noch immer in ihr war, aber zusehens an Kraft verlor. Noch hatte er die Oberhand und doch kämpfte der eigentliche Besitzer des Körpers und würde wohl bald gewinnen. Die Druidin hob die Hände und Wurzeln umschlangen den Körper des Mönchs wie ein Grabtuch und zogen ihn unter die Erde. Dann blickte die Druidin zu Raleria, welche ihren Blick nicht von der aufgewühlten Erde abwenden konnte, wo ihr Vater grade begraben wurde. Wieder erhob die Trollin die Arme und die Verderbheit der Umgebung nahm zu, wärend gleichzeitig Nebel aufstieg. Sie waren num im Smaragdgrünen Alptraum.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:20

Raleria kniete immer noch und blickte auf den Boden. Erst als Zuldara aufschrie und sich an den Kopf fast blickte auch die Dämonenjägerin auf. Die Trollin war in die entscheidene Phase im Kampf um sich selbst eingetaucht. Die Druidin blickte sie an: " Der Alptraumlord hat seine Schuld beglichen...Und er gibt euch ein letztes Geschenk..." Zwischen den beiden keimte eine Alptraumranke aus dem Boden empor und wuchs rasch. Sie entwickelte eine blutrote Blüte, welche sich öffnete. Raleria blickte sprachlos auf das violette Leuchten. Da war er. Sie erkannte ihn sofort. Über der geöffneten Blüte schwebte der Seelentein mit dem letzten Splitter von Erendils Seele. Wieder schrie die Trollin auf und ging nun selber auf die Knie. Die Verderbnis wich von ihrem Körper bis sie zur Hälfte eine Dienerin des Alptraums und zur Hälfte eine reine Druidin war. Schnell sprang Raleria auf und eilte zum Seelensplitter, als sich Ranken um ihre Füße schlangen. Doch zu ihrer Überraschung waren die Ranken rein vom Einfluss des Alptraums. Zuldara schrie nicht mehr, sondern blickte sie einfach nur an. Das eine Auge glühte rot, dass andere schien erblindet. Die junge Blutelfe versuchte sich zu befreien, doch je mehr sie sich wehrte, desto höher wuchsen die Ranken. Sie erklommen ihre Beine, dann ihre Hüfte. Die Dämonjägerin streckte ihren Arm aus. Zentimeter trennten sie nur noch von dem Splitter. " Ich weiß, ihr begehrt diesen Splitter mehr als alles andere.", sprach die Trollin, wobei ihre Stimme nicht mehr verzerrt, sondern absolut rein und harmonisch klang. " Doch was wollt ihr unternhemen, wenn ihr ihn wieder besitzt?" Raleria schnaufte verächtlich, hielt dann aber inne. Was genau wollte sie jetzt? Zum einen war da der Hass auf ihren Onkel. Zum anderen die Worte ihres Vaters... Du und Erendil...ihr werdet nun die letzten Dämmerfluchts sein und das Erbe unserer Familie viel weiter tragen, als es mein Vater, meine Schwester oder ich es je hätten tun können. Raleria zögerte. Zum einen war da ihr eigener Wille, ihre eigene Überzeugung. Doch nun war da auch noch der Wille ihres Vaters und seine Überzeugung. Eine Überzeugung für die er sich sogar geopfert hatte...

***

Erendils Hände gruben weiter in der verderbten Erde. Nie hatte er gehofft, dass Syleas Magie versagen würde. Doch diesmal kam er nicht umher, so zu denken. Ihr Ritual hatte sie nach der Ankunft in Val´Sharah an diesen Ort geführt. An diesen Ort, wo Ascas sein sollte, doch sie nur umgegrabene Erde und Ralerias Waffen gefunden hatten. Nun grub er von Hand in dem, was eindeutig wie ein Grab aussah und Sylea beobachtete ihn schweigend. Die Last von dem was sie hier in Val´sharah alles vorgefunden hatten lastete wohl schwer auf ihr. Der Verlust von Ysera, die Verdernis des Lebens und nun dies hier, was so offensichtlich war, dass selbst Erendil bei aller Hoffnung, welche er in Sturmheim gewonnen hatte, nicht drum rumkam die Endgültigkeit der Situation zu erkennen.
Seine Hand stieß auf Wurzeln, ungewöhlich viele Wurzeln. Sie umschlangen etwas. Hielten es tief in der Erde.Sein Herz raste. Der Blutelf riss an den Wurzeln des Alptraums Dann hielt er plötzlich eine Hand. Sein Herz blieb stehen. Er erkannte die Handschuhe. Es war also entgültig. Es war also Gewissheit. Erendil senkt den Kopf und auch Sylea schien sich hinter ihm wieder zu rühren. Langsam befreite er mehr von seinem Bruder, zog leicht an seinem Handgelenk, um ihn aus seinem verderbten Grab zuholen. Ein Pochen? Erendil hielt still. Er hielt selber den Atmen an. Da war es schon wieder...ganz langsam...ganz schwach...Erendil fuhr herum: " Sylea!"

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 16:20

Zwischenspiel 4: Die Mündung der Geschichte


Erendil bewegte seine Hand und das Buch vor ihm und Sylea reagierte. Es war ein grundliegender Zauber aus der Zeit seiner Ausbildung an der Akademie von Silbermond. Von nun an würde über den Seiten des Buches eine astrale Projektion seiner Gedanken entstehen. Ein anschauliches Lehrmittel, mehr nicht. Doch es war genau das, was er nun brauchte. Syleas Offenheit über ihre "Visionen" hatte ihm gezeigt, dass es Zeit war. Hier im Herzen Dalarans, direkt neben den schon gesammelten Säulen der Schöpfung würde er ihr alles erzählen, was sie wissen musste, um das Bevorstehende zu verstehen und vor Allem zu überleben. Es war Zeit ihr alles zu offenbaren, die Geschichte des Grabmals...des Avatars von Sargeras...der Botschaft und die Boten...

***

" Lasst mich frei!", forderte Raleria laut stark. Sie hatte genug. Sie wollte den Seelensplitter nehmen und von hier verschwinden. Sie musste Ruhe haben. Sich Dingen klar werden. Doch der Griff von Zuldaras Ranken war fest. Die Trollin blickte die Blutelfin an. Die junge Dämonjägerin kam sah, wie der Alptraum immer weiter vom Körper der Druidin wich. Gleichzeitig offenbarten sich Verletzungen an ihrem Körper. Die Druidin seufzte: " Ich werde euch frei lassen. Ihr dürft mit dem Splitter gehen. Doch zuvor werdet ihr den Worten einer blinden Frau lauschen. Ihr seit eigentlich viel zu jung hier für. Doch es ist leider unumgänglich. Euer Schicksal erfordert es, dass ihr alles erfahrt. Über das Grabmal...den Avatar von Sargeras...die Botschaft und die Boten..."

