Das letzte Kapitel

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Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Mo 28 Dez 2015, 22:22

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Zuletzt von Ascas am So 26 März 2017, 16:14 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 01 Jan 2016, 18:18

Inhaltsverzeichnis:

Prolog
Kapitel 1: Die Jagd
Kapitel 2: Tandorias Erbe
Kapitel 3: Flüsternde Wasser
Kapitel 4: Der erste Tag von wenigen
Kapitel 5: Lyranders Tagebücher
Zwischenspiel 1: Das Erwachen
Kapitel 6: Licht, Schatten und die Seele
Kapitel 7: Der Weg des ersten Boten
Kapitel 8: Die Bürden des Shaohao
Kapitel 9: Ascas vs Erendil
Kapitel 10: Sonnenuntergang
Kapitel 11: Blinde Hoffnung
Kapitel 12: Der Anfang vom Ende
Zwischenspiel 2: Aufbruch
Kapitel 13: Dalaran Teil 1 - Zusammenkünfte und ein Hauch von Schicksal
Kapitel 14: Azsuna Teil 1 - Das Schicksal von Herrschern
Kapitel 15: Hochberg Teil 1 - Verderbte Diplomatie
Kapitel 16: Sturmheim Teil 1 - Die Legende von Tapferkeit
Kapitel 17: Val´Sharah Teil 1 - Der Alptraum beginnt
Zwischenspiel 3: Verheerende Schicksale
Kapitel 18: Suramar Teil 1 - Spiel der Schatten
Kapitel 19: Hochberg Teil 2 - Blutige Rache
Kapitel 20: Sturmheim Teil 2 - Geister der Vergangenheit
Kapitel 21: Val´Sharah Teil 2 - "Weil wir so sind"
Zwischespiel 4: Die Mündung der Geschichte
Kapitel 22: Die Botschaft
Kaptiel 23: Suramar Teil 2 - Ende eines Zeitalters
Kapitel 24: Unterstadt Teil 1 - Der Weg zum letzten Konzil
Kapitel 25: Azsuna Teil 2 - Wissen ist Macht
Kapitel 26: Unterstadt Teil 2 - Das Ende der Erlösung
Zwischenspiel 5: Das Ende des Weges
Kapitel 27: Dalaran Teil 2 - Letzte Entscheidungen
Kapitel 28: Verheerte Küste Teil 1 - Angriff
Kapitel 29: Verheerte Küste Teil 2 - Offene Pforte
Kapitel 30: Syleas Schicksal Teil 1 - Wahre Macht
Kapitel 31: Das Grabmal Teil 1 - Vergeltung
Kapitel 32: Das Grabmal Teil 2 - Vergebung
Kapitel 33: Das Grabmal Teil 3 - Vermächtnis
Kapitel 34: Syleas Schicksal Teil 2 - Die Liebe und der Hass
Kapitel 35: Die letzte Schlacht der Boten - Teil 1
Kapitel 36: Die letzte Schlacht der Boten - Teil 2
Kapitel 37: Ein Band geschaffen aus dem Bösen


Zuletzt von Ascas am Mo 24 Jul 2017, 22:55 bearbeitet; insgesamt 55-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Sylea am Fr 01 Jan 2016, 21:17

Ich bin sprachlos.... Das ist so wunderbar geworden. Gänsehaut pur! like like like

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Eleyah (Ice) am Fr 01 Jan 2016, 22:32

Moah Bene...ich hab gerade voll die Gänsehaut bekommen.
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 03 Jan 2016, 17:47

Die Kapitel vor dem Letzten

Der Weg zur Zerstörung
Ascas Geschichte
Tandorias Entführung
Enstehung des ersten Boten
Der kopflose Reiter
Reise zum Gleichgewicht
Der Nethersturmkrieg
Der Kataklysmus ist vorrüber
Wo sich ein Auge schließt
Wettlauf um die Zukunft
Der Krieg
Aufruf zum ersten Schwarzen Konzil
Bekanntgaben der neuen Horde
Das Auge der Titanen
Ein Schatten in Ulduar
Jeneits der Dunkelheit
Rückkehr zur Ordnung
Schatten von Talador

Historie des Gul daz Azgala
Auszüge von Erendil und Sylea



Prolog


Der Geist löst sich vom Baum und lässt seinen blauen Körper dort zurück. Er gleitet hinfort von der Mondlichtung hinauf in den Nachthimmel. Der Blick wendet sich Richtung Osten. Schnell sind die schneebedeckten Weiten von Winterquell überwunden und das offene Meer erstreckt sich bis zum Horizont. Eine Reise, welche normalerweise Tage dauern würde, ist nach wenigen Augenblicken vorbei. Die Sonne geht auf über einem Wald des ewigen Frühlings. Der Geist senkt sich und taucht hinab unter die Baumkronen. Er rast einem prachtvollen Bau entgegen. Im Garten dieses Baus befinden sich mehrere Grabmäler. Alle sind geziert mit dem Zeichen eines Luchs und einer Sonne. Die Erde eines der Gräber ist frisch. Der Grabstein frisch geschliffen. Vor diesem Grab steht ein Mann gehüllt in dunkle Kleidung. Sein Gesicht verborgen hinter einer Maske aus dunklen Eisen. Er wird beobachtet von einem Balkon des großen Gebäudes. Dort steht ein weiterer Mann mit goldenem Haar. Er hält Schwert und Schild. Sein Körper erstrahlt im Licht. Die Blicke der beiden Männer treffen sich. Das Licht des Mannes auf dem Balkon wird kälter, bedrohlicher. Seine Augen beginnen grün zu leuchten. Der Mann vor dem Grab zieht einen Dolch aus schwarzen Stahl. Frisches Blut ziert die Klinge und ein Tropfen löst sich von der Spitze. Er fällt zu Boden. Er wird zu einer Lache, welche im Sonnenlicht beginnt rot zu glänzen. Plötzlich, wie von etwas angezogen löst fließt das Blut nach Osten und reißt den Geist mit sich.
Der Linie aus Blut folgend, überquert der Geist eine Brücke über einen kleinen Fluss. Er gleitet eine Straße entlang, vorbei an Ruinen und hinweg über eine Schneise des Todes. Dann biegen Blut und Geist nach Norden ab, durch ein Tor hindurch in eine Stadt aus Licht. Und hinein in das erste Gebäude zu ihrer linken. In einem großen Raum sitzen viele Gestallten. Sie trinken, sie lachen. Niemand scheint Geist oder Blut zu bemerken. Der Weg führt hinauf in den ersten Stock. Dort steht eine Frau gekleidet in prachtvolle Gewänder. Vor ihr liegt eine große Gestallt mit weißen Fell. Tod? Nein, sie atmet. Doch scheint ihre Essenz wie Nebel zu entweichen und von Boden und Wänden aufgesaugt zu werden. Das Blut umkreist die Personen und verlässt den Raum. Der Geist wird mitgerissen. Beide verlassen das Gebäude, die Stadt.
Ihr Weg führt sie Richtung Südost. Erneut ein großes Anwesen. Zwei Frauen stehen vor dem Gebäude. Sie sind kaum von einander zu unterscheiden. Ihr Blick ist gen Himmel gerichtet, wo ein schwarzgeschupptes Wesen seine Kreise über dem Haus zieht. Die Reise geht weiter nach Süden. Der ewige Frühling endet. Tod und Trauer liegen in der Luft. Eine Ruine, ein ausgebranntes Haus. Das Blut fließt darauf zu. In Schutt und Asche steht ein Mädchen. Es zittert am ganzen Körper und als das Blut ihre Füße berührt löst das Mädchen sich in grünes Licht auf.
Blut und Geist reisen weiter. Verpestete Länder. Eine fliegende Festung, welche sich ihren Weg nach Norden bahnt und langsam von Eis bedeckt wird. Kurz erscheint sie wie eine eisige Krone, bevor sie in einem Schneesturm aus goldenen Schneeflocken sich auflöst.
Weiter, diesmal nach Westen. Die Verpestung endet, doch der Tod weicht nicht. Eine Stadt, verfallen und verlassen. Nur eine Person wandelt zwischen den Ruinen. Ihr Körper zu verfallen wie die Gebäude um sie herum. Sie blickt auf die Linie aus Blut und dann zum Geist. Ihre knochige Hand hebt sich und zeigt nach Süden. Eine Wolke aus Schatten umgibt die Person und ein Windstoß trägt beide hinfort.
Die Reise wird schneller. Das Blut fließt grade Wegs nach Süden. Überwindet Stock und Stein, Fels und Berg, als würde jemand mit einem Pinsel eine Linie auf der Welt auftragen. Der Geist muss folgen. Er kann sich nicht entziehen. Sie gleiten über eine Meerenge, eine steile Klippe hinauf. Auf Schnee und Eis folgt Staub und Asche. Ein gewaltiger Berg erhebt sich. Er spuckt Feuer. Das Blut gleitet durch einen Spalt an seiner Flanke hinein in einen Höhle gefüllt mit flüssigen heißen Stein. In der Mitte eine Insel. Auf der Insel ein verstaubter Tisch. Nur der Abdruck eines Kreises zeichnet sich darauf ab. Etwas war einst hier. Etwas mächtiges. Ein Donner erschallt, wie von tausend Blitzen. Ein Gewitter im Berg? Blut und Geist flüchten.
Eine Ausgang. Eine Steinbrücke. Durch eine verbrannte Ebene hindurch, über die Berge hinweg und hinein in einen Laubwald. In der Ferne eine Stadt. Dort erklingen Todesglocken. Weiter nach Süden. Der Laubwald weicht dichten Dschungel, Flüssen und einer tropischen Meeresküste. Blut und Geist erreichen eine Stadt aus Schiffen. Am Bug eines der Schiffe steht eine Frau. Ein Auge geschlossen, das andere traurig auf einen roten Kristall in ihrer Hand gerichtet. Im Kristall dreht sich Azeroth, gehüllt in grünes Feuer und langsam zerfallend. Die Frau scheint etwas in dem Kristall zu suchen. Sie bemerkt Blut und Geist und ihr zweites Auge öffnet sich. Den Blick voller Hoffnung.
Blut und Geist reisen weiter nach Südwesten. Es ist Tag. Ein Kontinent erscheint vor ihnen. Seine Berge sind gehüllt in dichten Nebel. Auf einer Klippe steht eine Gestallt aus blutigen Nebel. Ist es das selbe Blut, welches den Geist leitet? ein Windstoß trägt die Gestallt nach Norden über das Meer hinweg. Während Geist und Blut dem Küstenverlauf nach Westen folgen. Die erreichen das Ende des Kontinents und gleiten wieder über das Wasser, gradewegs zu auf eine Insel. Sie überholen einen Phönix begleitet von zwei Raben. Sie fliegen auf die Insel zu ohne sie zu bemerken. Blut und Geist erreichen die Insel. Über ihr tobt ein Gewitter. Donner erfüllt die Luft und Blitze schlagen in die Bäume. Der Weg führt in eine alte gewaltige Festung. Hinweg über einen großen Hof hinein in einen Saal. Dort sitzt auf einem Thron eine Gestallt aus Blut und umhüllt von Schatten. Sie bewegt sich nicht und doch scheint sie wachsam. Sie weis, dass etwas geschehen wird und als sie das Blut und den Geist sieht, verschmilzt ihre blutige Gestallt mit dem Schatten und beide verwandeln sich zu grünen Feuer, welches die Festung nach Norden hin verlässt.
Die Linie aus Blut und der Geist folgen ihr. Wieder eine weite Reise über das Meer. Himmel und Sonne färben sich grün. Vor ihnen erscheinen mehrere Inseln, die früherer Tage wohl eins waren. An der Küste erhebt sich ein schwarzer Turm. Das Blut fließt darauf zu. Eine Macht drückt auf den Geist. Will ihn fernhalten. Doch der Geist setzt sich durch. Das Ziel der Reise? Der Turm ist uralt, besitzt mehrere Ebenen. Das Blut fließt die glatte Außenwand hinauf, dicht vorbei an Fenstern. Der Geist folgt, riskiert jedoch bei jedem Fenster einen Blick.
Die erste Ebene. Der Mann aus kalten Licht steckt den Mann mit der Eisernen Maske nieder. Die Frau mit dem hoffnungsvollen zweiten Auge eilt herbei.
Die zweite Ebene. Das Mädchen und die erste Gestallt aus Blut. Das Mädchen ist gewachsen. Ihr Körper geziert von grünen Glyphen und mit Flügeln auf ihrem Rücken. Die Gesichter beider so ähnlich. Sie gehen auf einander los. Vater und Tochter. Der letzte Blick gilt einer geisterhaften Frau, welche grade den Raum betritt.
Die dritte Ebene. Ein Mann aus Knochen und eine Gestallt mit grüner Haut, umgeben von Blitzen. Sie blicken entschlossen auf eine Krone.
Vierte Ebene. Der Phönix und die Raben bahnen sich ihren Weg durch einen Raum, ihr Ziel die Treppe zur nächsten Ebene.
Fünfte Ebene. Die zwei Gestallten aus Blut. Sie sind kaum zu unterscheiden. Faust trifft Feuer. Bruder gegen Bruder.
Die Spitze ist erreicht. Sie ist flach. Ein Podest erhebt sich in der Mitte. Auf diesem Podest liegt eine Kugel und in dieser Kugel brennen zwei bedrohliche Augen. Die Linie aus Blut trifft die Kugel und wird eins mit ihr. Aus unterschiedlichen Richtungen erscheinen die zwei blutigen Gestallten, das Mädchen und der Mann mit dem kalten Licht. Jeder streckt seine Hand nach der Kugel aus. Die Welt wird erschüttert. Alles beginnt in sich zusammen zufallen. Der Geist flüchtet von der Spitze des Turms ohne zusehen, was geschieht. Der Turm stürzt ein. Die Inseln versinken im Meer.
Der Geist flüchten nach Nordwesten. Es wird Nacht. Er erreicht Land. Gleitet hindurch, durch eine Stadt gebaut in Felsschluchten. Er sieht einen Thron, doch niemand sitzt auf ihm. Zieht weiter durch nach Norden und bahnt sich seinen Weg durch einen verfluchten Wald. Er erreicht die Lichtung unter Mondschein, wo die Reise für den Geist begann. Der Geist erblickt den Baum, in dem sein Körper ruht. Er wirkt erleichtert durchdringt die Rinde und die blaue Haut. Er wird wieder eins mit Fleisch und die Augen öffnen sich.
Eine Hand durchschlägt den Baum und packt den Körper des Geistes am Hals. Es wird heiß und alles beginnt grün zu schimmern. Der Baum wird durchdrungen von chaotischer Macht und beginnt zu verkohlen, ohne zu brennen. Er schmilzt mit dem blauen Körper, umhüllt ihn, wie eine Rüstung. Körper und Baum werden eins. Die Hand reißt den veränderten Körper aus den  Überresten des Baums heraus. Eine verhüllte Gestallt hält den neuen Körper des Geistes weiter am Hals gepackt. An seinem rechten Arm leuchten grüne schamanistische Glyphen von der Hand bis zu den Schultern hinauf.
" Der Schatten verlangt nach deinen Diensten."


Zuletzt von Ascas am So 15 Jan 2017, 02:18 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Jan 2016, 18:47

Kapitel 1: Die Jagd


Der Wind war ungewohnt frisch im Immersangwald. Dennoch sangen die Vögel ihr Abendlied und der Bach floss glitzernd im roten Licht der Abendsonne. Hier am Sanktum des Westens war es ruhig geworden. Keine Bittsteller mehr. Keine nutzlosen Untergebenen. Nur die Treusten und Verschwiegensten hatte er verweilen lassen. Dieses kleine Stück Land hatte genug Leh´Nister Blut getrunken und brauchte keine Verräter mehr. Daralion blickte mit strenger Miene auf das Grab seines Bruders. Nach Lyranders Tod war er nun das letzte männliche Reinblut der Familie. Und doch war er nur Statthalter. Zumindest solange, wie die Ereignisse dieser schicksalshaften Herbstnacht nicht offen geklärt wurden. Solange der Junge nicht gefunden und verurteilt wurde.
Daralion wandte sich vom Grab ab und wanderte durch den Garten in Richtung des Sanktums. Die Mauern des Hauses erschienen fast blutrot im Licht der letzten Sonnenstrahlen, als der kantige Mann den Eingangsbereich betrat. Langsamen Schrittes ging der den Aufstieg hinauf zum Arbeitszimmer seines verstorbenen Bruders. Er öffnete die Holztür, welche keine Spuren eines Einbruchs aufwies und als er in den Raum Schritt fiel sein Blick unweigerlich auf den befleckten Teil des Teppichs. Die Stelle wo Lyranders Leben geendet hatte wurde nie richtig gesäubert. Er, Daralion, hatte es so gewollt. Es war ihm selber ein Mahnmal bei dem, was folgen sollte, was folgen musste.
Das einzige Fenster des Raums ließ einen Blick auf die letzten Millimeter Sonne am Horizont zu. Die Vögel verstummten nach und nach. Gut so, denn er brauchte Ruhe. Daralion durchquerte den Raum strammen Schrittes zum Schreibtisch. Papier und Feder lagen bereit. Er entzündete die Kerzen, um sein baldiges Werk gut studieren zu können. Dann setzte er sich hin und nahm die Feder. Seine Worte würden wie Hunde sein, die eine Fährte aufnehmen sollten. Ihr Klang würde einem Horn gleichkommen, dass signalisierte, dass es nun begann. Die Feder begann kräftig über das Papier zu kratzen und hinterließ Worte, die nichts mit Elegants gemeinsam hatten und Daralions Lippen formten einen Teil der Worte stumm nach: ..Renar, Adoptivsohn des Hauses Leh´Nister...Gesucht wegen des Verdachts auf Mord an Freiherr Lyrander Leh´Nister...
Die Jagd war eröffnet.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Sylea am So 17 Jan 2016, 19:57

Eladia staunte nicht schlecht, als ein Bote vor Ihr stand. Dieser hielt Ihr einen Brief entgegen. Wortlos wartete dieser, bis die Elfe diesen entgegen nahm. Sie nickte und gab dem Boten zu verstehen, dass er warten solle. Dieser zog sich zurück und Eladia musterte das Siegel. Sie erkannte sofort, woher dieser Brief stammte. Sie setzte sich und atmete etwas schneller. Aufregung trat in ihr hervor da sie der Annahme war, es ist die langersehnte Antwort von Renar. Doch warum sollte er dieses Siegel benutzen? War er schon zuhause? Warum hatte er sich nicht gemeldet? Er hatte sie einfach in Draenor zurückgelassen. Keinen von den sogenannten Herrschaften schien es wichtig zu sein, dass sie immer noch hier in dieser Welt verweilte. Eladia war unglücklich noch hier zu sein und fasste Ihren Mut zusammen, den Brief zu öffnen. Sie schluckte und die Zeilen, gingen nur sehr mühsam zu lesen. Es war traurig für sie, so zu erfahren was zu Hause passiert war. Kurz in Gedanken zögerte diese aber dann nicht lange um Tinte auf Papier zu bringen. Sie setzte die Feder an und begann zu schreiben.........




Sie legte Feder und Tinte beiseite und versiegelte den Brief. Mit einem eleganten Handschlag winkte sie den Boten herbei und überreichte ihm diesen Brief. Dieser nahm diesen an sich und deutete eine Verbeugung an. Eladia schaute sich um nach Zharian. Sie mussten aufbrechen und das schnell. Sie konnte es kaum erwarten wieder zu Hause zu sein um persönlich mit Daralion zu sprechen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 24 Jan 2016, 19:58

Daralion blickte aus dem Fenster. Der Kurier verließ grade das Gelände des Anwesens. Mit einem baldigen Treffen mit Eladia gab es die erste Möglichkeit eine Spur von Renar aufzunehmen. Zwar schien sie keine konkreten Hinweise zu haben, aber sie hatte Wissen aus der Zeit auf Draenor. Mit diesem Wissen ließen sich vielleicht die möglichen Schritte des Jungen nachstellen. Die anderen Teilnehmer der Eisernen Vorhut waren nicht sehr hilfreich gewesen oder abkömmlich. Eine nicht zufriedenstellende erste Woche. Nur einen Lichtblick hatte sie ergeben. Eleyah war in Silbermond aufgetaucht. Sie und ihre Sturmkrähen waren vielleicht das richtige Mittel, um Renar zu jagen. Ein Mittel ohne die Einschränkungen durch die Justiz von Quel´Thalas. Eleyah selbst schien zwar nicht begeistert von Kopfgeldjagden, doch ließ sie die Option offen, dass andere der Sturmkrähen interessiert sein könnten. Und wenn diese auf Renar trafen, würde Eleyah ihre Leute nicht alleine agieren lassen. Sie kannte Renar, war wahrscheinlich die einzige Person, welche wusste, was bei dieser Jagd auf sie zu kam. Wie auch immer. Zu viel Zeit blieb nicht. Steine mussten bald ins Rollen gebracht werden, bevor "Lyranders Untergang" begann weiteren Unsinn zu machen.
Daralion wandte sich vom Fenster ab und schritt über den Teppich, auf dem immer noch Reste von Lyranders Blut klebten, hinweg zum offenstehen den Tresor. Er war leer. Leer seid der Nacht, in der Lyrander starb. Leer seid Renar hier gewesen war. Ja, die Dinge mussten nun schneller von statten gehen...