***

Daralion kehrte in die große Höhle zurück. Die Dämonen waren unter dem wachsamen Blick des Eredars dabei abzuziehen. Der Blutelf ging zu dem dämonischen Anführer: " Ihr geht?" Der Eredar nickte: " Wir wurden gerufen. Die Legion hat andere Pläne nun." So einfach nahm die allmächtige Legion eine Niederlage hin? Daralion war enttäuscht. Doch etwas interessierte ihn nun mehr: " Ich habe mein Versprechen gehalten und einen Gegner in eurem Namen niedergestreckt. Nun schuldet ihr mir Antworten." Der Eredar bedachte Daralion mit einem finsteren Blick. Ihm missfiel sichtlich der Tonfall, doch dann nickte er zustimmend: " Es war nicht die erwartete Schlacht. Doch es ist eh der Wille der Legion, dass ihr es erfahrt. Sobaldl wir dort sind, werdet ihr alles erfahren." Daralion schüttelte den Kopf, während die Höhle sich immer weiter leerte: " Nein. Keine Verzögerungen mehr. Wenn die Legion meine Dienste will, dann will ich meinen Preis. Und zwar hier und jetzt." Der Eredar knurrte. Es missfiel ihm sichtlich, doch er hatte sich selber verraten. Wenn es der Wille der Legion war, dann konnte er dem Blutelfen die Forderung nicht verweigern. Er wendete sich Daralion zu und mit einer Handbewegung formte sich aus Teufelsmagie ein Bild: " Dann hört jetzt gut zu sterbliches Wesen. Dies ist die Geschichte des Grabmals...des Avatars von Sargeras...der Botschaft und ihrer Boten..."

***

Es war ein außergewöhnlicher Kriegsrat. Sin´dorei, Quel´dorei, Kal´dorei und Shal´dorei...sie alle hatten sich versammelt. Alle Elfenvölker waren versammelt, um über das Schicksal Suramars zu entscheiden. Die Lage war schnell erklärt. Die äußeren Verteidigungsringe waren eingenommen. Das Volk war weitesgehend in Sicherheit. Nur die Nachtfestung war noch in der Hand des Dämonenpakts und der Legion. Und über diese wachten niemand weniger als Erzmagitra Elisande und Gul´dan. Damit kam die Schlacht um die Nachtfestung eine Vorentscheidung in diesem Krieg gleich. Kurz entschlossen begannen die einzellenen Parteien geschlossen als Schlachtzug auf das Tor der Nachfestung zu zumaschieren. Mitten unter ihnen war Renar. Er hatte sich kurz erholen müssen. Er hatte sich neue Waffen und Rüstung organisieren müssen. Doch er konnte nicht zurückbleiben. Er musste hier dran teilnehmen. Er musste die Monster sehen, welche sich Herrscher nannten und sie richten für ihre Taten. Zu sehr nagten die Bilder der hilflosen Bürger Suramars an ihm. An ihm, der doch eigentlich gelernt hatte sich zu zügeln und zu kontrollieren. Was machte dieser Krieg nur aus ihm?

***

Garatas saß in Unterstadt auf der Brücke und warf Taubenfutter über den Rand. Es war Zeit. Die Lage spitzte sich zu. Kaum eine Nachricht war mehr von der Verheerten Insel gekommen. Nur der Schatten selber und Renar hatten sich gemeldet. Zuldara, Assabad und Asildur aber schweigen seit Tagen. Das war kein gutes Zeichen. In Rücksprache mit dem Schatten hatte der untote Priester kurz entschlossen die verbliebenen Mitgleider zu einer Versammlung geladen. Fanloen, Ronand und Aurista würden bald hier eintreffen. Dann würden sie entscheiden, in welchem Umfang die letzten vier Mitglieder der Schattenhaften Erlösung in diesen Krieg eingreifen würden.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 09 Apr 2017, 17:50

Kapitel 22: Die Botschaft

Erendil bewegte nur leicht seine Finger. Doch die Bewegung reichte aus, um das astrale Bild des Grabmals von Sargeras zu verändern. Erleichtert stellte er fest, dass Sylea gespannt dem Geschehen folgte. Er hatte befürchtet, dass er sie langsam langeilen würde mit seinen ständigen Geschichten von alten Zeiten. Doch die Geschichte des Grabmals war nun mal alt, wesentlich älter, als die der Botschaft und der Boten. Seine Hand hielt inne, als Grabmal sich in einen prächtigen Tempel verwandelt hatte.

***

Der Seelensplitter blieb in der Luft stehen, doch die Blume unter ihm wurde von unverdorbenen Ranken verschlungen, bis sich ein merkwürdiges Bild aus verworrenen Pflanzen ergab. Erst auf den zweiten Blick erkannte Raleria das Bild, zumindest hatte es Ähnlichkeit. " Das Grabmal...", flüsterte sie. " Nicht ganz, kleines Mädchen.", erwiederte Zuldara und fuhr weiter fort: " Das ist der größte Tempel der Elune, welchen es je auf Azeroth gab. Er war ein Prunkstück der Stadt Suramar vor vielen tausenden Jahren." Raleria seufzte laut: " Ihr holt sehr weit aus...." Zuldara lächelte freundlich: " Diese Zeit liegt wahrlich weit zurück. Doch um die Botschaft und die Boten von heute zu verstehen. Ist diese Zeit unumgänglich. Hier begann alles...mit dem Krieg der Ahnen."

***

Daralion schaute missmutig auf das Bild des unverdorbenen Tempels, welche der Eredar aus Teufelsmagie geformt hatte. Der Krieg der Ahnen...ein bedeutsamer Krieg für diese Welt. Aber vor allem, die erste Niederlage der Legion. So  machtvoll diese Dämonen waren, so viele Niederlagen hatten sie einstecken müssen. Der Blutelf war gespannt, wie der Eredar nun aus dieser Geschichte wieder eine Lobeshymne auf die Legion formen wollte. Er stand entspannt da, während die Höhle sich immer weiter leerte und horchte genau den Ausführungen des rothäutigen Dämons: " Vor 10.000 Jahren gelang es uns die Königin der Nachtelfen auf unsere Seite zu ziehen. Sie öffnete uns ein Portal und ermöglichte die erste Invasion unserer Truppen. Doch schnell bildete sich Widerstand unter den Völkern eurer Welt. Unser Vormarsch ging nicht so schnell voran, wie wir erhofft hatten." Daralion hustete kurz, machte dann aber eine entschuldigende Geste und ließ den Eredar fortfahren: " Königin Azshara gab ein zweites Portal in Auftrag. Die Hochgeborenen der Stadt Suramar sollten sich darum kümmern. Als Standort wurde der dortige Tempel der Elune ausgewählt. Wir übernahmen die Kontrolle über den Tempel und begannen mit unserer Arbeit. Kurz bevor wir das Portal öffnen konnten, wurde das Grabmal von Verrätern aus Suramar gestürmt. Diese Elfe, Elisande, führte sie an. Sie trugen mächtige Artefakte der Titanen bei sich, die Säulen der Schöpfung. Mit ihrer Hilfe bezwangen sie die Verteidiger des Portals und versiegelten es mit einem angeblich unbrechbaren Siegel. Statt sich dem Widerstand Azeroths anzuschließen, blieben die Bürger Suramars in ihrer Stadt. Sie hielten das Portal im Tempel für sicher und aus Sorge um ihre eigene Stadt, errichteten sie einen Schild um diese. Als die Zerschlagung eurer Welt einsetzte wurde die Stadt verschohnt. Doch das Grabmal versank im Meer und im Laufe der Jahrtausende verblasste die Erinnerung daran. Bis etwa vor 400 Jahren die Wächterin von Tirisfal, Aegwynn, erneut sich einer Invasion von uns gegenüber sah..."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 10 Apr 2017, 22:05

Sylea schien das Wissen in sich aufzusaugen. Sie erkannte wohl, dass jedes Detail nun wichtig war, für die Zeit die vor ihnen lag. Doch die Erwähnung von Aegwynns Namen hatte ihre Ohren noch ein zusätzliches Mal zucken lassen. Bei ihrer Ankunft in Dalaran hatte Sylea Kontakt mit der Tirisgarde gehabt, das wusste Erendil. Er wollte ihr Bild über diese Organisation nicht trüben. Doch die Geschichte der Wächterin war unumgänglich, um das heutige Grabmal und seine Kräfte zu verstehen.