***

Garatas saß wie gewohnt auf der Brücke. Die Angel fest in der Hand. Er blickte in die giftig grünen Abwässer der Unterstadt. Neben ihm lag ein Steckbrief. Dieser war zwar in der Gossensprache der Verlassenen verfasst, doch die Schrift darauf war zu elegant, um von einem Wesen an diesem Ort zu stammen. "Er sucht nun nach dir. Auf deine Ergreifung ist eine Belohnung ausgesetzt."
Auf dem Absatz des Pfeilers unter der Brücke rührte sich etwas unbehaglich im Schatten. "Ja...es ist wohl besser ich verschwinde."
Renar hockte dort auf dem kalten Stein und blickte in ebenfalls in das leuchtende Gewässer. Seine Augen emotionslos und grün wie diese Abwässer. Er war sichtlich gezeichnet von den Geschehnissen der letzten Wochen und Monate. Der untote Priester wandte nun seinen Blick vom Wasser auf den Steckbrief. " Du wirst bleiben. Du musst beenden, was du in jener Nacht begonnen hast."
Renar stockte kurz, seine Bewegungen versteiften sich. Waren es die Erinnerungen an die eine Nacht? Die Nacht der Offenbarung, wie Garatas sie nannte. " Was dort geschah..Mein Onkel wird mich für das hinrichten lassen."
Garatas nickte leicht und mit knackendem Genick. " Der einzige Grund, warum er dich lebend braucht, ist das, was du bei dir trägst. Du hast es doch noch, oder?"
Renars Hand griff nach seinem Rucksack und verkrampfte sich. "Ich habe es nicht aus den Augen gelassen."
" Dann solltest du nun überlegen, was du damit anfängst. Es ist der Schlüssel zur Zukunft von vielen.", sprach der Priester und zog die Angel aus dem Wasser, ohne einen Fang gemacht zu haben.
" Ich habe dem Haus schon genug geschadet, glaube ich.", sprach Renar stand auf und schulterte den Rucksack.
Garatas begann die Angelschnurr aufzu wickeln. " Das Haus Leh´Nister hat sein eigenes Schicksal gewählt. Lyrander hat seinen Tod provoziert. Doch viele haben ein Anrecht auf Wissen. Es könnte vieles verändern."
Renar blickte wieder in das giftige Wasser. "Vielleicht...Ich muss nachdenken...vielleicht sollte ich mit dem Schatten sprechen..."
Er setzte sich die eiserne Maske auf und ging ruhigen Schrittes davon. Garatas blickte ihm kurz nach. Der Schatten und Renar waren eng verbunden. Sie hatten sich gegenseitig geschaffen. Ja, der Schatten würde einen Rat haben...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Di 02 Feb 2016, 14:12

Daralion blickt von der Brücke aus ins Wasser, während Eladia zum Anwesen ging. So war das also. Lyrander hatte Renar in Draenor eine Aufgabe überlassen, für die das Program nie gedacht gewesen war. Was für ein Narr. Das sein Bruder auf die alten Tage noch einknicken würde, damit hatte Daralion nicht gerechnet. Der Blutritter legte seine Hand auf den Griff seines Schwertes und wandte sich um. Strammen Schrittes ging er Richtung Anwesen. Eladia schien zu erst ein Problem zu werden, doch sie würde hier verweilen. Damit war sie unterkontrolle. Würde sie versuchen Renar zu kontaktieren oder umgekehrt, würde Daralion davon erfahren. Kontrolle war nun wichtig, wollte er verhindern, dass die ganze Sache völlig außer Kontrolle geriet. Das Program war schließlich nur die Spitze des Eisbergs.
Daralion bahnte sich seinen Weg durch das dunkle Anwesen bis zum Arbeitszimmer. Er legte das Buch auf den Schreibtisch, welches er mit nach Wanderers Ruh genommen hatte. Das Buch war in einfaches Leder eingeschlagen und trug keinen richtigen Titel. In Lyranders Handschrift war nur ein Datum darauf geschrieben, welches mit dem ersten Auftauchen der Eisernen Horde übereinstimmte. Daralion entzündete die Lichter am Schreibtisch, zog Pergament und Feder herbei. Es war Zeit die Krähen aus dem Käfig zulassen. Welch glückliche Wendung, dass mit dieser Tat die Möglichkeit geschaffen wurde, die letzten Überbleibsel des Programs auszulöschen. Er, Daralion Leh´Nister würde die Verfehlungen seines Bruders aus der Geschichte streichen und alles in geordneten Bahnen neu beginnen lassen. Er faltete das Pergament und steckte es in einen Umschlag. Der Umschlag wurde versiegelt und Daralion verließ mit ihm das Zimmer. Lyranders Buch blieb zurück, zu unbedeutend war es. Daralion ging zu einer der Wachen an der Tür und überreichte ihr den Umschlag: " Sorgt dafür, dass dieser Brief heute Nacht noch auf Reisen geht."

***

Es war Nacht über den Ruinen von Lordaeron. Nur auf der Spitze eines der alten Türme brannte ein kleines Licht. Eine einzige Kerze kämpfte gegen den leichten Wind und spendete genug Licht, damit Renar die Textzeilen lesen konnte. Er schlug das Buch zu. Das Buch war in Leder eingeschlagen und hatte keinen richtigen Titel. In Lyranders Handschrift waren nur zwei Daten darauf geschrieben. Das erste war der Tag, an dem Lyrander nach Silbermond zurückgekehrt war. Das zweite Datum war der Tag vor dem Erscheinen der Eisernen Horde. Je öfter Renar diese Worte las, desto größer wurde die Lehre in ihm. Er stand auf und blickte auf die verfallene Stadt über welcher grade der Mond aufging. Von soweit oben konnte man nur erahnen, was sich unter den Ruinen abspielte. Es war das gleiche wie mit diesen Büchern. Er hatte immer gewusst, was seine Aufgabe war und dementsprechen gehandelt. Doch das letzte Jahr hatte ihn verwirrt. Was hatte all das zu bedeuten? War das alles auch Teil seiner Pläne gewesen?
Renar blickte auf die Tasche mit den Büchern. Alle glichen dem einen, was er in der Hand hielt. Nur die Daten auf ihnen waren unterschiedlich. Der junge Sin´dorei war in sich zerrissen. Stets wurde ihm gesagt, was er zu machen hatte und nun stand er vor seiner schwierigsten Entscheidung und niemand konnte ihm helfen. Der Rat des Schattens war eindeutig gewesen, doch es war einfacher darüber zu sprechen, als es in die Tat umzusetzen. Er griff nach der Tasche, zögerte, ließ die Tasche wieder los. Eine Nacht noch, eine Nacht noch drüber schlafen. Renar legte das Buch zu den anderen und bereitete sein Nachtlager hoch über den Dächern Lordaerons vor.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 14 Feb 2016, 22:00

Die Krähen hatten geschwiegen. Was nun? Daralion saß am Schreibtisch. Die Optionen gingen ihm aus. Wem auch immer galt sein Dank, dass Renar sich nur versteckte. Doch zu wissen, dass ihm diese Angelegenheit jederzeit um die Ohren fliegen konnte war nicht sonderlich angenehm. Es klopfte an der Tür. Daralion knurrte und etwas genervter als wahrscheinlich gewollt sagte er: "Herein!"
Die Tür öffnete sich mit einem unangenehm quietschenden Ton. Es schien, als würde nun selbst dieses Haus Daralions Nerven testen wollen. Ein der wenig verbliebenen Diener trat nur einen Schritt in den Raum hinein: " Mein Herr Statthalter, in Silbermond wurden Mitglieder des Hauses Avan´seel gesichtet. Es heißt, die Komtess sei wieder im Reich."
Daralion hebte seinen Kopf. Schlagartig wiederholten sich die Worte in seinem Kopf mehrfach und mit jedem Mal schien sich ein Puzzel in seinem Kopf zusammenzusetzen. Dann verstummten seine Gedanken. Das war die Gelegenheit. Das Mittel welches er gesucht hatte. Er stand ruckartig auf. Der Stuhl drohte zu kippen, bevor er sich doch fing und wieder mit vier Beinen am Boden stand. " Holt den Kurier. Er muss einen weiteren Brief zustellen.", bellte der Statthalter. Der Diener verneigte sich und wollte den Raum verlassen, doch Daralion fiel in letzter Sekunde ein, dass er nicht alleine in diesem Anwesen wohnte: " Gebt der Dame Eladia bescheid, dass ich die nächsten Tage nicht im Haus sein werde. Angelegenheiten führen mich nach Silbermond."
Wieder nickte der Diener, verließ den Raum und schloss die Tür hinter sich, welche wieder unangenhem quietschte. Doch dieses mal kümmerte es Daralion nicht. Sein Geist brannte. Schnell zog er Pergament und Feder herbei und brachte schrieb seine Gedanken auf. Lyrander war weich geworden und hatte unbegreifliche Dinge getan. Nun würde sich eines davon als Waffe gegen die drohende Vernichtung erweisen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 06 März 2016, 21:27

Kapitel 2: Tandorias Erbe


Es war Nacht in den Geisterlanden. Die meisten noch lebenden Wesen in diesem Land hatten sich schlafen gelegt und so herrschte eine bedrohliche Stille, bis diese plötzlich von knackenden Ästen unterbrochen wurden. Die junge Elfe bahnte sich ihren Weg durch das Dickicht. Ein gewohnter Weg, den sie so oft schon gegangen war. Sie schob die Äste des letzten Busches bei Seite und trat hinaus auf die Lichtung ins Mondlicht, welches auf ihren schwarzen Haaren glänzte. Vor ihr erhoben sich die Ruinen eines thalassisches Baus. Ein großes Haus, niedergebrannt vor einigen Jahren schon. Die Elfe schritt vorsichtig näher, das Gewehr im Anschlag. Ihr Fuss trat auf etwas hartes. Sie hielt inne, bückte sich und wischte den Dreck von dem rostigen Eisenschild. "Dämmerflucht" war nun darauf zu lesen. Die Elfe blickte wieder auf und ging bis an die verkohlten Mauern heran. Es war das Haus ihrer Vorfahren. Ihr Vater und ihr Onkel waren die letzten Dämmerfluchts gewesen, die hier aufwuchsen. Sie selber hatte hier nie gewohnt. Ob ihre Mutter einst hier gewesen war? Die Elfe hatte nur noch verschwommene Erinnerungen an Tandoria, die erste Frau von Ascas Dämmerflucht. Die Elfe schüttelte ihren Kopf, fokusierte ihre Gedanken. Jetzt nicht unvorsichtig werden!
Niemand war hier. Es war ärgerlich. Wann hatte sie die Spur ihres Onkels verloren? Es hatte sie so viel Arbeit gekostet in seine Kreise aufgenommen zu werden. Sein Vertrauen war der Lohn jahrelanger Arbeit gewesen. Ob ihre Mutter stolz auf sie gewesen wäre, für das, was sie geschafft hatte? Konzentrier dich!
Es half nichts. Erendils Spur hatten sich verlaufen in dem Augenblick, wo sein Tod verkündet worden war. Doch er lebte, da war sich die Elfe sicher. Sie wandte sich vom Haus ab und machte sich auf den Rückweg. Sobald sie wieder in Tristessa ankam, würde sie wohl oder übel Kontakt zu der Person suchen müssen, welche Erendil am nächsten stand. Wenn noch jemand Kontakt zu ihm hatte, dann sie. Die Elfe schritt mit festen Gang weiter und schulterte ihr Gewehr. Sie würde zu es zu Ende bringen. Für die Dämmerfluchts, die in diesem Haus ihr Leben ließen...und für ihre Mutter...für Tandoria. Raleria biss sich auf die Unterlippe. Wie gerne hätte sie nur einmal mit ihrer Mutter gesprochen...

***
Ralerias Herz raste. Die Antwort von Sylea war schnell gekommen. Und vielversprechend war sie dazu. Sylea war also in Tirisfal, fast um die Ecke. Und sie hatte einem Treffen zu gestimmt. Das bedeutete wohl, dass sie zumindest Informationen hatte. Ralerias Hände zitterten leicht. Beruhige dich! Ob deine Mutter auch immer so nervös war? Nun galt es sich vorzubereiten. Dies könnte die einzige Chance sein, die sich bieten würde, die Früchte der letzten Jahre zu ernten. Wie wäre es mit...nein...das würde nicht klappen. Mutter hilf!
Raleria entspannte sich schlag artig. Ja! Das war es...so könnte es gehen. Doch dafür brauchte die junge Elfe Material. Sie würde Sylea ein Geschenk machen. Ein Geschenk und eine Karte. Das war die beste Möglichkeit, um schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Raleria eilte zum Drachenfalkenmeister und kaufte einen Flug zur Unterstadt. Mutter, bald wird es beginnen!

***

Es war getan. Sylea war tot. Die Explosion des Pakets war klar und deutlich zuhören gewesen. Raleria atmete schwer. Sie hatte dies geplant und mit Umwegen umsetzen können. Doch warum verkrampfte sich nun ihre Brust? Was ist das für ein Gefühl, Mutter? Raleria ging langsam Richtung Unterstadt. Ihr Schritt wurde strammer. Dann lief sie fast. Sie musste weg von hier. Das Treffen war nicht so verlaufen, wie erhofft. Sylea hatte ebenfalls den Kontakt zu Erendil, Ralerias Onkel, verloren. Dazu noch diese Gespräch über ihren Vater. Der Mann, der Tandorias Schicksal besiegelt hatte. Das Schicksal ihrer Mutter. Unter anderen Umständen hätte Sylea eine Freundin sein können. Doch ihre Band zu Erendil war zu stark gewesen. Dieses Band hatte ihr Schicksal nun besiegelt.
Raleria war erschöpft. Nicht körperlich, sondern geistig. Sie musste sich zurückziehen. Ihre Gedanken sammeln. Nein Mutter, dazu habe ich keine Zeit! Wenn Erendil von Syleas Tod erfahren würde, würde er Raleria jagen. Sie musste sich vorbereiten. Den letzten Seelensplitter des Boten vernichten, um Erendil töten zu können, wenn er erscheint. Bei ihren Nachforschungen hatte sie einen Ort gefunden, an dem dies möglich war. Ein Ort, dessen Magie zum Seelenstein passte.
Raleria passierte die Grenze zu den Ruinen von Lordaeron und suchte sich den kürzesten Weg zur Unterstadt. Sie druchquerte den Thronsaal. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Werde ich verfolgt, Mutter? Nein, es war die Bedeutung dieses Ortes, welche sich ihr aufzwang. Der Sohn, der seinen Vater erschlug. Sie war die Tochter, die schon bald versuchen würde ihren eigenen Vater zu erschlagen. Ascas würde sterben. Für Tandoria. Für ihre Mutter würde sie beiden Boten ein Ende setzen.
Im Fahrstuhl angekommen lehnte sich Raleria gegen die Wand. Das freundliche Gesicht von Sylea erschien vor ihren Augen. Bei all den Diensten, welche Raleria für den Boten erfüllt hatte, hatte sie dennoch nie jemanden getötet. Musstest du jemals töten, Mutter? Die junge Elfe schleppte sich müde weiter. Ein Person mit einer eisernen Maske und bewaffnet mit Dolchen schritt an ihr vorbei. Ob er auch mal jemanden getötet hat? Der Person, scheinbar ein Elf schritt an ihr vorbei, ohne sie zu beachten. Raleria richtete ihren Blick wieder nach vorne. Weit war es nicht mehr bis zum Portal. Weit war es nicht mehr bis zur Scherbenwelt.

***

Blitz und Donner durchzogen den grünen Himmel. Die Luft war stickig und warm, grade hier am Vulkan. Ralerias Gesichtszüge flackerten im grünen Schein des Höllenfeuers von Guldans Hand. Sie umklammerte den Seelensplitter von Erendil fest. Ob ihr Onkel schon auf der Suche war. Spätestens in ein paar Minuten würde er es sein. Sie streckte die Hand über den Kraterrand aus. Wenn ich jetzt loslasse Mutter, gibt es kein zurück mehr. Raleria zögerte. Bin ich dafür bereit? Kann ich ihm die Stirn bieten, Mutter? Die junge Elfe betrachtete den Seelensplitter. So etwas unscheinbares und kleines. Und doch hatte es so eine gewaltige Bedeutung. Ralerias Finger lösten sich nacheinander. Der Splitter löste sich von ihrer Handfläche, begann seinen Weg in das grüne Magma unter sich.
Ein Geräusch! Ein Flügelschlagen! Ein Schatten huschte durch die Luft. Ralerias Hand schnappte reflexartig nach vorne und packte nach dem Kristall, welcher grade wenige Zentimeter hinter sich gebracht hatte. War er schon hier? Nein, Mutter! Das ist zu früh! Hier konnte sie nicht gegen ihn bestehen. Ralerias Augen suchten den Himmel ab. Nichts zu sehen. Sie kniete sich, legte den Splitter auf den Boden und griff stattdessen zum Gewehr. Er muss gelandet sein. Geschickt lud sie die Waffe durch und suchte mit dem Zielfernrohr die Berghänge ab. Er muss seine Deckung verlassen, um mich angreifen zu können. Ein Schatten hinter einem Stein bewegte sich kurz. Da ist er! Der Schatten huschte aus seiner Deckung. Jetzt! Raleria löste das Gewehr aus. Der Schuss schallte durchs Schattenmondtal der Scherbenwelt. Die Kugel traf nur Stein. Was war das? Der Schatten hatte einen Haken geschlagen und danach sofort noch einen. Das ist nicht Erendil, Mutter!
Raleria lief der Schweis über die Wange. Nervös und leicht zittrig lud sie das Gewehr nach. Sie ließ die Stelle nicht aus dem Blick, wo der Schatten zuletzt Deckung gefunden hatte. Eine weitere Bewegung. Aber weiter entfernt von der gedachten Stelle. Ein zweiter Gegner! Ein weitere Schuss und ein weiterer Einschlag im Stein. Raleria atmete schneller. Das Nachladen wurde hektischer. Mutter, hilf mir! Raleria schwenkte mit dem Lauf zwischen den beiden Angreifern hin und her. Sie hatte nur eine Chance, wenn sie den ersten direkt ausschalten konnte. Wenn beide ihre Position erreichen würde, wäre es vorbei. Raleria verkrampfte. Schweis in den Augen ließ sie blinzeln. Ein Blinzeln zu viel! Ein Schatten hatte sich mit zwei drei Haken eine höhere Stellung erkämpft. Ralerias Herz raste. Komm schon!
Ein Flügelschlagen. Ein Schatten direkt über ihr. Ein Klinge schlägt nach unten. Der Gewehrlauf zersplittert. Staub wird von ledernen Flügeln aufgewirbelt und trübt die Sicht. Ralerias Atem stockt. Nein! Ein Schmerz am Hinterkopf. Der Aufprall auf dem mit Asche bedeckten Boden. Ralerias Sichtfeld wurde ein immer kleiner werdener Tunnel. Werde ich jetzt sterben, Mutter? Der Seelensplitter lag in der Asche. Eine krallenbewehrte und doch irgendwie humanoide Hand griff nach ihm, und nahm ihn auf. Ralerias Augen wurden feucht. Versagt...Es wird schwarz und still um die junge Elfe. Mutter ich komme zu dir.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 06 März 2016, 21:54

Kapitel 3: Flüsternde Wasser


" Mhh...", gab Sheng erstmal nur von sich und zupfte sich am Bart. " Das ist beunruhigend. Was hast du nun vor?"
Ascas lehnte mit verschränkten Armen an der Wand und blickte nachdenklich aus dem Fenster. " Ich bin mir nicht sicher. Ich meine, ich weis was ich machen muss, aber..."
Der Elf brach ab und seine Hand fuhr zu seiner linken Schulter. Mitten im Gespräch mit Sylea waren die Schmerzen wiedergekommen. Die Wunde, welche ihm Ilarion damals zugefügt hatte, war niemals richtig verheilt. Lag es an dem Gift, in welches der Wurfdolch getränkt gewesen war oder war es die Bedeutung dieses Wurfs. Der Abend, an dem sein Dasein als Bote die alte Freundschaft und das Band, was er mit Aman Ethala zerrissen hatte.
Sheng musterte seinen Freund: " Du hast zwei Jahre intensiv gearbeitet und bist gewachsen. Du kannst aber nicht ewig davon laufen."
Ascas seufzte und blickte den alten Pandaren an. Seid er auf der Wandernden Insel damals gestrandet war, waren sie Freunde und hatten einen langen Weg gemeinsam beschritten. Er konnte dem alten Mann nichts vormachen. " Ich werde wieder hinaus ziehen in die Welt. Doch vorher brauche ich Informationen. Außerdem habe ich Sylea etwas versprochen.", sagte Ascas schließlich.
Er ließ die Arme sinken und stieß sich mit dem Fuß leicht von der Wand ab. Sheng nickte zustimmend: " Ich werde einen alten Freund aufsuchen, welcher dir vielleicht helfen kann. Doch wenn du hast, was du brauchst, musst du Pandaria verlassen."
Ascas hob die Augenbrauen: " Schmeißt du mich raus?"
Sheng schmunzelte und setzte sein breites Lächeln auf: " Manchmal muss man Freunde zu ihrem Glück zwingen. Du bist ein Mönch der Vier Winde. Du hast alles gelernt, was du hier lernen kannst."
Ascas seufzte und schmunzelte dann selber. " Ich geh dann mal packen."
Der Mönch verließ das Haus im Tal der Vier Winde. Erendil war verschwunden und Raleria, Ascas eigene Tochter, ließ sie beide nun also für ihre Sünden büßen. Wer hatte dazu das Recht, wenn nicht sie? Doch sie zog Unschuldige mit rein. Er musste sich ihr stellen. Wenn es ihre Befreiung wäre, würde sich der Mönch dafür hergeben. Doch wenn sie auf einem dunklen Pfad war, würde er diesen Pfad beenden. Er würde nicht zulassen, dass sie Tandorias Schicksal teilte. Nach all den Jahren war es Zeit, dass er sich wie ein Vater und ein Familienoberhaupt benahm. Er hatte viel zu lange gezögert aus Angst, wieder zu dem zu werden, was er einst wahr. Doch Sheng hatte recht. Die Zeiten hatten sich geändert. Hier auf Pandaria hatte er viel gelernt und viel verstanden. Nie wieder würde er wichtige Bande durch dunkle Pfade und Gedanken zerbrechen lassen. Und vielleicht konnte er auch ein paar zerbrochene Banden wieder neu knüpfen.