***

Daralion stand stumm da. Er kannte natürlich die Legende von Aegwynn. Doch nun würde es interessant zu erfahren, was damals wirklich geschah.

***

" Die legendäre Wächterin...", flüsterte Raleria und Zuldara nickte zustimmend und fuhr mit der Geschichte fort: " Aegwynn war schon lange Zeit Wächterin, als sie Spuren von dämonischen Aktivitäten in Nordend nachging. Was sie fand, war viel verheerender als alles, was sich der Rat von Tirisfal vorgestellt hatte. In der Abgeschiedenheit Nordends war es der Legion gelungen einen Körper nach dem Abbild ihres Meisters zu schaffen und ihn mit einem Teil von Sargeras Geist zu beseelen. Der Herr der Brennenden Legion war auf Azeroth angekommen. Aegwynn wusste, dass sie ihn niemals alleine besiegen konnte und so ging sie ein Bündniss mit den Drachenaspekten ein. Knapp und nur mit vereinter Kraft konnte der Avatar von Sargeras bezwungen werden. Doch ihn zu vernichten, das entzog sich all ihrer Macht. Aegwynn suchte fieberhaft nach einer Lösung und erinnerte sich an die alte Geschichte von Suramar und dem Tempel der Elune. Sie nahm den sich bereits erholenden Avatar mit zu den Verheerten Inseln. Im versunkenen Tempel der Elune errichtete sie ein Gefängnis für ihn. Dazu zapfte sie die Magie des alten Siegels an, welche das Portal für die Legion verschlossen hielt. Man mag darüber spekulieren können, doch wir wissen heute, dass Aegwynn von Sargeras zu diesem Zeitpunkt beeinflusst wurde und es daher nahe liegt, dass dies alles Plan der Legion war." Zuldara brach ab. Raleria sah, wie der Alptraum die Druidin fast komplett verlassen hatte. Doch zeitgleich wurden ihre schlimmen Verletzungen imme roffensichtlicher. Nutzte sie ihre letzte Kraft für die Geschichte? Die Trollin fasste sich wieder und erzählte weiter: " Von dem Tag an, war dies nicht mehr der Tempel der Elune. Von diesem Tage an sprach man vom Grabmal des Sargeras. Doch das Grabmal blieb für die Welt verborgen noch für hunderte Jahre. Dann kam Gul´dan..."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 17 Apr 2017, 18:19

Erendil hielt kurz inne und betrachtete Sylea, als das astrale Bild das Gesicht des ersten Hexenmeisters zeigte. Sie hatte natürlich schon von allem bisherigen in irgendwelchen Geschichten gehört. Aber Gul´dan hatte sie wahrhaftig schon gesehen und erlebt. Die Geschichte erreichte nun einen Punkt, an dem sich ihre eigenen Eindrücke und Erlebnisse einmischten.

***

Raleria biss sich auf die Unterlippe. Ihr Onkel hatte ihr von Gul´dan berichtet. Die Illidari hatten von ihm gesprochen. Doch was hatte er mit der Botschaft oder den Boten zu schaffen?

***

Daralion grübelte und betrachtete das Bild des Orcs aus Teufelsfeuer. Gul´dan...ja. Seinen Schattenrat hatte der Blutelf selber bekämpft. Den Ansturm der ersten Horde war ein Krieg aus seiner eigenen Geschichte. Lange war das mysteriöse Verschwinden des Hexenmeisters ein Rätsel für die freie Welt gewesen. Doch da es der ersten Allianz den Sieg über die Horde in Lordaeron bescherte, hatte man gerne vergessen Fragen zu stellen. Der Eredar begann wieder zu sprechen: " Unser Meister, Kil´jaeden, hatte den Orc lange manipuliert und mit der Horde nach Azeroth geführt. Und nun wo der Avatar von Sargeras die Anwesenheit des mächtigen Hexenmeisters spürte, da rief er ihn in der Hoffnung, dass der Schattenrat das Siegel des Grabmals brechen würde." "Moment!", unterbrach Daralion seit langem wieder den Dämon und bohrte direkt nach: " Wie konnte der Avatar aus dem Siegel heraus rufen?" Der Eredar war nicht erbost über diese Frage sondern lächelte. Das Bild zeigte erneut das Grabmal aus nächster Nähe. Es wurde größer und zeigte Details. Einen Balkon auf halber Höhe....eine große Glaskugel auf einem Podest...Der Eredar erläuterte: " Als die Legion im Krieg der Ahnen den Tempel übernahmen, flüchteten die letzten Priesterinnen. Doch sie hatten keine Zeit alle Artefakte mitzunehmen. Auf einem Balkon befindet sich ein Relikt dieser Zeit. Es ist ein Artefakt, mit dessen Hilfe die Prieserinnen mit anderen Tempel in Kontakt treten konnten. Ein recht simples Ding. Doch eben weil es so simpel ist und nicht der Legion gehörte, wurde es nicht vom Siegel beeinflusst. im laufe der Jahrhunderte fand der Avatar diese kleine Lücke...dieses Schlüselloch, durch das er Blicken konnte. Er ließ einen Teil seiner Kraft in dieses Artefakt sickeren und nutzte es, um Kontakt nach mit Wesen auf eurem Planeten aufzunehmen. Dieses alte Relikt der Priesterinnnen, nennen wir heute die Botschaft."
Daralion betrachtete die Glaskugel, welche sich im Laufe der Erzählung mit Teufelsmagie gefüllt hatte und in der nun zwei brennende Augen zu erkennen waren. Das war also die Quelle der Macht der Boten...so langsam schien diese Geschichtsstunde interessant zu werden. Der Eredar lächelte zufrieden, nun, wo er scheinbar die volle Aufmerksamkeit des Blutelfen hatte erzählte er energisch weiter: " Das Fragment von Sargeras Geist und Kil´jaeden führten Gul´dan und seine Getreuen auf die Verheerten Inseln. Dort hob Gul´dan mit Hilfe des Schattenrats das Grabmal vom Meeresgrund empor, zusammen mit der Verheerten Küste. Er öffnete das Grabmal, doch Kil´jaeden und der Avatar bemerkten, dass Gul´dan eigene Pläne hatte. Er wollte die Macht des Avatars für sich beanspruchen. Also waren wir gezwungen zu handeln. Kurz vor seinem Ziel, töteten wir ihn und all seine Gefolgsleute im und vor dem Grab. Wir vernichteten seine Flotte und alles was zu diesem Verräter gehörte. Doch war da eine Person. Ein kleines Wesen, welches kein Mitglied war von Gul´dans Schattenrat. Und der Blick des Meisters viel durch die Botschaft genau auf diesen jungen und verängstigten Blutelf..."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 23 Apr 2017, 14:35

Es erschien ihm etwas befremdlich, als das astrale Bid über dem Buch sein eigenes junges Gesicht zeigte. Doch nun war es seine Geschichte und so sprach Erendil den einfachen Satz, der Sylea sofort aufhorchen ließ: " Sargeras hatte eine Botschaft und brauchte nun einen Boten."