***

"Niemals!", Ascas blickte entschlossen und nahm eine Verteidigungshaltung ein.
" Oh, doch.", knurrte Sheng und machte sich bereit den Mönch anzuspringen.
" Das ziehe ich nicht an!", antwortete dieser und blickte entsetzt auf das Kleidungsstück in den Händen des Pandaren.
Sheng beruhigte sich und seufzte, bevor er erneut zur Erklärung ansetzte: " Das Ritual der Wassersprecher ist allen Einwohnern Pandarias heilig. Es ist ein Zeihen der Ehrerbietung sich entsprechend zu kleiden. Dieses Gewand ist seid Generationen im Besitzt meiner Familie."
Nun beruhigte sich auch Ascas und blickte an seiner gut genutzten Lederrüstung hinab: " Ich habe wohl keine Wahl, oder?"
Sheng schüttelte sachte den Kopf und reichte ihm das Gewand. Ascas blickte etwas skeptisch, ergab sich dann aber seinem Schicksal. Er hatte keine andere Wahl, wenn er Antworten auf die vielen Fragen in seinem Kopf haben wollte. Sheng hatte all seine Kontakte spielen lassen und es erreicht, dass der Blutelf sich mit einem der jüngeren Wassersprecher der Jinyu im Tempel der Jadeschlange treffen konnte. Dort würde der Wassersprecher versuchen Antworten im Wasser für Ascas zu finden. Es war ein uraltes Ritual hier auf Pandaria, welches seid Jahrtausenden durchgeführt wurde. Der Mönsch wechselte seine Rüstung gegen das Gewand und breitete die Arme aus. Nun erkannte selbst Sheng das Problem, als Ascas die Arme ausbreitete und klar war, das mindestens ein weiterer Blutelf in das Gewandt gepasst hätte. " Gürtel?", fragte der alte Pandaren schon fast lachend.
" Gürtel.", antwortete Ascas feststellend.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 13 März 2016, 22:59

Ascas stand in seinen viel zu großen Gewändern vor dem großen Tor zu Tempel der Jadeschlange. Es war verschlossen. Die Reise hatte zu lange gedauert und so war es schon Nacht geworden über dem Jadewald. Vor der nicht allzu langer Zeit wäre dies kein Problem gewesen, dass wusste der Mönch. Doch der Krieg, weclhen Horde und Allianz hergebracht hatten, hatte auch bei den friedlebenden Pandaren seine Spuren hinterlassen. Nicht weit von hier, unmittelbar vor der Tempelmauer arbeiteten Handwerker schon seid einem Jahr an der Wiederherstellung des Herzs der Jadeschlange. Einer großen Figur, welche einmal als neuer Körper für die himmlische Jadeschlange Yu´lon dienen würde. JEnes himmlische Wesen, welchem dieser Tempel geweiht war. Er hatte die Jadeschlange einmal mit eigenen Augenerblicken dürfen. Damals bei der Öffnung des Tores ins Tal der ewigen Blüten. Sie war die Verkörperung der Weisheit und so war es nur logisch, dass auch die Wassersprecher der Jinyu sich unteranderem hier niedergelassen hatten. Sie waren in der Lage mit den Wassern Pandarias zu sprechen und von ihnen Dinge zu erfahren, die anderen verborgen blieben. Dies lag zum einen an der natürlichen Verbundenheit mit dem Wasser grundsätzlich, doch vor allem daran, dass all das Wasser Azeroth ursprünglich einer Quelle in Pandaria entsprang, wenn man den alten Legenden glauben mochte. Doch die Tatsache, dass es kaum einen Jinyu außerhalb von Pandaria gab, unterstützte diese Theorie irgendwie.
Ascas wandte sich vom Tor ab und suchte das Gasthaus der äußeren Tempelanlage auf. Morgen würde er sicher Einlass finden und den Wassersprecher Ashyo treffen. Der junge Jinyu hatte erst im Krieg seine Fähigkeiten bekommen. Eigentlich wollte er damals den Mönch finden, der damals als "Meister verborgen im Nebel" bekannt war. Doch die Wasser Pandarias hatten ihn zu höherem auserwählt. Er war der jenige, der nach langer Zeit wieder eine Vision vom Tal der Ewigen Blüten erfuhr und somit mutige Helden auf die Idee brachte sich für dessen Öffnung einzusetzen.
Ascas blickte zurück zum Tempel. Vielleicht würden die Wasser Pandarias wieder einen Hauch von Schicksal mit sich tragen und ihm helfen, Antworten auf die Fragen zu finden, die ihn seid Syleas Besuch beschäftigten...

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 01 Apr 2016, 17:40

" Ich werde für euch mit den Wassern reden. Doch wisset, dass nur die Wasser entscheiden, was ich sehen werde.", erklärte der junge Ashyo. Ascas stand vor ihm in den viel zu großen Gewand, welches ihm Sheng gegeben hatte. Sie befanden sich im inneren des Tempels der Jadeschlange, in einem Raum, welcher extra für die Wassersprecher der Jinyu geschaffen worden war. Ascas nickte demütig: " Ich verstehe. Was auch immer ihr seht, ich werde es akzeptieren und zufrieden sein."
Ashyo nickte leicht nervös. Man merkte ihm seine Jugend und Unerfahrenheit bei dieser Zeremonie deutlich an. Doch Ascas wusste, dass dies die einzige Möglichkeit war Antworten auf seine Fragen zuerhalten. " Was wollt ihr von den Wassern erfahren?", fragte der Jinyu.
Ascas brannte die Frage direkt im Kopf: Wo ist meine Tochter? Docch er beherrschte sich. Er hatte Sylea etwas versprochen und dieses Versprechen würde er einlösen: " Wo ist mein Bruder Erendil?"
Ashyo schaute etwas enttäuscht. Vielleicht hatte er gehofft nach einer tiefen Wahrheit im Wasser suchen zu können. Diese Frage schien ihm sichtlich zu primitiv. Doch er kam seiner Pflicht nach und tauchte den Zermonienstab in das Wasserbecken. Er schloss die Augen und während er mit dem Stab Kreise im Wasser zog, murmelte er etwas in einer Sprache, von der Ascas kein einziges Wort verstand. Der Mönch spannte seinen Körper an, als der Jinyu plötzlich kein Wort mehr sagte und sich angestrengt auf etwas zu konzentrieren schien. Der Stab stand nun still im Wasser und doch schien sich das Wasser von alleine zu bewegen. Erst schwappte es sachte hin und her, dann begann es zu dampfen. Ascas verzog etwas die Augenbrauen. Ob das normal war? Ashyo begann sich zu verkrampfen, dann zu zittern, während das Wasser langsam begann zu kochen. Ascas machte einen kleinen Schritt auf den Wassersprecher zu. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn. Der Jinyu schüttelte sich und beginn zu schreien. Das Wasser sprudelte der Stab begann zu glühen. Ascas hastete los. Das war definitv nicht normal! Er riss Ashyo vom Stab los. Der Stab stand aufrecht im Wasser und schimmerte grün. Dann fiel er flach ins Wasser, welchen von jetzt auf gleich wieder zu einem ruhigen Teich wurde.
Ashyo lag in Ascas Armen, während Diener des Temepels herbei eilten, welche scheinbar das Geschrei des Jinyu gehört hatten. Ascas blickte den jungen Wassersprecher an, welcher sich berappelte und wohl versuchte seine Gedanken zu orden, ehe er schließlich die Augen erschöpft öffnete. Der Mönch wusste es war unpassend, doch es musste sein, bevor die Tempeldiener sie von einander trennten. " Was hast du gesehen?"
Ashyo blickte den Mönch an. Ohne Zorn sondern eher mit Verständnis blickte der Jinyu ihn an. War das sogar Mitleid in seinen Augen? Ashyo hohlte tief Luft: " Dein Bruder sitzt auf einem Thron umgeben von Blitz und Donner. Er wirkt aus dem Schatten heraus. Und schon ballt wird Feuer zum Himmel aufsteigen und wieder hinabfallen. Die Welt wird brennen im grünen Feuer."
Ashyo hustete. Ascas war sprachlos. Ein Gedanke nach dem anderen jagte ihm durch den Kopf. Er wollte den Jinyu vorsichtig auf dem Boden ablegen, doch dieser krallte sich an ihm fest und sprach weiter, als würde es sein Leben kosten, wenn er nicht weitersprechen durfte: " Euer Schicksal holt euch ein und die Botschaft wird ihre Bestimmung erfüllen. Der Kampf um die Botschaft besiegelt euer Schicksal."
Die Tempeldiener erreichten die Beiden und zwei Pandaren nahmen sich Ashyo an, während Ascas wie angewurzelt auf dem Boden hockte. Grade als die Diener Ashyo wegbringen wollten fügte dieser zuletzt hinzu: " Finde die Botschaft und du findest deine Tochter." Der Jinyu verlor das Bewusstsein und wurde in die inneren Räume des Tempels gebracht. Ascas erhob sich langsam und während dessen ergaben sich Verknüpfungen in seinem Kopf, welche ihm nicht gefielen. Er schritt langsam in Richtung Tempelausgang, versuchte keine Aufmerksamkeit zu erregen, bevor noch jemand unangenehme Fragen stellte. Er musste zu Sheng. Er brauchte seinen Rat. Scheinabr war Erendil dabei etwas zu machen, was alle in große Gefahr bringen konnte.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am Fr 08 Apr 2016, 17:13

" Lass uns das nochmal durchsprechen, bevor wir in Panik verfallen.", sprach Sheng und zupfte sich am Bart bevor er weiter sprach: " Dein Bruder sitzt auf einem Thron umgeben von Blitz und Donner."
Ascas saß in ihm am Tisch gegenüber. Es war Nacht und nur eine Kerze sorgte für gedämpftes Licht. " Er wird auf der Insel des Donners sein. Er hatte schon immer Geschmack an diesem Ort und an den Mogu. Außerdem sind die Gewölbe dort sehr verschlungen. Viel Platz um sich zu verstecken.", antwortete der Mönch.
Sheng nickte und sprach weiter: " Er wirkt aus dem Schatten heraus."
" Er arbeitet an etwas, was noch keiner mitbekommen soll.", seufzte Ascas. Was sonst sollte man auch von Erendil erwarten können.
" Und schon ballt wird Feuer zum Himmel aufsteigen und wieder hinabfallen. Die Welt wird brennen im grünen Feuer.", rezitierte der alte pandarische Priester.
Ascas musste nicht lange überlegen. Für viele wäre dies wohl kryptisches Zeug gewesen. Er wusste was gemeint war: " Ein Portal wird geöffnet und die Brennende Legion wird durchschreiten."
" Euer Schicksal holt euch ein und die Botschaft wird ihre Bestimmung erfüllen.", gab Sheng nun als nächstes von sich, wohl wissend, dass er bei Ascas dort einen wunden Punkt traf. Nach all den Jahren hatte der Mönch seine Zeit als Bote nicht hinter sich lassen können. Er fürchtete stets wieder zu werden, was er eins war. Und tatsächlich dauerte es einen Moment bis der Blutelf antwortete: " Durch die Botschaft wurden wir beide erwählt die Invasion der Brennenden Legion vorzubereiten. Das heißt mindestens einer von uns zwei Boten wird dies nun wohl in die Tat umsetzen."
Sheng blickte mitleidig zu Ascas, doch die Angelegenheit wurde zunehmend zu wichtig: " Der Kampf um die Botschaft besiegelt euer Schicksal."
Ascas atmete tief durch: " Entweder werden wir zu Boten oder sterben...es ist schwierig zu sagen, was es damit auf sich hat."
Sheng nickte. Dies war wohl wirklich nicht vorherzusagen. Der letzte Teil jedoch war dafür der eindeutigste: " Finde die Botschaft und du findest deine Tochter."
Ascas schloss die Augen, während er antwortete: " Die Botschaft befindet sich auf den Verheerten Inseln und Raleria wird dort sein. Vielleicht vermutet sie Erendil dort."
Der Mönch öffnete seine Augen und blickte Sehng an: " Was nun, alter Freund?"
Sheng zupfte erneut an seinem Bart: " Panik?"
Ascas´s Gesicht zeigte keine Regung. Ihm war nicht nach Witzen zu mute: " Mein Bruder arbeitet verborgen an etwas und ein Bote wird die Legion beschwören. Könnte man das von der Insel des Donners?"
Sheng runzelte die behaarte Stirn: " Viel ist nicht bekannt über die magischen Kräfte, welche dort wirken. Selbst uns Pandaren nicht. Es passt nicht zu dem, was dort sonst praktiziert wurde. Aber die Macht dieser Insel ist enorm."
" Und Macht kann missbraucht werden.", vollendete der Mönch und stand auf. Er hatte die Gewandung gegen seine Rüstung getauscht. Die Tasche lag gepackt zusammen mit seinen Waffen an der Tür. Der Mönch ging hinüber und streifte sich die Träger seines Rucksack über die Schulter und griff zu den Waffen. Sheng beobachtete ihn. Er hatte versucht andere Interpretationen zu finden, doch die Wahrheit war zu aufdringlich: " Du musst zu ihm und seine Pläne aufdecken, ich weis. Versprich mir nur, die Möglichkeit in betracht zu ziehen, dass wir etwas noch nicht wissen oder übersehen haben. Was ist mit Sylea?"
Ascas öffnete die Tür und seufzte: " Sie soll erstmal ncihts erfahren. Ich weis nicht, ob sie ihre Gefühle zurückhalten könnte."
" Kannst du es denn?", sprach Sheng erneut die unangenehme Wahrheit.
Ascas blickte hinaus in den Nachthimmel. Er dachte an den kleinen Jungen Erendil, welcher ihm unschuldig zu winkte, als Ascas mit seinem Vater auf die Jagd ging im Immersangwald. Ehrlich zu Sheng und ehrlich zu sich selbst anwortete der Mönch: " Ich hoffe es."
Dann verließ Ascas das Haus im Tal der Vier Winde und machte sich auf den Weg zur Insel des Donners. Sheng blieb alleine zurück und blickte in die flackernde Kerze. Die Legion kehrte zurück. Für sein Volk würde es das erste Wiedersehen auf Azeroth seit 10.000 Jahren. Damals hatte der letzte Kaiser Pandaria geschützt, weil er sah, dass sein Volk noch nicht bereit war. Heute war es das. Die Pandaren würden kämpfen, wenn es zum Krieg kommen würde. Wenn Ascas Erendil nicht stoppen konnte. Doch war der Rest der Welt dafür bereit? Sheng dachte an jene, die ihm selber wichtig waren. Überraschender Weise verblieben dabei seine Gedanken nicht Pandaria sondern reisten an einen für ihn besonderen Ort. Einer der wertvollsten Orte, welche er je kennengelernt hatte. Der alte Pandaren stand auf und begann zu packen.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:54

Kapitel 4: Der erste Tag von wenigen


Sylea verließ den Friedhof von Darroheim und Assabad drehte sich um. Der Blick des Verlassenen fiel auf den Grabstein, welcher den Namen seiner Frau trug. Das Gespräch mit der Sin´dorei war vielversprechend für die Zukunft. Der Verlassene hatte schon viele unterrichtet und war von vielen unterrichtet worden, sei es in der Kriegskunst oder in Lebensweisheiten. Diese Elfe schien nahe am Verstehen zu sein. Doch die Reise, die nun vor beiden lag würde lange dauern. Vielleicht zu lange, dachte sich der Verlassene. Es war dieses komische Gefühl, dass ihn seid ein paar Tagen immer wieder überkam. Er kannte dieses Gefühl aus seinen alten Tagen. Damals war er noch ein Mensch, ein Soldat Lordaerons im Ruhestand. Seine letzten Tage mit seiner Frau genießend im ländlichen Darroheim. Er war sich damals sicher nicht mehr den nächsten Winter erleben zu werden. Das diese Tage seine letzten sein würden. Er kümmerte sich um sein Erbe. Lud seine Tochter und ihren Mann aus Stratholme ein für einen letzten Kaffee und ein letztes Stück Kuchen. Doch dann kamen diese Gerüchte, die Seuche, die Säuberung von Stratholme und letzten Endes auch der Angriff auf Darroheim. Viel hatte nicht gefehlt, bis zu einem freidlichen Tod. Doch das Schicksal hatte anders entschieden. Assabads Augen öffneten sich nach der Schlacht wieder. Der Untod hatte ihn überkommen.
Viel war nun seid dem geschehen. Die Eroberung der Pestländern, der Pakt der Gezeiten, der Widerstand gegen den Boten, die Gefangenschaft auf Tol´Barad und die Schattenhafte Erlösung. Nun, wo er schon so viel länger lebte, als er hätte sollen, kam dieses Gefühl zurück. Jenes Gefühl, alles zum letzten Mal zu machen. Jenes Gefühl, sein Erbe regeln zu müssen. Jenes Gefühl, dass dies der erste Tag von wenigen Tagen ist, die man noch hat..

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:54

Die Stimmung in der Taverne im Tal der Ehre war gut. Assabads Stimmung war noch besser. Im Hintergrund gab ein Orc eine Geschichte aus seiner Zeit auf Pandaria zum Besten. Der Trollwirt stellte einen Krug vor dem Verlassenen ab. Assabad nahm einen alten Lappen aus der Tasche und steckte ihn sich gewohnt in den Unterleib. Vielleicht hätte er Magrids Rat mal wahr nehmen und sich einen neuen Magen besorgen sollen. Doch irgendwas sagte ihm, dass dies nun nur noch Zeitverschwendung gewesen wäre. Der ORc im Hintergund erzählte angetrunken von einem Kampf mit einem Menschen und Assabad nahm den Krug in die eine Hand. Mit der anderen ließ er eine Walnuss auf der Theke kreiseln und versank in Gedanken. Sylea war eine junge aufgeweckte Frau. Sie hatte ihn überrascht und viele Dinge schon begriffen, bevor er sie überhaupt genauer erkläre musste. Kein Wunder, wenn man bedachte, mit wem sie die letzten Jahre verbracht hatte. Was für eine Persönlichkeit hätte sie werden können, wenn sie ein angenehmeres Schicksal erfahren hätte? Doch vielleicht waren ihre Erlebnisse genau der Grund dafür, dass sie nun zu solchen Leistungen fähig war. Assabad dachte an seine Tochter. Auch sie war aufgeweckt und intelligent gewesen, Sie hätte in Dalaran studieren können, doch Assabad überredete sie zu einem gemütlichen Leben, verheiratet mit einem Bäcker in Stratholme. Er dachte sie somit in Sicherheit. Welch Ironie, dass genau diese Entscheidung ihr Schicksal besiegelt hatte. Danach hatte er immer wieder Leute von Dingen überzeugt, die sie eigentlich nicht wollten. Auch Sylea hätte man empfehlen können, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen und endlich ein friedliches Leben führen zu können. Doch sie hielt an ihren Träumen fest und arbeitete mit aller Macht daran, ihre Träume zu verwirklichen. Im Gedenken an seine Tochter, würde Assabad dieses Mal keinen Ratschlag geben. Sylea sollte ihrem Herz folgen und versuchen ihre Träume zu erreichen. Er würde versuchen ihr so viel wie möglich beizubringen, damit sie dies schaffen konnte.
Der Orc im Hintergrund schien sich zu rechtfertigen: " Er hatte einen Hut auf dem Kopf!" Assabad lächelte. Er steckte die Walnuss ein, legte ein paar Münzen auf die Theke und leiß den Krug unberührt stehen. Es gab viel vorzubereiten und er musste wachen Geistes bleiben. Das war er seiner Tochter und Sylea schuldig.
.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:54

Das Wesen verschwand wieder und Assabad senkte den Kopf. Wie ein geprügelter Hund schlich er zurück nach Orgrimmar. Es war also wirklich so. Sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht. Er hatte Zuldara kontaktiert, um ihr wie üblich die Lehren über Natur und Leben zu überlassen. Sylea hatte entschieden, dass dies die nächste Kraft war, über die sie etwas erfahren wollte. Dies war kein Thema für einen Verlassenen. Immer wenn sich ein Verlassener mit diesem Thema auseinandersetzte, drohte dieser wem Wahnsinn zu verfallen. Denn dieses Thema hatte viel mit Selbsterkenntnis zu schaffen und für Verlassene gab es nur eine Antwort auf die Frage, was ist natürlich ist: Ich nicht!
Jeder Untote war widernatürlich. Viele Verlassenen machten den Eindruck verrückt zu sein, wahrscheinlich weil sie glaubten, so diese Tatsache bestätigen zu können und dennoch einen rechtmäßigen Platz in dieser Welt zu haben. Assabad selbst hatte die Frage für sich selbst stets vermieden, seid er ihre Bedrohlichkeit für seinen Verstand gespürt hatte. Doch nun hatte Zuldara ihm die Ablösung bei den Lehren verweigert. Ihre Vision hatte ihr gezeigt, dass es Zeit für ihn war, sich mit dem Thema auseinander zusetzen, denn seine Zeit lief ab. Es würde die letzte Gelegenheit für den Verlassenen mit sich und seiner Rolle im Spiel des Schicksals ins Reine zukommen.
Die Tatsache, dass Sylea ihn bei dieser Frage begleiten würde, war der einzige Trost den er momentan fand. Ihre aufgeweckte Neugier und ihr Durst nach seiner Erfahrung und dem Willen diese Welt zu verändern, war wohl grade alles, was ihn davon abhielt davon zulaufen. Er wusste welche Bürde sie sich aufgehalst hatte. Ihr Traum und ihre Gefühle waren den seinigen in so vielen ähnlich. Er hatte gegen die Boten gekämpft, weil er von einer Wahrheit überzeugt war. Sylea war wohl die einzige Person, welche er je getroffen hatte, welche diese Wahrheit bedingungslos teilte. Und wo er gescheitert war, hatte sie bereits Erfolg gehabt, auch wenn sie es selber noch nicht wusste. Er hatte den ersten Boten geläutert und ihn wieder auf den Weg gebracht, eines Tages einfach nur Ascas Dämmerflucht zu sein. Doch bei dem zweiten Boten, Erendil Dämmerflucht, war er gescheitert. Er hatte keinen Zugriff zu dem Jungen erhalten, welcher so von Hass und Überzeugung getrieben wurde. Doch Sylea hatte es geschafft. Sie hatte einen Weg gefunden. Nun ging es darum, sie auf den letzten Abschnitt ihres Weges mit den Boten vorzubereiten. Denn Zuldara hatte ihm noch mehr offenbart. Sein letzter Tag würde auch das Ende der Boten besiegeln...
.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:55

Assabad war erschöpft gewesen nach der Reise zum Hyjal. Und auch Sylea hatte sich wohl etwas mehr Zeit genommen, als gewöhnlich. Es war sicher ein verstörender Abend für sie gewesen. Ihre tiefgründigen Gespräche hatten wie erwartet sein Schicksal als Verlassenen als Frage immer mehr in den Mittelpunkt gestellt. Und wie erwartet, hatte es keine Antwort auf diese Frage gegeben. Doch Sylea war immer noch da. Vielleicht sah sie es nun wirklich als ein Ziel ihrer Reise, seiner Existenz eine Berechtigung bei zu steuern. Assabad rührte dieser Gedanke. Er erinnerte sich an seine Zeit als Mensch. Wie er jedes mal vor dem Zug in den Krieg von Zweifeln erfüllt war. Wenn er seiner Tochter ins Gesicht blickte, wusste er stets, wofür er zu kämpfen hatte.
Doch dies hier war kein Krieg oder doch? Diese Reise war mehr geworden als ein Lehrgang. Spätestens seit Zuldaras Worten über sein Schicksal. Doch sie näherte sich nun mit großen Schritten ihrem Ende. Assabad musste sich nun zusammenreißen und Sylea bei den letzten Gelegenheiten so viel beibringen, wie ihm möglich war. Drei Mal noch würden sie los pilgern. Drei Mal noch zusammen philosophieren. Dann würde sie beide ihr Schicksal einholen. Für Sylea würde es hoffentlich die Erfüllung ihrer Träume und der Beginn einer neuen Zukunft voller Wunder. Für ihn würde es der letzte Marsch sein. Der letzte Marsch von Assabad von Darroheim.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:55