***

Daralion blickte das Gesicht des jungen Elfen an, welches ihm der Eredar mit Hilfe der Teufelsmagie zeigte. So sah er also unter seiner Maske aus. Er hatte den Boten gesehen, damals im Nethersturm. Doch stets trug er eine Maske. Zu sehen, welch gebrechliches Geschöpf darunter sich versteckte war fast schon enttäuschend.

***

" Wenn du nun versuchst Mitleid für meinen Onkel zu erzeugen, dann spar dir die Mühe.", knurrte Raleria bissig. Zuldara hustete und ihr war die Anstrengung der Erzählung mehr und mehr anzumerken. Dennoch machte sie weiter: " Wenn du auf deiner Meinung beharrst, dann nimm es als Kennenlernen deines Feindes." Raleria verstummte. Vielleicht konnte sie tatsächlich jetzt was über ihren Onkel lernen. Bei ihrem Vater war sie sehr leichtsinnig gewesen und vielleicht hätte sie vieles anders gemacht, wenn man ihr seine Geschichte vorher genau erzählt hätte. Jetzt würde sie die Chance ergreifen und zuhören. Dies signalisierte sie der Druidin mit einem stummen Nicken, worauf hin die Trollin weiter erzählte: " Das Bruchstück von Sargeras Geist war weiterhin gefangen. Doch es hatte die Welt durch die Botschaft beobachtet und seine Schwäche gefunden. Die großen Gesellschaften ließen sich sehr leicht unterwandern und mit Versprechungen von Macht einfangen. Er brauchte jemanden, der diese Versprechungen in die Welt hinaus trug. Der junge Efl, dein Onkel, welcher als Gefangener des Schattenrats an der Verheerten Küste gestrandet war, war nun die beste Gelegenheit. Langsam Tag für Tag suchte der Avatar den Kontakt zu deinem Onkel. Und dein Onkel antwortete ihm. Er ging hinein ins Grabmal und fand die Botschaft. Er lauschte den Erzählungen von Sargeras und lernte. Er lernte über die Geschichte, über Teufeslmagie und wie man sie benutzte. Er lernte, wie die Gesellschaft funktionierte und welche Möglichkeiten es gab sie zu nutzen. Langsam über zwanzig Jahre hinweg wurde er zum Boten ausgebildet. Es gab nur ihn und die Botschaft. Dann began Erendil die Verheerte Insel zu bereisen und sein Wissen und seine Kräfte zu testen. Er war fast bereit wieder in die Welt hinaus zuziehen, als die Brennende Legion selber dem Avatar einen Strich durch die Rechnung machte, mit ihrer neuen Invasion und der Erschaffung der Geißel. Archimonde und Kil´jaeden zerstörten innerhalb kurzer Zeit die Gesellschaften, welche so empfänglich für Einflüsterungen waren und zerstörten damit die Arbeit die Botschaft. Als der Kreig vorbei war und die Legion wieder zurückgeschlagen, da hatte sich die Welt verändert. Man war vorsichtiger geworden und Macht war nicht mehr für alle die treibende Kraft. Doch neue Möglichkeiten ergaben sich. Wo aus den Ruinen des Krieges neue Geselschaften entstanden, gab es auch jene, die nicht in dieses Bild passten. Welche ausgestoßen waren oder dem alten Weltbild der Macht folgten. Sie würden weiter empfänglich sein für die Botschaft. Doch sie waren schwierig zufinden und Erendil zu lange im Exil gewesen, um das zu bewerkstelligen. In diesem Moment aber schlug das Schicksal erneut zu. Dein Vater, Ascas, kam mit dämonischen Kräften in Kontakt und erregte so die Aufmerksamkeit des Avatars. Er kannte die neue Welt und würde nützlicher sein, als erster Bote. So rief die Botschaft deinen Vater zum Grabmal, während Erendil das erste Mal seid Jahrzehnten die Insel verließ und in der Scherbenwelt Kil´jaedens Thron für den neuen Boten vorbereitete. Ascas verfiel den Einflüsterungen der Botschaft und zog nach kurzer Zeit wieder hinaus in die Welt. In Silbermond erschien der erste Bote."

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 07 Mai 2017, 17:40

Erendil ließ die Hand wieder sinken. Der Rest der Geschichte war schnell erzählt gewesen. Ascas hatte als erster Bote den Gul daz Azgala, den Rat des Bösen, im Immersangwald gegründet. Er baute den Ruf des Boten auf, doch durch die Bindungen zu Personen aus seiner Vergangenheit wurde er geläutert. Der Avatar von Sargeras erkannte das Problem, doch hatte er auch erreicht, was er wollte. Er hatte eine erste Botschaft in die Welt hinaus geschickt. Nun schickte er Erendil vom Grabmal aus nach Silbermond. Doch bevor er sich der Öffentlichkeit zeigte, drängte Sargeras Geist ihn über Botschaft dazu, seine alten Bindungen auszulöschen. Es war die Nacht, in dem die Familie Dämmerflucht bis auf drei Personen ausgelöscht wurde. Nach dieser Nacht, übernahm Erendil unter dem Namen seines Bruders und der ständigen Beobachtung durch die Botschaft die Kontrolle über einen neuen Rat des Bösen. Es folgte der Nethersturmkrieg, der Konflikt um die Orakelsprüche und das Schwarze Konzil. Doch letzten Endes hatte sich der Avatar wieder verrechnet. Diesmal waren es nicht die Bindungen der Vergangenheit gewesen und es hatte auch wesentlich länger gedauert. Doch durch das Zusammenleben mit seinen Verbündeten, schaffte es auch Erendil sich von der Botschaft abzuwenden. Daraufhin hatte der Avatar zweimal versucht, sich der fehlgeschlagenen Boten zu entledigen. Einmal auf Draenor und einmal am Thron des Donners in Pandaria. Nun aber, wo dieser Krieg mehr und mehr in Richtung Grabmal zog, würde die Botschaft erneut eine Rolle spielen. Ein Sieg über den Avatar für die Verteidiger Azeroths stand auf der Kippe, solange die Botschaft existierte. Doch der Avatar hatte gelernt. Er würde die Botschaft nicht einfach her schenken.
Als die Glyphen auf den Seiten des Buches erloschen, da wendete Erendil seinen Blick zu Sylea. Sie war dafür gewesen, sich auf die nach Raleria zu konzentrieren. Doch nun wo sie wusste worum es ging, würde sie da seine Meinung teilen, zu erst die Botschaft zu vernichten?