Kapitel 5: Lyranders Tagebücher

Vor wenigen Monaten:

Im Anwesen des Hauses Leh`nister herrschte reges Treiben trotz später Stunde. Lyrander saß an seinem Schreibtisch und trug seine besten Kleider. Lächelnd legte er die Feder bei Seite und schloss sein Tagebuch. An der Wand in seinem Arbeitszimmer stand der Tresor offen, wo Lyrander seine Tagebücher stets wegschloss. Zu brisant waren ihre Inhalte. Doch es war Tradition im Haus Leh`Nister jedes Detail aufzuschreiben, damit folgende Generationen davon lernen konnten, so wie es Lyrander einst getan hatte. Doch die Tagebücher, die ihm einst den Weg gewiesen hatten, waren vernichtet. Gemäß einen Notfallprotokolls waren sie bei der drohenden Vernichtung durch die Geißel verbrannt worden. Erst nach dem der Angriff überstanden war, hatte Lyrander wieder angefangen zu schreiben. Sechs Bücher hatte er nun schon gefüllt seid dem. Viele würden es wohl nicht mehr werden, bei seinem Alter. Doch das war auch egal. Jeden Augenblick würde Renar aus Dreanor zurückkehren. Lyranders Herz machte einen Sprung bei dem Gedanken. Bereits morgen, würde das Schicksal des Hauses Leh`Nister einen neuen Weg einschlagen. Es klopfte. War es soweit? " Herein", rief Lyrander und die Holztür öffnete sich quietschend. Lyrander stand auf und dreht sich um, als der Schmerz ihn traf...

***

Gegenwart:

Renar hockte oben auf dem Turm. Daralion hatte zur Jagd auf ihn geblasen und scheinbar Erfolg. Im Untergrund hatte man sich nach ihm erkundigt. Er konnte nur hoffen, dass der Schatten wusste was er tat. Seine Hand glitt unbewusst zu der Tasche, in dem die fünfTagebücher von Lyrander lagen. Die Bücher, die mehr Wahrheit enthielten, als die meisten wohl vertragen konnten...
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Ascas

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:56

Garatas schlenderte durch die Ruinen von Lordaeron auf dem Rückweg in die Unterstadt. Zulange würde Eleyah nicht brauchen, bis zu ihrer Rückkehr. Da war sich der Verlassene sicher. Die Elfe war gereift, seid dem er Asildur zu ihrer Prüfung geschickt hatte. Der Schatten hatte sich in ihr nicht geirrt. Doch ob sie den letzten Schritt machen konnte, das blieb eine offene Frage. Garatas blickte hoch zu dem Turm auf dem ein einsames Lagerfeuer brannte. Der letzte Schritt würde eine große Hürde werden, denn der Junge war gebrochen und tief abgesunken in einem Strom der Dunkelheit. Seine Entscheidung sich all das aufzulasten, der Priester glaubte nicht, dass Renar wusste, was er sich da eigentlich angetan hatte. Der Orden der Schattenhafte Erlösung würde weiter über ihn wachen, so wie der Schatten es verlangt hatte. Solange, bis eine rettende Hand den Jungen aus der Dunkelheit ziehen würde.

***

Daralion schritt die Treppe hinab und zwei Wachen warteten schon auf ihn. Sie schritten hinaus aus dem fast verlassenen Anwesen und schlugen den Weg in Richtung des Berges ein, aus dem die Leh`Nister schon lange kostbares Erz und Stein fördeten, welche die Grundlage ihrer Finazen bildeten. Diesmal war ihr Ziel die eigene Schmiede. Daralion hatte etwas in Auftrag gegeben von dem er glaubte, es war Zeit, dass es wieder das Licht der Welt erblickte. Zusammen mit den Wachen schritten sie zielstrebig dem Berg entgegen. Die Elfe, die sich unterdessem in ihrem Rücken den Grabstätten näherte, bemerkten sie nicht.

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:56

Asildurs hatte eine Nachricht geschickt. Er war im Immersangwald angekommen und hielt sich bereit. Garatas blickte erneut hoch zu dem Turm, wo Renar sich versteckt hielt. Hinter ihm klimperte eine Rüstung. Es war Ronand, jener Todesritter, welcher dem Orden als Sündenfresser diente. " Wenn der Schatten schon den kompletten Orden in den Immersangwald schickt, dann sollte ich auch gehen. Ich beende die Sache mit dem Blutritter ganz schnell.", knurrte Ronand sichtlich unzufrieden.
Garatas schüttelte langsam den Kopf: " Der Schatten hat klar gesprochen. Es geht hier um mehr als die Gerechtigkeit für eine Person. So viele sind im Laufe der Zeit zu Sündern geworden. So wenige haben mit offenen Augen die Geschehnisse der letzten Jahre gesehen. Für sie alle ist es eine Zeit der Selbsterkenntnis und der Buße. Wir wurden vom Schatten berufen, die Welt von Sünde zu befreien. Das geht nicht mit einem einfachen Schwerthieb. Es ist ein Prozess, welcher sich nur selten mit Gewalt verträgt. Asildur und Zuldara werden nur unsere Augen sein, um zu sehen, was nun dort im Immersangwald geschieht. Sollte alles scheitern, wovon der Schatten gesprochen hat, dann bist du an der Reihe."
Ronand knurrte wieder unzufrieden. Garatas senkte den Kopf und seufzte. Eleyah und Eladia. Zwei Elfen, welche unterschiedlicher nicht sein konnten. Doch nun beschritten sie beide den selben Weg. Sie verfolgten beide das selbe Ziel. Sie beide wandelten nun in den tiefen Spuren von Lyrander Leh´Nister auf der Suche nach der Wahrheit. Eine Wahrheit, welche den jungen Renar schon in seine Fänge geschlossen hatte. Es war eine bittere Geschichte. Doch das ist Gerechtigkeit immer.

***

Daralion strich mit seiner Hand über die neugeschmiedete Klinge und ihre Runen. Das Schwert, welches seine Vorfahren getragen hatten und in der Nacht zerbrach, als Lyrander und Daralion ihrem eigenen Vater das Leben nahmen. Es hieß Manabrand. Es würde Daralion nun helfen den Traum seiner Vorfahren zu verwirklichen. Es würde ihn hoch hinaus bringen. Höher als sein Bruder oder sein Vater jemals gekommen waren. Daralion wickelte das Schwert wieder ein und legte es auf den Schreibtisch. Er schritt hinaus aus dem Arbeitszimmer, die Treppe hinab und hinaus in den Garten. Dabei beflügelte ihn seine eigene Genialität. Es würde alles so einfach werden. Das Reich wartete auf die Führung einer strengen Hand. Alle Macht dem Haus Leh`Nister!

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 14:56

Vor wenigen Monaten:

Lyrander stand auf und dreht sich um, als der Schmerz ihn traf. Daralions Plattenhandschuh traf ihn mitten ins Gesicht. Lyrander wurde von der Wucht herum gerissen und knallte auf den Schreibtisch. Blut tropfe auf die Pergamente, als Lyranders Finger sich vor Schmerz in das Holz bohrten. Daralion trat von hinten an ihn heran und zog ihn an den Haaren auf die Beine. " Du wirst das Erbe unseres Hauses nicht wegwerfen. Du bist schwach und schwache Mitglieder müssen eliminiert werden.", hauchte er dem alten Priester ins Ohr. Lyrander schluckte Blut und versuchte sich zu befreien, doch zu spät. Daralions führte seine Klinge von hinten in Lyranders Körper. Das kalte Metall suchte sich seinen Weg durch das Fleisch, bis es vorne aus der Brust wieder austrat. Eine Träne floss dem Priester über die Wange und er verfluchte sich selber. Nicht für alles was er getan hatte. Nicht für seine Unachtsamkeit gegenüber seinem Bruder. Er verfluchte sich selber, dass er Renar nicht noch einmal gesehen hatte. Das er keine Gelegenheit mehr bekam sich bei dem Jungen zu entschuldigen. Daralion zog das Schwert aus Lyranders Körper und ließ den Priester los. Lyranders alter Körper gab nach, fiel zu Boden wie ein nasser Sack. Blut durchdrang die edle Kleidung des Priesters und sickerte in den Teppich. Lyranders Blick wurde verschwommen und nur noch dumpf vernahm er Daralions Schritte, als dieser den Raum verließ. Dann wurde sein Blick schwarz und das Herz hörte auf zu schlagen...

***

Renar beobachtete das Anwesen von einer Erhöhung aus. Warum waren so viele Wachen hier? Was war geschehen, während er in Draenor war? War das dahinten Daralion? Sollte sein Onkel nicht bereits auf dem Weg nach Talador sein? Renar entschied sich erstmal die Lage zu untersuchen. Er nahm einen Pfad durch eine seichte Stelle des Flusses bis in den Garten. In Lyranders Arbeitszimmer brannte Licht. Der junge Elf entledigte sich seines Gepäcks und stieg mit ein paar gekonnten Tritten die Fassade empor, bis er einen Blick in das Zimmer im ersten Stock werfen konnte. Seine Augen weiteten sich und sein Herz drohte zu zerplatzen. Lyrander lag in einer Lache aus Blut auf dem Boden. Langsam kletterte er in das Zimmer und ging zur Leiche. Er prüfte den Puls. Der alte Priester war tot. Wer konnte so etwas nur getan haben? Leute näherten sich dem Zimmer über die Treppe. Renar flüchtete in eine dunkle Ecke des Raums, bevor die Wachen den Raum betraten. Sie packten Lyranders Leiche an Armen und Beinen.
" Glaubst du der Junge weis, was auf ihn zu kommt?", sprach der eine Mann. "Nein. Und ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Lord Daralion hat alles genau geplant.", entgegnete der andere. Sie verließen den Raum mit der Leiche. Renar starrte vor sich hin. Ein Putsch innerhalb des Hauses? Sein Blick fiel auf den offenstehenden Tresor an der Wand. Leise schlich Renar hinüber und packte sich die Bücher dort drin. Sie würden hoffentlich Antworten enthalten. Er begab sich zum Fenster und stieg hinaus in die Nacht. Das letzte Tagebuch von Lyrander jedoch, das Buch mit seinen letzten gereinigten Gedanken, blieb unbemerkt und einsam zurück in dem Zimmer, welches in dieser Nacht das Ende von Lyrander Leh`Nister gesehen hatte.