***

" Das alles ändert nichts daran, was mein Onkel getan hat.", fauchte Raleria. Zuldara nickte müde: " Das ist wahr. Doch musst du entscheiden, welchen Kampf du führen willst. Der Weg deines Onkels führt unweigerlich zurück in das Grabmal des Sargeras zur Botschaft. Dort wirst du auf ihn treffen und sehen, ob er sich gewandelt hat oder nicht." Nun schwieg Raleria. Die Druidin hatte Recht. Es war offensichtlich, dass ihr Onkel zur Botschaft zurückkehren würde. Doch würde er sie schützen oder zerstören? Ihr Vater hatte ihn auch als Wächter bezeichnet, als Erbe der Famile Dämmerflucht. Dort würde sie selber in Erfahrung bringen können, ob an diesen Worten ihres Vaters etwas dran war.
Die Ranken, welche die Dämonjägerin festhielten erschlafften. Ob es an der schwindenen Kraft der Trollin lag oder aus Absicht, dass konnte Raleria zu diesem Zeitpunkt kaum sagen. Doch gleichzeitig begann die Welt um sie herum an zu beben. Der Nebel geriet in Bewegung und wirbelte unruhig herum. Es wurde wärmer. Zuladara lächelte: " Der Alptraumlord ist gefallen und somit bricht auch seine Welt zusammen. Nimm den Splitter und geh zum Grabmal. Finde die Botschaft und entscheide selbst über deine Zukunft. Die Zukunft liegt nun in deinen eigenen Händen..." Die Trollin sank in sich zusammen und rührte sich nicht mehr. Raleria biss sich auf die Unterlippe als sie sah, wie jegliche Magie von der Druidjn schwand. Wieder bebebte die Erde und die Welt um die Blutelfe herum schien zu zerbrechen. Ihre Hand schloss sich um den Seelensplitter von Erendil und hielt ihn fest. Im gleichen Augenblick fand sie sich in Val´sharah wieder. Die Glyphen auf ihrem Körper änderten die Farbe von Rot zu Grün. Der Alptraum war auch aus ihrem Körper gewichen. Stumm betrachtete Raleria den Seelensplitter in ihrer Hand. Sie sollte über ihre Zukunft entscheiden? Nur einmal hatte sie bisher eine Wahl gehabt. Diese Wahl hatte das Ende ihres Vaters bedeutet. Würde sie auch den letzten Dämmerflucht neben ihr vernichten? Diese Entscheidung würde sie nicht hier treffen. Diese Entscheidung würde im Grabmal des Sargeras fallen, im Angeischt der Botschaft.

***

" Nun komm und werde der neue, der größte Bote für unseren Meister.", endete der Eredar und deutete auf das Portal. Sie waren mittlerweile alleine in der Höhle. Daralion nickte. sachte und strich sich über das Kinn: " Ich erhalte die Macht der Botschaft?" " Das wirst du, sobald du ihm die Treue geschworen hast. Er wird dich entlohnen für deine Dienste. Daralion wiegte den Kopf hin und her und nickte dann entschlossen. Zufrieden lächelte der Eredarlord und blickte zum Portal. Metall schwang durch die Luft und die Glyphen von Manabrand glühten vor Freude. Der Eredar legte seine Hand an seine eigene Kehle, doch der Schnitt war zu tief und würde für eienn rlativ schnellen Tod sorgen. Entsetzt blckte der Dämon den Blutelfen an. Dieser hingegen nahm einen Lappen aus der Tasche und wischte das Dämonenblut von der Runenklinge. Dabei sprach er gelassen: " Eure Legion besitzt beeindruckende Kräfte. Doch eure Pläne sind bescheiden und eure Anführer zu kurzsichtig. Eure Geschichte ist eine einzige Reihe von Fehlschlägen und Vergeudung der euch geschenkten Macht. Aber ich danke dir. Nun weis ich, was ich zutun habe, um meine Vision wahr werden zu lassen. Ich werde zur Botschaft gehen. Aber dienen werde ich nicht. Während euer Meister von den Truppen dieser Welt in Stücke gerissen wird, werde ich mir holen, was von seiner Kraft in die Botschaft geflossen ist. Warum soll ich eine Bote sein, wenn ich eine eigene Btoschaft habe? Wozu soll ich dienen, wenn ich herrschen kann?" Mit einem ungläubigen Blick starb der Eredar und das Portal schloss sich augenblicklich. Daralion hatte während der Erzählung an seinem eigen Plan gebastelt. Die Botschaft war eine lohnenswerte Machtquelle. Sie würde ihn über die meisten anderen stellen. Sie würde ihm andere gefügig machen. Doch wenn er sich nicht irrte, würde er nicht der einzige sein, der versuchen würde die Botschaft zu erreichen. Es gab noch zwei Personen, die ihre Geschichte kannten. Die zwei Boten würde seinen Weg kreuzen, dass war klar. Doch gab es Möglichkeiten sich darauf vorzubereiten. Er würde nicht so jämmerlich scheitern wie die Legion.
Der Blutelf griff in einen Beutel an seinem Grütel und entleerte dessen Inhalt auf dem Boden. Es waren die Habseeligkeiten von Asildur gewesen. Auffällig dabei waren vor allem ein Siegelring, welcher zwei sich kreuzende Sicheln zeigte und ein Ruhestein, welcher wohl nach Unterstadt führte, wenn Daralion sich nicht zu sehr irrte. Dieser Erendil hatte Gefolgsleute im Laufe der Zeit gesammelt. Doch waren diese einst dem Boten gefolgt, nicht einem "rechtschaffenden" ehemaligen Boten. Es bestand begründeter Zweifel daran, ob tatsächlich alle noch zu ihm standen. Wenn ja, würden sie alle sterben. Wenn nein, würden sie ihn wohl auf dem Weg zur Botschaft liebend gern begleiten. Der Blutelf nahm sich den Ruhestein ließ die Magie wirken. Er verschwand und Assabad tauchte aus seiner Deckung auf. Er hatte das meiste vom Gespräch belauschen können. Nun musste der Verlassene schnell zu Ebenhorn. Die letzte Schlacht um die Botschaft schien schon viel zu nahe zu sein.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:41

Kapitel 23: Suramar Teil 2 - Ende eines Zeitalters

Renar stampfte mit dem kleinen Kampftrupp durch die Katakomben von Suramar. Der Großteil des Schalchtzugs stand vor den Toren der Nachtfestung. Doch diese waren durch einen temporalen Zauber versiegelt worden. Als es darum ging, wer sich von den Nachtgeborenen über einen Umweg in die Festung führen ließ, um das Siegel von innen heraus zubrechen, hatte er sich mit freiwillig gemeldet. Nun stapften sie geführt von dieser Frau, Thalyssra, durch die unterirdischen Gänge, welche wohl kurz vor der Invasion gesichert wurden. Ihr Trupp bestand aus Mitgliedern jeder Klasse und jeden Volkes. Besonders auffällig war jedoch der Anteil der Elfen. Suramar war die letzte Stadt, aus der alten Zeit des großen Imperiums der Elfen mit der gleichen Herachie, wie vor 10.000 Jahren. Diese Schlacht um die Nachtfestung würde nun auch diese Beenden und ein Zeitalter ein für alle Mal beenden.
Talyssra gab ein Zeichen und der Trupp kam zum Stillstand. Vor ihnen war helles Licht am Ende des Tunnels und etwas großes schien sich dort zu bewegen. Jeder machte sich kampfbereit. Renar zog seine Langdolche und legte sie auf den Boden. Er zog eine Phiole aus der Tasche mit einer Flüssigkeit, welche sanft leuchtete. Langsam ließ er Tropfen für Tropfen auf seine Klingen fallen, welche die leuchtende Flüssigkeit aufzusaugen schienen, bis das blanke Metall selber schimmerte. Es war das wohl seltsamste "Waffengift" in seinem Besitz und seit seiner Rückkehr aus Draenor hatte er es nicht mehr verwendet. Dort hatte damals Eladia viel Forschung damit verbracht Lichtmagie an eine Flüssigkeit zu binden, damit jeder diese als Waffe gegen Dämonen führen konnte. Dies hatte ihnen damals einen großen Sieg um Auchindoun beschert. Nun Renar diese Kraft wieder. Der Kampftrupp setzte sich in Bewegung und stürmte auf den Ausgang der Katakomben zu. Vor ihnen baute sich ein gigantischer Skorpion mit einer Haut aus violetten Kristall auf. Das Ende des Zeitalters wurde durch diesen Kampf eingeleutet...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:41