***

Gegenwart:

Renar verließ den Sonnenzornturm und setzte seit Monaten das erste Mal wieder einen Fuß in die Stadt Silbermond. Der Morgen graute schon und ein frischer Frühlingwind wehte dem jungen Elfen ins Gesicht. Es war eine hitzige Diskussion gewesen. Man war sich nicht klar darüber, was man nun alles unternehmen sollte. Nur eines wurde schnell beschlossen: Das Ende des Hauses Leh`Nister. Doch all das erschien Renar nun unwichtig. Wichtig war dieser Moment auf dem Turm über den Ruinen von Lordaeron gewesen. Der Moment in dem Eleyah ihm aufzeigte, dass es wichtig und richtig war, die Tagebücher zu veröffentlichen. Das sie alle die Konsequenzen ihres Handelns selber tragen mussten und nicht von ihm verlangen konnten sich das alleine aufzuhalsen. Das sie seine Freunde wahren. Freundschaft...Renar wusste noch so wenig darüber. Er hatte spioniert, er hatte gekämpft und komandiert. Doch hatte er das Gefühl nun sein Leben ganz von vorne beginnen würde. Das er nun erst die wichtigen Dinge lernen müsste. Er war noch jung, kaum erwachsen, das wurde ihm diese Nacht bewusst gemacht. Er würde Eladia treffen und Selene und Magrid. All jene die etwas in seinem Herz entzündet hatten. Doch nun würde er erst einmal schlafen. Schlafen in der Gewissheit Freunde zu haben...

***

Garatas kniete vor dem schattenhaften Bild: " Habt ihr das vorausgesehen?" Die Gestallt vor ihm schüttelte sachte den Kopf und antwortete: " Nein. Aber ich habe gehofft. Gehofft, dass Silbermond seine wahren Werte nicht vergessen hat. Grade bei Eleyah war ich mir aber sicher. Sie hatte mir darin schon immer etwas voraus. Nun steht die Tür offen für eine neue Zukunft unter guten Sternen in Quel´Thalas. Vielleicht ist dies das wahre Vermächtnis von Lyrander Leh`Nister"
Garatas seufzte: " Was wird dort nun geschehen. Es wurde viel Staub aufgewirbelt."
Die Gestallt fasste sich mit der rechten Hand ans Kinn. Eine Hand, die wohl komplett verbunden wahr, so wie der komplette rechte Arm. Dann antwortete die Gestallt: " Ich weis nicht, ob sich jemand dieser komplizierten Sache dort annimmt. Es würde unangenehm für alle. Viele werden behaupten, sie wussten von nichts. Andere werden vielleicht sogar von Gedankenkontrolle reden. Wenn sie schlau sind, lassen sie die Verganenheit nun ruhen, Und konzentrieren sich auf die Zukunft, welche ihnen nun geschenkt wurde."
Garatas nickte zustimmend: " Und im Notfall sind wir immer noch da."
Die Gestallt stand auf, kam auf den Priester zu und legte ihm die verbundene Hand auf die Schulter. Im flimmernden Schatten erkannte Garatas das junge blutelfische Gesicht welches zu ihm sprach: " Der Orden der Schattenhaften Erlösung hat grade erst begonnen. Es gibt noch viele Daralions da draußen. Das war erst der Anfang."
Dann verschwand das Bild und Garatas erhob sich, nicht unzufrieden. Langsam schlenderte er durch die Ruinen von Lordaeron zurück in die Unterstadt als er aprubt stehen blieb. " Ich brauche noch neues Taubenfutter.", murmelte er und ging weiter.

***

Daralion packte hastig seine Sachen. Er hatte die verbliebenden Wachen zum Flussufer geschickt, um den Verlassenen abzulenken. Sie wussten nicht was los war, doch war er sich sicher, dass sie seinen Zorn und seine Panik gespürt hatten. Er hatte also nicht viel Zeit und viel konnte er nicht mitnehmen. Er nahm das Schwert seines Vaters, eine leichte Rüstung, Proviant und Gold. Was war nur passiert? Er war sich sicher, dass das Volk von Silbermond nur an sich selber gedacht hätte. Die Bezahlung sollte den Rest erledigen. Wann hatte das Volk begonnen sich um einander zu kümmern? Er verfluchte sie alle in seinen Gedanken. Er würde wieder kommen. Er würde seine Rache üben. Doch momentan musste er entkommen. Schnell ging er mit Sack und Pack zur Teleportationskugel. Sie würde ihn erstmal nach Shattrath bringen. Dort würde er mit genügend Gold schon erstmal untertauchen können. Die Scherbenwelt hatte er lange bereist. Dort gab es genug Schlupfwinkel, wo niemand suchen würde. Dort konnte er an seiner Rache arbeiten...
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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 16:04

Zwischenspiel 1: Das Erwachen


Daralion zog die Kapuze tief in sein Gesicht und wandelte durch das Untere Viertel von Shattrath. Alles was er jetzt noch besaß trug er bei sich. Er brauchte einen Unterschlupf, Zeit sich zu erholen. Doch war er zwei Jahre nicht mehr in der Scherbenwelt gewesen und auf seine ehemaligen Verbündeten bei den Sehern konnte er ebenfalls nicht zurückgreifen. Wenn sie erfuhren, was im Immersang geschehen war, würden sie ihn ohne zu zögern ausliefern. Er musste sich einen Überblick verschaffen, wo es noch sicher war. Wo in dieser Welt reichte der Arm dieser verfluchten Horde noch nicht hin? Er schritt weiter in Richtung Gasthaus. Hinter ihm regte sich ein Schatten und folgte ihm...

***

Es war schwarz um sie herum. Ihr Kopf schmerzte und ihr Körper war wie gelähmt. Doch sie hörte Stimmen: " Sie trug einen Seelenstein bei sich. Sie ist eine Hexenmeisterin."
" Hast du jemals eine Hexenmeisterin mit einem Gewehr gesehen? Nein, sie wollte den Stein loswerden.", entgegnete eine andere. " Dann wollte sie einen Hexenmeister sabotieren?", fragte der erste nachdenklich. Der zweite schweigte kurz, antwortete dann: " Sie ist sehr jung und doch geschickt im Kampf. Sie weis Dinge, die nützlich sein könnten. Wir nehmen sie mit." Dann packten zwei kräftige Arme zu, hoben sie hoch und Raleria verlor wieder das Bewusstsein...

***

Assabad schritt durch die Unterstadt und nickte: " Also ist der junge Renar geläutert aber der Blutritter entkommen." " Ja, leider.", knurrte Ronand. Assabad mochte die Art des Todesritters nicht sonderlich. Er kam ihm stets zu aggressiv vor. Doch der Schatten hatte auch ihn erwählt und bestimmt nicht ohne Grund. Es gab sicher genug Dinge im Aufgabenbereich des Ordens der Schattenhaften Erlösung welche aggressiv angegangen werden mussten. Beide Verlassenen erklommen de Stufen in den oberen Ring. Garatas stand am Rand des Balkons und blickte auf das Treiben im Schurkenviertel. Als die beiden Verlassenen ihn erreichten wandte er sich zu ihnen um: " Assabad, ihr seid zurückgekehrt. Das bedeutet..." Assabad nickte sachte: " Ja, Sylea ist bald Bereit für ihre Prüfung. ihr könnt mit den Vorbereitungen beginnen..."

***

Sheng schloss die Tür seines Hauses im Tal der Vier Winde und blickte noch einmal über seinen Garten. Bald wären die ersten Früchte reif gewesen. Die Nachbarn würden sich drum kümmern müssen, denn sein Weg war weit. Er nahm seinen Wanderstab fest in die Hand und blickte hoch zu dem Bergen, welche das Tal der ewigen Blüten einzäunten. Ein langer Marsch der Erkenntnis lag vor ihm, doch zum ersten Mal wusste er genau, wo dieser ihn hinführen würde. Sein Weg war der des letzten Kaisers. Er wandelte nun auf den Spuren von Shaohao...

***

Ascas nahm auf dem Felsen platz und blickte hinab in das Tal der Vier Winde. Er lag gut in der Zeit. Mindestens die Hälfte der verhüllten Treppe lag bereits hinter ihm. Er blickte den Weg entlang, der noch vor ihm lag. Der Nebel wurde unweit weiter vorne sehr dicht. Das würde Zeit kosten. Er hätte einen Pandarendrachen nehmen können, gleich vom Halbhügel aus, doch er hatte sich die Zeit zum Nachdenken nehmen wollen. Er war auf dem Weg zu seinem Bruder, schlimmsten Falls um dieses zu töten. Noch gab es Hoffnung, dass er sich irrte. Das alles nur ein großes Missverständnis war. Doch schon war da wieder diese leise Stimme in seinem Kopf. Die leise Stimme, die ihn dazu brachte sich eher auf das Schlimmste vorzubereiten...


****

Die Wellen donnerten gegen die zerschlagenen Klippen der Inselgruppe. Ein Sturm peitschte über die Verheerten Inseln hinweg, also wolle er ihre Einwohner wecken. Die Tauren des Hochberggebirges befestigten ihre Hütten und hofften auf den Schutz der steilen Bergwände. Die Drachen in Sturmheim schwangen sich in die Luft, als würden sie den starken Wind als Herausforderung sehen. Die Geister der Elfen von Azsuna stimmten ein Klagelied an. Erinnerte sie das Unwetter an den Tag der Zerschlagung? Am verheerten Strand trotzte ein gewaltiger Turm den Winden und peitschenden Regenfällen. Und hoch oben nahe der Spitze stand eine gläserne Kugel auf einem Podest in der grüner Nebel ständig gleichmäßig zirkulierte. Und als der Wind am stärksten heulte, öffneten sich im Nebel zwei brennende Augen. Die Botschaft war erwacht...


Zuletzt von Ascas am Di 01 Nov 2016, 20:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Das letzte Kapitel

Beitrag  Ascas am So 10 Apr 2016, 16:15

Kapitel 6: Licht, Schatten und die Seele


Assabad stand im Schattenhochland. Schon bald würde Sylea hier eintreffen. Bei ihrer letzten Reise hatten sie über das Licht gesprochen. Asssabad wusste, dass dieses Thema Sylea nicht sonderlich gefallen würden, doch es war notwendig. Das Licht war eine bedeutsame Kraft, welche auf Azeroth einwirkte und wenn Sylea alleine in dieser Welt was bewegen wollte, so musste sie sich auch damit auseinandersetzen. Und so trafen sie sich an den Berghängen von Tyrs Hand.
Dort zerschlugen sich anfänglich Assabads Hoffnungen, denn Sylea reagierte gereizt und unwillig sich mit dem Licht auseinanderzusetzen. Doch dann entwickelte sich etwas an diesem Abend. Stück für Stück brach Syleas Hülle und sie offenbarte Dinge aus ihrem innersten Herzen. Und dies war ansteckend gewesen. Denn nun hatte auch Assabad Dinge über sich selbst erzählt. Er hatte versucht das Thema zu umgehen, doch in diesem Augenblick der Offenheit erzählte er von seiner Tochter. Und so wurde dieser schwierige Abend zu einem Abend der Offenbarung. Als sie sich trennten, bestand für Assabad kein Zweifel mehr. Sylea war bereit. Nicht bereit für die Prüfung, sondern bereit die Treppe zu erklimmen, an dessen unterste Stufe Assabad sie zu führen versuchte. Nach dem Abend des Lichts erschien der nun anstehende Abend der Schatten fast schon Routine. Doch es war ihr vorletzter und so würde der Verlassene ihn mit aller Hingabe versuchen zu füllen.

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