Das gigantische Wesen löste sich auf und das Siegel am Haupttor der Nachtfestung brach. Die Verteidiger Azeroths stürmten hindurch und trugen die letzte Schlacht in das Innere der Festung. Renar setzte sich erschöpft hin. Er blickte über die Schulter zum Nachtbrunnen. Vor 10.000 Jahren war er geschaffen worden für ein Volk, das sich vor der Außenwelt verbarg. Die Elfen von Suramar hatten sich an dieser Quelle genährt und es war der Mittelpunkt ihrer Existenz geworden. Doch der Brunnen war Segen und Fluch zugleich gewesen. Wie verwandt doch die Geschichten der Elfenvölker war. Egal ob Weltenbaum, Sonnenbrunnen oder Nachtbrunnen...sie hatten sich alle an große Machtquellen geklammert und waren von ihnen abhängig geworden. Die Nachtelfen hatten ihre zum Wohle der Welt geopfert. Die Hochelfen hatten ihre brutal entrissen bekommen. Die Nachtgeborenen würden die Wahl haben nach der Schlacht. Doch vorerst, hatten die Verteidiger dieser Welt den Brunnen an sich nehmen müssen, dessen Magie scheinbar mit Raum und Zeit selber verwurzelt war. Es war nicht einfach gewesen gegen dieses chromatische Ungetüm zu bestehen. Doch letzten Endes hatten Renar und die anderen auch diese Hürde genommen. Sollte er diesen Krieg überleben, würde Selene sicher gerne von der Magie dieses Ortes erfahren wollen, war die Zeit doch immer ihr Element, sowie wie er es selber mit ihr auf Draenor erleben durfte. Der Nachtbrunnen hatte das letzte alte Elfenreich über Jahrtausende am Leben erhalten. Er hatte die Nachtfestung gegen die Belagerer geschützt. Doch mit seiner Beschlagnahmung, war das Schicksal dieser Epoche besiegelt.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:41

Renar schluckte und ein unbehagliches Gefühl überkam ihn, als die Nachtgeborene leblos zu Boden fiel. Die meisten jubelten angesichts dieses schweren erkämpften Sieges und der Tatsache, dass der Vorhof des Nachtfestung nun gesichert war. Doch Renar bedauerte ihren Sieg irgendwie. Aluriel die Zauberklinge...so hatte man diese Frau wohl gerufen. Sie war die bisher großartigste Kämpferin gewesen, die Renar erlebt hatte. Ihre Eleganz, gepaart mit Kraft und vor allem Magie. Wenn dies die wahre mögliche Kampfkunst der Elfen war, dann standen die "jungen" Völker dem noch in sehr viel nach. Der junge Blutelf fragte sich, ob solche Kräfte und die Entschlossenheit, diese überhaupt zu erlernen, nur durch große Ereignisse freigesetzt werden konnten? Bei den Nachtgeborenen war es der Krieg der Ahnen gewesen. Auch die Quel´dorei hatten bei der Erschaffung Silbermonds von diesen Erfahrungen gezehrt. Doch war diese gewaltige Kraft und vor allem die Entschlossenheit im Laufe der Jahrtausende verblasst. Man sprach viele Jahre davon, dass die beinahe Auslöschung durch die Geißel den Sin´dorei eine neue Gelegenheit bot und das Volk war durchaus streckenweise bemüht. Doch was Renar hier erlebte...was sich ihm hier entgegenstellte, das war mehr. Es war nicht nur Bemühen. Es war nicht nur das Aufblitzen alter Tage. Es war der Wille zu bewahren, was ihnen lieb und teuer war. Es war der gleiche Wille, welcher der Welt zum Sieg im Krieg der Ahnen verholfen hatte. Doch nun verloren sie. Sie verloren, weil ihre Anführerin diesen Willen wohl aufgegeben hatte und weil ihre Gegner mit dem selben Willen kämpften. Ja, dieser neue Krieg gegen die Legion brachte so viel aus der Vergangenheit zurück. Vielleicht auch die Entschlossenheit und die Kraft ihrer Vorfahren. Vielleicht konnten er und viele andere nun von diesen Erfahrungen zehren und über sich hinauswachsen, so wie es einst Aluriel und Dath´Remar getan hatten. Denn das Ende eines Zeitalters bedeutete nicht, dass all sein Glanz und all seine guten Seiten mit ihm untergehen musste.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:41

Die Kuppel schloss sich wieder und Renar senkte die Waffen. Der Sternendeuter war Tod. Doch wie seltsam war dieser Kampf gewesen und gleichzeitig faszinierend. Selbst im Angesicht des sicheren Todes durch die Verteidiger Azeroths hatte dieser Nachtgeborene sich nicht die Möglichkeit nehmen lassen, sein Wissen mit ihnen zu teilen. Die Shal´dorei hatten Jahrtausende mit der Erforschung des Seins zugebracht. Langsam begann Renar sich zu Fragen, ob dies der Grund war, warum Elisande ihr Volk an die Legion verkauft hatte. Wusste sie etwas, was er und die anderen nicht wussten. Die Möglichkeit bestand. Die Shal´dorei hatten nicht nur tief in die Weiten des Universums geblickt, sondern auch mit der Zeit experimentiert. Hatte es vielleicht für die Shal´dorei kein anderes Schicksal gegeben? Wenn ja, warum fiel die Nachtfestung dann jetzt unter diesem Ansturm? Renar folgte den anderen Kämpfern zurück auf den Hof der Nachtfestung. Die Truppen hatten sich verteilt. Sowohl den Gärten als auch an der Brücke wurden Siege gemeldet. Also formierten sie die Schlachtzüge neu und nahmen das letzte Ziel ins Visier, die Erstürmung des Turms. Der junge Blutelf wusste, wenn er ein für alle Mal wissen wollte, warum dies alles hier so geschah und was das Schicksal wirklich war, dann musste er diesen Umsturz zu Ende bringen. So stürmte auch er die Treppe hinauf. Viele Gegner waren hier nicht mehr übrig. Unter ihnen aber war die letzte Herrscherin des untergehenden Zeitalters. Nun war Elisande sein Ziel.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:42

Wieder wurde die Halle erleuchtet von Magie. Elisande wehrte sich vehement gegen ihren Untergang. Doch der Schlachtzug, welcher ihr entgegen trat war klar überlegen. Wieder löste sich eines der temporalen Wesen auf, als Renars vom Licht erfüllter Dolch es durchbohrte. Schnaufend blickte der Blutelf sich um. Zu spät, wie er feststellen musste. Aus den arkanen Energiestrom, welcher in der Mitte des Raums floss, kam eine Kugel auf ihn zu und auch wenn er es versuchte, der Schattenläufer konnte nicht mehr ausweichen. Die Kugel traf und ihre Magie durchdrang ihn. Die Halle der Nachtspitze verschwand um ihn herum.
Der Blutelf stand in der verstaubten Ebene der Höllenfeuerhalbinsel und blickte hinab in die Kluft, wo grade viele Pilger aus Quel´Thalas ihr Ende gefunden hatten. Einzig ein kleiner junge wurde grade von den des Truppen Silbermonds geborgen und Lyrander nahm ihn auf seinem Falkenschreiter mit zur Falkenwacht. Die Höllenfeuerhalbinsel war verschwunden. Renar saß an Lagerfeuer in dem Heerlager von Talador. in ihrer Nähe strahlte das prächtige Auchindoun. Er saß hier am Feuer mit Eladia, mit Selene, mit Riodrian, mit Zynaria, Alexzira und Magrid. Sie feierten ihren Sieg, welchen sie grade gemeinsam in der Nähe gegen den Schattenrat errungen hatten. Dann war Renar plötzlich zurück im Immersang. Er stand im Arbeitszimmer von Lyrander und sah, wie dieser grade von Daralon ermordet wurde. Wieder änderte er seine Position. Doch diesmal wusste er im ersten Augenblick nicht wo er war. Es war der Balkon eines elfischen Baus und erst der Blick über die Kante des Balkons verriet ihm, dass es das Grabmal des Sargeras sein musste. Renar blickte sich um. Er erblickte ein Podest, auf dem Glassplitter lagen. Etwas musste dort einst gestanden haben. Vor dem Podest stand Daralion. Dieser hob seinen Kopf und blickte Renar an. Dabei glühten die Augen des ehemaligen Blutritter vor Teufelsmagie.
Der Zauber löste sich auf und Renar ging auf allen vieren zu Boden. Er war schweißgebadet und rang nach Luft. um ihn herum erklangen Jubelschreie. Elisande war besiegt. Sie hatte die Strafe für ihre Entscheidungen erhalten. Schwankend erhob sich Renar. Das Zeitalter der Hochgeborenen war vorbei, zumindest fast. Es gab immer noch Personen mit alten Weltanschauungen, welche zur Gefahr für das neue Zeitalter werden konnten. Und eine stach dabei für Renar heraus. Er hatte immer wieder an Daralion gedacht. Nun gab es einen Anhaltspunkt, wo dieser zu finden sein würde. Und während der Schlachtzug sich neu formierte, um Gul´dan zu stellen, welcher sich auf der Eben über ihnen befand, machte Renar kehrt. Die Schlacht um das Schicksal Suramars war für ihn vorüber. Die Opfer waren gerächt. Nun gab es etwas persönliches zu regeln.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:42

Kapitel 24: Unterstadt Teil 1 - Der Weg zum letzten Konzil


Garatas saß auf der Brücke und blickte in die Abwässer. Bald würden sich die anderen drei einfinden. Er würde Wortführer spielen müssen und das bereitete ihm Unbehagen. Nicht, dass er nicht gerne redete. Doch diese kleine Versammlung war keine einfache Runde. Es war eine gefährliche Mischung, die sich dort zusammenfand. Doch der Schatten hatte sie alle erwählt. Manch einen sogar schon zu Zeiten des Schwarzen Konzils oder sogar zu Zeiten von Gul daz Azgala. Er selber war zwar der Erste der Schattenhaften Erlösung gewesen, doch mit den anderen Dingen aus der Vergangenheit, hatte er nichts am Hut gehabt. Es kam dem Priester so vor, als wäre er noch gestern als lebender Mensch durch die Gärten des Klosters von Tirisfal gewandert. Doch dann kam die Geißel. Sie hatten frisches Brot aus dem Osten Lordaerons erhalten. Und es dauerte nur wenige Stunden, bis die ersten seines Ordens übereinander herfielen. Er selbr hatte sich mit ein paar wenigen in Brüdern in der Kathedrale eingeschlossen. Sie beteten zum Licht. Es würde sie retten. Doch das Licht versagte an jenem Tag.
Er wandelte Jahre als Verlassener ziellos durch die Pestländer. Langsam gab er sich den Studien des Schattenordens hin. Er hörte von anderen Mitgleidern des Ordens, von einer Gemeinschaft des Bösen, geführt von einem Boten. Doch das war nicht sein Element. Schatten war nicht gleichbedeutend mit Böse. Auch wenn man den meisten Schattengläubigen eine gewisse Verrücktheit nicht absprechen konnte. Dann eines Tages, er wandelte grade durch die Schattenwelt, da traf er eine Person. Er spürte ihre Macht und doch schien diese Macht hier fehl am Platz. Diese Person hatte sich wohl verirrt und trotz ihrer Macht, schien sie nicht aus den Schatten entkommen zu können. Im Gespräch erkannte Garatas schnell, um wen es sich dabei handelte. Der Elf bat ihn um Hilfe, doch Garatas ließ ihn zurück. Erst als er in Unterstadt nachforschte, erfuhr er, dass dieser Bote sich wohl besonnen hatte. Er hatte dem Bösen abgeschworen und auf einem Weg der Buße. Der Verlassene konnte die Gedanken daran nicht abschütteln und kehrte zurück in die Schatten. Dort trafen sie sich wieder und redeten. Langsam aber sicher überzeugte der Weg des Blutelfen Garatas und nach Tagen des angeregten Austauschs, stand sein Entschluss fest. Dieser Elf und sein Konzil waren nicht mehr das, was sie mal waren. Er wollte sie auf ihren Weg der Erlösung begleiten. So nahm er den Blutelfen mit. Sie fanden andere Interessenten und letzten Endes mündete alles dem Orden der Schattenhaften Erlösung. Es war eine Art neues Konzil und doch mehr. Zu ehren ihres Treffens, sprachen weder der Elf noch er jemals vom Boten, sondern nur vom Schatten.
Garatas warf die letzten Körner über die Brücke und erhob sich. Er wandte sich dem Apothekerviertel zu. Nun trafen sich also die letzten Mitglieder. Der Schatten hatte sie lange warten lassen. Ungwöhnlich lange, wenn man die Situation der Welt betrachtete und den Erfolg gegen das Haus Leh´Nister. Ob er von seinem Weg er Erlösung abgekommen war...?

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:42

Das giftige Wasser plätscherte vor sich hin. Ronand bahnte sich seinen Weg durch den Abwasserkanal in das Herz der Unterstadt. Der Todesritter hatte eine Nachricht erhalten. Es war also Zeit für ein weiteres Treffen. Ob sie diesmal den Mut hatten zu handeln. Er selber brannte darauf sich endlich im Krieg beweisen zu dürfen. Nach der Befreiung vom Geist des Lichkönigs hatte er nach Möglichkeiten gesucht, seine neuen Kräfte demonstrieren zu dürfen. Er ging zur Schwarzen Klinge, doch dort übte man sich in Zurückhaltung. Warum nur nutzten sie ihre neuen Gaben nicht? Er verstand sie nicht. Doch schon bald hörte er Gerüchte. Es gab jemanden, der diese Gaben wohl zu schätzen wusste. Ein Bote...welch komischer Name...Doch dieser Bote hatte bereits Todesritter auf seiner Seite. Darunter befand sich auch der Seuchenfürst Merades. Wer wem am meisten half, war schwierig zu sagen, doch kein anderer Todesritter hatte sich wohl so in das Gedächtnis aller gebrannt, wie der des Seuchenfürsten. Nach dessen Niederlage vor Silbermond versuchte Ronand seinen Platz in diesem Konzil zu ergattern. Doch kaum hatte er sein Ziel fast erreicht, da tauchte der Seuchenfürst aus der Versenkung auf und trat wieder an die Seite des Boten. Ronand wich zurück. Er wollte verstehen, was diesen Merades so stark machte. Er studierte ihn. Er studierte dessen Macht. Er studierte dessen Untergang...ebenso, wie den Untergang des Schwarzen Konzils.
Als vor kurzem die Gerüchte aufkamen, über diesen neuen Orden, da wurde der Todesritter wieder neugierig. Er hoffte und seine Hoffnungen wurden erfüllt. Er stellte sich vor und wurde tatsächlich Teil dieses neuen "Konzils". Doch obwohl der Schatten ihn dabei haben wollte, hielt er ihn immer an der Kette. Würde er sie hier entlich abgenommen bekommen? Er hoffte es für sie. Wenn nicht, dann würde er die Ketten selber sprengen und der Welt seine Macht demonstrieren.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:42

Aurista stand im Thronsaal von Lordaeron und lauschte den flüsternden Stimmen. Viele hielten diese für Einbildung. Doch die Blutelfe wusste, welche Macht der Seele innewohnte. Seit dem Tod ihrer Eltern hatte sie ihre Studienzeit in Dalaran damit zugebracht über den Einfluss von Magie auf den nicht sterblichen Teil eines Lebewesens zu forschen. Konnte Magie ihre Eltern zurückholen? Leider waren ihre Studien rein theoretischer Natur. Doch einer ihrer Professoren...Kel´Thuzad, er bote ihr die Möglichkeit zusammen mit anderen diese Magie auch in der Praxis auszuüben. Schließlich würde dies ein großer Gewinn für die Welt werden, wenn Magie den Tod besiegen konnte. Doch bevor sie erkennbare Fortschritte machten, wurde der Professor aus Dalaran verbannt. Erkannte der Rat der Krin´Tor nicht, wie großartig ihre Arbeit war? Sie folgte ihrem Vorbild in die Verbannung, so wie viele andere. Sie fanden einen Unterschlupf und gründeten ihre eigene Gemeinschaft, den Kult der Schatten.
Während die meisten damit experimentierten, wie man das Fleisch am Leben erhällt, konzentriete sich Aurista vollständig auf die Seele. und endlich erzielten sie auch Fortschritte. Doch im Laufe der Zeit wurden die Mittel und Ziele des Kults extremer. Sicher erforderte Wissenschaft Opfer, doch Auristas Ziel, die Seele vor dem Tode zu bewahren, rückte für den Kult in weite Ferne. Die Blutelfe zog sich zurück und studierte abgeschottet von den anderen weiter. Erst als alles zu spät war erfuhr sie von dem wahren Produkt ihrer Arbeit mit dem Kult. Erst viel zuspät erkannte die das Ausmaß der Geißel.
Sie verließ den Kult. Sie zog in die Pestländer, welche mit durch ihre Forschungen geschaffen wurden. Von Schuld überflutet versuchte sie ihre eigenen Forschungen der Katastrophe engegen zu setzen. Sie versuchte die Seelen der Untoten zu retten und als die Gerüchte der Verlassenen auftauchten, da ging sie zurück nach Tirisfal und in die Unterstadt, auf der Suche nach Erlösung. Sie verweilte in Unterstadt, um herauszufinden, ob man die Magie auch auf die Geißel übetragbar war. Doch als dann der Lichkönig besiegt wurde, da war auch das Ende der Geißel eingeleutet. Auristas Erlösung rückte in weite ferne. Dann kam der Bote und nahm sie mit nach Kil´jaedens Thron. Es war das Versprechen die Welt zu verändern durch den Schutz der Seele, welches sie erneut lockte. Wieder ging sie ein Bündnis mit der Dunkelheit ein und agierte im Hintergund als der Bote das Schwarze Konzil gründete. Ihre Forschungen hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch rechtzeitig beenden können und die Seelensplitter erschaffen, welche den Boten vor dem Tot bewahren sollte. Im Laufe der Zeit wurden die bis auf einen Splitter vernichtet. Ihr Werk wurde vernichtet und der Bote hatte dies geduldet. Nun war der Bote der Schatten und er rief sie aus dem Hintergund in die erste Reihe des neuen Konzils. Doch was hatte er ihr noch zu bieten, um ihn zu folgen? War er wirklich noch ein Mittel zu ihrer Erlösung?
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Mai 2017, 22:43

Fanloen ließ das Portal im Magierviertel der Unterstadt hinter sich. Als der Ruf kam, hatte er sich sofort hier her teleportiert. Er, der schon zu Zeiten des Rat des Bösen an der Seite des Boten stand. Er der missverstandene Künstler. Als junger Blutelf war er von der Akademie der Magier verstoßen worden. Seine ausschweifende Art Arkanmagie zu verwenden, hatte den Professoren nicht gefallen. Dabei erkannten sie nicht die Schönheit seiner Künste. Illusionen, welche den Verstand rauben konnten. Das Durchbrechen von Raum und Zeit, was konnte es Schöneres geben? Als Schausteller hielt er sich am Leben. Doch als solcher war er gezwungen weit hinter seinen Möglichkeiten zu bleiben. Erst als der Bote ihn fand und ihm ungezügelte Magie an seiner Seite anbot, erst da war er wirklich frei gewesen. Er erschuf Portale und wirkte Illusionen für den Boten. Er ließ seiner Kunst freien Lauf und tauchte tief hinab in Freiheit der Arkanmagie. Wie lustig war es gewesen, als er die Priesterin aus Orgrimmar entführen durfte, ach waren das Zeiten gewesen...
Doch dann kam diese Magierin und stieg auf zur Gefährtin des Boten. Mit ihr kamen Regeln. Die Kunst der Magie brauchte keine Regeln. Mit ihr kam ein Gewissen. Freiheit brauchte kein Gewissen. Der Bote veränderte sich und so war auch Fanloen gezwungen sich zu verändern. Er geriet in den Hintergund. Die neue Magierin wob die Zauber nun für den Boten. Als die Schattenhafte Erlösung auftauchte, da war diese Magierin nicht dabei. Er war wieder der einzige Künstler. Und dann kam der Krieg und mit dem Krieg kehrte auch diese Frau zurück. Wieder war in den Hintergrund geraten. Wieder war er nicht dort, wo er seine Magie frei entfallten konnte. Und nun, war er, der älteste verbliebene Anhänger des Boten zum Konzil gerufen worden. Bedeutete dies vielleicht, dass die Magierin von Dämonen in Stücke gerissen wurde? Wie amüsant das wäre. Aber wenn nicht...wenn er wieder auf seinen Platz verzichten musste, dann würde er seine Kunst sprechen lassen und sich die Freiheit nehmen, welche ihm und seiner Magie zustand.
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